{"id":1240080,"date":"2026-08-16T09:17:17","date_gmt":"2026-08-16T09:17:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1240080\/"},"modified":"2026-08-16T09:17:17","modified_gmt":"2026-08-16T09:17:17","slug":"deutsche-firmen-investieren-weniger-in-usa-rueckgang-bei-direktinvestitionen-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1240080\/","title":{"rendered":"Deutsche Firmen investieren weniger in USA: R\u00fcckgang bei Direktinvestitionen &#8211; Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Deutsche Unternehmen treten bei Investitionen in den <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/USA\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> auf die Bremse. Im ersten Halbjahr haben sie einer Studie zufolge ihr Engagement um fast zwei Drittel zur\u00fcckgefahren. Demnach flossen nur noch rund 4,3 Milliarden Euro an deutschen Direktinvestitionen in die weltgr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft, wie aus Berechnungen des Instituts der deutschen <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Wirtschaft\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wirtschaft<\/a> (IW) auf Basis von <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Bundesbank\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundesbank<\/a>-Daten hervorgeht. Diese lagen der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag vorab vor. Das ist ein Einbruch um 65 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eDamit setzt sich der Negativtrend seit Beginn von Donald Trumps zweiter Amtszeit im Januar 2025 fort\u201c, sagte IW-Expertin Samina Sultan. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2024, dem letzten vor Trumps Wiedereinzug ins Wei\u00dfe Haus, betr\u00e4gt der R\u00fcckgang sogar knapp 80 Prozent. Trump hat mit seiner Wirtschaftspolitik viele wichtige Handelspartner verprellt und mit hohen Z\u00f6llen \u00fcberzogen, darunter die EU und damit <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Deutschland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschland<\/a>.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Auch im langfristigen Vergleich ist der Wert alarmierend: In den f\u00fcnf Jahren vor der Pandemie investierten deutsche Firmen im Schnitt 15,8 Milliarden Euro im ersten Halbjahr in den USA &#8211; fast viermal so viel wie heute. Zwar lagen die Werte w\u00e4hrend der Pandemie-Jahre 2020 bis 2023 noch niedriger, teils sogar im negativen Bereich. \u201eDas war jedoch dem wirtschaftlichen Einbruch durch die Corona-Pandemie geschuldet &#8211; ein Sonderfall\u201c, erkl\u00e4rte Sultan.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Direktinvestitionsfl\u00fcsse k\u00f6nnen teils stark schwanken und durch einzelne Gro\u00dftransaktionen verzerrt sein. Zudem unterliegen die aktuellsten Zahlen oft Revisionen. Dennoch deuten auch Umfragen wie die der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) in die gleiche Richtung, erkl\u00e4rte das IW. Zuletzt gaben 41 Prozent der Betriebe mit US-Standorten an, ihren Kapitaleinsatz dort erh\u00f6hen zu wollen &#8211; der Anteil verharrt unter seinem langj\u00e4hrigen Durchschnitt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Forscher nahmen auch die Zusammensetzung der Investitionsfl\u00fcsse im Gesamtjahr 2025 unter die Lupe. Sie stie\u00dfen dabei auf ein auff\u00e4lliges Muster: Sowohl die Direktinvestitionskredite als auch die reinvestierten Gewinne fielen \u00fcberdurchschnittlich hoch aus. Das Beteiligungskapital im engeren Sinne &#8211; der Saldo aus Neuanlage und Liquidation &#8211; blieb dagegen unterdurchschnittlich. Das k\u00f6nnte daran liegen, dass sich Unternehmen bei strategischen Neuinvestitionen wie dem Kauf von Firmen oder dem Aufbau neuer Standorte zur\u00fcckhalten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eUnternehmen, die bereits in den USA aktiv sind, investieren ihre dortigen Gewinne demnach weiterhin im Land\u201c, sagte IW-Forscherin Sultan. \u201eDas spricht daf\u00fcr, dass die USA grunds\u00e4tzlich ein attraktiver Markt bleiben.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Deutsche Unternehmen treten bei Investitionen in den USA auf die Bremse. 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