{"id":1233926,"date":"2026-08-13T14:42:31","date_gmt":"2026-08-13T14:42:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1233926\/"},"modified":"2026-08-13T14:42:31","modified_gmt":"2026-08-13T14:42:31","slug":"landgericht-muenchen-33-jaehriger-dealt-mit-kiloweise-kokain-zehn-jahre-haft-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1233926\/","title":{"rendered":"Landgericht M\u00fcnchen: 33-J\u00e4hriger dealt mit kiloweise Kokain \u2013 zehn Jahre Haft &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Mengen an <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Kokain\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kokain<\/a>, die Fahnder der M\u00fcnchner Polizei in j\u00fcngster Zeit sicherstellen, werden stetig h\u00f6her, die Qualit\u00e4t der Droge immer besser. Aber auch die Strafen, mit denen die Justiz auf diese Entwicklung reagiert, sind alles andere als gering. So wie im Fall des 33-j\u00e4hrigen Semir S. Zehn Jahre Haft verh\u00e4ngten die Richter der 8. Strafkammer am Landgericht <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a> I am Donnerstag gegen den Angestellten. Auch er dealte mit Kokain, und zwar im gro\u00dfen Stil.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Im November 2025 hatten Ermittler auf einem Anh\u00e4nger, der auf einem von Semir S. angemieteten Stellplatz in einer Tiefgarage im S\u00fcdwesten M\u00fcnchens stand, nicht weniger als 22 Kilogramm Kokain bester Qualit\u00e4t sichergestellt. Dabei handle es sich um einen \u201etraurigen historischen Rekord\u201c, sagte Staatsanwalt Jakob Schmidkonz in seinem Pl\u00e4doyer.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Ins Visier der Ermittler war Semir S. bereits etwas mehr als ein halbes Jahr vor dem spektakul\u00e4ren Fund geraten. Bei einem sogenannten \u201epolizeilich initiierten Scheinankauf\u201c \u00fcbergaben am 1. April 2025 zwei mutma\u00dfliche Komplizen von S. drei M\u00e4nnern auf dem Parkplatz eines Schnellimbisses in Solln sechs Kilogramm Kokain. Und auch diese Menge falle immerhin unter die \u201eTop Drei\u201c an sichergestelltem Kokain in M\u00fcnchen, so Schmidkonz bei seinem Schlussvortrag. Er forderte, Semir S. wegen unerlaubten Handeltreibens mit Bet\u00e4ubungsmitteln in nicht geringer Menge in zwei F\u00e4llen zu einer Gesamtstrafe von elf Jahren zu verurteilen und appellierte an die Kammer unter dem Vorsitz von Richter Gilbert Wolf, mit ihrem Urteil \u201eein Zeichen zu setzen\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bei dem Drogendeal in Solln, den die Polizei observierte, war es zu mehreren Festnahmen gekommen. Semir S. hatten die Fahnder aus \u201eermittlungstechnischen Gr\u00fcnden\u201c laufen lassen. Allerdings observierten sie den 33-J\u00e4hrigen fortan \u2013 bis sie ihn am 24. November vergangenen Jahres nach dem Fund des Kokains in der Tiefgarage vorl\u00e4ufig festnahmen. In der Wohnung des Angestellten fand die Polizei Bargeld in H\u00f6he von etwas mehr als 23 000 Euro, in seinem BMW X7 weitere 34 300 Euro. Beide Betr\u00e4ge stammen laut Anklage aus vorherigen Rauschgiftgesch\u00e4ften.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">In der Untersuchungshaft hatte Semir S. einer Sachverst\u00e4ndigen gegen\u00fcber angegeben, selbst drogenabh\u00e4ngig zu sein. Im Prozess jedoch machte er hierzu keinerlei Angaben. Staatsanwalt Schmidkonz zeigte sich bei seinem Pl\u00e4doyer davon \u00fcberzeugt, dass der 33-J\u00e4hrige \u201enicht aus Sucht gehandelt\u201c habe und deshalb nicht in den Ma\u00dfregelvollzug kommen d\u00fcrfe. \u201eDer Angeklagte hat Kokain f\u00fcr Hunderttausende Euro vertickt. Es ging ihm um Geld und nochmals Geld\u201c, so Schmidkonz.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Verteidiger von Semir S., Rechtsanwalt Helmut M\u00f6rtl und sein Kollege Kai Wagler, wiesen in ihren Pl\u00e4doyers indes darauf hin, dass der Ma\u00dfregelvollzug im Gegensatz zur Haft in einer Justizvollzugsanstalt ein \u201eknallhartes System\u201c sei, bei dem sich ein Verurteilter einer Therapie unterziehen m\u00fcsse. M\u00f6rtl und sein Kollege pl\u00e4dierten f\u00fcr die Verh\u00e4ngung von zehn Jahren Haft sowie der Unterbringung ihres Mandanten in einer Entziehungsanstalt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das Gericht schloss sich diesem Antrag an. Richter Gilbert Wolf sagte bei der Urteilsbegr\u00fcndung. \u201eZehn Jahre Haft reichen aus.\u201c Eine so hohe Strafe werde nicht oft verh\u00e4ngt,\u00a0\u201eweil es gruselig viel\u201c sei. Au\u00dferdem hielt die Kammer Semir S. sein Gest\u00e4ndnis, das er am dritten Verhandlungstag \u00fcber seine Verteidiger abgegeben hatte, zugute und nannte die Angaben der Sachverst\u00e4ndigen \u201eschl\u00fcssig\u201c.\u00a0 Sie war zu dem Ergebnis gelangt, dass bei S. aus medizinischer Sicht die Voraussetzungen f\u00fcr den Ma\u00dfregelvollzug vorliegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Mengen an Kokain, die Fahnder der M\u00fcnchner Polizei in j\u00fcngster Zeit sicherstellen, werden stetig h\u00f6her, die Qualit\u00e4t&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1233927,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1827],"tags":[772,29,433,2634,30,1346,2553,2638,1268,18328,149],"class_list":["post-1233926","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-muenchen","tag-bayern","tag-deutschland","tag-drogen","tag-gerichtsprozesse-in-muenchen","tag-germany","tag-kokain","tag-landgericht-muenchen","tag-landgericht-muenchen-i","tag-muenchen","tag-sucht-und-drogen","tag-sueddeutsche-zeitung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117088730919519617","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1233926","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1233926"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1233926\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1233927"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1233926"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1233926"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1233926"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}