{"id":124563,"date":"2025-05-20T04:19:09","date_gmt":"2025-05-20T04:19:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/124563\/"},"modified":"2025-05-20T04:19:09","modified_gmt":"2025-05-20T04:19:09","slug":"belgien-erwaegt-rueckzug-vom-esc-spanien-will-israels-spitzenplatz-im-publikumsvoting-ueberpruefen-lassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/124563\/","title":{"rendered":"Belgien erw\u00e4gt R\u00fcckzug vom ESC: Spanien will Israels Spitzenplatz im Publikumsvoting \u00fcberpr\u00fcfen lassen"},"content":{"rendered":"<p>                    Belgien erw\u00e4gt R\u00fcckzug vom ESC<br \/>\n                Spanien will Israels Spitzenplatz im Publikumsvoting \u00fcberpr\u00fcfen lassen<\/p>\n<p>\t\t\t\t              20.05.2025, 03:44 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Ein Musikwettbewerb wird zum Politikum: Nach dem ESC-Finale \u00e4u\u00dfern mehrere L\u00e4nder Zweifel am Publikumsvoting. Die Zuschauer hatten Israel auf Platz eins gew\u00e4hlt. Das Land h\u00e4tte gar nicht teilnehmen d\u00fcrfen, findet Spaniens Ministerpr\u00e4sident.<\/strong><\/p>\n<p>In Spanien ist eine Debatte \u00fcber Israels Teilnahme am Eurovision Song Contest und das gute Abschneiden des Landes beim Publikum entbrannt. Ministerpr\u00e4sident Pedro S\u00e1nchez forderte den Ausschluss Israels vom Wettbewerb. Der staatliche TV-Sender RTVE k\u00fcndigte derweil an, man werde eine \u00dcberpr\u00fcfung des Publikumsvotings beantragen. In Spanien hatten die Zuschauer die israelische Teilnehmerin Yuval Raphael mit ihrem Song &#8222;New Day Will Rise&#8220; auf Platz zwei gew\u00e4hlt. <\/p>\n<p>Als Begr\u00fcndung f\u00fcr seine Forderung nannte S\u00e1nchez das milit\u00e4rische Vorgehen Israels im Gazastreifen. Die Offensive habe sogar in der Nacht des ESC-Finales mit weiteren Bombardierungen angedauert, betonte er. Der sozialistische Politiker verglich Israels Vorgehen im Gazastreifen mit dem Angriffskrieg Russlands in der Ukraine und forderte: &#8222;Wir d\u00fcrfen keine doppelten Standards in der Kultur zulassen.&#8220; Niemand habe sich emp\u00f6rt, als Russland wegen der Invasion der Ukraine vom ESC ausgeschlossen wurde. &#8222;Dasselbe sollte auch f\u00fcr Israel gelten&#8220;, sagte S\u00e1nchez. Der Gaza-Krieg hatte im Oktober 2023 mit einem Terrorangriff der Hamas auf Israel begonnen.<\/p>\n<p>Vorwurf: Konflikte \u00fcberlagern kulturellen Charakter der Show <\/p>\n<p>RTVE will das Televoting von der Europ\u00e4ischen Rundfunkunion (EBU) \u00fcberpr\u00fcfen lassen. &#8222;Mehrere L\u00e4nder werden ebenfalls denselben Antrag stellen, da sie der Ansicht sind, dass das Televoting durch die aktuellen milit\u00e4rischen Konflikte beeinflusst wurde und dies den kulturellen Charakter der Veranstaltung gef\u00e4hrden k\u00f6nnte&#8220;, teilte der Sender mit.<\/p>\n<p>Bereits im Vorfeld des ESC-Finales hatte es Spannungen zwischen RTVE und der EBU gegeben. Der spanische Sender erkl\u00e4rte, man sei von der EBU unter Androhung hoher Geldstrafen davor gewarnt worden, w\u00e4hrend der Live\u00fcbertragungen politische Botschaften zu verbreiten. Ausl\u00f6ser war ein Hinweis auf die Opfer des Gaza-Konflikts, den RTVE im zweiten Halbfinale eingeblendet hatte. Trotz der Warnung zeigte der Sender unmittelbar vor Beginn des Finales erneut eine Botschaft: &#8222;Angesichts der Menschenrechte ist Schweigen keine Option. Frieden und Gerechtigkeit f\u00fcr Pal\u00e4stina.&#8220;<\/p>\n<p>Derweil stellt der belgische \u00f6ffentlich-rechtliche Sender VRT wegen &#8211; aus Sicht des Senders &#8211; offener Fragen zum ESC-Zuschauervoting seine k\u00fcnftige ESC-Teilnahme infrage. Es brauche ernsthafte Antworten auf Bedenken bez\u00fcglich des Eurovision Song Contests, teilte der Sender mit. Nach VRT-Angaben will die f\u00fcr die ESC-Austrahlung zust\u00e4ndige Europ\u00e4ische Rundfunkunion (EBU) Gespr\u00e4che mit den beteiligten Sendern f\u00fchren. <\/p>\n<p>Es l\u00e4gen zwar keine Hinweise darauf vor, dass die Stimmenausz\u00e4hlung nicht korrekt durchgef\u00fchrt wurde, so VRT. Weiter hei\u00dft es jedoch: &#8222;Wir fordern von der EBU volle Transparenz. Die Hauptfrage ist, ob das derzeitige Abstimmungssystem ein faires Abbild der Meinungen der Zuschauer und Zuh\u00f6rer garantiert.&#8220; Der ESC stehe zunehmend im Widerspruch zu den urspr\u00fcnglichen Normen und Werten der Veranstaltung und zu den Normen und Werten des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks. Auf der Website von VRT hei\u00dft es zudem, man unterst\u00fctze die Forderung, eine Debatte \u00fcber die Teilnahme Israels am ESC zu f\u00fchren. <\/p>\n<p> Publikum w\u00e4hlte Israel auf Platz eins<\/p>\n<p>Israels Beitrag lag beim Publikum deutlich vorn. Das Land hatte die S\u00e4ngerin Yuval Raphael nach Basel geschickt. Die 24-J\u00e4hrige ist eine \u00dcberlebende des Massakers der islamistischen Hamas und weiterer Terrorgruppen vom 7. Oktober 2023. Wegen des Gazakriegs gab es in Basel immer wieder Proteste gegen ihre Teilnahme. <\/p>\n<p>Dabei bekam Israel bei der Zuschauerabstimmung auch aus L\u00e4ndern hohe Punktzahlen, in denen das Handeln von Israels Regierung eher kritisch betrachtet wird, etwa Spanien, Belgien oder Irland. Insgesamt bekam Raphael knapp 300 Punkte von den Zuschauenden aus den 37 Teilnehmerl\u00e4ndern &#8211; so viele wie niemand sonst. <\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr hatte der Sender VRT Israels Teilnahme beim Eurovision-Song-Contest-Halbfinale mit einer Protestaktion begleitet. Am Anfang und Ende der \u00dcbertragung der Show wurde eine schwarz-wei\u00dfe Texttafel eingeblendet, auf der Gewerkschaften ihren Unmut \u00fcber die Politik Israels zum Ausdruck brachten. In der Einblendung wurde dem Staat Israel im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg unter anderem vorgeworfen, Menschenrechte zu verletzen und die Pressefreiheit zu zerst\u00f6ren. <\/p>\n<p>Online-Werbung f\u00fcr israelischen Beitrag <\/p>\n<p>Auf dem offiziellen EBU-Kanal f\u00fcr den ESC rief die israelische S\u00e4ngerin Yuval Raphael vor dem Finale in einem Werbefenster Zuschauer immer wieder auf, f\u00fcr ihren Song zu stimmen. Diese Aufrufe liefen zum Beispiel in den Aufzeichnungen der Halbfinal-Sendungen zwischen Reklame f\u00fcr Burger und f\u00fcr Internetdienste. Seit dem Finale ist Yuval Raphael in den immer noch online stehenden Halbfinal-Sendungen nicht mehr in Werbefenstern zu sehen.<\/p>\n<p>Dazu sagt die EBU auf Anfrage in einer Stellungnahme: Die ESC-Regeln verbieten es den teilnehmenden Rundfunkanstalten oder Dritten wie Plattenfirmen oder anderen nicht, ihre Beitr\u00e4ge online und anderswo zu bewerben. Die Werbung d\u00fcrfe den Wettbewerb nicht instrumentalisieren oder gegen seine redaktionellen Richtlinien versto\u00dfen. &#8222;Viele Delegationen setzen bezahlte Werbekampagnen ein, um den Song, das Profil und die zuk\u00fcnftige Karriere ihrer K\u00fcnstler zu unterst\u00fctzen.&#8220; F\u00fcr die Halbfinalsendungen war kein anderer Interpret mit einem Wahlaufruf in einem Werbefenster zu sehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Belgien erw\u00e4gt R\u00fcckzug vom ESC Spanien will Israels Spitzenplatz im Publikumsvoting \u00fcberpr\u00fcfen lassen 20.05.2025, 03:44 Uhr Artikel anh\u00f6ren&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":124564,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[712,1423,4631,739,13,411,412,14,15,928,12,4026,10,8,9,11,215],"class_list":{"0":"post-124563","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-antisemitismus","9":"tag-belgien","10":"tag-eurovision-song-contest","11":"tag-gaza","12":"tag-headlines","13":"tag-israel","14":"tag-israel-krieg","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-palaestinenser","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-spanien","20":"tag-top-news","21":"tag-top-meldungen","22":"tag-topmeldungen","23":"tag-topnews","24":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114538241396600632","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/124563","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=124563"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/124563\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/124564"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=124563"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=124563"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=124563"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}