{"id":1242538,"date":"2026-08-17T12:17:21","date_gmt":"2026-08-17T12:17:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1242538\/"},"modified":"2026-08-17T12:17:21","modified_gmt":"2026-08-17T12:17:21","slug":"angriff-auf-progress-werk-ukraine-zielt-auf-russlands-raketenproduktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1242538\/","title":{"rendered":"Angriff auf Progress-Werk: Ukraine zielt auf Russlands Raketenproduktion"},"content":{"rendered":"<p>                            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/shutterstock_1657571866-4d72ab5e0e3c38bb.jpeg\"  width=\"7896\" height=\"4436\"  alt=\"Raketentriebwerke von unten, im Hintergrund blauer Himmel\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"caption akwa-caption__text\">Unterseite einer Sojus-Rakete: Der Angriff k\u00f6nnte der Fertigung von Schl\u00fcsselkomponenten f\u00fcr die Produktion gegolten haben<\/p>\n<p class=\"source akwa-caption__source\">(Bild:\u00a0Leonid Andronov\/<a href=\"https:\/\/www.shutterstock.com\/de\/image-photo\/soviet-carrier-rocket-soyuz-samara-russia-1657571866?trackingId=1f2ae2ec-399e-4b3b-980d-8d8f1a3b52ec&amp;listId=searchResults\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener nofollow\">Shutterstock.com<\/a>)<\/p>\n<p class=\"lead beitraganriss\">Die Ukraine hat Russlands wichtigstes Raumfahrtwerk getroffen. Ob der Angriff Russlands Raumfahrt dauerhaft l\u00e4hmt, ist noch offen. Ein \u00dcberblick.<\/p>\n<p>Ukrainische Streitkr\u00e4fte haben nach eigenen Angaben eine der wichtigsten Raumfahrteinrichtungen Russlands <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/business\/aerospace-defense\/ukraine-says-it-hit-russian-rocket-centre-linked-starlink-style-network-2026-08-15\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">angegriffen<\/a>. Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj best\u00e4tigte am Samstag auf der Plattform X, dass das Progress-Zentrum in der Region Samara mit Marschflugk\u00f6rpern vom Typ Flamingo getroffen wurde.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Bei der Anlage handelt es sich um einen zentralen Produktionsstandort der russischen Raumfahrtbeh\u00f6rde Roskosmos, der rund 900 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt.<\/p>\n<p><strong>Ziel: Raketenproduktion und Rassvet<\/strong><\/p>\n<p>Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs wurden bei dem Angriff sowohl das Progress-Zentrum in der Region Samara als auch ein Milit\u00e4rflugplatz in der Region Nischni Nowgorod direkt getroffen. An beiden Standorten seien Br\u00e4nde ausgebrochen. Der Flugplatz sei demnach f\u00fcr Kampfflugzeuge genutzt worden, die f\u00fcr Angriffe auf die Ukraine eingesetzt wurden, erkl\u00e4rte Selenskyj.<\/p>\n<p>Der Generalstab teilte zudem mit, dass das Werk in Samara Raketen f\u00fcr den Start von Satelliten des Breitbandnetzes Rassvet herstellt. Dieses Netzwerk baut Russland nach Angaben der ukrainischen Seite als Gegenst\u00fcck zum Satelliteninternet-Dienst Starlink des US-Unternehmens SpaceX auf. Starlink wird in der Ukraine genutzt und verschafft dem Land nach eigener Einsch\u00e4tzung deutliche Vorteile bei Drohneneins\u00e4tzen und der Kommunikation auf dem Schlachtfeld. In Russland ist der Dienst nicht verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>Selenskyj begr\u00fcndete den Angriff mit der Notwendigkeit, das &#8222;Kriegspotenzial&#8220; Russlands zu schw\u00e4chen. &#8222;Es ist wichtig, dass Russlands Kriegspotenzial reduziert wird. Frieden ist notwendig, und das muss sich zeigen \u2013 durch konkreten Schaden an bestimmten Einrichtungen&#8220;, schrieb er.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Der Schlag sei Teil der ukrainischen Strategie, durch Angriffe auf Ziele tief im russischen Hinterland den Druck zur Beendigung des seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskriegs zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p><strong>Unterschiedliche Angaben zum Ausma\u00df der Sch\u00e4den<\/strong><\/p>\n<p>Von russischer Seite gab es zum Zeitpunkt der Berichterstattung keine Best\u00e4tigung f\u00fcr den Treffer auf den Flugplatz in Nischni Nowgorod. Beh\u00f6rden in der Region Samara erkl\u00e4rten hingegen, die Luftabwehr habe einen &#8222;massiven Raketenangriff&#8220; abgewehrt. Iwan Noskow, Leiter der Regionalhauptstadt Samara, sprach von &#8222;lokal begrenzten Sch\u00e4den&#8220; an der Industrieinfrastruktur der Stadt, ohne genauer zu benennen, welche Anlage betroffen war. Er teilte mit, dass Rettungskr\u00e4fte vor Ort im Einsatz seien.<\/p>\n<p>Der Gouverneur der Region Samara hatte in der Nacht zun\u00e4chst erkl\u00e4rt, eine Rakete habe eine nicht n\u00e4her identifizierte Industrieanlage getroffen. Rund sieben Stunden sp\u00e4ter, gegen 12:15 Uhr Ortszeit, teilte er mit, dass die Rettungsdienste weiterhin mit den Aufr\u00e4umarbeiten besch\u00e4ftigt seien, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte die Angaben nicht unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Das Nachrichtenportal Ars Technica <a href=\"https:\/\/arstechnica.com\/space\/2026\/08\/ukraine-strikes-major-russian-rocket-factory-with-cruise-missiles\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">berichtet<\/a>, dass zum Zeitpunkt der Ver\u00f6ffentlichung nicht klar gewesen sei, welche der zahlreichen Geb\u00e4ude auf dem weitl\u00e4ufigen Gel\u00e4nde des Progress-Werks besch\u00e4digt wurden.<\/p>\n<p>Es gebe frei zug\u00e4ngliche Quellen, wonach eine Rakete ein Geb\u00e4ude mit einem Reinraum f\u00fcr Avionik \u2013 also elektronische Steuerungssysteme f\u00fcr Luft- und Raumfahrzeuge \u2013 getroffen habe. Dies k\u00f6nnte sich mit Selenskyjs Hinweis auf die getroffene Elektronikproduktion decken.<\/p>\n<p><strong>Bedeutung des Progress-Zentrums f\u00fcr Russlands Raumfahrt<\/strong><\/p>\n<p>Das Progress-Zentrum spielt seit der Sowjetzeit eine zentrale Rolle im russischen Raumfahrtprogramm, unter anderem durch die Fertigung der Sojus-Raketenfamilie.<\/p>\n<p>In der Anlage wird unter anderem die Tr\u00e4gerrakete Sojus-2 sowie die neuere Sojus-5-Rakete zusammenbaut. Zudem w\u00fcrden laut Ars Technica dort auch Milit\u00e4rsatelliten gebaut. Die Sojus-2-Rakete mit einer Tragf\u00e4higkeit von etwa acht Tonnen in den erdnahen Orbit wird nach Angaben des Portals f\u00fcr zahlreiche zivile und milit\u00e4rische Zwecke eingesetzt, darunter ma\u00dfgeblich f\u00fcr bemannte Raumfl\u00fcge Russlands zur Internationalen Raumstation ISS.<\/p>\n<p>Von mehr als 120 russischen Raketenstarts seit 2020 sind laut Ars Technica \u00fcber 85 Prozent mit Raketen der Sojus-2-Familie erfolgt. Diese habe sich zum wichtigsten Tr\u00e4gersystem des Landes entwickelt, da die \u00e4ltere Proton-Rakete zunehmend veraltet und die neuere Angara-Rakete bislang keine nennenswerte Startfrequenz erreicht habe.<\/p>\n<p>Bereits vor dem Angriff habe laut dem Fachportal Russian Space Web die Nachfrage nach Sojus-Raketen die Produktionskapazit\u00e4ten \u00fcberstiegen \u2013 f\u00fcr den Zeitraum 2027 bis 2030 habe die Nachfrage sch\u00e4tzungsweise 30 bis 50 Prozent \u00fcber der verf\u00fcgbaren Kapazit\u00e4t gelegen. Sollte die Produktion der Sojus-Rakete durch den Angriff dauerhaft beeintr\u00e4chtigt sein, w\u00e4re dies nach Einsch\u00e4tzung von Ars Technica ein empfindlicher R\u00fcckschlag f\u00fcr das russische Raumfahrtprogramm.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Unterseite einer Sojus-Rakete: Der Angriff k\u00f6nnte der Fertigung von Schl\u00fcsselkomponenten f\u00fcr die Produktion gegolten haben (Bild:\u00a0Leonid Andronov\/Shutterstock.com) Die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1242539,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[4013],"tags":[331,332,13,13665,14,15,257536,426,4043,4044,850,307,29074,12,1712],"class_list":["post-1242538","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-russland","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-headlines","tag-internetzugang","tag-nachrichten","tag-news","tag-rassvet","tag-raumfahrt","tag-russia","tag-russian-federation","tag-russische-foederation","tag-russland","tag-satelliten","tag-schlagzeilen","tag-ukraine-krieg"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1242538","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1242538"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1242538\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1242539"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1242538"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1242538"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1242538"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}