{"id":1237296,"date":"2026-08-15T02:20:41","date_gmt":"2026-08-15T02:20:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1237296\/"},"modified":"2026-08-15T02:20:41","modified_gmt":"2026-08-15T02:20:41","slug":"langenfeld-wang-chen-malt-mit-peitsche-bei-ausstellungseroeffnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1237296\/","title":{"rendered":"Langenfeld: Wang Chen malt mit Peitsche bei Ausstellungser\u00f6ffnung"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Mehr als 100 Besucher haben am Sonntag, 9. August, trotz hochsommerlicher Temperaturen die Er\u00f6ffnung der neuen Ausstellung des Kunstvereins <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/langenfeld\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Langenfeld<\/a> besucht. Im Mittelpunkt steht diesmal zeitgen\u00f6ssische Kunst aus <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/china\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">China<\/a>. F\u00fcr einen besonderen H\u00f6hepunkt sorgte der aus Ningbo in Ostchina angereiste K\u00fcnstler Wang Chen, der seine Kunst in einer \u00f6ffentlichen Live-Performance pr\u00e4sentierte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">M\u00f6glich wurde das besondere Kunstevent durch die Unterst\u00fctzung der VR Bank <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bergisch-gladbach\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bergisch Gladbach<\/a> Leverkusen. Beate Domdey-Fehlau vom Kunstverein dankte dem Sponsor und begr\u00fc\u00dfte dessen Vertreter Oliver B\u00f6hm und Markus Fischer. Auch der stellvertretende B\u00fcrgermeister Sven Lucht sowie zahlreiche Ratsvertreter aus der Politik waren zur Ausstellungser\u00f6ffnung gekommen. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von der jungen Pianistin Rong Chen, die ihr Studium an der Musikhochschule M\u00fcnster absolviert hat.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Weiqun Peper-Liu, Kuratorin und zweite Vorsitzende des Kunstvereins, ordnete die ausgestellten Arbeiten in ihrer Einf\u00fchrung in die Entwicklung der zeitgen\u00f6ssischen Kunst Chinas ein. Deren entscheidende Anf\u00e4nge reichen in die 1980er-Jahre zur\u00fcck \u2013 eine Zeit, in der sich China nicht nur wirtschaftlich gegen\u00fcber dem Westen \u00f6ffnete, sondern auch einen tiefgreifenden gesellschaftlichen und kulturellen Wandel erlebte. \u201eDie chinesische zeitgen\u00f6ssische Kunst wurde stark durch diese historischen und gesellschaftlichen Ver\u00e4nderungen Chinas getragen und entwickelte im Spannungsfeld zur internationalen Kunst ihre ganz eigene Sprache\u201c, erl\u00e4uterte Peper-Liu.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Sie kennt diese Entwicklung aus eigener Erfahrung: In den 1980er-Jahren studierte sie an der Kunsthochschule Guangzhou und lehrte dort auch. Die sechs K\u00fcnstler der Langenfelder Ausstellung sind der avantgardistischen Bewegung jener Zeit zuzurechnen, die heute als \u201e85er Neue Welle\u201c bekannt ist. Einen H\u00f6hepunkt erreichte diese Entwicklung 1989 mit der legend\u00e4ren Ausstellung \u201eChina\/Avantgarde\u201c in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/peking\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Peking<\/a>.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Entsprechend vielf\u00e4ltig sind die Positionen, die der Kunstverein in Langenfeld pr\u00e4sentiert. Shan Zeng verbindet traditionelle chinesische Tuschemalerei mit abstrakten Bildwelten. Jin Geng setzt sich in seinen Acrylbildern mit buddhistischer Philosophie auseinander. Li Xiaoqiang richtet den Blick auf Macht und Gesellschaft, w\u00e4hrend Liang Yue in seinen Siebdrucken Fragen nach Tradition und Identit\u00e4t aufgreift. Einen ungew\u00f6hnlichen Zugang zur Gegenwartskunst zeigt Tie Ying. Seine fotografischen Arbeiten erinnern an abstrakte florale Strukturen. Ausgangspunkt sind jedoch Pressefotografien von Menschenansammlungen, die mithilfe k\u00fcnstlicher Intelligenz in neue Bildwelten \u00fcberf\u00fchrt werden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Besonders eindrucksvoll wurde die Verbindung von Tradition und Gegenwart bei Wang Chen. Seine Arbeiten greifen die Bildsprache traditioneller chinesischer Landschaftsmalerei auf, entstehen jedoch mit einer ungew\u00f6hnlichen Technik: Beim sogenannten \u201eWhip Painting\u201c dient eine Peitsche als Malwerkzeug. Wie aus dieser ungew\u00f6hnlichen Arbeitsweise Kunst entsteht, konnten die Besucher bei der Er\u00f6ffnung unmittelbar erleben. Statt auf Asphalt arbeitete Wang Chen auf einer rund f\u00fcnf Quadratmeter gro\u00dfen Leinwand. Mit erheblicher k\u00f6rperlicher Anstrengung setzte er dynamische Bewegungen in ein abstraktes Gem\u00e4lde um. Das Ergebnis sorgte beim Publikum f\u00fcr Gespr\u00e4chsstoff \u2013 und zeigte zugleich, wie unterschiedlich sich traditionelle chinesische Bildsprache und zeitgen\u00f6ssische Street Art miteinander verbinden lassen.<\/p>\n<p class=\"italic richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Ausstellung im Kunstverein, Hauptstra\u00dfe 135, l\u00e4uft bis zum 13. September: Dienstag, Freitag, Samstag von 10 bis 13 Uhr; Donnerstag von 15 bis 20 Uhr und Sonntag von 15 bis 18 Uhr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mehr als 100 Besucher haben am Sonntag, 9. 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