{"id":1243104,"date":"2026-08-17T18:17:20","date_gmt":"2026-08-17T18:17:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1243104\/"},"modified":"2026-08-17T18:17:20","modified_gmt":"2026-08-17T18:17:20","slug":"karlsruhe-kaempft-gegen-invasive-tapinoma-ameisen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1243104\/","title":{"rendered":"Karlsruhe k\u00e4mpft gegen invasive Tapinoma-Ameisen"},"content":{"rendered":"<p class=\"content__description\" data-speakable=\"\">Mal wieder breitet sich eine eingeschleppte Tierart in Deutschland aus. Die Gro\u00dfe Dr\u00fcsenameise sorgt f\u00fcr Stromausf\u00e4lle, gesperrte Spielpl\u00e4tze und besorgte Eltern. Jetzt r\u00fcsten die betroffenen St\u00e4dte auf.<\/p>\n<p>Dieser Text enth\u00e4lt neben Daten und Fakten auch die Eindr\u00fccke und Einsch\u00e4tzungen von Steve Przybilla (RiffReporter). Informiere dich \u00fcber <a data-brain-zone=\".42608654.content.textlink_1\" data-component-path=\"content.textlink_1\" data-component-name=\"link.editorial\" href=\"https:\/\/web.de\/magazine\/so-arbeitet-die-redaktion\/verbirgt-analyse-kolumne-textsorten-ueberblick-35664152\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die verschiedenen journalistischen Textarten<\/a>.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Im M\u00fclleimer wimmelt es. Zwischen Bierdosen, Zigarettenpackungen und Kassenzetteln holt Karen E\u00dfrich einen Getr\u00e4nkebecher hervor. Sind das Kaffeereste auf dem Boden? &#8222;Nein&#8220;, sagt die st\u00e4dtische Mitarbeiterin.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Ehe sie fortfahren kann, l\u00f6st sich die wimmelnde Masse in Einzelteile auf. Hunderte Ameisen schie\u00dfen aus dem Becher hervor, innerhalb von Sekunden krabbeln sie \u00fcber Finger, Hand, Unterarm. &#8222;Wenn man sie st\u00f6rt, werden sie aggressiv&#8220;, sagt E\u00dfrich. &#8222;Und wenn man sie zerdr\u00fcckt, riechen sie wie ranzige Butter.&#8220;<\/p>\n<p>Ameisen-Kolonie erstreckt sich \u00fcber 100 Fu\u00dfballfelder<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Karen E\u00dfrich ist eigentlich Verwaltungswirtin. Seit Juli 2025 hat sie aber ein neues Amt inne: Sie koordiniert die Ameisenbek\u00e4mpfung in Karlsruhe. Eine solche Stelle gibt es bisher in kaum einer deutschen Stadt \u2013 noch. Denn das, was im Karlsruher Stadtteil Neureut vor sich geht, k\u00f6nnte bald auch anderen Regionen bl\u00fchen.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Auf ihrem Tablet zeigt E\u00dfrich die befallenen Stellen: ein Hallenbad, eine Schule, ein Sportplatz. Au\u00dferdem unz\u00e4hlige Privatgrundst\u00fccke. &#8222;Wir sch\u00e4tzen, dass zwischen 70 und 80 Hektar betroffen sind&#8220;, sagt E\u00dfrich. Das w\u00e4re ein Gebiet so gro\u00df wie einhundert Fu\u00dfballfelder.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Die kleinen Krabbler, die so viel \u00c4rger machen, hei\u00dfen Tapinoma magnum, zu Deutsch: Gro\u00dfe Dr\u00fcsenameise. Die Art stammt urspr\u00fcnglich aus dem Mittelmeerraum, sieht f\u00fcr unge\u00fcbte Augen aber nicht anders aus als einheimische Exemplare. Der Unterschied besteht darin, dass sich Tapinoma-K\u00f6niginnen dieser Art untereinander tolerieren: Unter der Erde geht ein Nest ins andere \u00fcber, es herrscht Nachbarschaft statt Konkurrenzkampf.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">So entstehen Superkolonien mit Milliarden von Tieren. Mit ihrem aggressiven Gift, das auch bei Menschen zu Juckreiz f\u00fchrt, verdr\u00e4ngt die Gro\u00dfe Dr\u00fcsenameise zudem einheimische Arten.<\/p>\n<p>Eingeschleppt durch B\u00e4ume aus dem Gartencenter<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Erstmals detailliert beschrieben hat der G\u00f6rlitzer Ameisenforscher Bernhard Seifert diese Eigenschaften 2017 in einem <a target=\"_blank\" data-brain-zone=\".42608654.content.textlink_2\" data-component-path=\"content.textlink_2\" data-component-name=\"link.external\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/myrmecologicalnews.org\/cms\/index.php?option=com_download&amp;view=download&amp;filename=volume24\/mn24_123-144_printable.pdf&amp;format=raw\">Artikel im Fachmagazin &#8222;Myrmecological News&#8220;.<\/a> Damals sammelte das Team vor allem in S\u00fcdfrankreich und in Italien Proben; in Deutschland gab es nur im S\u00fcdwesten vereinzelte Fundstellen. Seither breitet sich die Ameisenart rasant aus, vermutlich eingeschleppt durch Olivenb\u00e4ume und andere s\u00fcdl\u00e4ndische Geh\u00f6lze aus dem Gartencenter.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Bisher sind die Tiere vor allem in S\u00fcddeutschland und im nahegelegenen Elsass aktiv, doch selbst in Schleswig-Holstein gibt es inzwischen Funde. In Karlsruhe wiederum geh\u00f6ren die Ameisen in manchen Stadtteilen mittlerweile zum Alltag. &#8222;Bei uns wimmelt es seit Jahren&#8220;, sagt Irene Burger, eine ehrenamtliche Helferin der Evangelischen Luthergemeinde in der Oststadt. &#8222;Sobald jemand ein St\u00fcck Kuchen fallen l\u00e4sst, haben wir riesige Ameisenstra\u00dfen&#8220;, sagt Burger. Im Kirchhof seien so viele Tiere unterwegs, &#8222;dass wir sie mit dem Besen aufkehren&#8220;.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Zus\u00e4tzlich habe die Kirchenverwaltung einen K\u00e4rcher angeschafft. &#8222;Wir gehen mit hei\u00dfem Wasser \u00fcber alle Oberfl\u00e4chen&#8220;, sagt Burger. &#8222;In tiefere Schichten kommen wir trotzdem nicht.&#8220; Die st\u00e4ndige Bek\u00e4mpfung sei &#8222;unglaublich anstrengend&#8220;.<\/p>\n<p>Bilanz der Ameisenbek\u00e4mpfung? Durchwachsen<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Bewusst wahrgenommen hat die breite \u00d6ffentlichkeit die Insekten erstmals im Jahr 2024. Damals klagte die baden-w\u00fcrttembergische Stadt <a data-brain-zone=\".42608654.content.textlink_3\" data-component-path=\"content.textlink_3\" data-component-name=\"link.editorial\" href=\"https:\/\/web.de\/magazine\/wissen\/natur-umwelt\/ameiseninvasion-kehl-invasive-arten-ausbreiten-39791694\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kehl \u00fcber Stromausf\u00e4lle, nachdem sich die Tiere in einem Verteilerkasten eingenistet hatten<\/a>. Ein unterh\u00f6hlter Spielplatz musste gesperrt werden; die Stadt investierte in Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfer und Infomaterial. Sogar ein grenz\u00fcberschreitendes Symposium wurde organisiert.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Die bisherige Bilanz? Durchwachsen. Zwar lobt die Stadtverwaltung auf ihrer Website die Bek\u00e4mpfung mittels Hei\u00dfwasser <a target=\"_blank\" data-brain-zone=\".42608654.content.textlink_4\" data-component-path=\"content.textlink_4\" data-component-name=\"link.external\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.kehl.de\/ameisenplage\">(&#8222;Ameisen einen D\u00e4mpfer versetzen&#8220;)<\/a>. Komplett verschwunden sind die Tiere dadurch nicht, aber: &#8222;Einige Stra\u00dfenz\u00fcge konnten so von den Ameisen befreit werden&#8220;, antwortet die Pressestelle auf Nachfrage. Die Belastung sei deutlich geringer als vorher. &#8222;Auch das zeigt uns, dass wir mit diesem Verfahren auf einem richtigen Weg zu sein scheinen.&#8220;<\/p>\n<p data-speakable=\"\">In Karlsruhe setzt man ebenfalls auf Aufkl\u00e4rung. Auf Schildern im Stadtteil Neureut sind durchgestrichene Ameisen zu sehen, daneben die Aufschrift: &#8222;Stopp der Tapinoma magnum!&#8220; Die Menschen sollen ihren M\u00fcll mitnehmen, um m\u00f6gliche Nahrungsquellen einzud\u00e4mmen. An einigen Stellen hat die Stadt sogar Abfalleimer abmontieren lassen. &#8222;Das ist durchaus umstritten&#8220;, sagt Ameisen-Koordinatorin Karen E\u00dfrich. Nat\u00fcrlich bestehe die Gefahr, dass am Ende der Unrat einfach in die Landschaft geworfen werde.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Beim Spielplatz vorm Alten Bahnhof h\u00e4lt die Koordinatorin kurz inne: &#8222;Schauen Sie, da schleppen sie ihre Brut.&#8220; E\u00dfrich macht sich eine Notiz zu der Ameisenstra\u00dfe. &#8222;Den Spielplatz m\u00fcssen wir absperren und den Sand untersp\u00fclen.&#8220;<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Seit die Stadt das Problem erkannt hat, ist viel geschehen. Zwei Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfer wurden eingestellt, 2.700 Haushalte und Gartencenter \u00fcber die Ameise informiert. Karen E\u00dfrich organisiert <a target=\"_blank\" data-brain-zone=\".42608654.content.textlink_5\" data-component-path=\"content.textlink_5\" data-component-name=\"link.external\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.karlsruhe.de\/stadt-rathaus\/aktuelles\/meldungen\/gemeinsam-gegen-tapinoma\">&#8222;Ameisen-weg-Wochen&#8220;<\/a>, bei denen sie Flyer vor Stra\u00dfenbahnhaltestellen verteilt. 150.000 Euro gibt die Stadt f\u00fcr Personal und Biozide aus \u2013 und st\u00f6\u00dft trotzdem an ihre Grenzen.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">&#8222;Das Problem sind die Privatgrundst\u00fccke&#8220;, sagt E\u00dfrich. Die Anwohnerinnen und Anwohner sollen die Ameisen in ihren H\u00e4usern und G\u00e4rten selbst in Schach halten. &#8222;Wenn einer nicht mitmacht, ist alles zum Scheitern verurteilt.&#8220; Neben dem B\u00fcrgersteig zeigt sie auf mehrere golfballgro\u00dfe L\u00f6cher: Dort hat ihr Team k\u00fcrzlich Wasserdampf in den Boden gespritzt.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">In die benachbarten G\u00e4rten wagen sich die Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfer nicht vor, selbst dann nicht, wenn dort die meisten Tiere lauern. &#8222;Haftungsfragen&#8220;, sagt E\u00dfrich. Zu gro\u00df ist die Sorge, dass jemand die Stadt verklagen k\u00f6nnte, wenn Pflanzen durch die Arbeit der Kammerj\u00e4ger eingehen.<\/p>\n<p>Jede Gemeinde kocht ihr eigenes S\u00fcppchen<\/p>\n<p data-speakable=\"\">&#8222;Au\u00dferdem fehlen uns die Ressourcen&#8220;, r\u00e4umt E\u00dfrich ein. &#8222;Wir kommen schon auf \u00f6ffentlichem Grund kaum hinterher.&#8220; Ein weiteres Problem: Eine zentrale Stelle, die die Ausbreitung der Ameisen erfasst, gibt es in Deutschland weder auf Landes- noch auf Bundesebene. <a target=\"_blank\" data-brain-zone=\".42608654.content.textlink_6\" data-component-path=\"content.textlink_6\" data-component-name=\"link.external\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/news\/2025-10\/07\/tapinoma-ameise-krabbelt-durch-dutzende-von-kommunen\">Jede Gemeinde kocht ihr eigenes S\u00fcppchen<\/a>.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">\u00dcberhaupt stellt sich die Frage, was die bisherigen Ma\u00dfnahmen bringen. &#8222;Niemand wei\u00df, wie effektiv die Hei\u00dfwassermethode ist&#8220;, sagt Andreas Martens. Der Biologieprofessor besch\u00e4ftigt sich an der P\u00e4dagogischen Hochschule Karlsruhe seit Langem mit invasiven Arten.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Um mehr zu erfahren, f\u00fchrt Martens eigene Experimente durch. Er setzt auf die sogenannte Lockstein-Methode: Ein mit Folie \u00fcberzogener, durchl\u00f6cherter Ziegelstein wird im Garten an einem warmen Ort platziert. Im Anschluss wird die Umgebung kr\u00e4ftig gew\u00e4ssert.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">&#8222;Wenn sie eine Bedrohung bemerken, bringen die Arbeiterinnen ihre Brut in Sicherheit&#8220;, sagt Martens. Nach wenigen Tagen k\u00f6nne man den Stein hochheben und in einen mit Sp\u00fclmittel versetzten Wassereimer tunken. &#8222;So kann man Tausende von Tieren gezielt loswerden&#8220;, hofft der Biologe.<\/p>\n<p>Eine Stunde t\u00e4glich Ameisen vergr\u00e4men<\/p>\n<p data-speakable=\"\">In Karlsruhe probiert Yvonne Matz neuerdings die Lockstein-Methode aus. &#8222;Ich tue alles, um die Ameisen in Schach zu halten&#8220;, sagt die Anwohnerin, die im besonders betroffenen Stadtteil Neureut lebt. &#8222;Als die Ameisen bei mir im Wohnzimmer waren, wurde ich panisch&#8220;, sagt sie. &#8222;F\u00fcr mich war das ein richtiger Angriff auf mein Haus.&#8220;<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Mit hei\u00dfem Wasser und Chlor habe sie die Tiere in den Garten zur\u00fcckgedr\u00e4ngt. &#8222;Der Kompost ist aber nach wie vor v\u00f6llig durchseucht, ein richtiger Nistplatz&#8220;, sagt Matz. Ihr Gegenangriff: Pflanzen zur\u00fcckschneiden, Locksteine aufstellen, kochendes Wasser in Plattenritzen sch\u00fctten. &#8222;Jeden Tag verbringe ich sicher eine Stunde nur mit Ameisen-Vergr\u00e4mung&#8220;, sagt die Anwohnerin.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Und im Urlaub? &#8222;Da kann ich nur beten. Meine Nachbarn frage ich nicht, ob sie helfen. Das kann man niemandem zumuten.&#8220;<\/p>\n<p>Die Schweiz geht voran<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Dass man die Plagegeister durchaus loswerden kann, zeigt sich in der Schweiz. In Z\u00fcrich hat es die Stadt geschafft, die Ameisen an drei Standorten erfolgreich zu bek\u00e4mpfen. Die Methoden: Ameisen-Gie\u00dfmittel und Fressk\u00f6der, verbunden mit einem w\u00f6chentlichen Behandlungsrhythmus.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Auf hei\u00dfes Wasser verzichteten die Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfer komplett. Stattdessen l\u00e4sst die Gemeinde bei einem Verdachtsfall immer Proben nehmen, um zu wissen, womit sie es zu tun hat: &#8222;Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfungs-Profis erkennen, wenn sich Ameisen anders als \u00fcblich verhalten und zum Beispiel die \u00fcblichen Ameisenk\u00f6der nicht annehmen&#8220;, sagt Werner Tischhauser, Projektleiter Sch\u00e4dlingspr\u00e4vention bei der Stadt Z\u00fcrich. Erh\u00e4rtet sich der Verdacht, folgt eine rigorose Bek\u00e4mpfung.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Ein Vorteil in der Schweiz: Anders als in der EU gilt Tapinoma magnum dort offiziell als invasive Art. Eigent\u00fcmerinnen und Eigent\u00fcmer sind per Gesetz verpflichtet, die Ameisen auf ihren Grundst\u00fccken zu beseitigen.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Dar\u00fcber hinaus hat der Kanton Z\u00fcrich den <a target=\"_blank\" data-brain-zone=\".42608654.content.textlink_7\" data-component-path=\"content.textlink_7\" data-component-name=\"link.external\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.zh.ch\/content\/dam\/zhweb\/bilder-dokumente\/themen\/umwelt-tiere\/umweltschutz\/neu-gebietsfremde-arten\/massnahmenplan_neobiota_2026_2029.PDF\">&#8222;Ma\u00dfnahmenplan Neobiota&#8220;<\/a> erarbeitet, der invasive Arten zur\u00fcckdr\u00e4ngen soll: Gemeinden, die dem Kanton angeh\u00f6ren, erhalten Informationen, Schulungen und einen zentralen Ansprechpartner. Das alles hilft, ist aber kein Allheilmittel.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Laut Tischhauser z\u00e4hlt vor allem Schnelligkeit: &#8222;K\u00f6nnen Tapinoma-magnum-Ameisen \u00fcber mehrere Jahre Superkolonien mit mehreren Hundert oder Tausend Ameisenv\u00f6lkern bilden, ist die Erfolgsaussicht auf eine Tilgung deutlich geringer, als das in Z\u00fcrich der Fall war.&#8220;<\/p>\n<p>Mit Ameisen leben lernen<\/p>\n<p data-speakable=\"\">In Karlsruhe beendet Karen E\u00dfrich ihren Rundgang am Schulzentrum. Neben der Tischtennisplatte haben sich die kleinen Krabbler auf eine tote Schabe gest\u00fcrzt; eine Ameisenstra\u00dfe verl\u00e4uft \u00fcber den Schulhof bis ins nahegelegene Mauerwerk.<\/p>\n<p>Empfohlenes Video<\/p>\n<p>Lederschildkr\u00f6ten kehren nach fast 30 Jahren zum Nisten zur\u00fcck<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/1786990640_231_panama-lederschildkroeten-kehren-30-jahren-nisten-.jpg\" alt=\"Panama: Lederschildkr\u00f6ten kehren nach fast 30 Jahren zum Nisten zur\u00fcck\" width=\"950\" height=\"534\"\/><\/p>\n<p>\u00a9 Reuters<\/p>\n<p data-speakable=\"\">&#8222;Hier haben wir sie vor Kurzem erst bek\u00e4mpft&#8220;, sagt die Koordinatorin. Sobald aber Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ihr Fr\u00fchst\u00fcck auspackten, k\u00e4men auch die Ameisen aus ihren Verstecken hervor. &#8222;Besorgte Eltern rufen mich an, weil sie in Schulranzen krabbeln&#8220;, sagt E\u00dfrich.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Hat sie trotzdem Hoffnung, dass die Ameisen wieder verschwinden? Karen E\u00dfrich sagt, sie w\u00e4re schon zufrieden, wenn die Ausbreitung einged\u00e4mmt w\u00fcrde. Wenn frustrierte Anwohner keine dubiosen Nervengifte im Internet bestellen, die Menschen und Haustiere gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p><strong>Empfehlungen der Redaktion<\/strong><\/p>\n<p data-speakable=\"\">&#8222;Ganz weg werden wir die Ameisen wohl nicht mehr bekommen&#8220;, sagt E\u00dfrich. &#8222;Alles l\u00e4uft auf eine Begrenzung hinaus.&#8220; In einer Stadt, in der es im Untergrund auf einer Fl\u00e4che von einhundert Fu\u00dfballfeldern wimmelt, w\u00e4re selbst das ein Erfolg.<\/p>\n<p>\u00dcber RiffReporter<\/p>\n<ul slot=\"content\">\n<li>Dieser Beitrag stammt vom Journalismusportal RiffReporter. Auf <a target=\"_blank\" data-brain-zone=\".42608654.content.ui-infobox_1.textlink_1\" data-component-path=\"content.ui-infobox_1.textlink_1\" data-component-name=\"link.external\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.riffreporter.de\/de\">riffreporter.de<\/a> berichten rund 100 unabh\u00e4ngige JournalistInnen gemeinsam zu Aktuellem und Hintergr\u00fcnden. Die RiffReporter wurden f\u00fcr ihr Angebot mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Verwendete Quellen<\/p>\n<p>\u00a0<br \/>\n\u00a9 RiffReporter<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mal wieder breitet sich eine eingeschleppte Tierart in Deutschland aus. 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