{"id":1235983,"date":"2026-08-14T12:14:25","date_gmt":"2026-08-14T12:14:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1235983\/"},"modified":"2026-08-14T12:14:25","modified_gmt":"2026-08-14T12:14:25","slug":"evolution-nicht-nur-fleisch-wie-zucker-unser-gehirn-formte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1235983\/","title":{"rendered":"Evolution: Nicht nur Fleisch \u2013 wie Zucker unser Gehirn formte"},"content":{"rendered":"<p>Evolution des Menschen <\/p>\n<p>Nicht nur Fleisch \u2013 was unser Gehirn wachsen lie\u00df<\/p>\n<p>14.08.2026 &#8211; 13:56 UhrLesedauer: 3 Min.<\/p>\n<p><a href=\"#focus-0\" class=\"transition-colors block text-current relative\" data-sctrack=\"FocusGalleryImage.Reference\"><img fetchpriority=\"high\" data-testid=\"Opener.Image\"   loading=\"eager\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/hirnwachstum-symbolbild-das-hirnvolumen-hat-im-laufe-der-evolution-stark-zugenommen-das-gehirn-heute.jpeg\" alt=\"Hirnwachstum (Symbolbild): Das Hirnvolumen hat im Laufe der Evolution stark zugenommen \u2013 das Gehirn heute lebender Menschen ist etwa dreimal so gro\u00df wie das von Schimpansen.\" title=\"Hirnwachstum (Symbolbild): Das Hirnvolumen hat im Laufe der Evolution stark zugenommen \u2013 das Gehirn heute lebender Menschen ist etwa dreimal so gro\u00df wie das von Schimpansen.\" width=\"8660\" height=\"4871\" class=\"bg-[url:var(--lqipURL)] bg-cover bg-center flex h-full w-full max-w-full\" style=\"--lqipURL:url('https:\/\/images.t-online.de\/2026\/08\/gYOumFap5z0X\/0x451:8660x4871\/fit-in\/150x0\/filters:blur(25)\/hirnwachstum-symbolbild-das-hirnvolumen-hat-im-laufe-der-evolution-stark-zugenommen-das-gehirn-heute-lebender-menschen-ist-etwa-dreimal-so-gross-wie-das-von-schimpansen.jpg')\" decoding=\"async\"\/><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/zoom-in.f7dae02f.svg\" alt=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" title=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" class=\"block h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)] w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)] max-w-none absolute right-8 bottom-8 rounded-4 bg-snow p-8\" style=\"--width:32;--height:32\" decoding=\"async\"\/><\/a><\/p>\n<p>Hirnwachstum (Symbolbild): Das Hirnvolumen hat im Laufe der Evolution stark zugenommen \u2013 das Gehirn heute lebender Menschen ist etwa dreimal so gro\u00df wie das von Schimpansen. (Quelle: Makhbubakhon Ismatova\/getty-images-bilder)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/audio-volume.6689034c.svg\" alt=\"\" title=\"\" class=\"block h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)] w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)] max-w-none group-hover:brightness-0 group-hover:invert\" style=\"--width:16;--height:16\" decoding=\"async\"\/>Vorlesen<\/p>\n<p>Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00<\/p>\n<p>1x<\/p>\n<p class=\"text-center\">Jetzt neu bei t-online:<\/p>\n<p class=\"text-center\">Schriftgr\u00f6\u00dfe anpassen!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/font-sizes.32942e33.svg\" alt=\"\" title=\"\" class=\"block h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)] w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)] max-w-none group-hover:hidden group-aria-expanded:hidden\" style=\"--width:16;--height:16\" decoding=\"async\"\/><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/font-sizes-dark-mode.e382645c.svg\" alt=\"\" title=\"\" class=\"block h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)] w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)] max-w-none hidden group-hover:block group-aria-expanded:block\" style=\"--width:16;--height:16\" decoding=\"async\"\/><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/sharing-menu-icon.1eb71368.svg\" alt=\"\" title=\"\" class=\"block h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)] w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)] max-w-none group-hover:brightness-0 group-hover:invert\" style=\"--width:16;--height:16\" decoding=\"async\"\/>Artikel teilen<\/p>\n<p class=\"font-bold text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\"><strong class=\"font-bold\">Eine neue Studie stellt eine verbreitete Annahme infrage: F\u00fcr das Wachstum unseres Gehirns k\u00f6nnten s\u00fc\u00dfe Fr\u00fcchte und St\u00e4rke entscheidender als Fleisch gewesen sein.<\/strong><\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Lange wurde die Evolution des menschlichen Gehirns vor allem mit Fleisch erkl\u00e4rt: mehr tierische Nahrung, mehr Energie, mehr Wachstum. Eine neue Studie im Fachmagazin &#8222;Science&#8220; lenkt den Blick nun auf eine andere Energiequelle: Kohlenhydrate. Demnach k\u00f6nnten Zucker aus Fr\u00fcchten und Honig und sp\u00e4ter St\u00e4rke aus gekochten Knollen und Wurzeln eine gr\u00f6\u00dfere Rolle gespielt haben als bisher angenommen.<\/p>\n<p>Das Gehirn braucht Glukose<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Wissenschaftler der University of <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/sydney\/\" class=\"transition-colors cursor-pointer no-underline md:hover:text-magenta md:focus:text-magenta border-b border-solid border-current text-salemsfur md:hover:border-magenta\" data-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;category&quot;:&quot;intextLink&quot;,&quot;label&quot;:&quot;\/themen\/sydney\/&quot;}\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sydney<\/a> und der University of Glasgow modellierten, wie sich der Glukosebedarf von Menschen und ihren Vorfahren \u00fcber rund vier Millionen Jahre ver\u00e4ndert hat. In dieser Zeit wuchs das Gehirn von fr\u00fchen Menschenformen von etwa 300 Gramm auf rund 1.500 Gramm beim modernen Menschen.<\/p>\n<p>Gut zu wissen<\/p>\n<p class=\"pt-8 text-14 md:pt-8 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Die Forscher betrachten f\u00fcr die Studie verschiedene fr\u00fche Menschenformen (sogenannte Hominine), darunter &#8222;Lucy&#8220; (Australopithecus afarensis), Homo habilis und Homo erectus. Das Gehirnvolumen unserer fossilen Vorfahren war etwa mit dem von heute lebenden Schimpansen vergleichbar.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Glukose ist ein Einfachzucker und laut Studienautorin Jennie Brand-Miller f\u00fcr das Gehirn besonders wichtig, denn: &#8222;Glukose ist die prim\u00e4re Energiequelle des Gehirns&#8220;. Das Organ ist zwar leicht, aber energiehungrig: Beim Erwachsenen macht es nur etwa zwei Prozent des K\u00f6rpergewichts aus, verbraucht aber rund ein F\u00fcnftel des Grundumsatzes. Bei Kindern kann der Anteil noch deutlich h\u00f6her liegen.<\/p>\n<p>Obst und Honig vor Brot und Getreide<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Die Forscher berechneten nicht nur den Glukosebedarf des Gehirns, sondern auch den von roten Blutk\u00f6rperchen, Nieren und Fortpflanzungsorganen. Ihr Modell legt nahe, dass fr\u00fche Menschen wahrscheinlich stark auf kohlenhydratreiche Lebensmittel angewiesen waren \u2013 vor allem auf Fr\u00fcchte, Honig und andere nat\u00fcrlich s\u00fc\u00dfe Nahrung.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Denn St\u00e4rke aus ungekochten Knollen oder Wurzeln war f\u00fcr Fr\u00fchmenschen nur begrenzt nutzbar, erkl\u00e4rt Brand-Miller: &#8222;Rohe St\u00e4rke setzt keine Glukose frei&#8220;. Erst als sie Feuer und Kochtechniken beherrschten, konnten sie st\u00e4rkehaltige Pflanzen wie Knollen und Wurzeln leichter verdauen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Mit der zunehmenden Nutzung von Feuer verschob sich die Energiequelle dem Modell zufolge: Nach und nach ersetzte gekochte St\u00e4rke die Zucker aus Fr\u00fcchten und anderen s\u00fc\u00dfen Lebensmitteln. Getreide kam hingegen vergleichsweise sp\u00e4t auf den Speiseplan. Hinweise auf das Mahlen von Getreide zu Mehl reichen laut den Forschern etwa 65.000 Jahre zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Nicht nur das Gehirn brauchte Glukose<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Die Forscher haben dabei nicht nur den Energiebedarf des Gehirns betrachtet. Auch andere Organe ben\u00f6tigen Glukose. So ist der Bedarf w\u00e4hrend <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/gesundheit\/schwangerschaft\/id_20672212\/schwangerschaftsanzeichen-diese-fruehen-symptome-deuten-auf-ein-baby-hin.html\" class=\"transition-colors cursor-pointer no-underline md:hover:text-magenta md:focus:text-magenta border-b border-solid border-current text-salemsfur md:hover:border-magenta\" data-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;category&quot;:&quot;intextLink&quot;,&quot;label&quot;:&quot;\/gesundheit\/schwangerschaft\/id_20672212\/schwangerschaftsanzeichen-diese-fruehen-symptome-deuten-auf-ein-baby-hin.html&quot;}\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Schwangerschaft<\/a> und Stillzeit etwa besonders hoch, weil auch das ungeborene Kind und die Milchbildung Energie ben\u00f6tigen. Das k\u00f6nne &#8222;helfen zu verstehen, warum werdende M\u00fctter h\u00e4ufig Hei\u00dfhunger auf S\u00fc\u00dfes haben&#8220;, so Mitautor David Raubenheimer.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Auch die Vorliebe von Kindern f\u00fcr S\u00fc\u00dfigkeiten k\u00f6nnte damit evolutionsbedingt erkl\u00e4rbar sein. Ihre Gehirne ben\u00f6tigen w\u00e4hrend der Entwicklung besonders viel Energie \u2013 n\u00e4mlich bis zu zwei Drittel ihres Grundumsatzes.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Evolution des Menschen Nicht nur Fleisch \u2013 was unser Gehirn wachsen lie\u00df 14.08.2026 &#8211; 13:56 UhrLesedauer: 3 Min.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1235984,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[137],"tags":[522,256387,29,256386,1050,47078,30,141,84226,232,125462,256383,256382,256385,256384,254526],"class_list":["post-1235983","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-gesundheit","tag-522","tag-australopithecus","tag-deutschland","tag-evolutionsforschung","tag-gehirn","tag-gehirnentwicklung","tag-germany","tag-gesundheit","tag-glukose","tag-health","tag-hirnvolumen","tag-hirnwachstum","tag-jennie-brand-miller","tag-university-of-glasgow","tag-university-of-sydney","tag-urmensch"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117093814665355982","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1235983","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1235983"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1235983\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1235984"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1235983"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1235983"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1235983"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}