{"id":1246249,"date":"2026-08-19T04:23:36","date_gmt":"2026-08-19T04:23:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1246249\/"},"modified":"2026-08-19T04:23:36","modified_gmt":"2026-08-19T04:23:36","slug":"ratlos-nach-ende-des-60-tage-iran-abkommens-trump-droht-oman","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1246249\/","title":{"rendered":"Ratlos nach Ende des 60-Tage-Iran-Abkommens: Trump droht Oman"},"content":{"rendered":"<p>Von einem &#8222;historischen Durchbruch&#8220; sprach damals das Wei\u00dfe Haus. Damals, am 17. Juni, als die USA und der Iran ihre Absichtserkl\u00e4rung unterzeichnet hatten, innerhalb von 60 Tagen die Bedingungen f\u00fcr ein Ende des Kriegs herbeizuf\u00fchren. Das &#8222;Memorandum of Understanding&#8220; werde sicherstellen, so die US-Regierung, dass Teheran niemals in den Besitz von Atomwaffen kommen und die Stra\u00dfe von Hormus wiederer\u00f6ffnet werde. <\/p>\n<p>Die 60-Tage-Frist verstrich am Montag. Der Irankrieg ist nicht beendet, <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/wirtschaft\/hormus-sperre-warum-schiffe-nicht-andere-wege-nutzen-koennen,VGl9xLF\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die wichtigste maritime Route der Weltwirtschaft<\/a> ist weiterhin faktisch geschlossen und Verhandlungen \u00fcber das iranische Nuklearprogramm sind erst gar nicht aufgenommen worden. <\/p>\n<p>Trump: Keine Verl\u00e4ngerung des 60-Tage-Memorandums<\/p>\n<p>Er werde nach Ablauf der Absichtserkl\u00e4rung das Memorandum mit dem Iran nicht verl\u00e4ngern, erkl\u00e4rte Trump am Montag im Oval Office. Die iranische F\u00fchrung w\u00fcrde &#8222;nicht die Art von Abkommen schlie\u00dfen, die ich f\u00fcr notwendig halte.&#8220; Die USA h\u00e4tten nur aus einem einzigen Grund &#8222;mitgemacht&#8220;, sagte der Pr\u00e4sident unter Hinweis auf den <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/israel-verkuendet-praeventionsschlag-gegen-iran,VCV5BUS\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">gemeinsamen amerikanisch-israelischen Angriff auf Teheran<\/a> vor bald sechs Monaten: &#8222;Der Iran darf keine Atomwaffe besitzen.&#8220; <\/p>\n<p>Wenige Stunden zuvor hatte Trump, der gerne unangemeldet bei US-Journalisten gro\u00dfer Medienh\u00e4user anruft, um seine Botschaft dort zu platzieren, mit &#8222;Fox News&#8220; telefoniert. W\u00e4hrend des Telefonats sagte Trump, der Iran &#8222;sollte die wei\u00dfe Fahne der Kapitulation hissen.&#8220; <\/p>\n<p>Davon ist Teheran allerdings weiter denn je entfernt. Die Stra\u00dfe von Hormus werde so lange geschlossen bleiben, bis Washington die Bedingungen des &#8222;Memorandum of Understanding&#8220; von Mitte Juni erf\u00fcllt habe, konterte der iranische Chefunterh\u00e4ndler und Parlamentspr\u00e4sident Mohammad Bagher Ghalibaf. Vor dem Parlament in Teheran listete Ghalibaf heute diese Bedingungen auf: Aufhebung der US-Blockade der iranischen H\u00e4fen (die die iranische Wirtschaft hart trifft), Aufhebung der Erd\u00f6l-Sanktionen, Freigabe der eingefrorenen Verm\u00f6genswerte (ein dreistelliger Milliardenbetrag) sowie Einstellung der milit\u00e4rischen Operationen an allen Fronten (damit ist die Hisbollah-Miliz im Libanon und die Houthi-Milizen im Jemen gemeint). <\/p>\n<p>Sollte Trump diese Forderungen binnen einiger Wochen nicht erf\u00fcllen, werde Teheran einen &#8222;rechtzeitigen und pr\u00e4zisen&#8220; Milit\u00e4rschlag durchf\u00fchren, um die Seeblockade der USA zu durchbrechen, wie die Nachrichtenagentur Reuters einen hochrangigen iranischen Offiziellen zitiert. <\/p>\n<p>Warum droht Trump dem Oman?<\/p>\n<p>Seit Wochen verhandeln Oman, ein traditioneller US-Verb\u00fcndeter in der Region und Mediator zwischen Washington und Teheran, mit dem Iran \u00fcber die exakten geografischen Koordinaten ihrer gemeinsamen Wasserrouten durch die Stra\u00dfe von Hormus. Die Gespr\u00e4che seien bis vor einer Woche erfolgsversprechend verlaufen, meldet die &#8222;Financial Times&#8220; unter Berufung auf Offizielle, die \u00fcber diese Verhandlungen unterrichtet worden seien. <\/p>\n<p>Dann habe die iranische F\u00fchrung, die die Kontrolle \u00fcber die Schifffahrtsroute als ihr wichtigstes Faustpfand gegen\u00fcber Trump betrachtet, die Konditionen zu ihren Gunsten ver\u00e4ndert. Mehrfach h\u00e4tte die iranische Seite verlangt, dass selbst im Falle einer Einigung \u00fcber den Verlauf der maritimen Grenze zwischen dem Iran und Oman, die Stra\u00dfe von Hormus nicht automatisch wieder ge\u00f6ffnet werden w\u00fcrde. Denn: Die USA m\u00fcssten zuerst die Seeblockade aufheben und Reparationsleistungen leisten. Washington verd\u00e4chtigt den Oman, mit dem Iran ein maritimes Abkommen abzuschlie\u00dfen, das den Iran bevorteilen und die iranische F\u00fchrung in den Stand versetzen w\u00fcrde, eine Art offizielle Best\u00e4tigung der iranischen Kontrolle der Stra\u00dfe von Hormus bekanntzugeben. <\/p>\n<p>Dieses Szenario habe den US-Pr\u00e4sidenten aus &#8222;Frustration&#8220; \u00fcber die Pattsituation zwischen Washington und Teheran veranlasst, am Montag mit einem Bombenangriff auf den Oman zu drohen, mit der Begr\u00fcndung, Oman st\u00fcnde einer Einigung im Wege. Dies berichtet das &#8222;Wall Street Journal&#8220;. Trump sagte dann am Montag im Oval Office: &#8222;Ich finde nicht, dass sie (Oman) sich besonders gut verhalten haben, aber wir w\u00fcrden ganz leicht mit ihnen fertig werden, genau wie mit anderen auch.&#8220; Deutlicher wurde Trump gegen\u00fcber &#8222;Fox News&#8220;. Auf die Frage, wie er die Gespr\u00e4che zwischen dem Iran und Oman beurteilte, gab Trump zur\u00fcck: &#8222;Wenn Oman uns im Weg steht, werden wir das Land in Schutt und Asche legen (&#8222;we\u2019ll bomb the s*** out of them&#8220;).&#8220;<\/p>\n<p>Sinkende Umfragewerte \u2013 vor allem wegen des Irankriegs<\/p>\n<p>Er habe Zeit und lasse sich von den Zwischenwahlen Anfang November nicht beeinflussen, betonte Trump mit Blick auf die festgefahrene Situation am Persischen Golf in den vergangenen Tagen mehrfach. Doch die j\u00fcngsten Umfragen, heute ver\u00f6ffentlicht von der Nachrichtenagentur Reuters, zeigen deutlich, dass die Unzufriedenheit mit Trump immer weiter zunimmt. Nur noch 33 Prozent der Amerikaner sind mit der Amtsf\u00fchrung Trumps einverstanden. Das ist der niedrigste Wert f\u00fcr den US-Pr\u00e4sidenten seit seinem Wiedereinzug ins Wei\u00dfe Haus im Januar 2025. <\/p>\n<p>Gefragt, wie lange ihrer Meinung nach das amerikanische Eingreifen gegen den Iran andauern werde, sagten 80 Prozent der Amerikaner partei\u00fcbergreifend: Das werde noch l\u00e4nger dauern. Nur 16 Prozent meinten, der Krieg werde in einigen Wochen zu einem Abschluss gebracht werden. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von einem &#8222;historischen Durchbruch&#8220; sprach damals das Wei\u00dfe Haus. Damals, am 17. 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