{"id":1241265,"date":"2026-08-16T21:44:18","date_gmt":"2026-08-16T21:44:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1241265\/"},"modified":"2026-08-16T21:44:18","modified_gmt":"2026-08-16T21:44:18","slug":"von-amelie-bis-emily-das-sind-beruehmte-drehorte-grosser-filme-in-paris","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1241265\/","title":{"rendered":"Von Am\u00e9lie bis Emily: Das sind ber\u00fchmte Drehorte gro\u00dfer Filme in Paris"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Akkordeont\u00f6ne passen perfekt in die Landschaft. Sie kommen aus dem Tablet von Juliette Dubois, die auf dem Platz gegen\u00fcber <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/darum-ist-paris-die-romantischste-stadt-der-welt-112997791\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">der Basilika Sacr\u00e9-Coeur auf dem Montmartre-H\u00fcgel<\/a> stehen geblieben ist. Von hier bietet sich ein weiter Blick auf die D\u00e4cher von Paris. Bis jetzt hat Dubois die gro\u00dfen Touristenansammlungen eher gemieden und ihre Gruppe durch verborgene Winkel abseits der ausgetretenen Wege gelenkt. Doch sie wei\u00df, dass Sacr\u00e9-Coeur bei einer gef\u00fchrten Tour durch das Viertel im Norden von Paris ein Muss ist. Und dazu geh\u00f6rt jetzt eben auch die passende Musik.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Juliette Dubois spielt an ihrem kleinen Computer das Instrumentalst\u00fcck \u201eLa Valse d\u2019Am\u00e9lie\u201c von Yann Tiersen mit seinem schaukelnden Dreiviertel-Takt ab. Es folgt ein Filmausschnitt, in dem eine junge Frau mit schwarzem Pagenkopf einen blinden Mann durch eine Pariser Stra\u00dfe f\u00fchrt und ihm beschreibt, was sich in bunten Farben vor ihren Augen auftut: eine Pferdemetzgerei, ein K\u00e4seladen, eine Konditorei mit Lutschern.\n  <\/p>\n<p>            Auch der Kult-Streifen \u201eEin Amerikaner in Paris\u201c mit\u00a0Gene Kelly wurde hier gedreht<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wer \u201eDie fabelhafte Welt der Am\u00e9lie\u201c gesehen hat, kennt diese Szene. Das gilt hier f\u00fcr alle, die Dubois umringen und ihr aufmerksam zuh\u00f6ren. Sie sind Kino-Liebhaberinnen und -Liebhaber und folgen der Historikerin bei ihrem thematischen <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/montmartre-in-gefahr-anwohner-warnen-vor-dem-touristenansturm-in-paris-110556130\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Spaziergang durch Montmartre<\/a>. Das Viertel ist seit Langem eine beliebte Kulisse f\u00fcr Filme, darunter so ber\u00fchmte wie \u201eMoulin Rouge\u201c, der im gleichnamigen Kabarett spielt, der Kult-Streifen \u201eEin Amerikaner in Paris\u201c mit\u00a0Gene Kelly, der Animations-Kinohit \u201eRatatouille\u201c, \u201eLa vie en rose\u201c \u00fcber das Leben der Chansons\u00e4ngerin \u00c9dith Piaf oder eben die schrullig-bezaubernde Geschichte der Am\u00e9lie Poulain.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der Klassiker von Regisseur Jean-Pierre Jeunet aus dem Jahr 2001 \u2013 das sind auch schon wieder 25 Jahre \u2013 hat weltweit das Bild von Montmartre gepr\u00e4gt als jenes eines Postkarten-Idylls inmitten der franz\u00f6sischen Hauptstadt, in der es sonst oft so hektisch zugeht. Statt breiter Boulevards schl\u00e4ngeln sich schmale Stra\u00dfen aus Kopfsteinpflaster den H\u00fcgel hinauf, ges\u00e4umt von farbigen und teils schiefen H\u00e4usern. Zahlreiche Caf\u00e9s und Restaurants verleihen der Gegend unterhalb der Basilika eine quirlige und doch heimelige Atmosph\u00e4re.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eMontmartre ist wie ein Dorf, das aus der Zeit gefallen ist\u201c, beschreibt Tour-Guide Dubois. \u201eAls eine der letzten Ortschaften wurde es 1860 eingemeindet und bis heute hat man, wenn man in Montmartre lebt, das Gef\u00fchl, nicht wirklich in Paris zu sein.\u201c Manchmal brauchte es Durchsetzungskraft, um aus der telegenen Stadt in der Stadt einen Filmschauplatz zu machen. So hat der \u201eAm\u00e9lie\u201c-Regisseur Jeunet lange darauf bestanden, im Caf\u00e9 \u201eAux Deux Moulins\u201c in der Rue Lepic zu drehen. Der Besitzer wollte das zun\u00e4chst nicht, holte sogar das Einverst\u00e4ndnis seiner Stammkundschaft ein, bat um Diskretion beim Drehen. Heute h\u00e4ngen im Inneren das Filmplakat und Fotos von Szenen an den W\u00e4nden. Fans pilgern noch immer zu dem Haus mit der charakteristischen roten Markise.\n  <\/p>\n<p>            Dieses Mal befinden sich keine Fans der amerikanischen Netflix-Serie \u201eEmily in Paris\u201c in ihrer Gruppe<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wer es sehen will, den schickt Dubois am Ende ihres zweist\u00fcndigen Spaziergangs noch in die Rue Lepic oberhalb der Metro-Station Blanche. Wichtig, so erz\u00e4hlt die junge Frau, sei ihr aber auch, noch unbekannte oder \u00e4ltere Produktionen wieder aufleben zu lassen, von historischen Kino-Pers\u00f6nlichkeiten zu erz\u00e4hlen. Auf dem Friedhof Saint-Vincent, dem kleinsten von Paris, f\u00fchrt sie zu den Gr\u00e4bern von Harry Baur, einem Kinostar der 1930er-Jahre, und der Schauspielerin Anouk Aim\u00e9e.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/590272931.jpg\" alt=\"Zahlreiche Aufnahmen f\u00fcr den Film \u201eDie fabelhafte Welt der Am\u00e9lie\u201c entstanden in den Stra\u00dfen nahe der Basilika Sacr\u00e9-Coeur und vermitteln das idyllische, fast d\u00f6rfliche Flair von Montmartre.\" title=\"Zahlreiche Aufnahmen f\u00fcr den Film \u201eDie fabelhafte Welt der Am\u00e9lie\u201c entstanden in den Stra\u00dfen nahe der Basilika Sacr\u00e9-Coeur und vermitteln das idyllische, fast d\u00f6rfliche Flair von Montmartre.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Zahlreiche Aufnahmen f\u00fcr den Film \u201eDie fabelhafte Welt der Am\u00e9lie\u201c entstanden in den Stra\u00dfen nahe der Basilika Sacr\u00e9-Coeur und vermitteln das idyllische, fast d\u00f6rfliche Flair von Montmartre.<br \/>\n    Foto: Sabine Glaubitz, dpa<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Zahlreiche Aufnahmen f\u00fcr den Film \u201eDie fabelhafte Welt der Am\u00e9lie\u201c entstanden in den Stra\u00dfen nahe der Basilika Sacr\u00e9-Coeur und vermitteln das idyllische, fast d\u00f6rfliche Flair von Montmartre.<br \/>\n    Foto: Sabine Glaubitz, dpa<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Bei Touren auf Englisch, die sie oft auch f\u00fcr Schulgruppen aus dem Ausland anbietet, spricht sie wiederum mehr \u00fcber internationale Produktionen. In ihrer heutigen Gruppe, das hat sie schnell erkannt, befinden sich dieses Mal keine Fans der popul\u00e4ren amerikanischen Netflix-Serie \u201eEmily in Paris\u201c. Also bleibt es bei ein paar Erz\u00e4hl-Schnipseln, etwa \u00fcber das Maison Rose, jenes rosa gestrichene Restaurant, in dem die Serienheldin in der ersten Staffel mit ihrer Freundin Mindy zu Abend isst.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Dubois bietet \u201eKino-Touren\u201c nicht nur durch Montmartre an, sondern auch in der Gegend <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/paris-ohne-ihn-gaebe-es-den-eiffelturm-nicht-mehr-id68913386.html\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">rund um den Eiffelturm<\/a> oder in Belleville im Osten der Stadt, Spazierg\u00e4nge auf den Spuren der Nouvelle Vague oder einzelner Regisseure wie Jean-Luc Godard oder Fran\u00e7ois Truffaut. Oder sie widmet sich Woody Allens Streifen \u201eMidnight in Paris\u201c, den dieser an etlichen zentralen Pl\u00e4tzen drehte, von der Br\u00fccke Pont Alexandre III \u00fcber den Place de la Concorde bis zum Mus\u00e9e Rodin sowie dem Schloss Versailles und den Flohmarkt in der n\u00f6rdlichen Vorstadt Saint-Ouen.\n  <\/p>\n<p>            Seit mehr als 20 Jahren verfolgt das Rathaus von Paris eine gezielte Politik, um Produktionen vor Ort zu f\u00f6rdern<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Dass die Stra\u00dfen und Pl\u00e4tze in Frankreichs Hauptstadt seit Jahrzehnten wieder und wieder als Filmset dienen, liegt nicht nur am besonderen Flair oder an der Tatsache, dass die Metropole seit jeher Stars aus der K\u00fcnstler-, Musik- und eben auch der Kinobranche anzieht. Seit mehr als 20 Jahren verfolgt das Rathaus eine gezielte Politik, um Produktionen vor Ort zu f\u00f6rdern. Seit 2002 gibt es den Dienst \u201eMission Cin\u00e9ma\u201c mit einem Jahresbudget von zehn Millionen Euro, der unter anderem Kurzfilme, Schreibwerkst\u00e4tten, unabh\u00e4ngige Kinos und Festivals unterst\u00fctzt.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Dar\u00fcber hinaus dient die Abteilung \u201eParis Film\u201c als zentraler Ansprechpartner, um Anfragen zu koordinieren, Filmteams die Autorisierung von Dreharbeiten und die notwendige Logistik zu erleichtern. So sind Aufnahmen an viel besuchten Sehensw\u00fcrdigkeiten m\u00f6glich, sie erfordern aber eine besondere Organisation. Die spektakul\u00e4re Kampfszene im Actionfilm \u201eJohn Wick Kapitel 4\u201c auf den Treppen vor der Basilika Sacr\u00e9-Coeur wurde nachts gedreht und die Beleuchtung dabei so ausgerichtet, dass es wie Tageslicht oder Morgend\u00e4mmerung erschien.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/262883386.jpg\" alt=\"Die Schauspielerin Lily Collins spielte die Hauptrolle in der Netflix-Serie \u201eEmily in Paris\u201c.\" title=\"Die Schauspielerin Lily Collins spielte die Hauptrolle in der Netflix-Serie \u201eEmily in Paris\u201c.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Die Schauspielerin Lily Collins spielte die Hauptrolle in der Netflix-Serie \u201eEmily in Paris\u201c.<br \/>\n    Foto: Jonathan Brady, PA Wire\/dpa<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Die Schauspielerin Lily Collins spielte die Hauptrolle in der Netflix-Serie \u201eEmily in Paris\u201c.<br \/>\n    Foto: Jonathan Brady, PA Wire\/dpa<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wer in Paris zu Fu\u00df oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, muss regelm\u00e4\u00dfig Umwege nehmen, wenn Stra\u00dfen wegen Dreharbeiten gesperrt sind. Ein gewisses Ma\u00df an Geduld ist der Preis f\u00fcr das Leben dort. Den Anwohnern um den Place du Panth\u00e9on im Quartier Latin wurde es im Sommer 2021 jedoch zu viel. Sie beschwerten sich lautstark dar\u00fcber, dass sie w\u00e4hrend Dreharbeiten zur zweiten Staffel von \u201eEmily in Paris\u201c kaum mehr zu ihren Wohnungen kamen, geschweige denn in der N\u00e4he parken konnten.\n  <\/p>\n<p>            Im vergangenen Jahr wurden 92 Spielfilme, 66 Serien und 73 Dokus in Paris gedreht<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der Erfolg von Paris als Filmstadt l\u00e4sst sich auch an Zahlen festmachen: Im vergangenen Jahr wurden 92 Spielfilme, 66 Serien und 73 Dokus gedreht. Alles zusammengenommen ergab dies insgesamt 6570 Drehtage \u2013 ein Anstieg um fast 15 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr. 2024 herrschte <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/vorbild-fuer-muenchen-wie-die-olympischen-spiele-paris-veraenderten-109084337\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">aufgrund der Olympischen und Paralympischen Spiele<\/a> allerdings ein dreimonatiges Drehverbot.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    F\u00fcr die Stadt sind solche Filme eine Form von Werbung, die ihre internationale Attraktivit\u00e4t noch verst\u00e4rkt und den Tourismus weiter ankurbelt. Sie verdient au\u00dferdem direkt durch Drehgenehmigungen, Parkpl\u00e4tze f\u00fcr Filmfahrzeuge, Beleuchtung und Reinigungsleistungen. 2025 waren in ihrem Haushaltsentwurf Einnahmen in H\u00f6he von 2,5 Millionen Euro dank Filmproduktionen eingeplant. Nicht zuletzt nehmen Filmteams Hotels, Restaurants, Catering, Mietfahrzeuge, Dekoration, Kost\u00fcme und Sicherheitsdienste in Anspruch, was sich ebenfalls positiv auf die lokale Wirtschaft niederschl\u00e4gt.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/1786916658_630_blob.jpg\" alt=\"Juliette Dubois bietet Touren durch Paris an, immer auf den Spuren gro\u00dfer Filmproduktionen.\" title=\"Juliette Dubois bietet Touren durch Paris an, immer auf den Spuren gro\u00dfer Filmproduktionen.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Juliette Dubois bietet Touren durch Paris an, immer auf den Spuren gro\u00dfer Filmproduktionen.<br \/>\n    Foto: Birgit Holzer<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Juliette Dubois bietet Touren durch Paris an, immer auf den Spuren gro\u00dfer Filmproduktionen.<br \/>\n    Foto: Birgit Holzer<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eGrob gesagt gilt die Regel, dass pro Euro, der f\u00fcr Dreharbeiten von der Stadt Paris investiert wird, der Ertrag f\u00fcnf- bis zehnmal h\u00f6her ausf\u00e4llt\u201c, sagt Juliette Dubois. Dass f\u00fcr Produktionen von Filmen, die in der franz\u00f6sischen Metropole spielen, St\u00e4dte wie Prag oder Budapest ausgew\u00e4hlt werden, wie in der Vergangenheit geschehen, wolle man vermeiden. Das war der Fall beim Klassiker \u201eCyrano de Bergerac\u201c oder bei \u201eRadioactive\u201c \u00fcber Marie Curie, die beide teils in der ungarischen Hauptstadt gedreht wurden. F\u00fcr die Serie \u201eEuroTrip\u201c entstanden Paris-Szenen in Prag. Die beiden osteurop\u00e4ischen St\u00e4dte sind nicht nur billiger f\u00fcr die Produktionen, sondern verf\u00fcgen auch jeweils \u00fcber ein historisch anmutendes Ambiente, betreiben ebenfalls aktiv Filmf\u00f6rderung und k\u00f6nnen teils unkompliziertere Drehbedingungen bieten.\n  <\/p>\n<p>            Eine spezielle Treppe kam im Streifen \u201eParis Blues\u201c von 1961 mit Paul Newman, Sidney Poitier und Louis Armstrong vor<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Paris wiederum war stets auch ein einzigartiger kultureller Anziehungspunkt. Das illustriert Dubois beim Stopp vor dem orangefarbenen Haus des legend\u00e4ren Kabaretts \u201eLapin Agile\u201c \u2013 \u201eFlinker Hase\u201c. Hier traf sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Boh\u00e8me von Montmartre, Pablo Picasso, Suzanne Valadon oder Max Jacob gingen ein und aus. Wenige Meter weiter verweist die Historikerin auf eine Treppe, die im Streifen \u201eParis Blues\u201c von 1961 mit Paul Newman, Sidney Poitier und Louis Armstrong vorkam.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wieder ein paar Schritte davon entfernt f\u00e4llt eine Plakette an einer Hauswand ins Auge: Hier lebte im 19. Jahrhundert der Komponist Hector Berlioz, dessen Werke sp\u00e4ter als Filmmusik genutzt wurden, etwa im Horrorstreifen \u201eThe Shining\u201c von Stanley Kubrick. Dubois h\u00e4lt wieder ihr Tablet hoch, Berlioz\u2018 d\u00fcstere \u201eSymphonie fantastique\u201c erklingt. Ein paar Touristen drehen sich um, halten kurz inne und gehen dann weiter. Paris, d\u00e4mmert ihnen jetzt, ist eben eine B\u00fchne.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Akkordeont\u00f6ne passen perfekt in die Landschaft. 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