{"id":124263,"date":"2025-05-20T01:29:10","date_gmt":"2025-05-20T01:29:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/124263\/"},"modified":"2025-05-20T01:29:10","modified_gmt":"2025-05-20T01:29:10","slug":"israel-im-spitzenfeld-wegen-israel-debatte-um-publikumsvoting-bei-esc","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/124263\/","title":{"rendered":"Israel im Spitzenfeld: Wegen Israel: Debatte um Publikumsvoting bei ESC"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">In Spanien ist eine Debatte \u00fcber Israels Teilnahme am <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/eurovision-song-contest\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Eurovision Song Contest<\/a> und das gute Abschneiden des Landes beim Publikum entbrannt. Ministerpr\u00e4sident Pedro S\u00e1nchez forderte den Ausschluss Israels vom Wettbewerb. Der staatliche TV-Sender RTVE k\u00fcndigte derweil an, man werde eine \u00dcberpr\u00fcfung des Publikumsvotings beantragen, das die Teilnehmerin Israels (Yuval Raphael mit dem Song \u00abNew Day Will Rise\u00bb) am Samstag auf Platz 2 katapultiert hatte.\u00a0\n<\/p>\n<p>Aktuelles<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/musik\/2025-05\/israel-esc-teilnahme-kritik-regierung\" data-ct-label=\"Israel beim ESC: &quot;Wir haben Angst davor, isoliert zu sein&quot; \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Israel beim ESC:<br \/>\n                        &#8222;Wir haben Angst davor, isoliert zu sein&#8220; <\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2025-05\/eurovision-finale-basel-anti-israel-demonstrationen\" data-ct-label=\"Eurovision Song Contest: Hunderte protestieren bei Anti-Israel-Demos bei ESC-Finale\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Eurovision Song Contest:<br \/>\n                        Hunderte protestieren bei Anti-Israel-Demos bei ESC-Finale<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/musik\/2025-05\/esc-2025-basel-musik-wettbewerb-gewinner\" data-ct-label=\"ESC 2025 in Basel: Die gro\u00dfen Gef\u00fchle siegen dann doch \u00fcber die Politik und den Klamauk\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    ESC 2025 in Basel:<br \/>\n                        Die gro\u00dfen Gef\u00fchle siegen dann doch \u00fcber die Politik und den Klamauk<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Als Begr\u00fcndung f\u00fcr seine Forderung nannte S\u00e1nchez das milit\u00e4rische Vorgehen Israels im <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/gazastreifen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gazastreifen<\/a>. Die Offensive habe sogar in der Nacht des ESC-Finales mit weiteren Bombardierungen angedauert, betonte er. In Anspielung auf den Umgang mit Russland sagte der sozialistische Politiker: \u00abWir d\u00fcrfen keine doppelten Standards in der Kultur zulassen.\u00bb Niemand habe sich emp\u00f6rt, als Russland wegen der Invasion der Ukraine vom ESC ausgeschlossen wurde.\u00a0\u00abDasselbe sollte auch f\u00fcr Israel gelten\u00bb, sagte S\u00e1nchez.\n<\/p>\n<p>                Kultureller Charakter des ESC sei in Gefahr        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">RTVE wollte\u00a0unterdessen seinen Antrag auf \u00dcberpr\u00fcfung des Televotings nach eigenen Angaben im Laufe des Montags bei der Europ\u00e4ischen Rundfunkunion (EBU) einreichen. \u00abMehrere L\u00e4nder werden ebenfalls denselben Antrag stellen, da sie der Ansicht sind, dass das Televoting durch die aktuellen milit\u00e4rischen Konflikte beeinflusst wurde und dies den kulturellen Charakter der Veranstaltung gef\u00e4hrden k\u00f6nnte\u00bb, teilte der Sender mit.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Bereits im Vorfeld des ESC 2025 hatte es Spannungen zwischen RTVE und der EBU gegeben. Der spanische Sender erkl\u00e4rte, man sei von der EBU unter Androhung hoher Geldstrafen davor gewarnt worden, w\u00e4hrend der Live\u00fcbertragungen politische Botschaften zu verbreiten. Ausl\u00f6ser war ein Hinweis auf die Opfer des Gaza-Konflikts, den RTVE im zweiten Halbfinale eingeblendet hatte. Trotz der Warnung zeigte der Sender unmittelbar vor Beginn des Finales erneut eine Botschaft:\u00a0\u00abAngesichts der Menschenrechte ist Schweigen keine Option. Frieden und Gerechtigkeit f\u00fcr Pal\u00e4stina.\u00bb\n<\/p>\n<p>                        Belgischer Sender stellt ESC-Teilnahme infrage        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Derweil stellt der belgische \u00f6ffentlich-rechtliche Sender VRT wegen &#8211; aus Sicht des Senders &#8211; offener Fragen zum ESC-Zuschauervoting seine k\u00fcnftige ESC-Teilnahme infrage. Es brauche ernsthafte Antworten auf Bedenken bez\u00fcglich des Eurovision Song Contests, teilte der Sender mit. Nach VRT-Angaben will die f\u00fcr die ESC-Austrahlung zust\u00e4ndige Europ\u00e4ische Rundfunkunion (EBU) Gespr\u00e4che mit den beteiligten Sendern f\u00fchren.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Es l\u00e4gen zwar keine Hinweise darauf vor, dass die Stimmenausz\u00e4hlung nicht korrekt durchgef\u00fchrt wurde, so VRT. Weiter hei\u00dft es jedoch: \u00abWir fordern von der EBU volle Transparenz. Die Hauptfrage ist, ob das derzeitige Abstimmungssystem ein faires Abbild der Meinungen der Zuschauer und Zuh\u00f6rer garantiert.\u00bb\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der ESC stehe zunehmend im Widerspruch zu den urspr\u00fcnglichen Normen und Werten der Veranstaltung und zu den Normen und Werten des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks. Auf der Website von VRT hei\u00dft es zudem, man unterst\u00fctze die Forderung, eine Debatte \u00fcber die Teilnahme Israels am ESC zu f\u00fchren.\u00a0\n<\/p>\n<p>                        Israel bei Publikumsabstimmung an der Spitze        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Beim Publikum lag Israel deutlich vorn. Das Land hatte die S\u00e4ngerin Yuval Raphael nach Basel geschickt. Die 24-J\u00e4hrige ist eine \u00dcberlebende des Massakers der islamistischen Hamas und weiterer Terrorgruppen vom 7. Oktober 2023. Wegen des Gazakriegs gab es in Basel immer wieder Proteste gegen ihre Teilnahme.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Dabei bekam Israel bei der Zuschauerabstimmung auch aus L\u00e4ndern hohe Punktzahlen, in denen das Handeln von Israels Regierung eher kritisch betrachtet wird, etwa <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/spanien\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Spanien<\/a>, Belgien oder Irland. Insgesamt bekam Raphael knapp 300 Punkte von den Zuschauenden aus den 37 Teilnehmerl\u00e4ndern &#8211; so viele wie niemand sonst.\u00a0\n<\/p>\n<p>        Protest auch vergangenes Jahr        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Israels Teilnahme beim Eurovision-Song-Contest-Halbfinale war im vergangenen Jahr auf dem Sender VRT von einer Protestaktion begleitet worden. Am Anfang und Ende der \u00dcbertragung der Show wurde eine schwarz-wei\u00dfe Texttafel eingeblendet, auf der Gewerkschaften ihren Unmut \u00fcber die Politik Israels zum Ausdruck brachten. In der Einblendung wurde dem Staat Israel im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg unter anderem vorgeworfen, Menschenrechte zu verletzen und die Pressefreiheit zu zerst\u00f6ren.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der Gaza-Krieg hatte im Oktober 2023 mit einem Terrorangriff der Hamas auf Israel begonnen. Etwa 1.200 Menschen wurden dabei get\u00f6tet und etwa 250 entf\u00fchrt. In dem Krieg wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbeh\u00f6rde bislang mehr als 53.300 Pal\u00e4stinenser im Gazastreifen get\u00f6tet. Die Zahl unterscheidet nicht zwischen K\u00e4mpfern und Zivilisten und l\u00e4sst sich unabh\u00e4ngig kaum \u00fcberpr\u00fcfen.\n<\/p>\n<p>        Aufrufe zwischen Werbeanzeigen        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Auf dem offiziellen EBU-Kanal f\u00fcr den ESC rief die israelische S\u00e4ngerin Yuval Raphael vor dem Finale in einem Werbefenster Zuschauer immer wieder auf, f\u00fcr ihren Song zu stimmen. Diese Aufrufe liefen zum Beispiel in den Aufzeichnungen der Halbfinal-Sendungen zwischen Reklame f\u00fcr Burger und f\u00fcr Internetdienste. Seit dem Finale ist Yuval Raphael in den immer noch online stehenden Halbfinal-Sendungen nicht mehr in Werbefenstern zu sehen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Dazu sagt die EBU auf Anfrage in einer Stellungnahme: Die ESC-Regeln verbieten es den teilnehmenden Rundfunkanstalten oder Dritten wie Plattenfirmen oder anderen nicht, ihre Beitr\u00e4ge online und anderswo zu bewerben. Die Werbung d\u00fcrfe den Wettbewerb nicht instrumentalisieren oder gegen seine redaktionellen Richtlinien versto\u00dfen. \u00abViele Delegationen setzen bezahlte Werbekampagnen ein, um den Song, das Profil und die zuk\u00fcnftige Karriere ihrer K\u00fcnstler zu unterst\u00fctzen.\u00bb F\u00fcr die Halbfinalsendungen war kein anderer Interpret mit einem Wahlaufruf in einem Werbefenster zu sehen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:250519-930-565027\/2<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Spanien ist eine Debatte \u00fcber Israels Teilnahme am Eurovision Song Contest und das gute Abschneiden des Landes&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":124264,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1773],"tags":[29,214,4631,738,30,46817,1229,10277,15,12516,307,471,1780,4026,215,39398],"class_list":{"0":"post-124263","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-serien","8":"tag-deutschland","9":"tag-entertainment","10":"tag-eurovision-song-contest","11":"tag-gazastreifen","12":"tag-germany","13":"tag-israel-im-spitzenfeld","14":"tag-kritik","15":"tag-madrid","16":"tag-news","17":"tag-pedro-sanchez","18":"tag-russland","19":"tag-serien","20":"tag-series","21":"tag-spanien","22":"tag-unterhaltung","23":"tag-yuval-raphael"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114537573021434977","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/124263","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=124263"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/124263\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/124264"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=124263"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=124263"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=124263"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}