{"id":1242429,"date":"2026-08-17T11:04:21","date_gmt":"2026-08-17T11:04:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1242429\/"},"modified":"2026-08-17T11:04:21","modified_gmt":"2026-08-17T11:04:21","slug":"ingenieure-von-rohde-schwarz-dresden-20-bis-30-prozent-weniger-als-die-kollegen-in-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1242429\/","title":{"rendered":"Ingenieure von \u201eRohde &#038; Schwarz\u201c Dresden: \u201e20 bis 30 Prozent weniger als die Kollegen in M\u00fcnchen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>\t<a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Rohde-u-Schwarz-IG-Metall-Dresden-IMG_20260813_105319.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-198248\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Rohde-u-Schwarz-IG-Metall-Dresden-IMG_20260813_105319.webp\" alt=\"Mit Protestaktionen wie dieser dr\u00e4ngen die Ingenieure, Betriebsr\u00e4te und Gewerkschafter \u201eRohde &amp; Schwarz&quot; in Dresden, einen Tarifvertrag abzuschlie\u00dfen. Foto: Heiko Weckbrodt\" width=\"1200\" height=\"675\"  \/><\/a>Mit Protestaktionen wie dieser dr\u00e4ngen die Ingenieure, Betriebsr\u00e4te und Gewerkschafter \u201eRohde &amp; Schwarz\u201c in Dresden, einen Tarifvertrag abzuschlie\u00dfen. Wortf\u00fchrer in der Mitte ist Betriebsrat Lars Adam. Foto: Heiko Weckbrodt<br \/>\nBetriebsrat und IG Metall dr\u00e4ngen mit Protestaktion auf Tarifvertrag<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\"><strong>Dresden<\/strong>, 17.08.26. Mit einer \u00f6ffentlichen Aktion nahe am Postplatz haben Dresdner Ingenieure des Elektronikkonzerns \u201eRohde &amp; Schwarz\u201c ihre Forderung nach einem Tarifvertrag f\u00fcr die s\u00e4chsische Niederlassung untermauert \u2013 mit Plakaten, \u00f6ffentlichen Buh-Rufen und Pfeifkonzerten<a href=\"https:\/\/oiger.de\/2026\/08\/13\/ig-metall-hightech-subventionen-solls-in-sachsen-nur-fuer-tarifbetriebe-geben\/198220\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> zusammen mit der IG Metall<\/a>. \u201eRohde &amp; Schwarz ist gespr\u00e4chsbereit\u201c, betont derweil die Gesch\u00e4ftsleitung.<\/p>\n<p>Gesch\u00e4ftsleitung bietet Betriebsvereinbarung an, Gewerkschaft ist dagegen<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\">\u201eDie Gesch\u00e4ftsleitung hat einen Tarifvertrag abgelehnt und will dar\u00fcber gar nicht mehr mit uns verhandeln\u201c, erkl\u00e4rt Betriebsrat Lars Adam. Stattdessen habe das Management nur eine Betriebsvereinbarung angeboten und auf den Bedarf an flexiblen und krisenfesten L\u00f6sungen verwiesen. Solch eine lokale Vereinbarung w\u00fcrde aus seiner Sicht jedoch unhaltbare Nachteile die Dresdner Besch\u00e4ftigten des bayrischen Unternehmens zementieren: \u201eWir bekommen hier 20 bis 30 Prozent weniger als die Kollegen in M\u00fcnchen\u201c, \u00e4rgert sich Adam. Zudem gelte in Dresden die 40- statt die 35-Stunden-Woche.<\/p>\n<p>Vorerst (noch) keine Streiks geplant<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\">Dies k\u00f6nne so nicht weitergehen, finden der Betriebsrat: \u201eGleiche Arbeit verdient gleiche Anerkennung und faire Bedingungen\u201c, argumentiert er. \u201eWenn da Worte nicht mehr weiterhelfen, m\u00fcssen wir Taten folgen lassen.\u201c Damit seien Proteste wie die j\u00fcngste Kurzkundgebung vor dem Niederlassungsgeb\u00e4ude gemeint, betonte er auf Oiger-Nachfrage. \u201eStreiks bleiben die ultima ratio.\u201c<\/p>\n<p>Konzernzentrale setzt auf lokale L\u00f6sung<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\">Das Unternehmen habe den Dresdner Besch\u00e4ftigten \u201ewiederholt eine lokale L\u00f6sung der von der IG Metall adressierten Themen in Form einer Betriebsvereinbarung angeboten\u201c, kommentierte die M\u00fcnchner Unternehmenssprecherin Bianca Stupp den Konflikt auf Anfrage. Rohde &amp; Schwarz setze \u201eweiterhin auf einen konstruktiven Dialog f\u00fcr eine baldige, einvernehmliche L\u00f6sung\u201c.<\/p>\n<p>Einstige Uni-Ausgr\u00fcndung kam \u00fcber Xilinx und AMD zu \u201eRohde &amp; Schwarz\u201c<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\">An das Team in Sachsen war der M\u00fcnchner Konzern \u00fcber mehrere Ecken gekommen: <a href=\"https:\/\/tu-dresden.de\/ing\/elektrotechnik\/die-fakultaet\/ausgruendungen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">2013 gr\u00fcndete die TU Dresden<\/a> das auf flexible Mobil-Antennentechnik spezialisierte Unternehmen \u201e<a href=\"https:\/\/oiger.de\/2019\/03\/22\/airrays-dresden-liefert-5g-antennentechnologie-nach-asien\/170895\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Airrays<\/a>\u201c aus. <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/airrays-gmbh\/about\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">2019<\/a> \u00fcbernahm die US-Elektronikfirma <a href=\"https:\/\/www.northdata.de\/Xilinx%20Dresden%20GmbH,%20M%C3%BCnchen\/Amtsgericht%20Dresden%20HRB%2032791\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Xilinx das Team<\/a> \u2013 und wurde drei Jahre sp\u00e4ter selbst von AMD geschluckt. Damit war der US-Chipkonzern AMD, der lange Zeit in Dresden seine gr\u00f6\u00dfte Prozessorfabrik betrieben und dann als \u201eGlobalfoundries\u201c ausgegliedert hatte, <a href=\"https:\/\/oiger.de\/2022\/02\/15\/amd-kehrt-nach-dresden-zurueck\/182194\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">gewisserma\u00dfen indirekt nach Sachsen zur\u00fcck<\/a>. Derweil profilierte sich der ehemalige Intel-Rivale im Prozessorsektor immer mehr als Spezialist f\u00fcr KI- und Grafikchips, wollte viele Nebengesch\u00e4ftsfelder loswerden \u2013 und verkaufte in diesem Zuge auch den Dresdner Standort <a href=\"https:\/\/www.rohde-schwarz.com\/de\/about-germany\/rs-in-germany\/rohde-schwarz-in-deutschland_251133.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">an \u201eRohde &amp; Schwarz\u201c<\/a>. Der M\u00fcnchner Konzern hat \u00fcbrigens <a href=\"https:\/\/oiger.de\/2020\/03\/27\/orbitaler-icarus-lauscht-dem-internet-der-tiere\/174353\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mit \u201eInradios\u201c eine weitere TU-Ausgr\u00fcndung in der s\u00e4chsischen Landeshauptstadt akquiriert<\/a>.<\/p>\n<p>Alles begann mit dem Physikstudium in Jena<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\">Das bayrische Unternehmen hat indirekt auch mitteldeutsche Wurzeln: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rohde_%26_Schwarz\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">1933 gr\u00fcndeten Lothar Rohde und Hermann Schwarz<\/a> nach ihrem Physikstudium in Jena ein \u201ePhysikalisch-Technisches Entwicklungslabor\u201c in M\u00fcnchen. Daraus ist bis heute ein Messtechnik-Unternehmen mit Milliardenums\u00e4tzen geworden, das zunehmend auch im R\u00fcstungsgesch\u00e4ft aktiv ist.<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"western\" align=\"left\"><strong>\u201eDer Standort Dresden ist f\u00fcr Rohde &amp; Schwarz von gro\u00dfer strategischer Bedeutung.\u201c<br \/><\/strong>Sprecherin Bianca Stupp von \u201eRohde &amp; Schwarz\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Rohde-u-Schwarz-Dresden-IMG_20260813_105904.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-198247\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Rohde-u-Schwarz-Dresden-IMG_20260813_105904.webp\" alt=\"Der Dresdner Entwicklungsstandort von \u201eRohde &amp; Schwarz&quot; nahe am Postplatz in der Innenstadt. Foto: Heiko Weckbrodt\" width=\"1200\" height=\"675\"  \/><\/a>Der Dresdner Entwicklungsstandort von \u201eRohde &amp; Schwarz\u201c nahe am Postplatz in der Innenstadt. Foto: Heiko Weckbrodt<br \/>\nDresdner Dependance auf Wachstumskurs<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\">Das Team in Dresden ist seit der \u00dcbernahme durch im Jahr 2023 durch Rohde &amp; Schwarz mit damals 40 Leuten auf inzwischen rund 90 K\u00f6pfe gewachsen. Die s\u00e4chsischen Software-Ingenieure sind unter anderem am Auftragsentwicklungen sowie Projekten wie F\u00fchrungsfunk-L\u00f6sungen besch\u00e4ftigt, wie sie Beh\u00f6rden, Polizei und Milit\u00e4r ben\u00f6tigen, au\u00dferdem an der Modernisierung alter Funksysteme sowie demn\u00e4chst auch an L\u00f6sungen f\u00fcr den Weltraumeinsatz. \u201eDer Standort Dresden ist f\u00fcr Rohde &amp; Schwarz von gro\u00dfer strategischer Bedeutung\u201c, hei\u00dft es aus der M\u00fcnchner Konzernzentrale. Daher wachse die Niederlassung auch. Allein im Juni habe man 22 neue Stellen ausgeschrieben. Unseren Informationen zufolge ist ein weiterer Ausbau geplant, wom\u00f6glich letztlich mit einer Verdoppelung der Belegschaft verbunden. Dies k\u00f6nnte dann wom\u00f6glich auch einen Umzug vom bisherigen Mietobjekt an der Hertha-Lindner-Stra\u00dfe in ein gr\u00f6\u00dferes Domizil n\u00f6tig machen.<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\">Autor: <a href=\"https:\/\/oiger.de\/heiko-weckbrodt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Heiko Weckbrodt<\/a><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\">Quellen: IG Metall, Betriebsrat und Unternehmensleitung \u201eRohde &amp; Schwarz\u201c, Oiger-Archiv, Wikipedia, Linkedin, Northdata, TUD<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit Protestaktionen wie dieser dr\u00e4ngen die Ingenieure, Betriebsr\u00e4te und Gewerkschafter \u201eRohde &amp; Schwarz\u201c in Dresden, einen Tarifvertrag abzuschlie\u00dfen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1242430,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1835],"tags":[2555,3364,29,2386,30743,30,744,85266,747,859,1240,55],"class_list":["post-1242429","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-dresden","tag-arbeitsbedingungen","tag-de","tag-deutschland","tag-dresden","tag-elektronik","tag-germany","tag-ig-metall","tag-ingenieure","tag-ruestungsindustrie","tag-sachsen","tag-tarifvertrag","tag-wirtschaft"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117110524726461993","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1242429","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1242429"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1242429\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1242430"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1242429"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1242429"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1242429"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}