{"id":1233863,"date":"2026-08-13T14:07:29","date_gmt":"2026-08-13T14:07:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1233863\/"},"modified":"2026-08-13T14:07:29","modified_gmt":"2026-08-13T14:07:29","slug":"zwischen-hitze-baeren-und-waldbraenden-jonas-deichmanns-naechste-etappe-around-europe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1233863\/","title":{"rendered":"Zwischen Hitze, B\u00e4ren und Waldbr\u00e4nden: Jonas Deichmanns n\u00e4chste Etappe &#8222;Around Europe&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Jonas Deichmann und Josefine Rutkowski fahren durch Osteuropa: Hitze, Karpaten, B\u00e4ren am Transf\u0103g\u0103r\u0103\u0219an und Waldbr\u00e4nde pr\u00e4gen die n\u00e4chste Bikepacking-Etappe.<\/strong><\/p>\n<p> <img fetchpriority=\"high\" width=\"1024\" height=\"576\" alt=\"\"  nitro-lazy- nitro-lazy-src=\"https:\/\/cdn-jbbkf.nitrocdn.com\/OWgtFZFwlRaNYbUWPXLpYYHISazKklRT\/assets\/images\/optimized\/rev-74402b5\/tri-mag.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Jonas-Deichmann_Rad_Unwetter-1024x576.jpg\" class=\"wp-image-391161 nitro-lazy\" decoding=\"async\" nitro-lazy-empty=\"\" id=\"MTE2MDoxMjI5-1\" data-nitro-empty-id=\"MTE2MDoxMjI5-1\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB2aWV3Qm94PSIwIDAgMTAyNCA1NzYiIHdpZHRoPSIxMDI0IiBoZWlnaHQ9IjU3NiIgeG1sbnM9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzIwMDAvc3ZnIj48L3N2Zz4=\"\/>Jetzt schneller treten: Da braut sich was zusammen hinter Jonas Deichmann. <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was auf der Karte nach einer vergleichsweise einfachen Etappe aussieht, kann sich auf dem Rad schnell in das genaue Gegenteil verwandeln. Flache L\u00e4nder bedeuten nicht automatisch schnelle Kilometer. Und spektakul\u00e4re Bergstra\u00dfen nicht immer unvergessliche Naturerlebnisse. Auf ihrer weiteren Reise durch Europa erleben Jonas Deichmann und Josefine Rutkowski genau diese Gegens\u00e4tze. Vom Baltikum f\u00fchrt ihre Route \u00fcber Polen, die Slowakei und Ungarn nach Rum\u00e4nien. Dort warten die Karpaten, Transsilvanien, der ber\u00fchmte Transf\u0103g\u0103r\u0103\u0219an und Begegnungen mit B\u00e4ren, die bei Jonas weniger Begeisterung als vielmehr Nachdenklichkeit ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p> Durch das Baltikum: flach hei\u00dft nicht automatisch schnell <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der F\u00e4hr\u00fcberfahrt zur estnischen Hauptstadt Tallinn f\u00fchrt die Strecke zun\u00e4chst durch Estland, Lettland und Litauen. Vom H\u00f6henprofil k\u00f6nnte dieser Abschnitt kaum einfacher aussehen. Die Landschaft ist flach, gro\u00dfe Berge oder lange Anstiege fehlen. Doch schon hier zeigt sich wieder eine der wichtigsten Regeln auf langen Bikepacking-Abenteuern: H\u00f6henmeter erz\u00e4hlen nur einen kleinen Teil der Geschichte.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Estland \u00fcberrascht Jonas besonders positiv. Kilometerlang geht es durch W\u00e4lder, sp\u00e4ter zunehmend durch offene Felder. Die Landschaft empfindet er zwar nicht als besonders spektakul\u00e4r, daf\u00fcr \u00fcberzeugen Infrastruktur und Bedingungen zum Radfahren. Gute Radwege, ordentliche Stra\u00dfen und ein insgesamt sehr weit entwickeltes Verkehrsnetz machen das Vorankommen angenehm.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders in Erinnerung bleibt den beiden ein Schlafplatz direkt an der Ostsee, unmittelbar vor dem \u00dcbergang nach Lettland. Es sind diese Momente, die eine solche Reise ausmachen: Nach einem langen Tag auf dem Rad braucht es nicht viel. Einen ruhigen Platz, Wasser, etwas zu essen \u2013 und im besten Fall einen Blick aufs Meer.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"576\" alt=\"\"  nitro-lazy- nitro-lazy-src=\"https:\/\/cdn-jbbkf.nitrocdn.com\/OWgtFZFwlRaNYbUWPXLpYYHISazKklRT\/assets\/images\/optimized\/rev-74402b5\/tri-mag.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Jonas-Deichmann_Rad_Lettland-1024x576.jpg\" class=\"wp-image-391156 nitro-lazy\" decoding=\"async\" nitro-lazy-empty=\"\" id=\"MTE5OToxMjA4-1\" data-nitro-empty-id=\"MTE5OToxMjA4-1\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB2aWV3Qm94PSIwIDAgMTAyNCA1NzYiIHdpZHRoPSIxMDI0IiBoZWlnaHQ9IjU3NiIgeG1sbnM9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzIwMDAvc3ZnIj48L3N2Zz4=\"\/>Lettland, der mittlere der drei baltischen Staaten, hei\u00dft in der Landesspreche Latvija. <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Lettland und Litauen ver\u00e4ndert sich das Bild allerdings schnell. Beide L\u00e4nder sehen auf dem Papier weiterhin einfach aus. Keine gro\u00dfen Anstiege, keine P\u00e4sse, keine extremen H\u00f6henprofile. In der Realit\u00e4t bremsen jedoch die Stra\u00dfen. Viele kleinere Wege bestehen aus grobem Gravel. Teilweise wird der Untergrund so sandig, dass selbst Fahren nicht mehr m\u00f6glich ist und geschoben werden muss. Der Durchschnitt f\u00e4llt, die Kilometer werden m\u00fchsamer. Was geografisch nach einer schnellen Durchquerung aussieht, entwickelt sich zu einem z\u00e4hen Abschnitt. Auch die lettische Hauptstadt Riga hinterl\u00e4sst bei Jonas und Josefine keinen besonders positiven Eindruck. Zumindest nicht, was das Radfahren angeht. Umso gr\u00f6\u00dfer ist schlie\u00dflich die Freude der beiden, als sie Polen erreichen.<\/p>\n<p> Polen wird zur positiven \u00dcberraschung <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ostpolen entwickelt sich zu einem der angenehmsten Abschnitte dieser Etappe. Die Strecke verl\u00e4uft teilweise unmittelbar entlang der wei\u00dfrussischen beziehungsweise ukrainischen Grenze. Stellenweise liegen nur wenige Meter zwischen der Route und dem Grenzfluss. Die Bedingungen f\u00fcr Jonas und Josefine sind hervorragend. Gute Radwege, wenig Verkehr, r\u00fccksichtsvolle Autofahrer, Superm\u00e4rkte und eine funktionierende Infrastruktur sorgen daf\u00fcr, dass wieder lange Tage mit ordentlich vielen Kilometern m\u00f6glich werden.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Temperaturen spielen mit. Noch ist die gro\u00dfe Hitze nicht angekommen. Au\u00dferdem gibt es zahlreiche gute M\u00f6glichkeiten, drau\u00dfen zu \u00fcbernachten. Polen ist f\u00fcr das Duo vielleicht nicht der landschaftlich spektakul\u00e4rste Staat der bisherigen Route, daf\u00fcr aber einer, in dem sich Bikepacking erstaunlich unkompliziert anf\u00fchlt. Genau das kann auf einer Reise mit Tausenden Kilometern mindestens genauso wertvoll sein wie spektakul\u00e4re Landschaften. Doch je weiter die Route nach S\u00fcden f\u00fchrt, desto deutlicher ver\u00e4ndert sich das Wetter. In S\u00fcdpolen tauchen die ersten Ausl\u00e4ufer der Karpaten auf. Auch die ersten Warnschilder vor B\u00e4ren stehen am Stra\u00dfenrand. Vor allem steigt die Temperatur.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"576\" alt=\"\"  nitro-lazy- nitro-lazy-src=\"https:\/\/cdn-jbbkf.nitrocdn.com\/OWgtFZFwlRaNYbUWPXLpYYHISazKklRT\/assets\/images\/optimized\/rev-74402b5\/tri-mag.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Jonas-Deichmann_Rad_Sand_Baltikum-1024x576.jpg\" class=\"wp-image-391160 nitro-lazy\" decoding=\"async\" nitro-lazy-empty=\"\" id=\"MTIxOToxMjYz-1\" data-nitro-empty-id=\"MTIxOToxMjYz-1\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB2aWV3Qm94PSIwIDAgMTAyNCA1NzYiIHdpZHRoPSIxMDI0IiBoZWlnaHQ9IjU3NiIgeG1sbnM9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzIwMDAvc3ZnIj48L3N2Zz4=\"\/>Wer sein Rad liebt, der schiebt. Sandwege in Lettland und Litauen erschweren die Fahrt f\u00fcr Jonas Deichmann und Josefine Rutkkowski. 40 Grad und kaum Platz f\u00fcr Fahrr\u00e4der in Ungarn <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber einen Pass geht es in die Slowakei. Lange halten sich Jonas Deichmann und Josefine Rutkowski dort allerdings nicht auf: Nach etwa einem halben Tag ist das Land bereits wieder durchquert, es folgt Ungarn. Sp\u00e4testens jetzt wird aus dem sommerlichen Radfahren eine echte Hitzeschlacht. In der Slowakei und in Ungarn bewegen sich die Temperaturen um die 40 Grad Celsius, in Ungarn teilweise sogar dar\u00fcber. <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig verschlechtern sich die Bedingungen auf der Stra\u00dfe. Auf der Route gibt es viel Verkehr und kaum Platz f\u00fcr Fahrr\u00e4der. Hitze, Staub und dichter Autoverkehr werden zu einer unangenehmen Kombination. Es ist einer jener Abschnitte, bei dem nicht der einzelne Berg oder eine bestimmte Distanz zur gr\u00f6\u00dften Herausforderung wird. Vielmehr ist es die Summe aus Temperatur, Verkehr, Staub und permanenter Konzentration. Die beiden sind froh, als sie Ungarn hinter sich lassen.<\/p>\n<p> Rum\u00e4nien \u2013 ein Land voller Gegens\u00e4tze <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Rum\u00e4nien beginnt ein v\u00f6llig neuer Abschnitt. Jonas beschreibt das Land vor allem mit einem Wort: Kontraste. Einerseits ist \u00fcberall Aufbruch zu sehen und zu sp\u00fcren. Es wird gebaut, gro\u00dfe H\u00e4user entstehen, zahlreiche Stra\u00dfen befinden sich im Umbau. Vieles vermittelt den Eindruck eines Landes, das sich schnell entwickelt. Andererseits begegnen den beiden Pferdekutschen und D\u00f6rfer, die wie aus der Zeit gefallen wirken. Modernisierung und Tradition liegen hier unmittelbar nebeneinander. <\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"576\" alt=\"\" style=\"aspect-ratio:1.7777988769227;width:1024px;height:auto\"  nitro-lazy- nitro-lazy-src=\"https:\/\/cdn-jbbkf.nitrocdn.com\/OWgtFZFwlRaNYbUWPXLpYYHISazKklRT\/assets\/images\/optimized\/rev-74402b5\/tri-mag.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Jonas-Deichmann_Rad_Pass-1024x576.jpg\" class=\"wp-image-391158 nitro-lazy\" decoding=\"async\" nitro-lazy-empty=\"\" id=\"MTI0MzoxMjYx-1\" data-nitro-empty-id=\"MTI0MzoxMjYx-1\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB2aWV3Qm94PSIwIDAgMTAyNCA1NzYiIHdpZHRoPSIxMDI0IiBoZWlnaHQ9IjU3NiIgeG1sbnM9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzIwMDAvc3ZnIj48L3N2Zz4=\"\/>Deichmanns Vorfreude auf die bekannteste Passstra\u00dfe Rum\u00e4niens weicht schnell Entt\u00e4uschung. <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Route f\u00fchrt zun\u00e4chst im Norden entlang der ukrainischen Grenze. Danach geht es \u00fcber einen Pass der Karpaten nach Transsilvanien beziehungsweise Siebenb\u00fcrgen. Landschaftlich geh\u00f6rt dieser Abschnitt f\u00fcr Jonas zu den sch\u00f6neren Teilen der vergangenen Tage. Die Stra\u00dfe f\u00fchrt permanent bergauf und bergab, die Umgebung erinnert ihn teilweise an Deutschland. Gleichzeitig ist die historische Verbindung der Siebenb\u00fcrger Sachsen, einer deutschsprachigen Volksgruppe in dieser Region, bis heute sp\u00fcrbar. Und noch etwas f\u00fchlt sich pl\u00f6tzlich angenehm an: die Temperatur. Nach Tagen mit durchg\u00e4ngig fast 40 Grad sind die nun etwa 30 Grad Celsius f\u00fcr Jonas und Josefine bereits eine Form von Abk\u00fchlung.<\/p>\n<p> Der Transf\u0103g\u0103r\u0103\u0219an: Traumstra\u00dfe mit bitterem Beigeschmack <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann wartet eine Stra\u00dfe, die wie gemacht scheint f\u00fcr ein Fahrradabenteuer: Der Transf\u0103g\u0103r\u0103\u0219an geh\u00f6rt zu den bekanntesten Passstra\u00dfen Rum\u00e4niens. In zahlreichen Serpentinen windet sich die Stra\u00dfe durch die Karpaten hinauf auf rund 2.000 Meter. Jonas kennt den Pass bereits, er ist dort vor ungef\u00e4hr 15 Jahren gefahren \u2013 und war begeistert.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"576\" alt=\"\"  nitro-lazy- nitro-lazy-src=\"https:\/\/cdn-jbbkf.nitrocdn.com\/OWgtFZFwlRaNYbUWPXLpYYHISazKklRT\/assets\/images\/optimized\/rev-74402b5\/tri-mag.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Jonas-Deichmann_Rad_Pass_Around-Eurpoe-1024x576.jpg\" class=\"wp-image-391157 nitro-lazy\" decoding=\"async\" nitro-lazy-empty=\"\" id=\"MTI1OToxMzM5-1\" data-nitro-empty-id=\"MTI1OToxMzM5-1\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB2aWV3Qm94PSIwIDAgMTAyNCA1NzYiIHdpZHRoPSIxMDI0IiBoZWlnaHQ9IjU3NiIgeG1sbnM9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzIwMDAvc3ZnIj48L3N2Zz4=\"\/>Die Passstra\u00dfe Transf\u0103g\u0103r\u0103\u0219an hat sich zu einem unangenehmen Touristen-Hotspot entwickelt.  <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun erkennt er den Ort kaum wieder. Autos und Motorr\u00e4der schieben sich in endlosen Kolonnen in Richtung Passh\u00f6he. Auf den letzten sechs bis sieben Kilometern herrscht teilweise Stau. Menschen steigen aus ihren Autos, um Fotos und Selfies zu machen. Aus einer spektakul\u00e4ren Bergstra\u00dfe ist an diesem Tag ein touristischer Hotspot geworden. F\u00fcr Jonas ist es Massentourismus in seiner unangenehmsten Form.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch das gr\u00f6\u00dfte Problem sind nicht die Autos. Es sind die B\u00e4ren.<\/p>\n<p> Wenn wilde Tiere ihre Wildheit verlieren <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Region rund um den Transf\u0103g\u0103r\u0103\u0219an ist inzwischen auch f\u00fcr Begegnungen mit Braunb\u00e4ren bekannt. Immer wieder tauchen Tiere unmittelbar am Stra\u00dfenrand auf. Auf der Abfahrt sieht das Duo ungef\u00e4hr zehnmal B\u00e4ren. Das klingt nach einem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Naturerlebnis, wird aber f\u00fcr die beiden schnell zu einem der emotional schwierigsten Momente der Reise.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"576\" alt=\"\"  nitro-lazy- nitro-lazy-src=\"https:\/\/cdn-jbbkf.nitrocdn.com\/OWgtFZFwlRaNYbUWPXLpYYHISazKklRT\/assets\/images\/optimized\/rev-74402b5\/tri-mag.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Jonas-Deichmann_Rad_Baeren-1024x576.jpg\" class=\"wp-image-391155 nitro-lazy\" decoding=\"async\" nitro-lazy-empty=\"\" id=\"MTI3OToxMjA3-1\" data-nitro-empty-id=\"MTI3OToxMjA3-1\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB2aWV3Qm94PSIwIDAgMTAyNCA1NzYiIHdpZHRoPSIxMDI0IiBoZWlnaHQ9IjU3NiIgeG1sbnM9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzIwMDAvc3ZnIj48L3N2Zz4=\"\/>Die folgenden Begegnungen mit B\u00e4ren sind leider nicht wie erwartet und alles andere als ein Naturspektakel f\u00fcr Jonas Deichmann. <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn die Tiere kommen nicht zuf\u00e4llig an die Stra\u00dfe. Sie wurden \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum von Menschen mit Futter angelockt und warten inzwischen darauf, von Touristen etwas zu bekommen. Dabei weisen Schilder ausdr\u00fccklich darauf hin, die Tiere nicht zu f\u00fcttern. Dennoch beobachten Jonas und Josefine einen Autofahrer, der einem B\u00e4ren Wei\u00dfbrot zuwirft. F\u00fcr die Durchfahrt versuchen die beiden, m\u00f6glichst immer ein Auto zwischen sich und den B\u00e4ren zu haben. Bei dem enormen Verkehrsaufkommen ist das problemlos m\u00f6glich.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noch bedr\u00fcckender als die unmittelbare N\u00e4he der Tiere ist jedoch ihr Verhalten. Die B\u00e4ren reagieren kaum noch auf Menschen oder Fahrzeuge. Selbst Hupen von Autos und Reisebussen beeindruckt sie nicht. Auch eine B\u00e4renmutter mit Jungen bleibt davon nahezu unbeeindruckt. Die Tiere wirken abgestumpft.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr jemanden wie Jonas, der auf seinen Abenteuern immer wieder die Begegnung mit urspr\u00fcnglicher Natur sucht, ist genau das schwer zu ertragen. Einen B\u00e4ren aus der Distanz in seinem nat\u00fcrlichen Lebensraum zu beobachten, w\u00e4re ein besonderes Erlebnis. Tiere am Stra\u00dfenrand zu sehen, die auf Futter aus Autofenstern warten, ist etwas vollkommen anderes. F\u00fcr Jonas bleibt deshalb vor allem Traurigkeit zur\u00fcck. Der Transf\u0103g\u0103r\u0103\u0219an wird damit zwar zu einem der spektakul\u00e4rsten Abschnitte dieser Etappe \u2013 allerdings ganz anders als erwartet.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"576\" alt=\"\"  nitro-lazy- nitro-lazy-src=\"https:\/\/cdn-jbbkf.nitrocdn.com\/OWgtFZFwlRaNYbUWPXLpYYHISazKklRT\/assets\/images\/optimized\/rev-74402b5\/tri-mag.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Jonas-Deichmann_Rad_Baer-1024x576.jpg\" class=\"wp-image-391154 nitro-lazy\" decoding=\"async\" nitro-lazy-empty=\"\" id=\"MTI5NToxMTg1-1\" data-nitro-empty-id=\"MTI5NToxMTg1-1\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB2aWV3Qm94PSIwIDAgMTAyNCA1NzYiIHdpZHRoPSIxMDI0IiBoZWlnaHQ9IjU3NiIgeG1sbnM9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzIwMDAvc3ZnIj48L3N2Zz4=\"\/>Trauriger Anblick: V\u00f6llig apathische B\u00e4ren, die am Stra\u00dfenrand auf Futter warten, das ihnen aus den Autos zugeworfen wird. Die Donau \u2013 und die n\u00e4chste Herausforderung wartet bereits <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am folgenden Tag ver\u00e4ndert sich die Landschaft erneut. Die gro\u00dfen Anstiege liegen zun\u00e4chst hinter ihnen. Die Strecke f\u00fchrt leicht bergab beziehungsweise flach durch den S\u00fcden Rum\u00e4niens, bis schlie\u00dflich die Donau erreicht ist. Am n\u00e4chsten Morgen soll um 6:30 Uhr die F\u00e4hre nach Bulgarien ablegen. Von dort sind es nach Jonas\u2018 urspr\u00fcnglicher Planung nur noch etwa zwei Tage bis Griechenland. Doch leichter wird die Reise deshalb nicht. Im Gegenteil.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Temperaturen sollen erneut auf 35 bis 37 Grad steigen. Gleichzeitig gibt es auf vielen Abschnitten kaum Schatten. Noch entscheidender ist jedoch ein anderes Thema: Waldbr\u00e4nde. Unmittelbar neben der geplanten Strecke in Bulgarien hatten kurz zuvor zwei gr\u00f6\u00dfere Feuer gew\u00fctet. Zum Zeitpunkt von Jonas\u2018 Update scheinen sie gel\u00f6scht zu sein. Auch aus Griechenland, Montenegro, Bosnien und Kroatien gibt es Meldungen \u00fcber Waldbr\u00e4nde. Selbst wenn ein Feuer offiziell unter Kontrolle ist, kann sich die Situation schnell ver\u00e4ndern. Glut kann im Boden verbleiben, Wind auffrischen und dadurch k\u00f6nnen neue Br\u00e4nde entstehen. F\u00fcr eine langfristig geplante Bikepacking-Route bedeutet das vor allem eines: flexibel bleiben.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jonas und Josefine wollen deshalb die Situation kontinuierlich beobachten und die Route ver\u00e4ndern, wenn n\u00f6tig. Das Ziel ist nicht, um jeden Preis einer vorher festgelegten Linie zu folgen. Sicherheit entscheidet. Zu diesem Zeitpunkt liegen noch ungef\u00e4hr 3.500 Kilometer vor den beiden. In rund drei Wochen soll die Reise in M\u00fcnchen enden.<\/p>\n<p> Ein Abenteuer, das sich nicht bis ins Detail planen l\u00e4sst <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Etappe zeigt eindrucksvoll, warum eine lange Reise mit dem Fahrrad weit mehr ist als eine Aneinanderreihung m\u00f6glichst vieler Kilometer. Da waren die endlosen W\u00e4lder Estlands und die schwierigen Sandpisten Lettlands und Litauens. Es folgten \u00fcberraschend gute Radwege in Polen. Dann die 40-Grad-Hitze in Ungarn, die Karpaten und die gr\u00fcne Landschaft Transsilvaniens.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"576\" alt=\"\"  nitro-lazy- nitro-lazy-src=\"https:\/\/cdn-jbbkf.nitrocdn.com\/OWgtFZFwlRaNYbUWPXLpYYHISazKklRT\/assets\/images\/optimized\/rev-74402b5\/tri-mag.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Jonas-Deichmann_Josefine-1024x576.jpg\" class=\"wp-image-391153 nitro-lazy\" decoding=\"async\" nitro-lazy-empty=\"\" id=\"MTMyMzoxMTg1-1\" data-nitro-empty-id=\"MTMyMzoxMTg1-1\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB2aWV3Qm94PSIwIDAgMTAyNCA1NzYiIHdpZHRoPSIxMDI0IiBoZWlnaHQ9IjU3NiIgeG1sbnM9Imh0dHA6Ly93d3cudzMub3JnLzIwMDAvc3ZnIj48L3N2Zz4=\"\/>\u00dcber Stock und \u00fcber Stein \u2013 und \u00fcber ein Provisorium aus Rohren: Ein Radabenteuer h\u00e4lt immer wieder \u00dcberraschungen bereit. <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dann war da dieser eine Tag auf dem Transf\u0103g\u0103r\u0103\u0219an. Eine Stra\u00dfe, die Jonas aus der Vergangenheit als wundersch\u00f6nen Ort kannte und die sich 15 Jahre sp\u00e4ter vollkommen ver\u00e4ndert pr\u00e4sentierte. Statt Einsamkeit in den Bergen warteten Staus und Massentourismus. Statt einer besonderen Begegnung mit Wildtieren erlebte er B\u00e4ren, deren nat\u00fcrliches Verhalten durch den Menschen massiv ver\u00e4ndert wurde.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau diese Erlebnisse bleiben h\u00e4ngen. Es waren nicht unbedingt die schnellsten Tage. Nicht die meisten Kilometer. Nicht die h\u00f6chsten P\u00e4sse. Sondern die Momente, die etwas ausl\u00f6sten.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun liegt die Donau hinter beziehungsweise vor Jonas Deichmann und Josefine Rutkowski als n\u00e4chste gro\u00dfe geografische Grenze. Bulgarien und Griechenland warten, die Hitze kehrt zur\u00fcck und die Waldbrandsituation k\u00f6nnte jederzeit \u00c4nderungen an der Route notwendig machen. Noch rund 3.500 Kilometer. Mit wahrscheinlich neuen Geschichten, die sich heute niemand ausdenken k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-worthy-pixel-img skip-lazy \" data-no-lazy=\"1\" data-skip-lazy=\"1\" height=\"1\" width=\"1\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/bd20fcfaff1b469290d353a57c0edeab.gif\"\/> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Jonas Deichmann und Josefine Rutkowski fahren durch Osteuropa: Hitze, Karpaten, B\u00e4ren am Transf\u0103g\u0103r\u0103\u0219an und Waldbr\u00e4nde pr\u00e4gen die n\u00e4chste&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1233864,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[331,332,186027,548,663,158,3934,3935,13,108556,186028,14,15,9827,12],"class_list":["post-1233863","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-around-europe","tag-eu","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-headlines","tag-jonas-deichmann","tag-josefine-rutkowski","tag-nachrichten","tag-news","tag-osteuropa","tag-schlagzeilen"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1233863","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1233863"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1233863\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1233864"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1233863"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1233863"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1233863"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}