{"id":1246001,"date":"2026-08-19T01:37:15","date_gmt":"2026-08-19T01:37:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1246001\/"},"modified":"2026-08-19T01:37:15","modified_gmt":"2026-08-19T01:37:15","slug":"ukraine-ex-verteidigungsminister-fedorow-fordert-wahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1246001\/","title":{"rendered":"Ukraine: Ex-Verteidigungsminister Fedorow fordert Wahlen"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der im Juli entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hat mitten im Krieg gegen <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/russland\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Russland<\/a> Wahlen gefordert. Bislang verbietet das ukrainische Gesetz Wahlen w\u00e4hrend des Krieges. Das Pr\u00e4sidialamt in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/kiew\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kiew<\/a> \u00e4u\u00dferte sich zun\u00e4chst nicht zu den Forderungen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In einem am Dienstagabend auf YouTube ver\u00f6ffentlichten Video sprach der 35-J\u00e4hrige von einer \u201esystemischen Regierungskrise\u201c. \u201eDie Demokratie darf nicht als Geisel Russlands gehalten werden\u201c, sagte er. Es m\u00fcsse ein legaler, sicherer und realistischer Mechanismus gefunden werden, der es der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/ukraine\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ukraine<\/a> erlaube, ihren demokratischen Prozess auch unter den Bedingungen eines langen Krieges zu erneuern. Das alte System lebe zu oft nach seinen eigenen Regeln, sch\u00fctze sich selbst und habe Angst vor Ver\u00e4nderungen. Ohne Namen zu nennen, kritisierte der Ex-Minister zudem die Korruption in den Beh\u00f6rden. Sie beeintr\u00e4chtige den Kriegseinsatz der Ukraine, sagte Fedorow.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zuvor hatte er erkl\u00e4rt, er gehe davon aus, dass seine Umstrukturierung des Beschaffungswesens zu seinem Rauswurf beigetragen habe. Die Abteilung ist f\u00fcr den Kauf von Ausr\u00fcstung in Milliardenh\u00f6he zust\u00e4ndig. Bei seinem Amtsantritt als Verteidigungsminister hatte Fedorow umfassende Reformen versprochen.<\/p>\n<p>Proteste gegen Rauswurf Fedorows als Verteidigungsminister      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Fedorow galt lange als enger Verb\u00fcndeter Selenskyjs. Zun\u00e4chst leitete er das 2019 neu geschaffene Digitalisierungsministerium, dann wechselte er ins Verteidigungsministerium. Im Rahmen eines Regierungsumbaus wurde er dort jedoch nach knapp sechs Monaten entlassen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nach Fedorows Entlassung war es in der Ukraine zu Protesten gekommen, was in Kriegszeiten selten ist. Fedorow hatte zudem ein Angebot Selenskyjs zur\u00fcckgewiesen, als dessen Berater zu arbeiten. Am Dienstag reichte Pr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/wolodymyr-selenskyj\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wolodymyr Selenskyj<\/a> die Kandidatur des kommissarischen Verteidigungsministers Jewhenij Chmara f\u00fcr diesen Posten im Parlament ein. Fedorows Videobotschaft gilt als Reaktion auf diese Kandidatur.<\/p>\n<p>Fedorow hat Mindestalter f\u00fcr Pr\u00e4sidentschaftskandidatur erreicht      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mit seinem Vorsto\u00df zu Wahlen sorgt Fedorow f\u00fcr die gr\u00f6\u00dfte innenpolitische Herausforderung f\u00fcr Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj seit Jahren. Fedorow ist der erste hochrangige Politiker des Landes, der seit Beginn der russischen Invasion einen solchen Vorsto\u00df wagt. Hinter der Forderung nach Wahlen k\u00f6nnten auch Pl\u00e4ne f\u00fcr die weitere Laufbahn Fedorows stecken. Mit 35 hat er das von der Verfassung vorgeschriebene Mindestalter f\u00fcr eine eigene Pr\u00e4sidentschaftskandidatur erreicht.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zwar sind Wahlen nach dem geltenden Gesetz \u00fcber das Kriegsrecht verboten. Dieses l\u00e4sst sich jedoch mit einer einfachen Mehrheit \u00e4ndern. F\u00fcr Parlamentswahlen muss jedoch die Verfassung ge\u00e4ndert werden, was w\u00e4hrend des geltenden Kriegsrechts ausgeschlossen ist. Wegen des Krieges sind die regul\u00e4ren Pr\u00e4sidentschafts-, Parlaments- und Kommunalwahlen ausgefallen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Ukraine wehrt sich seit knapp viereinhalb Jahren gegen die russische Invasion.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zudem hatte Fedorow Armeechef Olexander Syrskyj vorgeworfen, Initiativen des Verteidigungsministeriums zu blockieren und Probleme nicht direkt anzusprechen. Der 60-j\u00e4hrige Syrskyj steht seit Anfang 2024 an der Spitze der Armee, sieht sich jedoch wegen eines starren F\u00fchrungsstils und hoher Truppenverluste der Kritik von Soldaten ausgesetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der im Juli entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hat mitten im Krieg gegen Russland Wahlen gefordert. 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