{"id":1233719,"date":"2026-08-13T12:41:19","date_gmt":"2026-08-13T12:41:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1233719\/"},"modified":"2026-08-13T12:41:19","modified_gmt":"2026-08-13T12:41:19","slug":"fuchsbandwurm-fallzahlen-in-europa-steigen-wie-kann-man-sich-schuetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1233719\/","title":{"rendered":"Fuchsbandwurm-Fallzahlen in Europa steigen \u2013 Wie kann man sich sch\u00fctzen?"},"content":{"rendered":"<p>Wie wird der Fuchsbandwurm \u00fcbertragen?<\/p>\n<p>Eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm entsteht, wenn man dessen mikroskopisch kleine Eier \u00fcber den Mund aufnimmt. Das kann durch ungewaschene H\u00e4nde nach der Gartenarbeit, direkten Kontakt mit infizierten F\u00fcchsen, Hunden oder Katzen oder m\u00f6glicherweise durch kontaminierte Waldbeeren, Pilze oder <a href=\"https:\/\/www.aponet.de\/themen\/wasser\" class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Wasser\" data-rtr-id=\"819d98e21ea8a4a9cf0dfa73c0631382b436f282\" data-rtr-score=\"6.868594436310396\" data-rtr-etype=\"keyword\" data-rtr-index=\"20\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wasser<\/a> geschehen. Dieser \u00dcbertragungsweg ist jedoch wissenschaftlich nicht eindeutig gekl\u00e4rt. Hundehaltung gilt als Risikofaktor. Hunde sollten regelm\u00e4\u00dfig entwurmt werden, vor allem, wenn sie M\u00e4use fangen.<\/p>\n<p>Wie kann man sich sch\u00fctzen?<\/p>\n<ul>\n<li>Alles, was potenziell infizieren k\u00f6nnte, sollte vor dem Verzehr gewaschen werden \u2013 also zum Beispiel Obst, Kr\u00e4uter, Pilze und Fr\u00fcchte, die bodennah wachsen. <\/li>\n<li>H\u00e4ndewaschen nach Kontakt mit Erde oder Gartenarbeit, nach Streicheln von Hunden und nach landwirtschaftlicher Arbeit. <\/li>\n<li>Haustierbesitzer sollten an das regelm\u00e4\u00dfige Entwurmen ihrer Hunde und Katzen denken.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"ad-float-right\">H\u00e4ufiger betroffen sind Personen, die in der Landwirtschaft oder im Garten arbeiten, sagt Gr\u00fcner. Die alveol\u00e4re Echinokokkose ist bei Landwirten sogar als Berufskrankheit anerkannt.\u00a0<\/p>\n<p>Was passiert bei der Infektion mit dem Fuchsbandwurm?<\/p>\n<p>Eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm, medizinisch alveol\u00e4re Echinokokkose genannt, gilt als eine der gef\u00e4hrlichsten Parasiten-Erkrankung in Europa. Der Mensch ist dabei ein Fehlwirt, der die Eier nur \u201ezuf\u00e4llig\u201c aufnimmt.\u00a0<\/p>\n<p>\u201eDer Parasit beziehungsweise sein Larvenstadium nistet sich dann in der Leber ein, nicht im Darm wie andere Bandw\u00fcrmer. Er wird also nicht wieder ausgeschieden\u201c, erkl\u00e4rt Professor Dr. Beate Gr\u00fcner, Infektiologin an der Uniklinik Ulm, gegen\u00fcber dem SWR. \u201eEr hat ein tumorartiges Erscheinungsbild, w\u00e4chst relativ unkontrolliert und kann auch auf andere Gewebe \u00fcbergehen.\u201c<\/p>\n<p>Fuchsbandwurm: Zahlen in Europa steigen<\/p>\n<p>Die Zahlen f\u00fcr die Infektionen mit dem Fuchsbandwurm steigen in Europa. Das berichtet ein Forschungsteam der Medizinischen Universit\u00e4t Wien, das Daten aus 40 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern untersucht hat. Die Auswertung umfasste wissenschaftliche Publikationen, lokale Krankheitsregister, offizielle Meldungen sowie unver\u00f6ffentlichte Berichte aus den Jahren 1997 bis 2023.\u00a0<\/p>\n<p>In diesem Zeitraum wurden allein in Deutschland, \u00d6sterreich, Frankreich und der Schweiz mehr als 2.800 Infektionen dokumentiert. Zudem vermuten sie eine erhebliche Dunkelziffer durch L\u00fccken in den Melde- und Erfassungssystemen.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Jahr 2024 meldet das Robert Koch-Institut 52 Infektionen mit dem Fuchsbandwurm.<\/p>\n<p>Hinweise auf eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm<\/p>\n<p>Dass \u00c4rzte ihn oft erst sp\u00e4t entdecken, liegt unter anderem daran, dass der Fuchsbandwurm lange Zeit kaum Beschwerden verursacht. Symptome des Befalls machen sich erst 10 bis 15 Jahre nach der Infektion bemerkbar. Meist erkranken Menschen ab 50 bis 60 Jahren. Die fr\u00fchen Symptome sind oft unspezifisch:\u00a0<\/p>\n<ul>\n<li>Druck oder Schmerzen im Oberbauch<\/li>\n<li>M\u00fcdigkeit <\/li>\n<li>erh\u00f6hte Leberwerte<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen Komplikationen wie Gallenstau oder Leberzirrhose auftreten.\u00a0<\/p>\n<p>Viele Infizierte erkranken nicht<\/p>\n<p>&#8222;Man geht im \u00dcbrigen davon aus, dass mehr als 90 Prozent der Menschen, die Fuchsbandwurmeier verschlucken, niemals daran erkranken&#8220;, beruhigt die Infektiologin. Eine intakte Immunabwehr senkt ebenfalls das Erkrankungsrisiko. &#8222;Bei einem Gro\u00dfteil erledigt das Immunsystem das&#8220;, betont Gr\u00fcner. Daher sind Personen mit einer Immunschw\u00e4che besonders gef\u00e4hrdet.\u00a0<\/p>\n<p>Kann man Fuchsbandwurm behandeln?<\/p>\n<p>Auch wenn die Krankheit selten auftritt, ist sie f\u00fcr den einzelnen Betroffenen eine ernste Angelegenheit. \u201eAber wenn man sie rechtzeitig erkennt und leitliniengerecht therapiert, ist sie sehr gut zu behandeln\u201c, so die Expertin. In manchen F\u00e4llen sei es m\u00f6glich, den Leberherd zu entfernen. \u201eWenn man nicht operieren kann, braucht es eine Dauertherapie mit Benzimidazolen. Diese Arzneistoffe t\u00f6ten den Parasiten zwar nicht ab, sie k\u00f6nnen aber sein Wachstum aufhalten.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wie wird der Fuchsbandwurm \u00fcbertragen? 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