{"id":1245185,"date":"2026-08-18T16:40:25","date_gmt":"2026-08-18T16:40:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1245185\/"},"modified":"2026-08-18T16:40:25","modified_gmt":"2026-08-18T16:40:25","slug":"aus-stuttgart-21-wird-stuttgart-31-projekt-der-deutschen-bahn-loest-wut-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1245185\/","title":{"rendered":"Aus Stuttgart 21 wird Stuttgart 31: Projekt der Deutschen Bahn l\u00f6st Wut aus"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Kurios ist es ja schon. Manche w\u00fcrden vielleicht auch sagen: ganz sch\u00f6n dreist. Jedenfalls bleibt man h\u00e4ngen an dem Info-Text, der an einer Baustellenwand beim Stuttgarter Hauptbahnhof befestigt ist. Darauf steht: \u201eDie R\u00fcckkehr des Sterns \u2013 Bald dreht sich der Mercedes-Stern wieder auf dem Bahnhofsturm.\u201c Nun, \u201ebald\u201c ist ein dehnbarer Begriff&#8230;\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Das f\u00fcnf Meter durchmessende <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/wirtschaft\/mercedes-chef-sagt-der-luxus-strategie-leise-servus-113394923\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Signet des heimischen Autokonzerns<\/a> ist 1952 dort oben platziert worden. Es wurde rasch zu einem Wahrzeichen der baden-w\u00fcrttembergischen Landeshauptstadt. Einheimische begriffen den Stern als Symbol, in einer immens wichtigen <a href=\"https:\/\/www.ka-news.de\/auto\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Auto<\/a>-Stadt zu leben. Lange stand dieser Stern f\u00fcr den Stolz der ganzen Region am mittleren Neckar.\n  <\/p>\n<p>            Der vollst\u00e4ndige Abschluss von Stuttgart 21 mit allem Drumherum ist jetzt bis Dezember 2033 geplant<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Seit Fr\u00fchjahr 2021 ist er nicht mehr da \u2013 abgenommen <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/wirtschaft\/stuttgart-21-wenn-ein-konzern-nicht-mehr-sagen-kann-wann-er-fertig-wird-114406927\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">wegen des Endlos-Bahnprojekts Stuttgart 21<\/a>. Der Stern st\u00f6rte bei den Sanierungsarbeiten am Hauptbahnhof. Die Projektverantwortlichen der Deutschen Bahn teilten mit, nach Abschluss der Arbeiten solle er ab 2025 wieder auf dem Turm sein. Das Wahrzeichen w\u00fcrde also wieder strahlen und sich wie fr\u00fcher drehen, war die landl\u00e4ufige Annahme.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Aber nichts ist. Inzwischen k\u00e4mpft der Autokonzern selbst, wie alle deutschen Wettbewerber, <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/politik\/die-elektroauto-praemie-muss-dringend-ueberarbeitet-werden-1-115003309\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">gegen eine massive Krise<\/a>, und der Stern ruht sanft in der Ausstellung des Mercedes-Benz-Museums in Stuttgart-Cannstatt. Was daran liegt, dass die Sanierung des eindrucksvoll mit Muschelkalk-Quadern verkleideten fr\u00fcheren Bahnhofsempfangsgeb\u00e4udes weiter l\u00e4uft. Es ist denkmalgesch\u00fctzt, pr\u00e4gend f\u00fcr seinen Standort und wird als einziges \u00dcberbleibsel des bisherigen Kopfbahnhofs erhalten. Dies ist wiederum damit verkn\u00fcpft, dass hier der h\u00f6chst angesehene Architekt Paul Bonatz von 1914 bis 1928 zugange war.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wie sich jedoch bis in die allerletzten Winkel Deutschlands herumgesprochen hat, halten nicht nur die Arbeiten an Bonatz\u2018 heiligen Hallen an. Das komplette S21-Projekt wird nicht fertig: weder der Tiefbahnhof mit seinen k\u00fcnftig durchgehenden Gleisen, noch weitere Schienenwege, Tunnels, Br\u00fccken oder neue Haltestellen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Zuletzt hat die Deutsche Bahn den Zeitpunkt der Inbetriebnahme um weitere Jahre nach hinten verlegt. Zuerst hatte es gehei\u00dfen, 2019 sei es so weit. Dies w\u00e4re neun Jahre nach Baubeginn gewesen. Weitere Verschiebungen folgten. Jetzt soll 2031 wenigstens der Tiefbahnhof nutzbar sein. Der vollst\u00e4ndige Abschluss des Gesamtprojekts mit allem Drumherum ist bis Dezember 2033 geplant. Hinzu kommt, dass sich die Gesamtkosten um weitere drei Milliarden Euro erh\u00f6hen \u2013 auf jetzt 14,5 Milliarden Euro.\n  <\/p>\n<p>            Der Mercedes-Stern auf dem Stuttgarter Bahnhofsgeb\u00e4ude k\u00f6nnte 2027 wieder installiert werden \u2013 oder auch nicht<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    In diesem Zusammenhang kann das Fehlen des Mercedes-Sterns fast schon als weiteres Zeichen einer Endlos-Peinlichkeit begriffen werden. Wobei es aber auch bei ihm eine neue Ansage f\u00fcr die Wiederinstallierung gibt. Demnach k\u00f6nnte er 2027 wieder auf den Turm kommen. Oder auch nicht.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/35690978.jpg\" alt=\"Der Turm des Stuttgarter Hauptbahnhofs mit Mercedes-Stern. Eine Aufnahme aus dem Jahr 2012.\" title=\"Der Turm des Stuttgarter Hauptbahnhofs mit Mercedes-Stern. Eine Aufnahme aus dem Jahr 2012.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Der Turm des Stuttgarter Hauptbahnhofs mit Mercedes-Stern. Eine Aufnahme aus dem Jahr 2012.<br \/>\n    Foto: Marijan Murat, dpa (Archivbild)<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Der Turm des Stuttgarter Hauptbahnhofs mit Mercedes-Stern. Eine Aufnahme aus dem Jahr 2012.<br \/>\n    Foto: Marijan Murat, dpa (Archivbild)<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der erste Passant, den man vor dem Bahnhof <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/stuttgart-21-auf-der-stuttgart-21-baustelle-es-werde-licht-id69519646.html\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">auf das Ph\u00e4nomen Stuttgart 21<\/a> anspricht, setzt eine entsprechende Miene auf. Er ist Bauingenieur-Student an der Universit\u00e4t und meint salopp: \u201eAch, das wird doch nie fertig.\u201c Da er von ausw\u00e4rts komme, sei ihm der Hauptbahnhof und die Umgebung w\u00e4hrend seiner Studienzeit nur als Baustelle bekannt. \u201eDas wird auch so bleiben. N\u00e4chstes Jahr nach dem Master-Abschluss gehe ich wieder.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Anderen Menschen bleibt nichts anderes \u00fcbrig, als zu bleiben und mit dem Baustellen-Monster weiterzuleben \u2013 so wie sie es schon 16 Jahre lang tun. Dies gilt f\u00fcr Anwohner, Gesch\u00e4ftsleute, Ladenbetreiber oder auch f\u00fcr Pendler. Wie h\u00e4lt man das aus?\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eEigentlich ertr\u00e4gt man es gar nicht mehr\u201c, sagt Amelie Botta, Betreiberin eines gut sortierten Fotogesch\u00e4fts vis-\u00e0-vis des Hauptbahnhofs. \u201eWir haben die Schnauze so was von voll. L\u00e4rm, Staub, Dreck, Kunden bleiben weg\u201c, klagt sie und f\u00e4hrt fort: \u201eDaf\u00fcr dr\u00fcckt sich bei uns auf den Stra\u00dfen und Gehwegen immer mehr fragw\u00fcrdiges Publikum herum.\u201c\n  <\/p>\n<p>            Ladeninhaber Alper Opal spricht angesichts von Stuttgart 21 von einem \u201efortw\u00e4hrenden Albtraum\u201c<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Doch das Bahnhofsumfeld war auch schon vor Stuttgart 21 von Drogenabh\u00e4ngigen, Bettlern und Obdachlosen frequentiert worden \u2013 speziell die Klettpassage, eine unterirdische Ladenzeile mit Abg\u00e4ngen zur S- und U-Bahn sowie Treppen zum Hauptbahnhof.  Anderes steht tats\u00e4chlich in direktem Zusammenhang mit dem Megaprojekt: Schmutz, Krach, ewig lange Bauz\u00e4une, Baucontainer, Materiallager, Baustellen-Brachen und die hoch aufragenden Kr\u00e4ne, gegenw\u00e4rtig sechs an der Zahl.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    In einer Parf\u00fcmerie ein paar Meter weiter spricht Ladeninhaber Alper Opal von einem \u201efortw\u00e4hrenden Albtraum\u201c. Auch er berichtet von Umsatz-R\u00fcckg\u00e4ngen. Opal redet sich in seinem fein duftenden Gesch\u00e4ft den Frust von der Seele. Am Schluss meint er: \u201eUnd was sollen die ganzen G\u00e4ste von Stuttgart denken? Wenn diese ankommen, erleben sie zuerst die Baustelle.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Nun ist Stuttgart zwar gr\u00f6\u00dfer als S21. Aber abseits genervter Einheimischer kann jeder Ortsfremde tats\u00e4chlich das ganze Baustellen-Ungemach recht schnell selbst erleben. Wer sich von ausw\u00e4rts traut, mit dem Auto in die Bahnhofsgegend zu fahren, sollte gute Nerven haben. Provisorisch verlegte Fahrspuren, Richtungspfeile, die durchgestrichen sind, Hinweise, die irgendwann behelfsm\u00e4\u00dfig aufgestellt wurden.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wer mit dem Zug ankommt, st\u00f6\u00dft auf \u00e4hnliche Herausforderungen. Er h\u00e4lt n\u00e4mlich weit im Vorfeld des alten Kopfbahnhofs. Von dort aus muss ein Reisender erst einmal den Weg zum Ausgang finden. S\u00fcdlich geht es \u00fcber eine rund 350 Meter lange, eingedeckte Baustellenrampe. Wer sie bew\u00e4ltigt hat, ist immerhin in greifbarer N\u00e4he zum Stadtzentrum mit der zentralen Stuttgarter Einkaufsmeile K\u00f6nigstra\u00dfe.\n  <\/p>\n<p>            Fr\u00fcher standen die Taxis immer direkt vor dem Empfangsgeb\u00e4ude des Alt-Bahnhofs \u2013 aber diese Stelle geh\u00f6rt jetzt zum Bau-Areal<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Alternativ kann ein Fahrgast versuchen, nach Norden hin das Bahnhofsprovisorium zu verlassen. Sollte er sich nicht in diversen Durchg\u00e4ngen verirren, kommt er im Europaviertel bei der Baden-W\u00fcrttembergischen Landesbank heraus. In dieser mit recht engen Stra\u00dfen versehenen Ecke existiert eine Art Hilfstaxi-Stand. Die Folge: immer mal wieder erschwertes Durchkommen f\u00fcr jeglichen Verkehr.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Fr\u00fcher standen die Taxis immer direkt vor dem Empfangsgeb\u00e4ude des Alt-Bahnhofs \u2013 dort, wo eine gro\u00dfe Freitreppe den einstigen portalhaften Haupteingang markiert. Aber diese Stelle geh\u00f6rt zum Bau-Areal. Pech f\u00fcr Taxifahrer. Ihre potenziellen G\u00e4ste verlieren ebenso, weil sie zumindest f\u00fcr den Moment bei der Suche nach einer Fahrgelegenheit orientierungslos sind.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/606587546.jpg\" alt=\"Blick auf die S21-Baustelle des k\u00fcnftigen Hauptbahnhofs.\" title=\"Blick auf die S21-Baustelle des k\u00fcnftigen Hauptbahnhofs.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Blick auf die S21-Baustelle des k\u00fcnftigen Hauptbahnhofs.<br \/>\n    Foto: Christoph Schmidt, dpa<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Blick auf die S21-Baustelle des k\u00fcnftigen Hauptbahnhofs.<br \/>\n    Foto: Christoph Schmidt, dpa<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wobei es eine weitere vorl\u00e4ufige Taxi-Station gegen\u00fcber beim Hotel Graf Zeppelin gibt, einer zentralen alteingesessenen Luxusherberge. Der Standort wirkt indes \u00e4hnlich versteckt wie jener bei der Baden-W\u00fcrttembergischen Landesbank \u2013 in diesem Fall, weil der Verkehr an dieser Stelle auf mehr als vier Fahrbahnen rollt, wenn man die Abbiegespuren hinzuz\u00e4hlt. Anders ausgedr\u00fcckt: Der Taxi-Stand wird fast vom Verkehr erdr\u00fcckt.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eDas ist hier ein v\u00f6lliger Schwachsinn\u201c, schimpft dann auch einer der Miet-Chauffeure. \u201eWer mit dem Zug kommt, tut sich schwer, uns hier zu finden.\u201c Man glaubt es gerne, zumal sich bruddelnd ein Koffer-schleppender Reisender n\u00e4hert. \u201eDas ist doch alles ein Schei\u00dfdreck\u201c, diktiert er einem frank und frei in den Schreibblock.\n  <\/p>\n<p>            Selbst Stuttgarts Oberb\u00fcrgermeister sagt: \u201eDie Idee von Stuttgart 21 bleibt gro\u00dfartig \u2013 die Ausf\u00fchrung entwickelt sich offenbar zu einem Fiasko\u201c<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    An der nahen, edlen und klimatisierten Rezeption im Graf Zeppelin ist man derselben Meinung. Die Worte werden in Anbetracht der Klassifizierung mit f\u00fcnf Hotel-Sternen nur vornehmer gew\u00e4hlt. \u201eDie Baustelle bringt ungl\u00fcckliche Konstellationen mit sich. Dies steigert sich durch die lange Bauzeit\u201c, hei\u00dft es.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wenn man so will, scheint sich Stuttgart mit Blick auf die S21-Baustelle ziemlich einig zu sein. Dies hat noch nicht einmal zwangsweise mit einer m\u00f6glichen Positionierung gegen das Projekt zu tun. So ist Oberb\u00fcrgermeister Frank Nopper ein erkl\u00e4rter Bef\u00fcrworter des Tiefbahnhofs mit den durchgehenden Gleisen.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/603236291.jpg\" alt=\"Frank Nopper (CDU) ist seit 2021 Oberb\u00fcrgermeister von Stuttgart.\" title=\"Frank Nopper (CDU) ist seit 2021 Oberb\u00fcrgermeister von Stuttgart.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Frank Nopper (CDU) ist seit 2021 Oberb\u00fcrgermeister von Stuttgart.<br \/>\n    Foto: Christoph Schmidt, dpa<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Frank Nopper (CDU) ist seit 2021 Oberb\u00fcrgermeister von Stuttgart.<br \/>\n    Foto: Christoph Schmidt, dpa<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Zum einen gefallen dem CDU-Mann schnellere Zugverbindungen, die S21 verspricht. Des Weiteren freut er sich \u00fcber den oberirdischen Wegfall der Kopfbahnhof-Gleise. Weite Fl\u00e4chen werden frei. Die Kommunalpolitik sieht ungeahnte st\u00e4dtebauliche Chancen \u2013 sollte die Bahn endlich zu Potte kommen. \u201eDie Idee von Stuttgart 21 bleibt gro\u00dfartig \u2013 die Ausf\u00fchrung entwickelt sich offenbar zu einem Fiasko\u201c, hat Nopper deshalb k\u00fcrzlich den Verantwortlichen ins Stammbuch geschrieben.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u00dcbrigens haben auch <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/stuttgart-21-fast-erblindeter-stuttgart-21-gegner-wagner-bereut-seinen-protest-nicht-id55812751.html\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">die altgedienten S21-Gegner<\/a> auf die j\u00fcngste Verschiebung der Inbetriebnahme des Tiefbahnhofs reagiert. Man erinnere sich: Beim Baubeginn fanden Massenproteste gegen S21 statt. Jeden Montag gab es eine gro\u00dfe Demonstration inklusive Verkehrszusammenbruch auf der Stra\u00dfe vor dem Hauptbahnhof.\n  <\/p>\n<p>            Heute betreiben die Gegner von S21 noch eine Holzbude beim Bahnhof, die als St\u00fctzpunkt f\u00fcr Mahnwachen dient<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Es kam dann zu einem Volksentscheid \u00fcber S21. Er ging 2011 zugunsten der Bef\u00fcrworter aus. Heute betreiben die Gegner noch eine gr\u00fcn angestrichene Holzbude beim Bahnhof, die als St\u00fctzpunkt f\u00fcr Mahnwachen dient. Ein Mann, der sich Frank nennt, begr\u00fc\u00dft einen herzlich. \u201eWissen Sie, dass wir uns jetzt nicht mehr gegen S21 wenden?\u201c, sagt er in scherzhaftem Ton. \u201eWegen des neu genannten Fertigstellungsdatums 2031 wenden wir uns jetzt gegen S31.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Sagt\u2018s und dr\u00fcckt einem einen der bekannten gelben Aufkleber mit dem durchgestrichenen Stuttgart-Schriftzug in die Hand. Darauf steht tats\u00e4chlich \u201eStuttgart 31\u201c \u2013 durchgestrichen nat\u00fcrlich. Man denkt sich das seine und hofft, dass am Schluss nicht noch Stuttgart 41 daraus wird.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kurios ist es ja schon. Manche w\u00fcrden vielleicht auch sagen: ganz sch\u00f6n dreist. Jedenfalls bleibt man h\u00e4ngen an&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1245186,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1830],"tags":[257996,513,1634,3364,2030,29,257995,30,3601,669,14480,95777,1441,9634],"class_list":["post-1245185","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-stuttgart","tag-alper-opal","tag-auto","tag-baden-wuerttemberg","tag-de","tag-deutsche-bahn","tag-deutschland","tag-ewigkeitsbaustelle","tag-germany","tag-hauptbahnhof","tag-krise","tag-neckar","tag-paul-bonatz","tag-stuttgart","tag-stuttgart-21"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117117509303666075","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1245185","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1245185"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1245185\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1245186"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1245185"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1245185"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1245185"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}