{"id":1246069,"date":"2026-08-19T02:27:42","date_gmt":"2026-08-19T02:27:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1246069\/"},"modified":"2026-08-19T02:27:42","modified_gmt":"2026-08-19T02:27:42","slug":"holstenstrasse-mietervereine-fordern-wiederaufbau-von-teils-abgerissenem-wohnhaus-in-hamburg-altona","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1246069\/","title":{"rendered":"Holstenstra\u00dfe: Mietervereine fordern Wiederaufbau von teils abgerissenem Wohnhaus in Hamburg-Altona"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem Teilabriss eines einsturzgef\u00e4hrdeten Altbaus in der Holstenstra\u00dfe verlangen Mietervereine einen verbindlichen Plan. Auch Bezirk und Senat sollen Wohnraum dauerhaft sichern.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Nach dem Teilabriss eines einsturzgef\u00e4hrdeten Wohnhauses in Hamburg-Altona fordern Mietervereine den Wiederaufbau des Geb\u00e4udes in der Holstenstra\u00dfe. Der Mieterverein zu Hamburg und der Verein Mieter helfen Mietern verlangen vom Eigent\u00fcmer einen verbindlichen Plan zur Sicherung und Wiederherstellung des Hauses, wie sie gemeinsam mitteilten. Darin sollen konkrete Ma\u00dfnahmen und ein Zeitplan f\u00fcr den Wiederaufbau festgelegt werden.<\/p>\n<p>Auch das Bezirksamt Altona und der Hamburger Senat m\u00fcssten nach Auffassung der Vereine ihre rechtlichen M\u00f6glichkeiten aussch\u00f6pfen, um den Wohnraum an diesem Standort dauerhaft zu sichern. \u201eF\u00fcr die Menschen, die hier gelebt haben, ist das Ausma\u00df der Zerst\u00f6rung kaum zu begreifen\u201c, sagte Lukas Bowen, Rechtsanwalt des Mietervereins zu Hamburg. Die Betroffenen br\u00e4uchten nun schnelle Hilfe und eine klare Perspektive f\u00fcr ihre R\u00fcckkehr.<\/p>\n<p>Am Geb\u00e4ude Holstenstra\u00dfe 195\/197 waren vor mehreren Wochen erhebliche M\u00e4ngel festgestellt worden. Die Mieterinnen und Mieter mussten das Haus daraufhin umgehend verlassen. Nach dpa-Angaben waren an tragenden Teilen des 1894 erbauten Geb\u00e4udes massive Risse entdeckt worden. Wegen der akuten Einsturzgefahr durfte demnach niemand das Geb\u00e4ude betreten. Einige wenige Dinge konnte die Polizei noch retten, als sie \u00fcberpr\u00fcfte, ob das Abbruchhaus wirklich leer ist.<\/p>\n<p>In der vergangenen Woche hatten die Abrissarbeiten begonnen. Schwerlastkr\u00e4ne und Bagger beseitigten den hinteren Geb\u00e4udeteil des f\u00fcnfst\u00f6ckigen Altbaus. Zuvor hatte ein Pr\u00fcfstatiker festgestellt, dass dieser Teil wegen erheblicher M\u00e4ngel hinsichtlich der Standsicherheit abgerissen werden m\u00fcsse. Nach WELT-Informationen hat der Teilabriss die Gefahr jedoch offenbar noch nicht ausreichend beseitigt. Am Geb\u00e4ude 195\/197 soll demnach eine weitere Wand kontrolliert abgebrochen werden. Erst danach k\u00f6nne neu bewertet werden, wie es mit dem Altbau und den benachbarten H\u00e4usern weitergeht.<\/p>\n<p>Laut WELT liegt inzwischen ein neues Konzept zur Standsicherheit des Hauses vor, das von einem vom Eigent\u00fcmer beauftragten Statiker erarbeitet wurde. Ein unabh\u00e4ngiger Pr\u00fcfstatiker bewertet es demnach derzeit. Freigegeben worden sei zun\u00e4chst nur ein erster Schritt: An einer Stelle solle Schutt beseitigt werden, anschlie\u00dfend solle die weitere Wand weichen. Danach seien Abst\u00fctzma\u00dfnahmen am vorderen Geb\u00e4udeteil vorgesehen. Wann diese Arbeiten beginnen, war dem Bezirksamt Altona laut WELT zun\u00e4chst nicht bekannt.<\/p>\n<p>Vermieter f\u00fcr Ersatzwohnraum zust\u00e4ndig<\/p>\n<p>Von der Gefahrenlage sind auch Nachbarh\u00e4user betroffen. Da bei einem Einsturz auch die Standfestigkeit des Geb\u00e4udes mit der Hausnummer 199 gef\u00e4hrdet gewesen w\u00e4re, wurde dieses ebenfalls ger\u00e4umt. Sp\u00e4ter sprach das Bezirksamt nach erneuter Untersuchung auch f\u00fcr das Geb\u00e4ude Holstenstra\u00dfe 191\/193 eine Nutzungsuntersagung aus. Beide H\u00e4user wurden nach WELT-Angaben aus Sicherheitsgr\u00fcnden gesperrt, weil sie mit dem einsturzgef\u00e4hrdeten Haus verbunden sind. Ob die H\u00e4user 191\/193 und 199 wieder genutzt werden d\u00fcrfen, soll demnach erst nach Abschluss weiterer Arbeiten entschieden werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr Ersatzwohnraum oder entstehende Mehrkosten ist nach Angaben des Bezirksamts grunds\u00e4tzlich der Vermieter zust\u00e4ndig. Einige Bewohnerinnen und Bewohner beantragten demnach inzwischen einen Dringlichkeitsschein. Eine \u00f6ffentlich-rechtliche Unterbringung wurde laut Bezirksamt zun\u00e4chst von keiner Person ben\u00f6tigt. <\/p>\n<p>Der Mieterverein zu Hamburg hatte bereits zu Beginn der Abrissarbeiten von einer dramatischen Situation f\u00fcr die Betroffenen gesprochen und schnelle, unb\u00fcrokratische Hilfe gefordert. Er forderte, ihnen schnell und unb\u00fcrokratisch Ersatzwohnraum zur Verf\u00fcgung zu stellen. Um k\u00fcnftige F\u00e4lle zu verhindern, sprach sich der Verein f\u00fcr einen \u201eWohnraum-T\u00dcV\u201c mit einer Nachweispflicht eines guten Geb\u00e4udezustands aus.<\/p>\n<p>dfe, dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach dem Teilabriss eines einsturzgef\u00e4hrdeten Altbaus in der Holstenstra\u00dfe verlangen Mietervereine einen verbindlichen Plan. 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