{"id":1241396,"date":"2026-08-16T23:21:20","date_gmt":"2026-08-16T23:21:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1241396\/"},"modified":"2026-08-16T23:21:20","modified_gmt":"2026-08-16T23:21:20","slug":"ukraine-news-nato-kampfjet-schiesst-drohne-ueber-rumaenien-ab-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1241396\/","title":{"rendered":"Ukraine News: Nato-Kampfjet schie\u00dft Drohne \u00fcber Rum\u00e4nien ab &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Viele Angaben \u00fcber den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu K\u00e4mpfen stammen von ukrainischen oder russischen Beh\u00f6rden und lassen sich nicht unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcfen. F\u00fcr unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.<\/p>\n<p>Wichtige Updates<\/p>\n<p>Luftangriffe auf Kiew und Moskau<\/p>\n<p>Ukraine: Raketenzentrum in Russland getroffen<\/p>\n<p>Luftalarm in Lettland: Kampfjets schie\u00dfen Drohne ab<\/p>\n<p>Lawrow schlie\u00dft sofortigen Stopp der K\u00e4mpfe aus<\/p>\n<p>Drohnen besch\u00e4digen russischen Ostseehafen Ust-Luga<\/p>\n<p>Nato-Kampfjet schie\u00dft Drohne \u00fcber Rum\u00e4nien abErneut ist eine Drohne in den rum\u00e4nischen Luftraum eingedrungen und wurde von einem Nato-Kampfjet abgeschossen, teilte das rum\u00e4nische Verteidigungsministerium mit. Im Einsatz war demnach ein spanischer F-18-Kampfjet. Die Drohne hatte das Nachbarland Moldau \u00fcberflogen, als sie vom Radar geortet wurde. Die Tr\u00fcmmer des abgeschossenen Flugger\u00e4ts st\u00fcrzten \u00fcber unbewohntem Gebiet ab. Eine russische Herkunft ist wahrscheinlich, wurde jedoch nicht best\u00e4tigt. <\/p>\n<p>Erst am Freitag war in Rum\u00e4nien nahe der ukrainischen Grenze in einem Waldgebiet bei Luncavi\u021ba eine Drohne abgest\u00fcrzt, die offenbar unbemerkt den Luftraum des Landes durchquert hatte. Am selben Tag hatte ein italienischer Kampfjet im Auftrag der Nato eine Drohne unbekannter Herkunft \u00fcber Lettland abgeschossen. <\/p>\n<p>Bereits im Juli fingen rum\u00e4nische F-16 an drei Tagen hintereinander mutma\u00dflich russische Drohnen ab. Ende Mai war in der rum\u00e4nischen Stadt Gala\u021bi eine russische Drohne in ein Wohnhaus eingeschlagen und hatte ein Feuer ausgel\u00f6st, es gab zwei Verletzte.\u00a0<\/p>\n<p>Rum\u00e4nien hat eine \u00fcber 600 Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. In den vergangenen vier Jahren wurde der rum\u00e4nische Luftraum \u2013 und damit die \u00f6stliche Nato-Flanke \u2013 wiederholt von russischen Drohnen verletzt. Manche hatten vermutlich die Ukraine als Ziel, es k\u00f6nnte sich aber auch um gezielte russische Provokationen handeln, um die Belastbarkeit der Nato zu testen.<\/p>\n<p>Luftangriffe auf Kiew und MoskauKiew war erneut das Ziel russischer ballistischer Raketen. B\u00fcrgermeister Vitali Klitschko berichtete von Explosionen und Feuern in der Stadt. Er forderte die Einwohner der ukrainischen Hauptstadt auf, in Schutzr\u00e4umen zu bleiben. Es gibt Berichte von mindestens einem Verletzten. Auch aus anderen Landesteilen gibt es Berichte \u00fcber Luftangriffe mit Raketen, Gleitbomben und Drohnen, betroffen waren demnach etwa die Industriest\u00e4dte Krementschuk und Krywyj Rih. Die Ukraine ben\u00f6tigt dringend Abwehrraketen vom Typ Patriot, um ballistische Raketen abwehren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die russische Hauptstadt war Ziel eines der bislang gr\u00f6\u00dften ukrainischen Luftangriffe. Moskaus B\u00fcrgermeister Sergej Sobjanin berichtete, Russland sei insgesamt mit rund 600 Drohnen angegriffen worden, 201 davon habe die Luftabwehr in der Region Moskau zerst\u00f6rt. Einsatzkr\u00e4fte seien an den Absturzstellen der Tr\u00fcmmer im Einsatz. Es gebe drei Verletzte. Die ukrainische Nachrichtenseite Kyiv Independent berichtet, die Angriffe in der Region Moskau h\u00e4tten unter anderem Industrieeinrichtungen sowie einem Lager des russischen Online-H\u00e4ndlers Wildberries gegolten.<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/christian-helten-1.1534007\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1785286539_189_profilepic-621a553c1d90ca273ebc603d-65c93a8067ac8e81ad78aac6.webp\"  alt=\"Christian Helten\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Ukraine: Raketenzentrum in Russland getroffenDas ukrainische Milit\u00e4r hat das Raketen- und Raumfahrtzentrum im rund 900 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernten Samara angegriffen. Die Streitkr\u00e4fte h\u00e4tten auch den Milit\u00e4rflugplatz Sawasleika, einen St\u00fctzpunkt f\u00fcr russische Kampfflugzeuge, beschossen, teilte der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodimir Selenskij am Samstag auf Telegram mit.\u00a0<\/p>\n<p>Ziel sei es, den Druck auf die Regierung in Moskau zur Beendigung des mehr als vierj\u00e4hrigen Krieges zu erh\u00f6hen. \u201eEs ist wichtig, dass das russische Kriegspotenzial verringert wird\u201c, schrieb Selenskij auf der Kurznachrichtenplattform X.<\/p>\n<p>Dem ukrainischen Generalstab zufolge gab es direkte Treffer und Br\u00e4nde auf dem Flugplatz in der Region Nischni Nowgorod sowie im Raumfahrtzentrum Progress in der Region Samara. Samara gilt als eines der wichtigsten Zentren der russischen Luft- und Raumfahrtindustrie.<\/p>\n<p>In dem Werk in Samara werden den ukrainischen Angaben nach Raketen f\u00fcr das Breitbandnetzwerk Rasswet hergestellt. Russland entwickelt dieses als Alternative zum Starlink-System des US-Unternehmens Space-X, das der Ukraine erhebliche Vorteile bei der Drohnensteuerung und der Kommunikation auf dem Schlachtfeld verschafft. Von den Beh\u00f6rden in Nischni Nowgorod gab es zun\u00e4chst keine Best\u00e4tigung f\u00fcr den Angriff auf den Flugplatz. In der Region Samara teilten \u00f6rtliche Vertreter mit, die Luftverteidigung habe einen massiven Raketenangriff abgewehrt. Die industrielle Infrastruktur habe \u00f6rtlich begrenzte Sch\u00e4den erlitten, erkl\u00e4rte der Verwaltungschef der regionalen Hauptstadt, Iwan Noskow. Rettungskr\u00e4fte seien im Einsatz.<\/p>\n<p>Das russische Verteidigungsministerium teilte am Samstag mit, in den vergangenen 24 Stunden ukrainische Logistikzentren sowie Treibstoff-, Energie- und Verkehrsinfrastruktur angegriffen zu haben. Zudem seien Montagehallen f\u00fcr Langstreckendrohnen und Drohnenboote getroffen worden. Zu den Zielen habe ein Lager f\u00fcr Langstreckendrohnen in der ukrainischen Region Tschernihiw geh\u00f6rt. Die Berichte beider Seiten lie\u00dfen sich nicht unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/juri-auel-1.3339432\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1785286535_337_profilepic-5b3f3bbde4b0da57da555eea-62473c7a0003730f2cb8ec07.webp\"  alt=\"Juri Auel\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>\u00d6lexporte aus russischem Schwarzmeerhafen Noworossijsk offenbar gestoppt\u00a0<\/p>\n<p>Die Roh\u00f6lexporte aus dem russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk sind Insiderangaben zufolge nach einem Drohnenangriff ausgesetzt. Wegen des Angriffs seien die Verladungen gestoppt und die Annahme von \u00d6l ausgesetzt worden, da die Lagertanks voll seien, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Das Terminal ist mit einer Kapazit\u00e4t von rund 700 000 Barrel pro Tag Russlands wichtigste \u00d6lexportanlage am Schwarzen Meer. Die Stadtverwaltung von Noworossijsk rief erneut Drohnenalarm f\u00fcr die Anwohner aus.\u00a0<\/p>\n<p>Luftalarm in Lettland: Kampfjets schie\u00dfen Drohne abEine Drohne ist in den lettischen Luftraum eingedrungen und von Kampfjets eines Nato-Partnerstaats abgeschossen worden. Nach Milit\u00e4rangaben haben italienische Eurofighter das Flugobjekt vom Himmel geholt. Die Entscheidung zum Abschuss sei getroffen worden, um eine Gef\u00e4hrdung der Bev\u00f6lkerung Lettlands abzuwenden, sagte Verteidigungsminister Raivis Melnis. Das Milit\u00e4r hatte zuvor Luftalarm ausgel\u00f6st und die Menschen in dem Baltenstaat aufgerufen, sich nicht im Freien aufzuhalten und sich in Sicherheit zu bringen.\u00a0<\/p>\n<p>Nach Angaben einer Sprecherin des lettischen Milit\u00e4rs wurde die Drohne \u00fcber einem Waldgebiet abgeschossen. Verletzte oder Sachsch\u00e4den gebe es nicht. Die zust\u00e4ndigen Einsatzkr\u00e4fte seien an der Absturzstelle vor Ort im Einsatz, sagte sie im lettischen Fernsehen.<\/p>\n<p>Das Milit\u00e4r machte bisher keine genauen Angaben zur Herkunft des unbemannten Flugger\u00e4ts \u00fcber der Region Balvi. Die Armee sprach aber von einer ausl\u00e4ndischen Drohne, die infolge von Russlands elektronischer Kampff\u00fchrung in den lettischen Luftraum geraten sei. Damit lag der Schluss nahe, dass es sich um eine abgewehrte ukrainische Drohne gehandelt haben k\u00f6nnte. Melnis sagte, dass es derzeit nicht m\u00f6glich sei, Herkunft und Typ der abgeschossenen Drohne zu bestimmen. Dazu m\u00fcssten erst Drohnentr\u00fcmmer gefunden und untersucht werden.<\/p>\n<p>Kiew hatte nach Angaben des lettischen Rundfunks in der Nacht Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen. Bereits Anfang Juni hatten Nato-Kampfjets \u00fcber Lettland eine fehlgeleitete Drohne abgeschossen.<\/p>\n<p>Lettland grenzt im Osten an Russland. W\u00e4hrend des Ukraine-Krieges hat es bereits mehrere Vorf\u00e4lle mit Drohnen gegeben. Bei ukrainischen Angriffen waren mehrfach fehlgeleitete unbemannte Flugk\u00f6rper, mit denen Kiew Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen hatte, in den lettischen Luftraum eingedrungen und abgest\u00fcrzt. Gr\u00f6\u00dfere Sch\u00e4den oder Verletzte gab es dabei nicht. Die Vorf\u00e4lle l\u00f6sten aber eine politische Krise in Lettland aus und f\u00fchrten zu einem Regierungswechsel. Die neue Regierung hatte kurz nach ihrem Amtsantritt Ende Mai ein Abkommen mit der Ukraine zu einer st\u00e4rkeren Zusammenarbeit bei der Drohnenabwehr geschlossen.\u00a0<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfere Nato-Staaten \u00fcbernehmen im Baltikum abwechselnd die Luftraum\u00fcberwachung der Mitgliedsstaaten Estland, Litauen und Lettland, die keine eigenen Kampfjets besitzen. Die italienischen Kampfjets sind auf dem Milit\u00e4rflughafen Siauliai (Litauen) stationiert.\u00a0<\/p>\n<p>Lawrow schlie\u00dft sofortigen Stopp der K\u00e4mpfe ausDer russische Au\u00dfenminister Sergej Lawrow hat erneut einen sofortigen Stopp der K\u00e4mpfe in der Ukraine ausgeschlossen: \u201eWir werden erst dann aufh\u00f6ren, wenn eine langfristige, zuverl\u00e4ssige und nachhaltige Einigung vorliegt\u201c, sagte er im Staatsfernsehen. Zudem erkl\u00e4rte er: \u201eWir werden unsere Methoden deutlich versch\u00e4rfen, um all das zu zerst\u00f6ren, was Kiews Kriegsmaschinerie aus dem Westen speist. Und wir tun dies bereits.\u201c<\/p>\n<p>Unterdessen wies Russland auch die Idee einer Waffenruhe mit der Ukraine im Schwarzen Meer zur\u00fcck. Es gebe keine Grundlage f\u00fcr \u201eHalbheiten\u201c, die der Gegenseite nur eine Atempause verschaffen w\u00fcrden, sagte die Sprecherin des Au\u00dfenministeriums, Maria Sacharowa.<\/p>\n<p>Zuvor berichtete die Nachrichtenagentur Reuters, dass die Ukraine einem Insider zufolge Russland \u00fcber einen Dritten ein Angebot \u00fcbermittelt habe, die Angriffe auf zivile Ziele im Schwarzen Meer auf beiden Seiten einzustellen.<\/p>\n<p>Sowohl Russland als auch die Ukraine hatten in den vergangenen Wochen ihre Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer verst\u00e4rkt. Dies trieb die weltweiten Getreidepreise in die H\u00f6he.\u00a0<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/leon-wenz-li.3278649\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/foqRjymu3AG1GM1U9Rfv.jpeg\"  alt=\"Leon Wenz\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Drohnen besch\u00e4digen russischen Ostseehafen Ust-Luga<\/p>\n<p>Nach offiziellen Angaben Russlands ist das Gebiet um den russischen Ostseehafen Ust-Luga nach Drohnenangriffen besch\u00e4digt worden. Insgesamt seien \u00fcber der Region Leningrad 51 Drohnen abgewehrt worden. Das teilte Alexander Drosdenko, der Gouverneur der Region, mit. Der Ostseehafen Ust-Luga ist wichtig etwa f\u00fcr den Export von Fl\u00fcssiggas, D\u00fcngemitteln und Kohle. Er war schon mehrfach Ziel ukrainischer Angriffe. Auch in der nordwestlich von Moskau gelegenen Region Twer berichteten Beh\u00f6rden von Sch\u00e4den. Herabst\u00fcrzende Drohnentr\u00fcmmer besch\u00e4digten demnach die Wand eines Lagerhauses des Versandh\u00e4ndlers Wildberries. Verletzt wurde demnach niemand.<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/leon-wenz-li.3278649\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/foqRjymu3AG1GM1U9Rfv.jpeg\"  alt=\"Leon Wenz\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Ukraine: Mutter und Sohn bei russischen Angriffen get\u00f6tet\u00a0Nach Angaben aus der Ukraine sind durch russische Drohnenangriffe in der ukrainischen Grenzregion Sumy zwei Menschen get\u00f6tet worden. Ein Privathaus sei von zwei Drohnen in Brand gesetzt und zerst\u00f6rt worden, schrieb der Chef der Milit\u00e4rverwaltung von Sumy, Oleh Hryhorow, auf Telegram. Eine 29-j\u00e4hrige Frau und ihr neun Jahre alter Sohn seien dabei ums Leben gekommen. Vier weitere Menschen wurden demnach verletzt. Darunter seien der Vater und die Gro\u00dfmutter des Jungen, die mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht worden seien.<\/p>\n<p>In der Stadt Smila in der Zentralukraine wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft der Region Tscherkassy f\u00fcnf Menschen bei einem russischen Drohnenangriff verletzt. Die Beh\u00f6rde sprach von einer massiven Attacke auf zivile Infrastruktur.<\/p>\n<p>Schwerer russischer Bombenangriff auf Kramatorsk<\/p>\n<p>Durch einen russischen Bombenangriff auf die frontnahe Stadt Kramatorsk in der Ostukraine sind nach Beh\u00f6rdenangaben mindestens 15 Menschen verletzt worden. Es gebe bislang einen Toten, teilte der Milit\u00e4rverwalter des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, auf Telegram mit.\u00a0<\/p>\n<p>Seinen Angaben zufolge wurde die Stadt achtmal aus der Luft angegriffen, mutma\u00dflich mit Gleitbomben. In einem gro\u00dfen Wohnblock sei ein Brand ausgebrochen. Filaschkin riet den Einwohnern von Kramatorsk, in weniger gef\u00e4hrdete Gebiete der Ukraine umzusiedeln.\u00a0<\/p>\n<p>Die Industriestadt hatte vor dem Krieg etwa 58 000 Einwohner. Die vordersten russischen Stellungen sind derzeit etwa 20 Kilometer entfernt.\u00a0<\/p>\n<p>Selenskij bittet USA um f\u00fcnf Prozent ihrer \u201ePatriot\u201c-RaketenDie Ukraine br\u00e4uchte zum Schutz vor russischen Angriffen nach den Worten ihres Pr\u00e4sidenten Wolodimir Selenskij f\u00fcnf Prozent der US-Best\u00e4nde an Abwehrraketen f\u00fcr das System Patriot. \u201eWenn die Amerikaner uns f\u00fcnf Prozent verkaufen \u2013 PAC-3-Abfangraketen, nichts anderes \u2013, werden wir den Winter \u00fcberstehen und Menschenleben retten\u201c, teilte Selenskij auf Telegram mit. Derzeit habe die Ukraine nur ein Prozent. Die Raketen gelten als besonders effektiv bei der Abwehr russischer Raketenschl\u00e4ge.<\/p>\n<p>\u201eWenn sie uns zehn Prozent verkaufen k\u00f6nnen, werden wir alle ballistischen Raketen der Russen zerst\u00f6ren\u201c, sagte Selenskij. Zuvor hatte er auch in einem Interview des US-Fernsehsenders CNN die USA darum gebeten, ihm die Abfangraketen zu verkaufen. Der Staatschef beklagt beinahe t\u00e4glich, dass das Land sich nicht mehr vor den zunehmenden russischen Angriffen mit ballistischen Raketen sch\u00fctzen k\u00f6nne. Er wirft auch den Verb\u00fcndeten vor, ihren Lieferversprechen nicht nachzukommen.<\/p>\n<p>\u201eIn diesem Jahr verf\u00fcgen wir \u00fcber zweieinhalbmal weniger Abfangraketen als im Jahr 2025\u201c, sagte Selenskij. Russland hingegen habe seine Produktion an ballistischen Raketen hochgefahren. Moskau nutzt die Schw\u00e4che der Ukraine bei der Luftverteidigung aus und setzt verst\u00e4rkt ballistische Raketen ein.<\/p>\n<p>Selenskij hatte nach seinem Besuch bei US-Pr\u00e4sident Donald Trump Ende Juli die Hoffnung ge\u00e4u\u00dfert, eine Lizenz zur Produktion der Patriot-Raketen in der Ukraine zu bekommen. Trump versprach zun\u00e4chst eine solche Lizenz, \u00e4u\u00dferte sich danach aber zur\u00fcckhaltend. Es sei eine schwierige Entscheidung, eine solche Technologie aus der Hand zu geben, sagte er.<\/p>\n<p>Die Best\u00e4nde der USA sind durch Trumps Krieg in Iran deutlich zur\u00fcckgegangen. Experten des Zentrums f\u00fcr strategische und internationale Studien CSIS (Center for Strategic &amp; International Studies) gingen Ende Juli davon aus, dass die USA noch 800 Abwehrraketen auf Lager haben. Demnach seien es vor dem Iran-Krieg noch ungef\u00e4hr 3100 gewesen. 600 Abwehrraketen soll die Ukraine erhalten haben.<\/p>\n<p>UN: Juli war t\u00f6dlichster Monat f\u00fcr Zivilisten in der Ukraine seit JahrenIm russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sind nach Angaben von Beobachtern der Vereinten Nationen (UN) im Juli so viele Zivilisten ums Leben gekommen wie seit Jahren nicht mehr in einem Monat. Es seien mindestens 437 Menschen in der Ukraine get\u00f6tet und 2610 weitere Zivilisten verletzt worden, gab die UN-Menschenrechtsbeobachtermission bekannt. Das sei im Vergleich zum Juni ein Anstieg um 30 Prozent, im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli sogar eine Erh\u00f6hung um 70 Prozent. \u201eDie Zahl der Get\u00f6teten ist die h\u00f6chste, die seit Mai 2022 erfasst wurde\u201c, <a href=\"https:\/\/ukraine.ohchr.org\/en\/Protection-of-Civilians-in-Armed-Conflict-July-2026?utm_source=pressrelease&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=PoC-July2026\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">teilte die Mission mit<\/a>.<\/p>\n<p>Die tats\u00e4chliche Zahl der Opfer sei wahrscheinlich h\u00f6her, hie\u00df es. Die \u00dcberpr\u00fcfung von Todesmeldungen dauere an. In diesem Jahr habe sich die Zahl der Opfer von Monat zu Monat erh\u00f6ht. Dabei habe es die ukrainische Hauptstadt Kiew im Juli besonders hart getroffen. Demnach wurden dort 54 Menschen get\u00f6tet und mehr als 200 weitere verletzt. Grund sei die Eskalation der Gewalt durch die massiven russischen Angriffe mit ballistischen Raketen und Marschflugk\u00f6rpern, hie\u00df es. Aber auch Drohnenschl\u00e4ge und Gleitbomben seien weiter eine gro\u00dfe Gefahr f\u00fcr die Menschen.<\/p>\n<p>Auch auf russischer Seite habe die Zahl der get\u00f6teten Zivilisten im Juli zugenommen, teilten die UN-Beobachter mit. Russische Beh\u00f6rden h\u00e4tten demnach 79 Tote und mehr als 600 Verletzte gemeldet. Nach Angaben der Mission sind die Zahlen schwer \u00fcberpr\u00fcfbar, weil der Zugang zu Informationen in Russland eingeschr\u00e4nkt sei.<\/p>\n<p>Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine am 24. Februar 2022 haben die Vereinten Nationen nach eigenen Angaben mindestens 16 874 get\u00f6tete Zivilisten erfasst, darunter 820 Kinder. Die Zahl der Verletzten liege insgesamt bei 51 273, darunter mehr als 3000 Kinder, hie\u00df es.<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/julia-daniel-1.4350386\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1785361219_479_profilepic-5e5796cd0e1be9f73a547fa8-656d72d4a717a707cfe1a679.webp\"  alt=\"Julia Daniel\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Russland: Raffinerie Orsk nach Angriff wohl sechs Monate au\u00dfer Betrieb\u00a0<\/p>\n<p>Nach einem ukrainischen Drohnenangriff stellt eine \u00d6lraffinerie in der russischen Stadt Orsk den Betrieb vollst\u00e4ndig ein. Die Reparatur der besch\u00e4digten importierten Anlagen k\u00f6nne wegen der Sanktionen bis zu sechs Monate dauern, teilt der Gouverneur der Region Orenburg, Jewgeni Solnzew, mit. Er warnt vor Kraftstoffengp\u00e4ssen f\u00fcr Autofahrer. Die Ukraine nimmt verst\u00e4rkt russische Raffinerien ins Visier, um die Treibstoffversorgung zu st\u00f6ren. Die Anlage in Orsk hat eine Jahreskapazit\u00e4t von sechs Millionen Tonnen Roh\u00f6l.<\/p>\n<p>Ukraine: Zwei Tote bei russischem Angriff auf PassagierzugBei einem russischen Angriff auf einen Passagierzug in der Region Odessa im S\u00fcden der Ukraine sind nach ukrainischen Angaben der Lokf\u00fchrer und sein Assistent get\u00f6tet worden. Die 340 Passagiere w\u00fcrden in Sicherheit gebracht, teilte die ukrainische Eisenbahn mit. Es habe sich um einen Drohnenangriff gehandelt.<\/p>\n<p>Der Drohnenpilot m\u00fcsse gewusst haben, dass es sich um einen zivilen Zug handelte, schrieb der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodimir Selenskij in sozialen Medien. Dazu ver\u00f6ffentlichte er ein Video, das Feuer und Zerst\u00f6rung an einem Teil des Zugs zeigt.\u00a0<\/p>\n<p>Selenskij sprach von n\u00e4chtlichen russischen Angriffen in elf Regionen des Landes. Einmal mehr forderte er mehr Hilfe bei der Flugabwehr und mehr Druck auf Russland.\u00a0<\/p>\n<p>Ukrainische Drohnen treffen \u00d6lraffinerie und Logistikzentrum in RusslandDie ukrainischen Streitkr\u00e4fte haben bei neuen Drohnenangriffen tief im russischen Hinterland eine weitere \u00d6lraffinerie und ein Lager des gr\u00f6\u00dften russischen Versandh\u00e4ndlers Wildberries in Brand gesetzt. Zwei Menschen seien in der Stadt Salawat verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden, teilte der Chef der Republik Baschkortostan, Radij Chabirow, mit. Medien berichteten zudem von einem Drohnenangriff und einem Brand in einer \u00d6lraffinerie des Energieriesen Gazprom.<\/p>\n<p>Die russische Flugabwehr habe 16 von insgesamt 21 Drohnen abgeschossen, sagte Chabirow. Ziel des Angriffs sei ein Logistikzentrum gewesen. Die Firma Wildberries, deren Lager die Ukraine seit Wochen attackiert, best\u00e4tigte den Angriff und den Brand. Das Geb\u00e4ude sei evakuiert worden. Das zentrale Ermittlungskomitee warf der Ukraine einen weiteren \u201eTerroranschlag\u201c gegen zivile Infrastruktur vor.<\/p>\n<p>Die Ukraine selbst behauptet, dass Wildberries russischen Kriegszwecken diene. Das Unternehmen und der Kreml weisen das kategorisch zur\u00fcck und sprechen von ziviler Infrastruktur. Kommentatoren sehen in den Angriffen den Versuch Kiews, die Lage in Russland durch zunehmende wirtschaftliche Probleme zu destabilisieren.<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/julia-bergmann-1.4893599\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1785415043_356_profilepic-60a2451d2a1a51699f87a662-60eff0ad425b2caa8cb5ef57.webp\"  alt=\"Julia Bergmann\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Angriff auf ukrainischen Donau-Hafen an Grenze zu Rum\u00e4nien\u00a0Russland hat nach ukrainischen Angaben in der Nacht das Gebiet um den gr\u00f6\u00dften ukrainischen Donau-Hafen Ismajil angegriffen. Dabei seien Sch\u00e4den entstanden und ein Feuer ausgebrochen, teilen die Beh\u00f6rden in der Region Odessa auf Telegram mit.\u00a0<\/p>\n<p>Ismajil liegt nahe der Grenze zum EU- und Nato-Land Rum\u00e4nien, das zwei Kampfjets aufsteigen lie\u00df. Ismajil ist ein wichtiger Umschlagplatz f\u00fcr Getreide und andere Rohstoffe. Am Mittwoch hatte die Ukraine die russische Stadt Noworossijsk attackiert, die ihrerseits \u00fcber einen bedeutenden Getreideexporthafen am Schwarzen Meer verf\u00fcgt.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Viele Angaben \u00fcber den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu K\u00e4mpfen stammen von ukrainischen oder russischen Beh\u00f6rden und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1241397,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[4012],"tags":[331,332,147,14979,10068,13,6471,717,1435,148,3188,14,1159,15,16,6472,307,12,149,317],"class_list":["post-1241396","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-ukraine","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-ausland","tag-baltikum","tag-drohnen","tag-headlines","tag-hilfe-fuer-die-ukraine","tag-kampfflugzeuge","tag-krieg-in-der-ukraine","tag-leserdiskussion","tag-lettland","tag-nachrichten","tag-nato","tag-news","tag-politik","tag-politik-russland","tag-russland","tag-schlagzeilen","tag-sueddeutsche-zeitung","tag-ukraine"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117107760511396985","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1241396","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1241396"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1241396\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1241397"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1241396"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1241396"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1241396"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}