{"id":123551,"date":"2025-05-19T18:57:08","date_gmt":"2025-05-19T18:57:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/123551\/"},"modified":"2025-05-19T18:57:08","modified_gmt":"2025-05-19T18:57:08","slug":"sanitaeterin-schuetzin-pilotin-diese-frauen-kaempfen-fuer-die-ukrainische-armee-gegen-russland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/123551\/","title":{"rendered":"Sanit\u00e4terin, Sch\u00fctzin, Pilotin: Diese Frauen k\u00e4mpfen f\u00fcr die ukrainische Armee gegen Russland"},"content":{"rendered":"<p>                    Sanit\u00e4terin, Sch\u00fctzin, Pilotin<br \/>\n                Diese Frauen k\u00e4mpfen f\u00fcr die ukrainische Armee<\/p>\n<p>\t\t\t\t              19.05.2025, 20:12 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Seit Beginn des russischen Angriffskriegs k\u00e4mpfen immer mehr Frauen in der ukrainischen Armee. Fast 70.000 Frauen dienen im Jahr 2025 in den ukrainischen Streitkr\u00e4ften. Sie sind Scharfsch\u00fctzinnen, Drohnenpilotinnen und Kampfpilotinnen. ntv.de stellt einige von ihnen vor.<\/strong><\/p>\n<p>Rund 1200 Tage k\u00e4mpft die Ukraine bereits gegen Russlands Vollinvasion. Im vierten Jahr dieses Zerm\u00fcrbungskriegs ist die Versorgung mit Waffen, aber auch mit Personal f\u00fcr die ukrainischen Streitkr\u00e4fte entscheidend. Deshalb bem\u00fcht sich das ukrainische Milit\u00e4r schon l\u00e4nger, auch Frauen zu rekrutieren.<\/p>\n<p>In der Ukraine besteht die Wehrpflicht f\u00fcr M\u00e4nner. Frauen, die den ukrainischen Streitkr\u00e4ften im Krieg gegen Russland dienen wollen, k\u00f6nnen sich freiwillig melden. Mit einer Ausnahme: Seit 2023 m\u00fcssen sich Frauen mit bestimmten Berufen, zum Beispiel aus der Medizin, bei den Wehrpflicht\u00e4mtern registrieren lassen. Schrittweise hebt das ukrainische Milit\u00e4r in den vergangenen Jahren Beschr\u00e4nkungen auf: Jetzt d\u00fcrfen Frauen auch Lkw fahren, mit Maschinengewehren schie\u00dfen oder Panzer kommandieren. Zuvor waren sie von diesen T\u00e4tigkeiten ausgeschlossen. Auch an der Garderobe wird gebastelt. <\/p>\n<p>Und je l\u00e4nger der Krieg andauert, desto mehr Frauen kommen in den Dienst der ukrainischen Armee. 2022 dienen rund 40.000 Frauen im ukrainischen Milit\u00e4r, 5.000 davon direkt an der Front. Drei Jahre sp\u00e4ter sind es nach Angaben des Au\u00dfenministeriums der Ukraine fast 70.000 Frauen. &#8222;Inmitten des russischen Angriffskriegs \u00fcbernehmen ukrainische Frauen eine Vielzahl wichtiger Aufgaben&#8220;, schrieb das <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/p\/DG77-JXNQll\/?hl=en&amp;img_index=6\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ministerium auf Instagram am 8. M\u00e4rz, dem Weltfrauentag.<\/a> &#8222;Sie steuern Drohnen, r\u00e4umen Minen aus befreiten Gebieten, k\u00e4mpfen an der Front, f\u00fchren Truppen, k\u00fcmmern sich um die Logistik und leisten unter Beschuss lebensrettende medizinische Hilfe.&#8220;<\/p>\n<p>Oksana Rubaniak &#8211; &#8222;Xena&#8220; der ukrainischen Armee<\/p>\n<p>Auch Oksana Rubaniak k\u00e4mpft f\u00fcr die Ukraine. Und das schon seit dem 24. Februar 2022. Am ersten Tag des russischen Angriffskriegs tritt die damals 19-j\u00e4hrige Rubaniak einer Freiwilligeneinheit in Iwano-Frankiwsk bei. Wenig sp\u00e4ter wird sie Mitglied der ukrainischen Streitkr\u00e4fte. Mehr als ein Jahr lang dient sie als einzige Frau unter den Soldaten der 72. Selbstst\u00e4ndigen Mechanisierten Brigade. Ihr Spitzname unter den Kameraden ist &#8222;Xena&#8220;. Als Maschinengewehrsch\u00fctzin k\u00e4mpft sie an der Front in Bachmut, Marjinka und Wuhledar. Dort wird sie im M\u00e4rz 2023 schwer verletzt. Nach ihrer Genesung kehrt Rubaniak im Sommer desselben Jahres zur\u00fcck an die Front. Im November 2023 &#8211; mit 21 Jahren &#8211; wird sie Kommandantin einer Kompanie mit 98 Soldaten, die Drohnen steuern.<\/p>\n<p>Schon vor dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine hat Rubaniak Gedichte geschrieben. Seit 2022 sind mehrere B\u00e4nde ihrer Gedichte \u00fcber Leben, Tod und Freiheit ver\u00f6ffentlicht worden. &#8222;Eines Tages wird ein schwarzes Band auf meinem Foto erscheinen. Es ist nur eine Frage der Zeit. An der Front n\u00e4hert sich der Tag der Toten tausendfach&#8220;, schreibt sie in einem <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/p\/CsYofHZIKky\/?hl=en&amp;img_index=1\" rel=\"Follow nofollow noopener\" target=\"_blank\">Post auf Instagram<\/a>. &#8222;Viele meiner Freunde sind tot. Und wo sind deine Freunde? Sie gehen spazieren, lernen, arbeiten. Meine sind im Kampf mit dem Feind, andere entscheiden sich noch jeden Tag f\u00fcr das Recht zu leben.&#8220; <\/p>\n<p>Heute ist sie eine der ber\u00fchmtesten Soldatinnen der ukrainischen Armee. Auch weil die ukrainische Ausgabe des Wirtschaftsmagazins &#8222;Forbes&#8220; sie 2024 als eine der &#8222;30 unter 30&#8220; wichtigsten Personen der Ukraine z\u00e4hlt. Im selben Jahr ziert sie in Milit\u00e4runiform die Titelseite der ukrainischen &#8222;Vogue&#8220;. Im Februar 2025 ist ihr Verlobter Maxim Yemets an der Front gefallen. <\/p>\n<p>Kateryna &#8211; Die einzige Hubschrauber-Kampfpilotin <\/p>\n<p>Die derzeit einzige Hubschrauber-Kampfpilotin in den ukrainischen Streitkr\u00e4ften ist Kateryna. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden darf die Ukraine den Nachnamen der Anfang 20-j\u00e4hrigen Pilotin nicht ver\u00f6ffentlichen, wie es in einem Portr\u00e4t der &#8222;<a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2025\/05\/18\/world\/europe\/ukraine-woman-combat-pilot.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">New York Times<\/a>&#8220; \u00fcber Kateryna hei\u00dft. Ihr Vater ist Offizier im ukrainischen Milit\u00e4r und folglich w\u00e4chst Kateryna auf einem Luftwaffenst\u00fctzpunkt auf. Mit zehn Jahren darf sie erstmals mit einem Mi-8-Hubschrauber mitfliegen. &#8222;Es war so laut und so be\u00e4ngstigend, aber (\u2026) ich wollte fliegen&#8220;, sagte sie der &#8222;New York Times&#8220;. Danach beschlie\u00dft sie, Pilotin werden zu wollen.<\/p>\n<p>Mit 16 Jahren bewirbt sie sich an der Nationalen Universit\u00e4t f\u00fcr Luft- und Raumfahrt in Charkiw und wird zum Studium angenommen. Am Anfang habe sie ein Ausbilder gefragt: &#8222;Was machst du hier? Das ist nichts f\u00fcr M\u00e4dchen. Das schaffst du nicht&#8220;, wie sie der &#8222;New York Times&#8220; berichtete. Sie sei die einzige Frau unter 45 M\u00e4nnern in ihrem Jahrgang gewesen. <\/p>\n<p>Nachdem Kateryna ihre Ausbildung zur Pilotin beendet hat, dient sie seit 2023 in der 18. Separaten Brigade der Heeresfliegertruppe. Auch hier arbeitet sie vornehmlich mit Soldaten zusammen. Sie sagte, dass ihre Kollegen ihre F\u00e4higkeiten oft anzweifeln w\u00fcrden. &#8222;Das ist in jedem Beruf so, wenn man eine Frau ist &#8211; nicht nur in der Armee&#8220;, sagte sie. &#8222;M\u00f6glicherweise habe ich das Klischee zerst\u00f6rt.&#8220; <\/p>\n<p>Knapp ein Jahr lang wartet sie auf ihren ersten Kampfeinsatz. Im September 2024 ist es dann so weit. Die 21-J\u00e4hrige wird die erste Hubschrauber-Kampfpilotin der Ukraine. Inzwischen ist sie Leutnantin und hat mehr als 30 Kampfeins\u00e4tze als Pilotin mit einem Hubschrauber vom Typ Mil Mi-8 geflogen. <\/p>\n<p>&#8222;Ich fliege und schaue auf mein Land und denke, wie sch\u00f6n es ist, und dann, wenn wir in das Frontgebiet kommen und ich sehe, wie alles zerst\u00f6rt ist &#8211; verbrannt und bombardiert &#8211; die D\u00f6rfer, St\u00e4dte, H\u00e4user und Fabriken&#8220;, sagte sie \u00fcber ihre Eins\u00e4tze. &#8222;Wie konnten wir im 21. Jahrhundert so weit kommen?&#8220; <\/p>\n<p>Bei ihren Eins\u00e4tzen tr\u00e4gt Kateryna laut &#8222;New York Times&#8220; die m\u00e4nnliche Uniform, da die Armee keine Uniformen f\u00fcr Frauen zur Verf\u00fcgung stellt. Schon seit 2022 arbeitet die ukrainische Armee daran, Dienstkleidung f\u00fcr Frauen auszugeben. Im<a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Kiew-schneidert-eigene-Uniform-fuer-Soldatinnen-article23807263.html\" rel=\"Follow nofollow noopener\" target=\"_blank\"> November 2022 <\/a>verspricht der damalige Verteidigungsminister Olexij Resnikow, dass Soldatinnen in der ukrainischen Armee eigens auf sie zugeschnittene Uniformen erhielten, auch eine Ma\u00dfnahme, um mehr Frauen in die Armee zu holen.<\/p>\n<p>Kateryna Stupnyzka &#8211; Heldin der Ukraine<\/p>\n<p>Eine von ihnen ist Kateryna Stupnyzka. Sie stammt aus der Region Riwne, im Nordwesten der Ukraine. Nach ihrem Schulabschluss hatte sich Stupnyzka zur Sanit\u00e4terin ausbilden lassen. Im Sommer 2016, sie ist damals gerade 20 Jahre geworden, wird Stupnyzka Sanit\u00e4terin beim ukrainischen Milit\u00e4r. Mehrere Jahre arbeitet Stupnyzka beim Sanit\u00e4tsposten des 3. mechanisierten Bataillons der 14. selbstst\u00e4ndigen mechanisierten Brigade in der Stadt Wolodymyr in der Region Wolhynien. Dann greift Russland im Februar 2022 die Ukraine an. <\/p>\n<p>Wenige Tage nach dem russischen Angriff ist Stupnyzka bei den Gefechten um das Dorf Makariw in der Region Kiew als Sanit\u00e4terin im Einsatz. Anfang M\u00e4rz wird ein Geb\u00e4ude in Makariw, das den ukrainischen Streitkr\u00e4ften als medizinische Zentrale dient, von russischen Raketen getroffen. Einen Tag sp\u00e4ter wird Stupnyzkas Leiche aus den Tr\u00fcmmern des Geb\u00e4udes geborgen. Am 19. M\u00e4rz verleiht der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj ihr posthum den Titel &#8222;Heldin der Ukraine&#8220; &#8211; eine Auszeichnung, die bisher nur wenige Frauen in der Ukraine tragen. Laut Medienbericht soll Stupnyzkas Schwester f\u00fcr die ukrainischen Streitkr\u00e4fte im Krieg gegen Russland k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p><script async src=\"\/\/www.instagram.com\/embed.js\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sanit\u00e4terin, Sch\u00fctzin, Pilotin Diese Frauen k\u00e4mpfen f\u00fcr die ukrainische Armee 19.05.2025, 20:12 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":123552,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[661,3236,13,451,14,15,16,307,12,10,8,9,11,317,3081,103,104],"class_list":{"0":"post-123551","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-angriff-auf-die-ukraine","9":"tag-frauen","10":"tag-headlines","11":"tag-militaer","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-politik","15":"tag-russland","16":"tag-schlagzeilen","17":"tag-top-news","18":"tag-top-meldungen","19":"tag-topmeldungen","20":"tag-topnews","21":"tag-ukraine","22":"tag-ukraine-konflikt","23":"tag-welt","24":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114536031974613290","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/123551","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=123551"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/123551\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/123552"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=123551"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=123551"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=123551"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}