{"id":1245805,"date":"2026-08-18T23:17:23","date_gmt":"2026-08-18T23:17:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1245805\/"},"modified":"2026-08-18T23:17:23","modified_gmt":"2026-08-18T23:17:23","slug":"philippe-lacheau-interview-film-rezensionen-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1245805\/","title":{"rendered":"Philippe Lacheau [Interview] | Film-Rezensionen.de"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"text-align: justify;\">Basierend auf dem gleichnamigen Comic-Klassiker erz\u00e4hlt <a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2026\/08\/marsupilami\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Marsupilami<\/a> von eine Gruppe von Menschen, angef\u00fchrt von dem Zoo-Mitarbeiter David Ticoule (<strong>Philippe Lacheau<\/strong>), die ein seltenes Tier von S\u00fcdamerika nach Frankreich schmuggeln sollen. Das klang einfach, stellt sich aber als wahnsinnig schwierig heraus. Nicht nur, dass die Truppe immer wieder in chaotische Situationen ger\u00e4t. Es sind auch andere hinter dem Tier her. Nachdem in Frankreich mehr als sechs Millionen Menschen die Familienkom\u00f6die gesehen haben, startet sie am 20. August 2026 auch bei uns im Kino. Wir hatten die Gelegenheit, uns mit Lacheau zu unterhalten, der auch Regie gef\u00fchrt hat und am Drehbuch beteiligt war. Im Interview spricht er \u00fcber seine Beziehung zu der Figur, das Arbeiten mit bekannten Vorlagen und die Schwierigkeit beim Drehbuchschreiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>K\u00f6nntest du uns etwas \u00fcber die Entstehungsgeschichte von Marsupilami\u00a0verraten? Wie kam es dazu, dass du den Comic verfilmt hast?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Marsupilami ist in Frankreich ein wahnsinnig bekannter Comic. Man kennt das einfach aus der Kindheit. Als wir erfahren haben, dass Path\u00e9 die Rechte daran hat, haben wir gefragt, ob wir einen Film machen k\u00f6nnen, und sie waren einverstanden. Wir haben uns sehr dar\u00fcber gefreut und dass wir zusammen diesen Familienfilm machen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Comic ist inzwischen \u00fcber 70 Jahre alt. Weshalb ist er deiner Meinung nach heute noch so bekannt?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich glaube, dass jeder gern selbst so einen Marsupilami h\u00e4tte. Der ist s\u00fc\u00df, er ist stark, er ist komisch. Er w\u00e4chst einem einfach ans Herz. Wenn du in Frankreich verreist, dann siehst du bestimmt irgendwo im Bahnhof ein Kind mit einem Marsupilami-Pl\u00fcschtier in der Hand. Es gibt auch eine Zeichentrickserie. Du kannst ihm also auch gar nicht wirklich entkommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bist du auch selbst damit aufgewachsen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja! Ich hatte einen, als ich jung war. Dass ich ihn jetzt auf die gro\u00dfe Leinwand bringen durfte, ist wie die Erf\u00fcllung eines Kindertraums.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was waren die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen bei der Umsetzung dieses Kindertraums?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung bestand im Schreiben des Drehbuchs. Wir wollten einen Film, der die ganze Familie anspricht, also sowohl den Kindern wie auch den Eltern und Gro\u00dfeltern gef\u00e4llt. Bei Filmen, die f\u00fcr Kinder gemacht werden, ist es oft so, dass sich die Eltern ein bisschen langweilen. Davor hatten wir ein bisschen Angst. Die Schwierigkeit war, etwas zu machen, das wirklich allen Generationen gef\u00e4llt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Es gab vor einigen Jahren schon einen Realfilm \u00fcber Marsupilami von Alain Chabat. War dieser in irgendeiner Form ein Einfluss f\u00fcr euch?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Chabat ist eine absolute Ikone in Frankreich und wird von allen bewundert. Das war f\u00fcr uns schon eine Herausforderung. Wir wollten uns so weit wie m\u00f6glich von der ersten Verfilmung entfernen, weil wir auch keine Fortsetzung gedreht haben. Unser Film ist ein Reboot. So wie es verschiedene Spider-Man und King Kong von verschiedenen Regisseuren gibt, ist das eben auch bei uns. Wir wollten keinen Abklatsch von Chabats Film machen. Das w\u00fcrde uns sowieso nicht gelingen.<\/p>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bei den bisherigen Filmen, wo du Regie gef\u00fchrt hast, hast du \u00fcberwiegend eigene Geschichten erz\u00e4hlt. Es gab da bislang nur den <a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2023\/04\/nicky-larson-city-hunter\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nicky Larson: City Hunter<\/a>, jetzt kommt eben Marsupilami hinzu. Ist es einfacher oder schwieriger f\u00fcr dich, einen fremden Stoff zu adaptieren im Vergleich zur Entwicklung eines eigenen Stoffes?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich empfinde es als schwieriger, etwas zu adaptieren, was es schon gibt. Ein Original-Stoff ist einfacher, weil ich alles selbst erfinden kann. Es gibt keine Vorgaben und du wirst mit niemandem verglichen. Die Kritik, dass du eine schlechte Adaption gemacht hat, f\u00e4llt schonmal weg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In Marsupilami verbindest du den Humor deiner bisherigen Filme mit einer \u00f6kologischen Botschaft. Warum war dir das wichtig?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das kam auf gewisse Weise schon durch das Thema. Durch das Tier kommst du allein schon auf die \u00d6kologie. Das war da einfach naheliegend. Wir haben in unseren anderen Filmen eigentlich immer versucht zu vermeiden, anderen eine Lektion zu erteilen. Aber wenn Marsupilami daf\u00fcr sorgt, dass man ein bisschen mehr an die Umwelt oder Tiere denkt, umso besser.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bei euren \u00fcbrigen Filmen ist es so, dass der Fokus auf den menschlichen Figuren lag. Hier kommt eben noch Marsupilami hinzu. Wie war es f\u00fcr euch, mit einer Figur zu spielen, die gar nicht da ist?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie war ja da, auf ihre Weise. Wir haben mit Animatronik gearbeitet und nicht mit einer Computergrafik. Das war wie ein Stofftier, das animiert wurde. Wie bei den Filmen aus meiner Kindheit, <a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2020\/05\/e-t-der-ausserirdische\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">E.T. \u2013 Der Au\u00dferirdische<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2019\/12\/gremlins-kleine-monster\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gremlins \u2013 Kleine Monster<\/a>, wo auch mit realen Figuren gearbeitet wurde. Klar, es sind keine Wesen aus Fleisch und Knochen. Aber sie waren da, man konnte sie sehen und mit ihnen spielen. Das war hier genauso. Unser Marsupilami hatte allein 26 Motoren, um sich so zu bewegen. Ich glaube, das macht auch den Charme aus, dass das nicht alles digital ist. Der Film bekommt dadurch f\u00fcr mich eine Seele.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Aber kommen wir noch auf die menschlichen Mitspieler zur\u00fcck: Ihr tretet schon sehr lange zusammen auf, seit mehr als zwanzig Jahren. Ihr macht seit mehr als zehn Jahren zusammen Filme. Wie schafft ihr es, dass ihr immer noch als Truppe funktioniert, ohne euch auf die Nerven zu gehen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir waren schon miteinander befreundet, bevor wir angefangen haben zusammenzuarbeiten. Das ist eine sehr gute Basis f\u00fcr diese Art von Arbeitsbeziehung. Damit haben wir f\u00fcr uns einen Traum verwirklicht. Es ist schon ein gro\u00dfes Gl\u00fcck. Wenn es nach uns geht, k\u00f6nnten wir ewig so weitermachen, selbst wenn der eine oder andere von uns mal ein Projekt ohne die anderen macht. Wir wollen Spa\u00df haben und diesen Spa\u00df weitergeben. Das Publikum glaubt uns einfach das, was wir da machen. Wahrscheinlich macht es dir auch mehr Spa\u00df bei der Arbeit, wenn du mit befreundeten Kollegen zusammenarbeitest.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Vielen Dank f\u00fcr das Interview!<\/strong><\/p>\n<p>(Anzeige)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Basierend auf dem gleichnamigen Comic-Klassiker erz\u00e4hlt Marsupilami von eine Gruppe von Menschen, angef\u00fchrt von dem Zoo-Mitarbeiter David Ticoule&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1245806,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1771],"tags":[1778,29,214,30,5278,95,1777,215],"class_list":["post-1245805","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-kino","tag-cinema","tag-deutschland","tag-entertainment","tag-germany","tag-interviews","tag-kino","tag-movie","tag-unterhaltung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117119067471397109","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1245805","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1245805"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1245805\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1245806"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1245805"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1245805"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1245805"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}