{"id":1242099,"date":"2026-08-17T07:37:13","date_gmt":"2026-08-17T07:37:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1242099\/"},"modified":"2026-08-17T07:37:13","modified_gmt":"2026-08-17T07:37:13","slug":"archaeologischer-fund-exotisches-objekt-in-russland-freigelegt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1242099\/","title":{"rendered":"Arch\u00e4ologischer Fund: Exotisches Objekt in Russland freigelegt"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein neuer <strong>arch\u00e4ologischer Fund<\/strong> in der kaukasischen Stadt Derbent im S\u00fcden Russlands sorgt derzeit f\u00fcr einiges Aufsehen. Es handelt sich um mehrere au\u00dferordentlich seltene Objekte, von denen eines besonders hervorsticht. <\/p>\n<p> Arch\u00e4ologischer Fund: Ein Gef\u00e4\u00df auf Abwegen <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der arch\u00e4ologische Fund ereignete sich durch eine vom Institut f\u00fcr Arch\u00e4ologie der russischen Akademie der Wissenschaften organisierte Ausgrabung in einer alten Festung in der s\u00fcdrussischen Stadt. So <a href=\"https:\/\/naukatv.ru\/news\/pri_raskopkakh_v_derbente_otkryli_redchajshuyu_monetu_xiii_veka\" id=\"https:\/\/naukatv.ru\/news\/pri_raskopkakh_v_derbente_otkryli_redchajshuyu_monetu_xiii_veka\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">berichtet<\/a> das Nachrichtenportal Nauka, dass die Entdeckung mehrere Gegenst\u00e4nde aus dem 13. und aus dem 17. Jahrhundert nach Christus umfasst. Bei Letzterem geht es um ein glasiertes Keramikgef\u00e4\u00df, in dem sich eine arabische Inschrift fand. <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu deren \u00dcbersetzung gibt es bereits eine Hypothese. So vermuten die Forschenden, dass dort \u201eHergestellt von dem Meister Matan\u201c geschrieben steht. \u00dcberdies war das Objekt wohl Teil einer gr\u00f6\u00dferen Schale, deren Reste allerdings verschwunden sind. Das l\u00e4sst sich daraus schlie\u00dfen, dass weitere Teile der Inschrift durch Abbruchstellen unleserlich geworden sind. <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit hoher Wahrscheinlichkeit stammt das Fragment aus dem Osmanischen Reich, allerdings aus dessen europ\u00e4ischen Teil. Dieses kontrollierte im 17. Jahrhundert weite Teile der Region, die heute als Balkan bekannt ist. Es ist also anzunehmen, dass das Gef\u00e4\u00df einen sehr weiten Weg bis in den Kaukasus zur\u00fccklegte, um dort schlie\u00dflich als arch\u00e4ologischer Fund zu enden. <\/p>\n<p class=\"has-normal-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Topaktuell<\/strong><\/p>\n<p>  Ein Fund kommt selten allein <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS <a href=\"https:\/\/tass.ru\/nauka\/28003039\" id=\"https:\/\/tass.ru\/nauka\/28003039\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">zitiert<\/a> Wladimir Kowal, den Leiter der Abteilung f\u00fcr Mittelalterarch\u00e4ologie bei dem Institut, mit einer deutlichen Charakterisierung der Entdeckung: \u201eGeschirr mit arabischen Inschriften ist extrem selten\u201c. Dem Institut seien \u201ekeine vergleichbaren Gef\u00e4\u00dfe aus dieser Zeit bekannt\u201c, wenngleich es \u00e4hnliche Gegenst\u00e4nde aus anderen Zeiten gebe.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch das Schalenfragment bleibt nicht allein. Dazu kommt noch eine besondere M\u00fcnze, die von einem feudalen Staat, der einst im Kaukasusgebirge herrschte, gepr\u00e4gt wurde. Die M\u00fcnze wurde Nauka zufolge von den mittelalterlichen kaukasischen Awaren hergestellt, die den Herrscher Bayar abbildet, der als \u201eSohn von Suraka\u201c bezeichnet wird. Solche \u201eNutsal-M\u00fcnzen\u201c sind demnach ebenfalls au\u00dferordentlich selten. Allerdings entdeckten die Forschenden nur ein Fragment des Artefakts. <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurde sie in Khunzakh gepr\u00e4gt, dem damaligen politischen Zentrum des Staats der Awaren. Diese besiedelten ab etwa dem f\u00fcnften Jahrhundert nach Christus unter anderem den Kaukasus, wurden jedoch nach und nach von arabischen, persischen und russischen Eroberern unterworfen. Der arch\u00e4ologische Fund liefert jedoch ein eindrucksvolles Zeugnis der Zeit, als die Angeh\u00f6rigen dieses Volks noch unabh\u00e4ngig lebten. <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quellen: TASS; Nauka<\/p>\n<p> <strong>Hinweis: Ukraine-Hilfe<\/strong><\/p>\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. <a href=\"https:\/\/www.futurezone.de\/digital-life\/article281984\/online-spenden-fuer-die-ukraine-wie-du-den-menschen-helfen-kannst.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hier<\/a> kannst du den Betroffenen helfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein neuer arch\u00e4ologischer Fund in der kaukasischen Stadt Derbent im S\u00fcden Russlands sorgt derzeit f\u00fcr einiges Aufsehen. 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