{"id":1243224,"date":"2026-08-17T19:36:28","date_gmt":"2026-08-17T19:36:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1243224\/"},"modified":"2026-08-17T19:36:28","modified_gmt":"2026-08-17T19:36:28","slug":"kushner-spricht-mit-netanjahu-ueber-friedensplan-fuer-gazastreifen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1243224\/","title":{"rendered":"Kushner spricht mit Netanjahu \u00fcber Friedensplan f\u00fcr Gazastreifen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/gazastreifen-mann-schleppt-truemmer-100.jpg\" alt=\"Ein Junge schleppt einen Tisch vor Tr\u00fcmmerberg\" title=\"Ein Junge schleppt einen Tisch vor Tr\u00fcmmerberg | AFP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 17.08.2026 \u2022 19:28 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Wie geht es weiter im Gazastreifen? Israel lehnt die bisherigen Pl\u00e4ne des &#8222;Friedensrats&#8220; ab, ein Minister fordert gar mehr Gewalt gegen Pal\u00e4stinenser. Der US-Sonderbeauftragte Kushner traf sich jetzt mit Israels Premier Netanjahu.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Schwiegersohn von US-Pr\u00e4sident Donald Trump, Jared Kushner, hat bei einem Besuch im Nahen Osten versucht, den festgefahrenen Fahrplan f\u00fcr eine Nachkriegsordnung im Gazastreifen zu retten. Nach einem seltenen Treffen mit Vertretern der islamistischen Terrororganisation Hamas in \u00c4gypten kam Kushner in Jerusalem auch mit Premierminister Benjamin Netanjahu zusammen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im Anschluss hie\u00df es, das Treffen sei sehr produktiv verlaufen; ein Durchbruch zeichnete sich nach Agenturmeldungen jedoch nicht ab.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Laut Medienberichten nahm auch der Hohe Vertreter des &#8222;Friedensrats&#8220;, Nikolaj Mladenow, an dem Gespr\u00e4ch teil. Bereits am Sonntag hatte Kushner in \u00c4gypten mit Pr\u00e4sident Abdel Fattah al-Sisi \u00fcber die Zukunft des im Krieg weitgehend zerst\u00f6rten Gazastreifens gesprochen.<\/p>\n<p>    Streit \u00fcber den Gaza-Fahrplan<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Netanjahu hatte vor gut einer Woche gesagt, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/israel-gaza-hamas-trump-netanjahu-100.html\" title=\"Netanjahu stellt sich erneut gegen Trumps Gaza-Plan\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Israel lehne einen Fahrplan des sogenannten Friedensrats (&#8222;Board of Peace&#8220;) f\u00fcr den im Krieg gro\u00dffl\u00e4chig zerst\u00f6rten Gazastreifen ab.<\/a> &#8222;Die israelische Armee wird keinerlei Abzug vollziehen, bis die Hamas entwaffnet ist&#8220;, sagte Netanjahu. Au\u00dferdem bekr\u00e4ftigte der Regierungschef seine Ablehnung eines unabh\u00e4ngigen pal\u00e4stinensischen Staates.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Netanjahu habe auch jetzt bei dem Gespr\u00e4ch mit Kushner deutlich gemacht, dass sich Israels Armee nicht von der im Oktober festgelegten Demarkationslinie zur\u00fcckziehen werde. Zudem werde das Milit\u00e4r nach eigenem Ermessen weiter im Gazastreifen vorgehen, zitierte die Nachrichtenagentur Reuters die Angaben eines israelischen Insiders.<\/p>\n<p>    Was der Fahrplan vorsieht<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach dem Fahrplan des von Trump ins Leben gerufenen &#8222;Friedensrats&#8220; sollen Israel, die Hamas und andere bewaffnete pal\u00e4stinensische Gruppierungen im Gazastreifen die Kampfhandlungen einstellen. Anschlie\u00dfend \u00fcbernimmt laut Plan eine pal\u00e4stinensische \u00dcbergangsverwaltung, unterst\u00fctzt von einer internationalen Stabilisierungstruppe, als alleinige Autorit\u00e4t die Kontrolle \u00fcber Verwaltung und Sicherheit im Gazastreifen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Von der Hamas \u00fcbergebene Waffen sollen eingelagert werden und ausschlie\u00dflich unter pal\u00e4stinensischer Kontrolle bleiben. Der Prozess soll international \u00fcberwacht und schrittweise umgesetzt werden &#8211; parallel ist ein daran gekoppelter Abzug der israelischen Armee vorgesehen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Israel fordert dagegen eine komplette Entfernung der Waffen aus dem K\u00fcstenstreifen, weil es bef\u00fcrchtet, sie k\u00f6nnten der Hamas sonst in Zukunft wieder in die H\u00e4nde fallen. Trump hatte Ende Juli eine <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/hamas-entwaffnung-trump-100.html\" title=\"Trump meldet Erfolg bei Friedensabkommen f\u00fcr Gazastreifen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Einigung des &#8222;Friedensrates&#8220; mit der Hamas \u00fcber deren Entwaffnung<\/a> verk\u00fcndet.<\/p>\n<p>    Erste Wiederaufbaupl\u00e4ne f\u00fcr Gaza<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei dem Treffen in Jerusalem waren sich Netanjahu und Kushner laut Reuters allerdings einig, dass der Wiederaufbau des Gazastreifens erst beginnen solle, wenn die Hamas vollst\u00e4ndig entwaffnet sei.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Laut der Zeitung Israel Hajom sei es auch um den Beginn des Wiederaufbaus in Gebieten gegangen, die nicht von der Hamas kontrolliert werden. In Rafah im S\u00fcden und in n\u00f6rdlichen Teilen des Gazastreifens solle ein Pilotprojekt starten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Demnach sollen vor\u00fcbergehende Lager f\u00fcr vertriebene Pal\u00e4stinenser errichtet werden, in denen Bildung, Gesundheitsversorgung und andere zivile Dienstleistungen ohne Beteiligung der Hamas angeboten werden. Erste Einheiten der Stabilisierungstruppe sollten dort stationiert werden.<\/p>\n<p>    Israels Polizeiminister fordert mehr gezielte T\u00f6tungen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Vor Kushners Gespr\u00e4chen in der Region hatte Israels rechtsextremer Polizeiminister zur gezielten T\u00f6tung von noch mehr Pal\u00e4stinensern in dem K\u00fcstenstreifen aufgerufen. Es sei kein Geheimnis, dass er in dieser Frage Meinungsverschiedenheiten mit Netanjahu habe, sagte Itamar Ben-Gvir in einem Podcast mit der <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/geiseln-hamas-uebersicht-102.html\" title=\"Das sind die 20 freigelassenen Geiseln \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ehemaligen Gaza-Geisel Rom Braslavski<\/a>.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Ich denke, dass man gezielte T\u00f6tungen in Gaza ausf\u00fchren sollte, jede Nacht 30, 40 (Menschen) entfernen&#8220;, sagte der Vorsitzende der Partei Ozma Jehudit (J\u00fcdische Kraft). Er beziehe sich dabei nicht nur auf militante Pal\u00e4stinenser, die eine unmittelbare Gefahr darstellten, erkl\u00e4rte der Polizeiminister. Im Gazastreifen gebe es Leute, die &#8222;keine menschlichen Wesen&#8220; sind, sie sollten nicht leben, so der Ben-Gvir.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Aussagen sind vor allem durch den Wahlkampf in Israel zu erkl\u00e4ren. Ben-Gvir k\u00e4mpft mit m\u00f6glichst radikalen Aussagen um Stimmen im rechtsextremen Lager.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach pal\u00e4stinensischen Angaben sind bei israelischen Angriffen auf den Gazastreifen seit <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/gaza-friedensplan-usa-soldaten-102.html\" title=\"Nahost: Waffenruhe in Kraft, Israel zieht seine Truppen ab\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Beginn der Waffenruhe am 10. Oktober 2025<\/a> fast 1.300 Menschen get\u00f6tet worden, darunter auch viele Frauen und Kinder. Die Angriffe sind eine Reaktion auf das Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023. Die Terrororganisation hatte etwa 1.200 Israelis ermordet, davon viele Zivilisten und viele Israelis als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit Informationen von Jan-Christoph Kitzler, ARD-Studio Tel Aviv. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 17.08.2026 \u2022 19:28 Uhr Wie geht es weiter im Gazastreifen? 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