{"id":1240217,"date":"2026-08-16T10:40:16","date_gmt":"2026-08-16T10:40:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1240217\/"},"modified":"2026-08-16T10:40:16","modified_gmt":"2026-08-16T10:40:16","slug":"weltrekordversuch-in-wuelfrath-fuenf-minuten-fuers-ueberleben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1240217\/","title":{"rendered":"Weltrekordversuch in W\u00fclfrath: F\u00fcnf Minuten f\u00fcrs \u00dcberleben"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Idee der Auszubildenden des DRK-Ortsvereins W\u00fclfrath, einen neuen Weltrekord in der Langzeit-Reanimation aufzustellen, hat mich von Anfang an fasziniert. Doch das Vorhaben, 72 Stunden ununterbrochen zu reanimieren, kam mir sehr ambitioniert vor. Nat\u00fcrlich lud das DRK alle ein, sich zu beteiligen. Denn mit diesem Weltrekord-Versuch wollte sich das DRK W\u00fclfrath nicht nur selbst etwas beweisen, sondern vor allem das Thema \u201eWiederbelebung\u201c bekannter machen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Noch immer schrecken Menschen im Ernstfall zur\u00fcck, weil sie Angst haben, bei einer Reanimation etwas falsch zu machen. Bei der dreit\u00e4gigen Weltrekord-Aktion jedoch konnte sich jeder eine Einweisung bei den Mitarbeitern des DRK-Kreisverbands Mettmann geben lassen. So hofft das DRK, m\u00f6glichst vielen Menschen die Scheu zu nehmen. Und diese Rechnung ist durchaus aufgegangen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ich bin da ein gutes Beispiel. Die Idee, an einem neuen Weltrekord mitwirken zu k\u00f6nnen, hat auch meine Hemmschwelle fallen lassen. So stand ich am Samstagnachmittag vor dem Zelt des DRK-Kreisverbandes und schaute noch etwas verhalten auf die beiden Dummys hinab, die gleich Opfer meiner Versuche werden sollten. Immerhin muss ich zugeben, dass es 39 Jahre her ist, als ich mich das letzte Mal ganz praktisch mit Reanimation befasst habe.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Allerdings habe ich mich theoretisch immer wieder mit der Wiederbelebung besch\u00e4ftigt \u2013 nicht nur bei Presseterminen, sondern auch in meiner T\u00e4tigkeit als Krimiautorin. Schlie\u00dflich kommen meine Kommissare hin und wieder in Situationen, in denen eine Reanimation n\u00f6tig ist. Also, theoretisch war ich zumindest vorbereitet.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Trotzdem war ich f\u00fcr die Einweisung \u00e4u\u00dferst dankbar. Und die erfolgte sehr verst\u00e4ndlich, freundlich und motivierend. J\u00f6rg M\u00f6lleken, Murron Scholler und Simao Vidal Germano erkl\u00e4rten mir, dass ich mich im rechten Winkel neben den Dummy knien soll. Au\u00dferdem betonten sie immer wieder: \u201eSie k\u00f6nnen nichts falsch machen.\u201c Und das gilt nicht nur f\u00fcr die Puppe, sondern auch f\u00fcr den Ernstfall. \u201eHauptsache, Sie tun \u00fcberhaupt etwas\u201c, sagte J\u00f6rg M\u00f6lleken. Denn wie der Name schon sagt, kann Wiederbelebung Leben retten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Was man im Ernstfall ebenfalls wissen muss, z\u00e4hlte M\u00f6lleken auf: \u201eNiemals auf dem Bett oder Sofa reanimieren, immer auf dem nackten Boden.\u201c Murron Scholler f\u00fcgte hinzu: \u201eWenn die Person eine Jacke anhat, die Jacke vorher \u00f6ffnen.\u201c Wo der Druckpunkt ist, konnte an der Puppe gut erkannt werden, allerdings hatte ich auch die Regel: \u201ezwei Fingerbreit oberhalb des unteren Rippenbogens\u201c im Kopf. Der Rhythmus war: drei\u00dfigmal dr\u00fccken, zweimal mit dem Beatmungsbeutel beatmen und wieder von vorne.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Als ich begann, merkte ich allerdings schnell, dass es unm\u00f6glich ist, zu z\u00e4hlen und gleichzeitig \u201eStaying alive\u201c zu singen, um den richtigen Dr\u00fcckrhythmus zu finden. Also konzentrierte ich mich auf das Z\u00e4hlen. Nach einigen Versuchen f\u00fchlte ich mich gut ger\u00fcstet. Also lie\u00df ich mich registrieren. Ich hatte die Nr. 133.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Und dann ging es auch schon los. Ich durfte mich bereits hinknien, w\u00e4hrend mein Vorg\u00e4nger noch dr\u00fcckte. Ich \u00fcbernahm die Beatmung und dann das Dr\u00fccken. F\u00fcnf Minuten lang. Schnell kam ich in eine Art konzentrierten Tunnel. Die f\u00fcnf Minuten vergingen schneller als gedacht. Ein bisschen lahme Arme hatte ich schon danach. Aber es war trotzdem ein sehr gutes Gef\u00fchl. Das sagte auch Lars Mader: \u201eIch finde es wahnsinnig spannend, an einem Weltrekord teilzunehmen.\u201c Er bezeichnete sich als \u201eAnf\u00e4nger mit Vorkenntnissen\u201c, weil er zwischendurch eine Ersthelferschulung absolviert hat. \u201eW\u00fclfrath lebt davon, dass man sich gegenseitig unterst\u00fctzt.\u201c Tats\u00e4chlich freuen sich auch Lara Spettmann und Noah Anlauf vom DRK \u00fcber die Resonanz. \u201eEs kommen sehr viele B\u00fcrger.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Stand Sonntagvormittag haben sich schon \u00fcber 180 Menschen beteiligt. Viele Leute blieben bis 2 Uhr in der Nacht, auch befreundete DRK-Verb\u00e4nde, Feuerwehr und THW kamen zur Unterst\u00fctzung. \u201eAu\u00dferdem kam um 5 Uhr die Freiwillige Feuerwehr direkt von einem Einsatz hierher.\u201c Zeittunnel und W\u00fcRG unterst\u00fctzen mit Essen und Schlafm\u00f6glichkeiten. So ist die Zuversicht gro\u00df, dass der Weltrekord in der Langzeit-Reanimation in W\u00fclfrath gebrochen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Idee der Auszubildenden des DRK-Ortsvereins W\u00fclfrath, einen neuen Weltrekord in der Langzeit-Reanimation aufzustellen, hat mich von Anfang&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1240218,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1840],"tags":[12718,66875,3364,29,26319,11391,30,113986,1209,9755,257110,14369,44164,27167,4418],"class_list":["post-1240217","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wuppertal","tag-drk","tag-beteiligt","tag-de","tag-deutschland","tag-einweisung","tag-ernstfall","tag-germany","tag-langzeit","tag-nordrhein-westfalen","tag-reanimation","tag-reanimieren","tag-weltrekord","tag-wiederbelebung","tag-wuelfrath","tag-wuppertal"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117104766167490328","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1240217","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1240217"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1240217\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1240218"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1240217"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1240217"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1240217"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}