{"id":1235323,"date":"2026-08-14T05:23:30","date_gmt":"2026-08-14T05:23:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1235323\/"},"modified":"2026-08-14T05:23:30","modified_gmt":"2026-08-14T05:23:30","slug":"eu-verpackungsrichtlinie-weniger-muell-mehr-buerokratie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1235323\/","title":{"rendered":"EU-Verpackungsrichtlinie: Weniger M\u00fcll, mehr B\u00fcrokratie"},"content":{"rendered":"<p>                    <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"internal-image\" title=\"Ein ausgepackter Karton steht auf einem Tisch. Im Karton liegt Luftpolsterfolie.\" alt=\"Ein ausgepackter Karton steht auf einem Tisch. Im Karton liegt Luftpolsterfolie.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/verpackungen-104-1920x1080.jpg\" \/><\/p>\n<p>                  Weniger M\u00fcll: Unternehmen m\u00fcssen Verpackungen bald so klein wie m\u00f6glich gestalten (Symbolbild) (picture alliance \/ ABBfoto)<\/p>\n<p>178 Kilogramm Verpackungsm\u00fcll haben B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger der Europ\u00e4ischen Union durchschnittlich im Jahr 2023 verursacht. Die EU-Kommission m\u00f6chte daf\u00fcr sorgen, dass weniger M\u00fcll anf\u00e4llt und mehr davon recycelt wird. Seit Mitte August greift eine neue Regulierung. <\/p>\n<p>                <a title=\"Link auf: Ab dem 12. August 2026\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/environment.ec.europa.eu\/news\/new-eu-rules-packaging-enter-application-2026-08-11_en\" class=\"click-tracking-paragraph\" data-tracking=\"{&quot;name&quot;:&quot;Link in Beitrag&quot;,&quot;chapter1&quot;:&quot;https:\/\/environment.ec.europa.eu\/news\/new-eu-rules-packaging-enter-application-2026-08-11_en&quot;,&quot;chapter2&quot;:&quot;Ab dem 12. August 2026&quot;,&quot;chapter3&quot;:&quot;EU-Verpackungsrichtlinie - Weniger M\u00fcll, mehr B\u00fcrokratie&quot;,&quot;level2&quot;:1}\" rel=\"nofollow noopener\">Ab dem 12. August 2026<\/a> gilt ein neuer Grenzwert f\u00fcr sogenannte PFAS in Verpackungen. Diese als Ewigkeitschemikalien bezeichneten Stoffe k\u00f6nnen in der Umwelt nicht abgebaut werden, einige von ihnen gelten als krebserregend. Da PFAS aber fett- und wasserabweisend sind, werden sie bisher in Lebensmittelverpackungen genutzt.<\/p>\n<p>Hersteller und Importeure d\u00fcrfen keine Lebensmittelverpackungen mehr auf den Markt bringen, die den Grenzwert \u00fcbersteigen. Der Verbraucherzentrale Baden-W\u00fcrttemberg zufolge sind die Grenzwerte so niedrig, dass eine absichtliche Verwendung ausgeschlossen ist. Was in Lagern liegt, darf aber noch verwendet werden.<\/p>\n<p>Die neue Regulierung betrifft alle Verpackungsarten: Plastikfolien von Gurken, Pizzakartons, Glasflaschen f\u00fcr Essig oder \u00d6l, Shampooflaschen, Versandtaschen, auch F\u00fcllmaterial aus Styropor.\u00a0 Au\u00dferdem m\u00fcssen sich Hersteller jetzt auf zuk\u00fcnftige Regulierung vorbereiten.<\/p>\n<p>Zahlreiche weitere Verpackungsregeln treten in den kommenden Jahren in Kraft. So soll 2029 ein Gro\u00dfteil der Flaschen und Dosen durch ein Pfandsystem wiederverwertet werden. Ein Jahr sp\u00e4ter, 2030, m\u00fcssen alle Materialien recyclingf\u00e4hig sein, Verpackungen so klein wie m\u00f6glich. <\/p>\n<p>Verpackungen, die etwa durch Doppelw\u00e4nde, falsche B\u00f6den oder unn\u00f6tige Schichten das Produkt gr\u00f6\u00dfer wirken lassen, sind k\u00fcnftig verboten. Au\u00dferdem gilt ab 2030, dass Verpackungen f\u00fcr den Transport und Umverpackungen &#8211; beispielsweise Kartons bei Bestellungen im Onlinehandel &#8211; maximal 50 Prozent Leerraum haben d\u00fcrfen. Der Platz, der etwa mit Papier, Luftpolsterfolie oder Styropor-Chips gef\u00fcllt ist, gilt als Leerraum.<\/p>\n<p>Das neue Regelwerk soll daf\u00fcr sorgen, dass der Verpackungsm\u00fcll in der EU bis 2040 schrittweise um mindestens 15 Prozent im Vergleich zu 2018 reduziert wird. Au\u00dferdem soll der Einsatz von Neumaterialien f\u00fcr Verpackungen erheblich reduziert werden. Das sei wichtig, um auf dem Pfad zur Klimaneutralit\u00e4t f\u00fcr 2050 zu sein, argumentiert die EU-Kommission.<\/p>\n<p>Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) spricht von einem \u201cMeilenstein in der Verpackungsgesetzgebung\u201d &#8211; trotz Schwachstellen und noch ausstehenden Detailentscheidungen. Die neue Regulierung k\u00f6nne die schw\u00e4chelnde Recyclingbranche antreiben.\u00a0 <\/p>\n<p>                Die Gesetzgebung fokussiere zu stark auf die F\u00f6rderung von Recycling, <a title=\"Link auf: hei\u00dft es von der Deutschen Umwelthilfe\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.duh.de\/presse\/pressemitteilungen\/pressemitteilung\/neues-verpackungsgesetz-deutsche-umwelthilfe-kritisiert-bundesregierung-fuer-verfehlte-chance-einer\/\" class=\"click-tracking-paragraph\" data-tracking=\"{&quot;name&quot;:&quot;Link in Beitrag&quot;,&quot;chapter1&quot;:&quot;https:\/\/www.duh.de\/presse\/pressemitteilungen\/pressemitteilung\/neues-verpackungsgesetz-deutsche-umwelthilfe-kritisiert-bundesregierung-fuer-verfehlte-chance-einer\/&quot;,&quot;chapter2&quot;:&quot;hei\u00dft es von der Deutschen Umwelthilfe&quot;,&quot;chapter3&quot;:&quot;EU-Verpackungsrichtlinie - Weniger M\u00fcll, mehr B\u00fcrokratie&quot;,&quot;level2&quot;:1}\" rel=\"nofollow noopener\">hei\u00dft es von der Deutschen Umwelthilfe<\/a>. Aus Sicht der Umwelthilfe sollte die Priorit\u00e4t auf der Vermeidung von Verpackungsm\u00fcll durch Mehrwegsysteme liegen. <\/p>\n<p>Der Handelsverband Deutschland (HDE) spricht von vielen offenen Fragen und Unklarheiten. Die Umsetzung sei holprig und bringe den Unternehmen viel zus\u00e4tzliche B\u00fcrokratie. Alle Daten \u00fcber die Verpackungen vorliegen zu haben, sei ein betr\u00e4chtlicher Aufwand. Gerade f\u00fcr kleine Unternehmen sei das teilweise nicht zu stemmen.<\/p>\n<p>Davon berichtet auch Toyah Diebel, Gr\u00fcnderin der Unterw\u00e4schemarke Buttz. Es sei zwar gut, dass Verpackungen jetzt klarer reguliert sind, ihr Unternehmen m\u00fcsse aber f\u00fcr jedes EU-Land andere Regulierungen beachten und pro Land auch eine Lizenzierung durchlaufen. F\u00fcr L\u00e4nder, in denen das Unternehmen nur 300 oder 400 Verk\u00e4ufe pro Jahr habe, lohne sich das nicht.<\/p>\n<p>&#8222;Europa ist ein Markt, aber pl\u00f6tzlich sind f\u00fcr Unternehmen beim Thema Verpackung 27 einzelne M\u00e4rkte da&#8220;, sagt Diebel. Buttz konzentriert sich daher nun auf Deutschland und \u00d6sterreich. Dort mache das Unternehmen mehr als 90 Prozent des Umsatzes.<\/p>\n<p>Dass das Gesetz f\u00fcr kleine Unternehmen bremsend wirken kann, sieht auch die EU-Kommission. Sie will das Verpackungsgesetz \u00e4ndern und kleine H\u00e4ndler von einigen Pflichten befreien.<\/p>\n<p>Es brauche nicht nur mehr Differenzierung nach Unternehmensgr\u00f6\u00dfe, sondern auch nach unterschiedlichen Bereichen, in denen verpackt wird, sagt Claas Oehlmann vom Bundesverband der Deutschen Industrie. Es ergebe keinen Sinn, wenn ein Joghurtbecher \u00e4hnliche Auflagen hat wie ein Fass, in dem Chemikalien transportiert werden. Unternehmen m\u00fcssten solche F\u00e4sser nun mit Hinweisen zur Entsorgung bedrucken, wie man sie eben vom Joghurtbecher kennt, das sei f\u00fcr die Abfalltrennung im industriellen Bereich aber \u00fcberfl\u00fcssig. Das werde &#8222;ein paar hundert Millionen B\u00fcrokratiekosten ausl\u00f6sen&#8220;, sagt Oehlmann.<\/p>\n<p>H\u00f6rfunkbeitr\u00e4ge: Annabell Brockhues, Sebastian Moritz, Lena Mempel<br \/>Onlinetext: Tobias Pastoors<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Weniger M\u00fcll: Unternehmen m\u00fcssen Verpackungen bald so klein wie m\u00f6glich gestalten (Symbolbild) (picture alliance \/ ABBfoto) 178 Kilogramm&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1235324,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[49276,72740,331,332,548,663,158,3934,3935,13,4103,14,15,67129,8943,12,240746,256280],"class_list":["post-1235323","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-eu-richtlinie","tag-pfas","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-eu","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-headlines","tag-muell","tag-nachrichten","tag-news","tag-onlinehaendler","tag-regulierung","tag-schlagzeilen","tag-verpackungen","tag-verpackungsabfall"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117092195281897016","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1235323","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1235323"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1235323\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1235324"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1235323"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1235323"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1235323"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}