{"id":1240618,"date":"2026-08-16T14:55:22","date_gmt":"2026-08-16T14:55:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1240618\/"},"modified":"2026-08-16T14:55:22","modified_gmt":"2026-08-16T14:55:22","slug":"grosser-waldbrand-im-hohen-venn-belgien-bringt-feuerfront-nahe-eifelstadt-monschau-unter-kontrolle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1240618\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfer Waldbrand im Hohen Venn: Belgien bringt Feuerfront nahe Eifelstadt Monschau unter Kontrolle"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspCHpd tspCHpe\">Vorsichtiges Aufatmen in Nordrhein-Westfalen: In dem seit gestern von einem Waldbrand im belgischen Hohen Venn bedrohten Monschau entspannt sich die Lage weiter. Am Sonntagmorgen hatte die Feuerwehr bereits Teile ihrer Einsatzkr\u00e4fte aus der grenznahen Eifelstadt abgezogen, wie Einsatzleiter Philipp Kr\u00fcger sagte.<\/p>\n<p class=\"tspCHpd\">Am Nachmittag gab es dann auch gute Nachrichten aus Belgien. Die Feuerwehr habe eine Feuerfront in der N\u00e4he der deutschen Grenze einged\u00e4mmt. Die Flammen in anderthalb Kilometern Entfernung zur Stadt Monschau seien \u201eunter Kontrolle\u201c, teilte Belgiens Innenminister Bernard Quintin mit. Auch eine zweite Front im Norden bei der Ortschaft Jalhay sei unter Kontrolle.<\/p>\n<p> Im Hohen Venn Fl\u00e4che von 4200 Fu\u00dfballfeldern betroffen <\/p>\n<p class=\"tspCHpd\">Die Stadt Monschau hatte zuvor rund 5000 Bewohnerinnen und Bewohner gebeten, sich auf eine Evakuierung einzustellen. Dies sei aktuell nicht mehr erforderlich, sagte eine Sprecherin. Es sei jetzt vor allem die Rauchbelastung, die Sorge bereite. Entspannung, aber noch keine Entwarnung, gibt es auch im H\u00fcrtgenwald im Kreis D\u00fcren.<\/p>\n<p>Monschau<\/p>\n<p class=\"tspCHpd\">Die Eifelstadt Monschau mit ihren rund 12.000 Einwohnern gilt als Touristenmagnet in der Region. Sie ist besonders f\u00fcr ihre mit Fachwerkh\u00e4usern geschm\u00fcckte Altstadt bekannt, die auch immer wieder als Filmkulisse dient. Monschau liegt direkt am Hohen Venn, einem Hochmoor zwischen Deutschland und Belgien.\u00a0(dpa)<\/p>\n<p class=\"tspCHpd\">Der Waldbrand im Osten Belgiens breitete sich am Sonntag zun\u00e4chst in Teilen weiter in Richtung Nordrhein-Westfalen aus. Die L\u00f6scharbeiten gestalten sich den belgischen Beh\u00f6rden zufolge als schwierig. Das Gel\u00e4nde in Richtung deutsche Grenze sei besonders schwer zug\u00e4nglich. Die Feuerfront erstrecke sich aktuell \u00fcber einen Kilometer, wie der \u00f6ffentlich-rechtliche Sender RTBF berichtete.<\/p>\n<p> Schwierige L\u00f6scharbeiten im Hohen Venn in Belgien <\/p>\n<p class=\"tspCHpd\">Die Feuerwehr in Belgien k\u00e4mpft mit mehr als 250 Einsatzkr\u00e4ften gegen die Flammen, darunter Helfer aus dem ganzen Land und aus Deutschland. EU-Krisenkommissarin Hadja Lahbib sagte der Nachrichtenagentur AFP, am Sonntag seien zudem zwei L\u00f6schflugzeuge aus Schweden eingetroffen. Zwei Hubschrauber aus Belgien und zwei aus den Niederlanden waren bereits im Einsatz.<\/p>\n<p class=\"tspCHpd\">Die Hilfe aus der Luft ist im Hohen Venn entscheidend. Das Naturschutzgebiet besteht aus Torffl\u00e4chen und Heideland, in denen schweres Ger\u00e4t schnell einsinkt. Auch zahlreiche Landwirte in der Region leisteten Hilfe und brachten mit ihren Traktoren Wassertanks an die Einsatzorte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/waldbrand-in-belgien.jpeg\"   alt=\"16.08.2026, Belgien, K\u00fcchelscheid: Flammen schlagen hoch in der Hochmoor- und Sumpflandschaft Hohe Venn unweit der deutschen Grenze. Wegen der Ausbreitung eines gro\u00dfen Waldbrandes von Belgien in Richtung Deutschland ist die Lage angespannt. Foto: Christoph Reichwein\/dpa +++ dpa-Bildfunk +++\" aria-labelledby=\"caption-15948535\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspA3ji\"\/> Flammen schlagen hoch in der Hochmoor- und Sumpflandschaft Hohe Venn unweit der deutschen Grenze. <\/p>\n<p class=\"tspATil\"> \u00a9 dpa\/Christoph Reichwein <\/p>\n<p class=\"tspCHpd\">Der Waldbrand im Hohen Venn ist einer der gr\u00f6\u00dften in der Geschichte Belgiens. Er hat nach Angaben der belgischen Beh\u00f6rden mittlerweile bis zu 3000 Hektar erfasst. Das entspricht einer Fl\u00e4che von umgerechnet fast 4200 Fu\u00dfballfeldern.<\/p>\n<p class=\"tspCHpd\">Beim Brand im nur 20 Kilometer von Monschau entfernten H\u00fcrtgenwald in der Eifel sind nach Angaben des Kreises D\u00fcren etwa 300 Hektar Wald vom Feuer betroffen.<\/p>\n<p class=\"tspCHpd\">Das Hohe Venn liegt \u00fcberwiegend in Belgien. Das eigentliche Naturschutzgebiet dort ist etwa 4500 Hektar gro\u00df. Der bis nach Deutschland reichende Naturpark Hohes Venn-Eifel misst rund 72.000 Hektar.<\/p>\n<p> Bewohner von H\u00fcrtgenwald d\u00fcrfen zur\u00fcck <\/p>\n<p class=\"tspCHpd\">Die Lage im mit Munition aus dem Zweiten Weltkrieg belasteten H\u00fcrtgenwald verbesserte sich am Sonntag weiter. Die L\u00f6scharbeiten liefen dort auch am Sonntag weiter, aber es gab nach Angaben des Kreises D\u00fcren keine offenen Flammen mehr. \u201eIn diesen Stunden geht es vor allem darum, die Glutnester einzud\u00e4mmen.\u201c<\/p>\n<p class=\"tspCHpd\">Das gesamte betroffene Gebiet sei nun mit einer Schneise von etwa drei Metern umgeben, sodass sich Flammen nicht weiter ausbreiten k\u00f6nnten. Zuletzt waren bis zu 1800 Einsatzkr\u00e4fte an den L\u00f6scharbeiten beteiligt. Am Sonntag waren es noch rund 900 Einsatzkr\u00e4fte.<\/p>\n<p>Der H\u00fcrtgenwald in NRW<\/p>\n<p class=\"tspCHpd\">Im Herbst und Winter 1944\/45 tobte in der Nordeifel <strong>eine der brutalsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs. <\/strong>Schauplatz war der H\u00fcrtgenwald, <strong>ein rund 140 Quadratkilometer gro\u00dfes Gebiet zwischen Aachen, D\u00fcren und dem Fluss Rur<\/strong>. US-Soldaten nannten den H\u00fcrtgenwald \u201eDeath Factory\u201c\u00a0\u2013 Todesfabrik.\u00a0Bis heute werden in der Region Kampfmittel gefunden. (dpa)<\/p>\n<p class=\"tspCHpd\">Verschont blieb der Ortsteil H\u00fcrtgenwald-Gey von den Flammen. Bereits am Samstagabend waren Bewohnerinnen und Bewohner des evakuierten Ortsteils in ihre Wohnungen und H\u00e4user zur\u00fcckgekehrt, wie eine Sprecherin mitteilte.<\/p>\n<p class=\"tspCHpd\">\u201eStand Sonntagmorgen waren rund zwei Drittel der Betroffenen wieder vor Ort.\u201c Etwa 2000 Personen hatten das Gebiet in der Nacht zu Freitag verlassen m\u00fcssen. Die Flammen waren bis auf 250 Meter an Grundst\u00fccke heranger\u00fcckt.<\/p>\n<p class=\"tspCHpd\">Zuvor wurde bereits der Einsatz von Hubschraubern zur Brandbek\u00e4mpfung eingestellt. Es gebe aktuell keinen Bedarf mehr, sagte eine Sprecherin des Kreises D\u00fcren zur Begr\u00fcndung. Bei der Bek\u00e4mpfung des Brandes hatten in einem massiven Einsatz rund zehn Hubschrauber die Einsatzkr\u00e4fte aus der Luft unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p class=\"tspCHpd\">Bei dem Waldbrand handelte es sich nach Einsch\u00e4tzung der Landesregierung wohl um den gr\u00f6\u00dften in der Geschichte des Bundeslandes. Bis zu 1400 Kr\u00e4fte waren und sind im Einsatz.<\/p>\n<p class=\"tspCHpd\">Die genaue Brandursache ist weiter unklar. Die Polizei hat ein Hinweisportal eingerichtet. NRW-Innenminister Herbert Reul sieht die Verantwortung f\u00fcr den gr\u00f6\u00dften Waldbrand in der Geschichte des Bundeslandes bei unachtsamen Menschen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/grossbrand-in-huertgenwald-breitet-sich-vorerst-nicht-aus.jpeg\" alt=\"Loescharbeiten der Feuerwehr in Gebieten des Waldbrandes in Huertgewald H\u00fcrtgenwald im Kreis Dueren D\u00fcren Foto vom 15.08.2026. Der Grossbrand in der Gemeinde in Huertgenwald hat sich in der Nacht zu Samstag nicht weiter ausgebreitet. 1.400 Einsatzkraefte sind im Einsatz. Der Brand war am Donnerstagabend in der Eifelgemeinde ausgebrochen und hatte sich am Freitag auf etwa 300 Hektar ausgebreitet, eine Flaeche fast so gross wie der Central Park in New York. Es ist der groesste jemals dokumentierte Waldbrand in Nordrhein-Westfalen. Siehe epd-Bericht vom 15.08.2026 EDITORIAL USE ONLY *** Firefighters battling the wildfire in Huertgenwald, in the district of D\u00fcren. Photo taken on August 15, 2026. The major fire in the municipality of H Copyright: epd-bild\/GuidoxSchiefer 260815_Waldbrand_H__rtgenwald_32\" aria-labelledby=\"caption-15947861\" width=\"620\" height=\"413\" loading=\"lazy\" class=\"tspA3ji\"\/> Eine Einsatzkraft der Feuerwehr l\u00f6scht Glutnester im H\u00fcrtgenwald. <\/p>\n<p class=\"tspATil\"> \u00a9 imago\/epd\/IMAGO\/Guido Schiefer <\/p>\n<p class=\"tspCHpd\">\u201eIrgendein Idiot hat das Feuer verursacht. Und dar\u00fcber muss man nachdenken, wie verantwortungslos die Leute in der Gegend rumrennen und einfach irgendwas wegwerfen\u201c, sagte Reul.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/energie-klima\/?icid=single-topic_15941179___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCVqn\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr zum Thema Klima und Energie Hier zu lesen, von kiezig bis global, \u00fcber Krise und Anpassung <\/a><\/p>\n<p class=\"tspCHpd\"><strong>Ministerpr\u00e4sident Hendrik W\u00fcst (CDU) <\/strong>dankte Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen. Am Samstag sagte er bei einem Besuch vor Ort: \u201eWir erleben das hier in dieser Art eines gro\u00dfen Feuers zum ersten Mal, aber wir erleben eben nicht zum ersten Mal diese Extremwetterlage.\u201c Diese h\u00e4tte \u201eauch was mit Klimawandel zu tun. Das wird nun ernsthaft keiner mehr leugnen.\u201c<\/p>\n<p class=\"tspZf2\">Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/p>\n<p> An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgew\u00e4hlten, externen Inhalt, der den Artikel f\u00fcr Sie mit zus\u00e4tzlichen Informationen anreichert. Sie k\u00f6nnen sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. <\/p>\n<p> Externen Inhalt anzeigen <\/p>\n<p class=\"tspZf8\"> Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit k\u00f6nnen personenbezogene Daten an Drittplattformen \u00fcbermittelt werden.  Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p class=\"tspCHpd\">Das Land werde es \u201ein Zukunft h\u00e4ufiger mit Extremwetterereignissen ganz unterschiedlicher Art zu tun haben\u201c, sagte W\u00fcst. Dies k\u00f6nnten Waldbr\u00e4nde sein oder etwa Starkregenereignisse. \u201eInsofern sind Klimafolgenanpassungen und Klimaschutz weiter auf der Agenda.\u201c<\/p>\n<p>Mehr zur D\u00fcrre in Deutschland<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/spd-macht-druck-funf-ministerien-fordern-hitze-aktionsplan-der-bundesregierung-15947858.html?icid=topic-list_15941179___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" data-hydrate-fingerprint=\"09740a54944caac75fd2c0c63fd5c5df\" 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Er werde laufend \u00fcber die Entwicklung unterrichtet. \u201eIch danke allen Einsatzkr\u00e4ften f\u00fcr ihren unerm\u00fcdlichen und oft bis zur Ersch\u00f6pfung reichenden Einsatz\u201c, schrieb der CDU-Chef.\u00a0(mit Agenturen)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vorsichtiges Aufatmen in Nordrhein-Westfalen: In dem seit gestern von einem Waldbrand im belgischen Hohen Venn bedrohten Monschau entspannt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1240619,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[5],"tags":[20,88475,13,19524,14,15,965,1209,12,1319,10,8,9,11],"class_list":["post-1240618","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-alexander-dobrindt","tag-die-eu","tag-headlines","tag-hilfsorganisationen","tag-nachrichten","tag-news","tag-niederlande","tag-nordrhein-westfalen","tag-schlagzeilen","tag-schweden","tag-top-news","tag-top-meldungen","tag-topmeldungen","tag-topnews"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1240618","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1240618"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1240618\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1240619"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1240618"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1240618"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1240618"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}