{"id":1245067,"date":"2026-08-18T15:17:19","date_gmt":"2026-08-18T15:17:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1245067\/"},"modified":"2026-08-18T15:17:19","modified_gmt":"2026-08-18T15:17:19","slug":"hackerangriff-was-der-cyberangriff-auf-die-berliner-verwaltung-bedeutet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1245067\/","title":{"rendered":"Hackerangriff: Was der Cyberangriff auf die Berliner Verwaltung bedeutet"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Die Berliner Verwaltung ist Ziel eines <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/datensicherheit\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hackerangriffs<\/a> geworden. Angaben dazu gibt es bislang wenige. Was bislang bekannt ist:\u00a0\n<\/p>\n<p>Aktuelles<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/2026-08\/cyberangriff-berlin-senatsverwaltung-it-ikt-vorfall\" data-ct-label=\"Berlin: Berliner Landesbeh\u00f6rden von Hackerangriff betroffen\" data-uuid=\"97f073c4-b3c1-44d9-94a6-93d7a45b3dbc\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Berlin:<br \/>\n                        Berliner Landesbeh\u00f6rden von Hackerangriff betroffen<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/2026-08\/hackerangriff-berliner-verwaltung-senatsverwaltung-landesnetz-it-gxe\" data-ct-label=\"Berlin: IT-Probleme halten nach Hackerangriff auf Berliner Landesbeh\u00f6rden an\" data-uuid=\"c89fa31d-abc6-4066-83c9-d3b543e147df\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Berlin:<br \/>\n                        IT-Probleme halten nach Hackerangriff auf Berliner Landesbeh\u00f6rden an<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2026-07\/rechte-gewalt-angriffe-statistik-betroffene-beratungsstellen-gxe\" data-ct-label=\"Rechte Gewalt: Mehr als 4.000 Menschen wurden 2025 Opfer rechter Gewalt\" data-uuid=\"c56e0c72-aa57-4e45-abf0-2ff95dee3e0b\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Rechte Gewalt:<br \/>\n                        Mehr als 4.000 Menschen wurden 2025 Opfer rechter Gewalt<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                    Wer ist betroffen?            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Laut Senatskanzlei sind die Senatsverwaltung f\u00fcr Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie die Senatsverwaltung f\u00fcr Mobilit\u00e4t, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz betroffen. Sie wurden den Angaben nach am Freitag aus Sicherheitsgr\u00fcnden vom Landesnetz abgetrennt, um weiteren Schaden abzuwenden. Inwiefern weitere Verwaltungen betroffen sind, wird laut Senatssprecherin Christine Richter untersucht.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">St\u00f6rungen bei dem Portal, bei dem Berlinerinnen und Berliner derzeit Online-Antr\u00e4ge f\u00fcr Briefwahlunterlagen f\u00fcr die Abgeordnetenhauswahl am 20. September beantragen k\u00f6nnen, sollen laut Senat nicht mit dem Angriff im Kontext stehen. \u00abDas zust\u00e4ndige Landesamt f\u00fcr B\u00fcrger- und Ordnungsangelegenheiten arbeitet mit Hochdruck an deren Behebung\u00bb, teilte die Innenverwaltung auf Anfrage mit.\n<\/p>\n<p>            Wie sind die Auswirkungen f\u00fcr Beh\u00f6rden und B\u00fcrger?            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Beide Ressorts sind abgeschnitten vom Internet und k\u00f6nnen keine Mails nach au\u00dfen versenden, Homeoffice ist nicht m\u00f6glich.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Laut Senatskanzlei sind die Verwaltungen aber arbeitsf\u00e4hig. Intern seien Mails m\u00f6glich, erkl\u00e4rte der Sprecher der Senatsbauverwaltung, Martin Pallgen. Telefonisch sei die Beh\u00f6rde auch erreichbar. Allerdings m\u00fcssten die Besch\u00e4ftigten in der Beh\u00f6rde arbeiten und es m\u00fcsse noch organisiert werden, wie die Kommunikation mit anderen Verwaltungen am besten gew\u00e4hrleistet werden k\u00f6nne. Ein Mitarbeiter der Verkehrsverwaltung sagte hingegen dem \u00abTagesspiegel\u00bb: \u00abWir sind praktisch arbeitsunf\u00e4hig.\u00bb\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Dadurch, dass die Senatsverwaltung f\u00fcr Bauen und Wohnen vom Landesnetz isoliert wurde, ist unter anderem die Auszahlung des Wohngelds an mehr als 50.000 berechtigte Haushalte in Berlin in Gefahr. Die Verwaltung arbeite mit Hochdruck an einer L\u00f6sung, um die Auszahlung des Wohngelds sicherzustellen, teilte Sprecherin Richter mit. Zuvor hatte der \u00abTagesspiegel\u00bb berichtet und auf einen entsprechenden Hinweis auf der Seite des Bezirksamtes Pankow verwiesen.\u00a0\n<\/p>\n<p>                                    Was ist konkret passiert?            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Das wird nach Senatsangaben noch untersucht. Es sei bei forensischen Untersuchungen eine \u00abInkriminierung des Landesnetzes\u00bb festgestellt worden, hie\u00df es. Nach bisherigen Erkenntnissen sind bei der Senatsbauverwaltung Daten abgeflossen.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Laut Sprecherin Richter handelt es sich nicht um sensible Daten. \u00abEs handelt sich um Daten, die \u00fcber Open Data frei zug\u00e4nglich waren.\u00bb Weiter erkl\u00e4rte Richter: \u00abNach jetzigem Kenntnisstand hat es in anderen Verwaltungen keine Datenabfl\u00fcsse gegeben.\u00bb\u00a0\n<\/p>\n<p>            Was ist \u00fcber den Angriff bekannt?            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Von der Senatskanzlei hei\u00dft es, aus ermittlungstaktischen Gr\u00fcnden k\u00f6nnten derzeit keine weiteren konkreten Informationen zu Ausma\u00df und Hintergr\u00fcnden gegeben werden. Die Berliner Staatsanwaltschaft leitete hat ein Ermittlungsverfahren ein, wie ein Sprecher sagte. Neben dem Landeskriminalamt (LKA) wurde das Bundesamt f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eingeschaltet. Dies spricht f\u00fcr einen gravierenden Vorfall.\u00a0\n<\/p>\n<p>                                    Ist das der erste Vorfall in Berlin?            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Nein, es gab eine Reihe von Vorf\u00e4llen in den vergangenen Jahren.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Im August 2025 war Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) Ziel einer Cyberattacke. Nach damaligen Angaben kam es zu einem gezielten Angriff auf einen Arbeitsplatzrechner im Leitungsbereich ihres Hauses. Dabei seien auch personenbezogene Daten entwendet worden, hie\u00df es. Betroffen war damals nach den Angaben ein einzelner Rechner. Vermutet wurde, dass iranische Hacker hinter dem Angriff stecken k\u00f6nnten. Badenberg hat iranische Wurzeln.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Ende April 2025 wurde das Hauptstadtportal des Landes Berlin Ziel einer umfassenden Cyberattacke. Betroffen waren damals laut Senatskanzlei unter anderem s\u00e4mtliche Bereiche von berlin.de und vom Serviceportal\u00a0service.berlin.de. Die Berliner Polizei konnte Pressemitteilungen zeitweise nicht ver\u00f6ffentlichen und Daten der polizeilichen Kriminalstatistik nicht abrufen.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Senatskanzlei beteuerte damals, Daten seien nicht abgeflossen, es komme bei solchen Vorf\u00e4llen auch nicht zu einer nachhaltigen Sch\u00e4digung der Systeme. Bereits zwei Jahre zuvor gab es einen vergleichbaren Angriff auf das Stadtportal berlin.de.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Im Februar 2024 war die Caritas-Klinik Dominikus in Berlin-Reinickendorf nach einem Cyberangriff f\u00fcr mehrere Tage kaum erreichbar. Im selben Monat wurde bekannt, dass sich Hacker Zugriff auf die Daten von rund 4.300 Kunden und etwa 850 Besch\u00e4ftigten des Luxuskaufhauses KaDeWe verschafft hatten.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Bereits 2019 legte ein sogenannter Trojaner-Angriff das Berliner Kammergericht lahm. Monatelang wurde an dem Gericht, das den Oberlandesgerichten anderer Bundesl\u00e4nder entspricht, provisorisch gearbeitet. Das Gericht wurde vom Landesnetz genommen, 500 Computer mussten ausgetauscht werden.\n<\/p>\n<p>            Wer k\u00fcmmert sich um den Schutz vor Cyberattacken?            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Seit 2022 soll das Sicherheitszentrum \u00abSecurity Operations Center\u00bb (SOC) dazu beitragen, Hackerangriffe auf das Landesnetz effektiver zu erkennen und abzuwehren. Es geh\u00f6rt zum IT-Dienstleistungszentrum (ITDZ).\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Bei dem Berliner Verwaltungsnetz, an das die Beh\u00f6rden des Landes, Gerichte, Polizei und Feuerwehr angeschlossen sind, handelt es sich laut ITDZ um das gr\u00f6\u00dfte kommunale Kommunikationsnetz in Deutschland. Das landeseigene ITDZ betreut nur einen Teil davon.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Das IT-Dienstleistungszentrum soll nach dpa-Informationen den aktuellen Fall entdeckt haben. Die Verantwortung f\u00fcr die Sicherheit soll aber in anderen H\u00e4nden liegen.\u00a0\n<\/p>\n<p>            Wie oft gibt es Auff\u00e4lligkeiten?            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Laut IT-Dienstleistungszentrum erkannte das SOC im vergangenen Jahr rund 10 Millionen unautorisierter Zugriffsversuche auf das Berliner Landesnetz. Nicht alle davon sind laut ITDZ jedoch als Hacking-Versuch zu bewerten. Zudem seien rund 8,5 Millionen Spam-Mails im Jahr 2025 registriert worden und in etwa 15.000 F\u00e4llen Viren in E-Mails.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Neben der landeseigenen ITDZ scannen weitere IT-Firmen und Organisationen Netze, um m\u00f6gliche Schwachstellen festzustellen.\n<\/p>\n<p>            Ist Berlin gut gewappnet?            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der IT-Experte Manuel Atug meint, dass Berlin in diesem Bereich \u00absehr schlecht\u00bb aufgestellt ist. In diesem Punkt sei er sich bei Anh\u00f6rungen durch das Abgeordnetenhaus mit anderen Experten einig gewesen. \u00abAls man ein paar Jahre sp\u00e4ter uns noch mal gebeten hat, ein Update dazuzugeben, weil man ja gewisse Ma\u00dfnahmen ergriffen h\u00e4tte, haben wir feststellen m\u00fcssen, dass die Cybersicherheit in Berlin noch schlechter geworden ist\u00bb, sagte Atug dem RBB. Verbesserungsvorschl\u00e4ge seien nicht umgesetzt worden.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Kritik kam auch von den Oppositionsfraktionen im Abgeordnetenhaus: Aus Anh\u00f6rungen im Innenausschuss im Dezember 2023 und Dezember 2025 sei bekannt, dass die Sicherheit des Landesnetzes nicht gew\u00e4hrleistet sei, erkl\u00e4rte der Linke-Abgeordnete Tobias Schule. Der Senat habe trotzdem \u00abweiter auf das Prinzip Hoffnung gesetzt\u00bb. Zuvor k\u00fcndigte bereits die Gr\u00fcnen-Fraktion an, den Vorfall an diesem Montag im Digitalausschuss besprechen zu wollen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260818-930-546805\/3<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Berliner Verwaltung ist Ziel eines Hackerangriffs geworden. Angaben dazu gibt es bislang wenige. 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