{"id":1237740,"date":"2026-08-15T07:10:25","date_gmt":"2026-08-15T07:10:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1237740\/"},"modified":"2026-08-15T07:10:25","modified_gmt":"2026-08-15T07:10:25","slug":"kommt-seit-1946-fast-ueberallhin-unimog-vom-kartoffelacker-zum-extremgelaende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1237740\/","title":{"rendered":"Kommt seit 1946 fast \u00fcberallhin: Unimog &#8211; vom Kartoffelacker zum Extremgel\u00e4nde"},"content":{"rendered":"<p>Kommt seit 1946 fast \u00fcberallhinUnimog &#8211; vom Kartoffelacker zum Extremgel\u00e4nde<\/p>\n<p>15.08.2026, 07:04 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(06:06 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Gebaut-fuer-Extreme-so-lautet-der-durchaus-treffliche-Werbeslogan-fuer-den-Unimog.webp\" alt=\"Gebaut-fuer-Extreme-so-lautet-der-durchaus-treffliche-Werbeslogan-fuer-den-Unimog\"\/>&#8222;Gebaut f\u00fcr Extreme&#8220; &#8211; so lautet der Werbeslogan f\u00fcr den Unimog. (Foto: Daimler Truck)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Vier Stufen ins Fahrerhaus, 1,20 Meter durchs Wasser: Der Unimog ist ein Fahrzeug der Extreme. Vor 80 Jahren begann seine Karriere allerdings ganz bescheiden zwischen zwei Kartoffelreihen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Mein Gott, was f\u00fcr ein Einstieg. Der T\u00fcrgriff sitzt so hoch, dass man sich langmachen muss. Danach geht es \u00fcber vier Stufen senkrecht hinauf ins Fahrerhaus. Das ist kein Einstieg, eher ein Aufstieg. Aber klar: Der Unimog soll \u00fcberall dort weiterkommen, wo andere kapitulieren.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die H\u00f6he hat also ihren Grund. Wir stehen vor einem rot-wei\u00dfen hochgel\u00e4ndeg\u00e4ngigen Unimog mit Feuerwehraufbau, gebaut f\u00fcr Eins\u00e4tze dort, wo Stra\u00dfen enden. In den Waldbrandgebieten Spaniens und Frankreichs etwa. Auf dem R\u00fccken tr\u00e4gt es 3000 Liter L\u00f6schwasser. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Portalachsen schaffen Bodenfreiheit, Differenzialsperren sorgen auf losem Untergrund f\u00fcr Vortrieb. Wird aus festem Boden Sand, l\u00e4sst sich der Reifendruck verringern, sp\u00e4ter pumpt der bordeigene Kompressor wieder Luft hinein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Seit-Jahrzehnten-gehoeren-Unimogs-zum-deutschen-Strassenbild-etwa-in-Form-von-Einsatzfahrzeugen-unserer-Feuerwehren\"\/>Seit Jahrzehnten geh\u00f6ren Unimogs zum deutschen Stra\u00dfenbild &#8211; etwa in Form von Einsatzfahrzeugen unserer Feuerwehren. (Foto: Daimler Truck)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das Fahrerhaus mit jeder Menge Schaltern und Tasten erinnert an eine Kommandozentrale. Wo moderne Lkw viele Funktionen \u00fcber Bildschirme ansteuern, gibt es hier f\u00fcr jede Sperren und die Untersetzungen eigene Kn\u00f6pfe. Denn wenn die schwere Fuhre \u00fcber Bodenwellen pfl\u00fcgt und schwankt wie ein betrunkener Saurier, ist eine Taste schneller getroffen als eine Schaltfl\u00e4che auf dem Bildschirm.<\/p>\n<p>&#8222;Eselgang&#8220; f\u00fcr extreme Steigungen<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Auch die mit dem Eselssymbol. Der &#8222;Eselgang&#8220; l\u00e4sst den Unimog extreme Steigungen in Zeitlupe hinaufklettern. Bis zu 1,20 Meter tiefes Wasser kann er ebenfalls durchqueren. Bei Waldbr\u00e4nden oder \u00dcberschwemmungen entscheidet solche Technik dar\u00fcber, ob die Mannschaft den Einsatzort \u00fcberhaupt erreicht.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das Fahrgestell allein l\u00f6scht allerdings noch keinen Brand. Erst der Aufbau macht daraus ein Feuerwehrauto, einen Hubsteiger oder ein Fahrzeug f\u00fcr das Technische Hilfswerk. Weil die Aufgaben so unterschiedlich sind, arbeitet Mercedes eng mit spezialisierten Aufbauherstellern. Fahrgestell und Aufbau m\u00fcssen auch unter h\u00e4rtesten Bedingungen zuverl\u00e4ssig funktionieren. Denn wenn der Lkw zwar bis zum Brandherd kommt, vorn aber kein Wasser herauskommt, ist wenig gewonnen.<\/p>\n<p>Bodenst\u00e4ndiger Beginn in Nachkriegsdeutschland<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Dabei begann die Geschichte des Gel\u00e4ndespezialisten ausgesprochen bodenst\u00e4ndig. Dass ausgerechnet eine landwirtschaftliche Arbeitsmaschine einmal zum Waldbrandhelfer werden w\u00fcrde, war 1945 nicht abzusehen. Deutschland liegt in Tr\u00fcmmern, Lebensmittel und Maschinen fehlen. Albert Friedrich, zuvor Leiter der Flugmotorenentwicklung bei Daimler-Benz, sucht nach einer Maschine, die pfl\u00fcgt, Ger\u00e4te antreibt, Lasten transportiert und auf der Stra\u00dfe schneller ist als ein Ackerschlepper. Und findet Unterst\u00fctzung bei Heinrich R\u00f6\u00dfler.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Schon im Oktober 1946 f\u00e4hrt der neue Chefkonstrukteur mit einem ersten Prototyp \u00fcber die Waldwege bei Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd. R\u00f6\u00dfler sitzt auf einer Holzkiste, ein Fahrerhaus gibt es noch nicht. Aber vier gleich gro\u00dfe R\u00e4der, Allradantrieb, Ladefl\u00e4che und Ger\u00e4teanschl\u00fcsse sind bereits vorhanden. Die Spurweite von 1,27 Metern passt genau \u00fcber zwei Reihen Kartoffeln.<\/p>\n<p>Universal-Motor-Ger\u00e4t \u00fcberzeugte Daimler-Benz<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Auch beim Namen war man pragmatisch. Unimog steht f\u00fcr Universal-Motor-Ger\u00e4t. Eine Maschine f\u00fcr die Arbeit auf dem Feld, die Lasten zum Hof bringt und anschlie\u00dfend auf eigener Achse zum n\u00e4chsten Einsatz f\u00e4hrt. Daimler-Benz findet die Idee so \u00fcberzeugend, dass das Unternehmen 1951 die Produktion \u00fcbernimmt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Erntehelfer-mit-25-PS-Die-halbautomatische-Kartoffel-Pflanzmaschine-war-ein-Anbaugeraet-aus-den-Anfangsjahren-des-Unimog\"\/>Erntehelfer mit 25 PS: Die halbautomatische Kartoffel-Pflanzmaschine war ein Anbauger\u00e4t aus den Anfangsjahren des Unimog. Die Spurbreite des Unimog war auf die Kartoffelreihen ausgelegt. (Foto: Daimler Truck)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Heute verfolgt der Unimog diese Idee in zwei Richtungen. Als Ger\u00e4tetr\u00e4ger ist er vor allem bei Kommunen im Einsatz. Mit wechselnden Arbeitsger\u00e4ten schiebt er im Winter Schnee, m\u00e4ht im Sommer Stra\u00dfenr\u00e4nder oder schneidet Hecken. Je nach Aufbau wird er zur Kehrmaschine, zum Kran oder zum Zweiwegefahrzeug. Er soll nicht das extremste Gel\u00e4nde bezwingen, sondern viele Arbeiten erledigen und z\u00fcgig zum n\u00e4chsten Einsatz fahren.<\/p>\n<p>Nahezu unverw\u00fcstlich<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Er ist hart, robust und beinahe unverw\u00fcstlich, was ihm im Laufe der Jahre Kultstatus verleiht. Alte Modelle werden liebevoll gehegt und gepflegt, stehen sich aber trotzdem nicht in Museen die Reifen platt. So trifft man beim Spaziergang durch die Weinberge, bei Forstbetrieben oder auch in der Landwirtschaft immer wieder auf Oldtimer, die 20, 30 und mehr Jahre auf der Uhr haben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Ab-1951-zaehlt-der-Unimog-zum-Portfolio-von-Daimler-Benz-und-der-U-25-Baureihe-2010-wurde-von-1951-1953-im-Lkw-Werk-Gaggenau-produziert\"\/>Ab 1951 z\u00e4hlt der Unimog zum Portfolio von Daimler-Benz und der U 25 (Baureihe 2010) wurde von 1951 bis 1953 im Lkw-Werk Gaggenau produziert. (Foto: Daimler)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ganz anders die hochgel\u00e4ndeg\u00e4ngige Version. Sie tr\u00e4gt Spezialaufbauten, Besatzung und Material in den Wald, ins Hochwasser oder weit abseits befestigter Wege. Daf\u00fcr ben\u00f6tigt sie keine \u00fcberbordende Leistung. Unser Feuerwehrwagen vom Typ U 5023 etwa ist nur 231 PS stark, wuchtet aber stolze 900 Nm auf die Kurbelwelle. Mit Gel\u00e4ndeuntersetzung schafft er extreme Steigungen von bis zu 45 Grad, durchquert 1,20 Meter tiefe B\u00e4che und f\u00e4hrt mit Sonderzulassung als Einsatzfahrzeug auf der Stra\u00dfe 100 km\/h schnell.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Beim Ger\u00e4tetr\u00e4ger reicht das Programm von 190 bis 354 PS. Mehr Leistung bedeutet dort vor allem, dass sich gr\u00f6\u00dfere M\u00e4hwerke, Fr\u00e4sen, Kr\u00e4ne oder Schneepfl\u00fcge betreiben lassen. Der Unterschied liegt deshalb weniger im Motor als in der Aufgabe: Der Ger\u00e4tetr\u00e4ger bringt m\u00f6glichst viele Werkzeuge zur Arbeit, der hochgel\u00e4ndeg\u00e4ngige Unimog Menschen und Material dorthin, wo andere Fahrzeuge nicht mehr weiterkommen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Zum Schn\u00e4ppchenpreis ist diese Vielseitigkeit nicht zu haben. Bei Truckscout24 finden sich 20 Jahre alte Modelle mit 400.000 Kilometern auf der Uhr, die immer noch an die 40.000 Euro kosten. Kein Wunder bei einem Neupreis, der heute selbst f\u00fcr einfache Varianten weit jenseits der 100.000 Euro liegt. Bei einem hochgel\u00e4ndeg\u00e4ngigen Unimog mit Feuerwehraufbau wie unserem U 5023 k\u00f6nnen sogar 350.000 Euro auf dem Preisschild stehen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, Hanno Boblenz, sp-x<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kommt seit 1946 fast \u00fcberallhinUnimog &#8211; vom Kartoffelacker zum Extremgel\u00e4nde 15.08.2026, 07:04 Uhr Artikel anh\u00f6ren(06:06 min) &#8222;Gebaut f\u00fcr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1237741,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[134],"tags":[495,175,170,169,29,985,30,1962,171,174,19545,40852,173,172],"class_list":["post-1237740","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-unternehmen-maerkte","tag-automobil","tag-business","tag-companies","tag-companies-markets","tag-deutschland","tag-feuerwehr","tag-germany","tag-lkw","tag-markets","tag-maerkte","tag-mercedes-benz-group-ag","tag-nutzfahrzeuge","tag-unternehmen","tag-unternehmen-maerkte"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117098278581711564","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1237740","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1237740"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1237740\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1237741"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1237740"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1237740"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1237740"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}