{"id":1238592,"date":"2026-08-15T16:03:12","date_gmt":"2026-08-15T16:03:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1238592\/"},"modified":"2026-08-15T16:03:12","modified_gmt":"2026-08-15T16:03:12","slug":"muenchen-neue-initiative-kaempft-gegen-wohnungsnot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1238592\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen: Neue Initiative k\u00e4mpft gegen Wohnungsnot"},"content":{"rendered":"<p>Jony James E. hat eine der ersten Wohnungen bekommen \u2013 vermittelt von der gemeinn\u00fctzigen Initiative MietMachen M\u00fcnchen gGmbH. Geholfen haben ihm dabei der Katholische M\u00e4nnerf\u00fcrsorgeverein KMFV e.V., private Initiativen, auch ein b\u00f6rsennotierter Wohnungskonzern. Viele Monate hatte Jony James eine Wohnung gesucht, war vorher obdachlos und lebte in einem M\u00e4nnerwohnheim des KMFV. Da hatte er schon als Servicekraft in der Gastronomie gearbeitet, aber selbst mit einem mittleren Einkommen bekam er nur Absagen auf dem Wohnungsmarkt.<\/p>\n<p>Jetzt sitzt er in seiner Zwei-Zimmer-Wohnung im M\u00fcnchner Norden, man merkt ihm die Erleichterung immer noch an. &#8222;Das hat viel ver\u00e4ndert. Mit einer Wohnung hat man eine Basis und kann ganz anders weitermachen&#8220;, so der 33-J\u00e4hrige.<\/p>\n<p>B\u00fcndnis gegen Wohnungsnot<\/p>\n<p>Der Katholische M\u00e4nnerf\u00fcrsorgeverein arbeitet seit Jahren daran, eine Wohnungsnothilfe in M\u00fcnchen zu organisieren. Letztes Jahr schlossen sich mehrere Unterst\u00fctzer an: die Renate Stichter Stiftung, die sich um alleinerziehende Eltern und deren Kinder k\u00fcmmert, der Verein Hirn Herz Hand e.V., gegr\u00fcndet von Mitarbeitern einer Unternehmensberatung, und der Internationale Bund, der schon lange <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/martina-und-danijel-freundschaft-gegen-wohnungslosigkeit,UyBsDlX\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wohnungslosen<\/a> hilft.<\/p>\n<p>Der Freistaat und die Stadt M\u00fcnchen f\u00f6rdern das Projekt. Es legt den Fokus darauf, Menschen eine Wohnung zu beschaffen, die auf dem Mietmarkt chancenlos sind: Obdachlose, Alleinerziehende, Menschen mit Migrationshintergrund.<\/p>\n<p>Das Prinzip: MietMachen M\u00fcnchen schlie\u00dft den Mietvertrag mit dem Vermieter und garantiert die regelm\u00e4\u00dfige Zahlung der Miete und k\u00fcmmert sich um alle Verwaltungsfragen. F\u00fcr Immobilienbesitzer hei\u00dft das: wenig bis gar kein Risiko. Bisher hat das in ein paar wenigen F\u00e4llen geklappt. Aber David Diekmann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der gemeinn\u00fctzigen GmbH, ist zuversichtlich: &#8222;Was mir Mut macht, ist, dass so viele bereit sind, Wohnraum, Grundst\u00fccke, Ideen reinzugeben, auch pro bono, also zum Wohl der \u00d6ffentlichkeit, um daraus mit uns etwas zu entwickeln.&#8220;<\/p>\n<p>Kaum Arbeit und Risiko f\u00fcr Vermieter<\/p>\n<p>Einer der Unterst\u00fctzer der ersten Stunde ist die Vonovia, ein b\u00f6rsennotiertes Immobilienunternehmen. Die Gesellschaft hat zehn Wohnungen aus ihrem Bestand zur Verf\u00fcgung gestellt und will jedes Jahr weitere zehn f\u00fcr MietMachen M\u00fcnchen auftreiben. &#8222;F\u00fcr uns ist ausschlaggebend, dass wir die Initiative und den KMFV unterst\u00fctzen wollen, um B\u00fcrgern, die aus der Obdachlosigkeit kommen, wieder ein neues Zuhause zu geben&#8220;, erkl\u00e4rt Andrea G\u00fcnther, Regionalleiterin der Vonovia. Wohnen sei ein Grundbed\u00fcrfnis, jeder sollte dazu Zugang haben.<\/p>\n<p>Etwa 6.000 Wohnungen hat der Konzern allein in M\u00fcnchen. Rund 300 seien jedes Jahr in Fluktuation, also f\u00fcr neue Mieter zu haben. Da klingen zehn Wohnungen vielleicht nicht nach viel, aber es sei ein Anfang, vielleicht ausbauf\u00e4hig, meint G\u00fcnther. Die Wohnung von Jony James E. ist eine der Vonovia. Er und seine Lebensgef\u00e4hrtin haben inzwischen auch eine Tochter. Auch beruflich l\u00e4uft es gut, beide Eltern arbeiten. Deshalb konnten sie vor Kurzem die MietMachen M\u00fcnchen abl\u00f6sen, den Mietvertrag f\u00fcr ihre Wohnung haben sie selbst unterschrieben.<\/p>\n<p>Vermieter mit sozialer Einstellung gesucht<\/p>\n<p>Geschenkt gibt es allerdings nichts. Die Miete liegt bei markt\u00fcblichen Preisen: rund 16 Euro pro Quadratmeter. Das liegt in M\u00fcnchen auf jeden Fall noch im bezahlbaren Bereich. Die Initiative hofft nun auf Immobilienbesitzer, denen nicht nur der pers\u00f6nliche Profit, sondern auch ein sozialer Aspekt wichtig ist \u2013 also solche, die auch noch unter 20 Euro pro Quadratmeter vermieten und nicht f\u00fcr 30 Euro. Gesucht sind Mietwohnungen, Wohnraum zur Zwischennutzung, WG-Pl\u00e4tze und auch H\u00e4user. Auch der Umbau von Gewerbeimmobilien zu Wohnraum sei m\u00f6glich. MietMachen M\u00fcnchen arbeitet bei einem Objekt bereits an einer solchen Umwandlung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Jony James E. hat eine der ersten Wohnungen bekommen \u2013 vermittelt von der gemeinn\u00fctzigen Initiative MietMachen M\u00fcnchen gGmbH.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1238593,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1827],"tags":[772,29,140585,30,5331,256848,1268,11891,2339,11030],"class_list":["post-1238592","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-muenchen","tag-bayern","tag-deutschland","tag-gemeinnuetzigkeit","tag-germany","tag-immobilien","tag-katholischer-maennerfuersorgeverein","tag-muenchen","tag-obdachlosigkeit","tag-oberbayern","tag-wohnungsnot"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117100374187172506","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1238592","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1238592"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1238592\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1238593"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1238592"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1238592"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1238592"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}