{"id":1246462,"date":"2026-08-19T06:37:13","date_gmt":"2026-08-19T06:37:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1246462\/"},"modified":"2026-08-19T06:37:13","modified_gmt":"2026-08-19T06:37:13","slug":"stadt-will-digitale-teilhabe-aelterer-menschen-foerdern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1246462\/","title":{"rendered":"Stadt will digitale Teilhabe \u00e4lterer Menschen f\u00f6rdern"},"content":{"rendered":"<p>Wie k\u00f6nnen \u00e4ltere Menschen niedrigschwellig digitale Angebote nutzen und warum ist das so wichtig f\u00fcr die soziale Teilhabe? Wie kann Digitalisierung das Pflegepersonal entlasten und wie k\u00f6nnen digitale Anwendungen Vereinfachung in verschiedene Lebensbereiche bringen, beispielsweise bei Beh\u00f6rdeng\u00e4ngen? Diese Fragen beleuchtet der neue Senior*innenplan 2030 der Landeshauptstadt Hannover, mit dem Titel \u201eGut eingeloggt, f\u00fcr ein selbstbestimmtes Leben\u201c, der heute, 17. August, den politischen Gremien vorgestellt wurde.<\/p>\n<p>\u201eUnser Ziel ist es, \u00e4ltere Menschen zu unterst\u00fctzen, digitale Angebote zu nutzen, da sie die M\u00f6glichkeit der sozialen Vernetzung bieten, Teilhabe und Selbstbestimmung f\u00f6rdern und Versorgungsl\u00fccken schlie\u00dfen k\u00f6nnen. Sie tragen auf diese Weise dazu bei, f\u00fcr ein gutes Altern in einer digitalisierten Welt zu sorgen\u201c, sagte Sylvia Bruns, Sozialdezernentin der Landeshauptstadt Hannover, aus diesem Anlass.<\/p>\n<p>Viele Senior*innen nutzen bereits digitale Angebote, beispielsweise ein Smartphone, um mit Messengerdiensten, wie \u201eWhatsApp\u201c und \u201eSignal\u201c, Kontakte zu pflegen oder im Internet zu recherchieren. Dabei zeigten sich, laut des Berichts sowohl im Nutzungsverhalten als auch hinsichtlich der digitalen Kompetenzen deutliche Unterschiede, etwa in Abh\u00e4ngigkeit von Alter, Bildung und Einkommen. Besonders die rasante Verbreitung von Fake-News in sozialen Netzwerken sowie Zweifel an der Sicherheit und am Schutz pers\u00f6nlicher Daten, etwa beim Online-Banking, f\u00fchrten jedoch, laut des Berichts zu Verunsicherungen.<\/p>\n<p>Der Senior*innenplan 2030, der die Fachplanung des Fachbereichs Senioren der Landeshauptstadt Hannover f\u00fcr die n\u00e4chsten vier Jahre beinhaltet, beleuchtet verschiedene Handlungsfelder, die jeweils von einem Fachaufsatz zum Thema eingeleitet wird. Die Chancen von Digitalisierung auf den Alltag \u00e4lterer Menschen und pflegende Angeh\u00f6rige, bei Beh\u00f6rdeng\u00e4ngen, in der Pflege, in den Quartieren werden skizziert.<\/p>\n<p>Chancen der Digitalisierung f\u00fcr den Lebensalltag \u00e4lterer Menschen<\/p>\n<p>Bei der Gesundheits- und pflegerischen Versorgung kann, laut des Berichts, digitale Technik die Selbstst\u00e4ndigkeit und soziale Teilhabe \u00e4lterer Menschen unterst\u00fctzen. Digitale Anwendungen k\u00f6nnten in den st\u00e4dtischen Alten- und Pflegezentren beispielsweise die Pflegedokumentation und Erinnerung zur Medikamentenstellung und -einnahme unterst\u00fctzen. Assistenzsysteme im Haushalt, wie beispielsweise \u201eSmart Home\u201c (digital vernetztes Zuhause, in dem Heizung, Beleuchtung, Haushaltsger\u00e4te oder Sicherheitstechnik intelligent miteinander kommunizieren und teilweise automatisiert gesteuert werden), \u201eWearables\u201c (vernetzte elektronische Ger\u00e4te am K\u00f6rper mit Funktionen wie Gesundheitsmessung) oder Notfallalarme unterst\u00fctzten die Pflege, erh\u00f6hten die Sicherheit und Autonomie und f\u00fchrten zur Entlastung von pflegenden Angeh\u00f6rigen.<\/p>\n<p>App-gest\u00fctzte Mobilit\u00e4tsdienste sowie digitale Orientierungshilfen erh\u00f6hten die Mobilit\u00e4t auch ohne eigenes Auto. Quartiere als r\u00e4umliche und soziale Einheiten w\u00fcrden, laut des Berichts, durch Digitalisierung an Bedeutung gewinnen, da digitale Vernetzungsplattformen auch lokale Gemeinschaften st\u00e4rkten, z.B. k\u00f6nnten <a href=\"https:\/\/www.hannover-entdecken.de\/veranstaltungen-hannover\/\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"3964\" title=\"Veranstaltungen Hannover\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Veranstaltungen<\/a> im Stadtteil gefunden und neue Kontakte \u00fcber gemeinsame Freizeitaktivit\u00e4ten gefunden werden.<\/p>\n<p>Ma\u00dfnahmen im Fachbereich Senioren der LHH<\/p>\n<p>Der Fachbereich Senioren der Landeshauptstadt Hannover setzt bereits verschiedene Ma\u00dfnahmen um, um die Digitalisierung kommunal zu unterst\u00fctzen. So werden zur St\u00e4rkung der digitalen Kompetenzen u.a. kostenfreie Endger\u00e4te zum Ausprobieren und Lernen zur Verf\u00fcgung gestellt, WLAN-Zugangspunkte, sowie Beratung und Hilfe bei technischen Fragen vor Ort in den Stadtteilen und Quartieren angeboten. Dabei kommen ehrenamtliche Medien- und Techniklots*innen auch zu den Senior*innen nach Hause. Weitere Beispiele sind der \u201edigital.Kiosk\u201c im Zentrum von Hannover und die Musterwohnung im <a href=\"https:\/\/www.hannover-entdecken.de\/roderbruchmarkt-hannover\/\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"3912\" title=\"Roderbruch\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Roderbruch<\/a>. Dort wird beispielhaft gezeigt, wie \u201eSmart-Home\u201c Technologien und sensorbasierte Assistenzsysteme Sicherheit und Selbstst\u00e4ndigkeit erh\u00f6hen k\u00f6nnen (<\/p>\n<p>Die Beispiele zeigten, laut des Berichts, dass Hannover bereits tragf\u00e4hige Strukturen und Ans\u00e4tze aufweise, um die Digitalisierung auch im Interesse der \u00e4lteren Bev\u00f6lkerung aktiv zu gestalten. \u201eWir wollen zuk\u00fcnftig bestehende Angebote und Ma\u00dfnahmen weiterentwickeln und auf die Bed\u00fcrfnisse von Senior*innen weiter ausrichten Der Senior*innenplan 2030 legt daf\u00fcr den Grundstein\u201c, erl\u00e4uterte Bruns.<\/p>\n<p>Einige statistische Eckdaten (Quelle: Senior*innenplan 2030)<\/p>\n<p>Der demographische Wandel ist laut des Berichts auch in Hannover sichtbar: Die zunehmend diverse Stadtgesellschaft wird \u00e4lter und die Zahl der Pflegebed\u00fcrftigen nimmt zu. Gleichzeitig steige die Zahl der Ein-Personen Haushalte und die Altersarmut. In der Landeshauptstadt Hannover lebten Ende 2025 insgesamt 558.767 Menschen. Darunter sind 144.411 Personen 60 Jahre und \u00e4lter. Das entspricht 25,8 Prozent der Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Die Anzahl sowie der Anteil der Senior*innen an der Gesamtbev\u00f6lkerung in Hannover steigen seit Jahren kontinuierlich an. In den letzten zehn Jahren, erh\u00f6hte sich ihr Anteil durchschnittlich um 0,1 Prozentpunkte pro Jahr \u2013 von 24,1 Prozent im Jahr 2015 auf 25,8 Prozent im Jahr 2025. Ein wesentlicher Grund daf\u00fcr ist, dass die sogenannten Babyboomer zunehmend das Rentenalter erreichen.<\/p>\n<p>Die Bev\u00f6lkerungsprognose von Stadt und <a href=\"https:\/\/www.hannover-entdecken.de\/region-hannover\/\" data-internallinksmanager029f6b8e52c=\"3756\" title=\"Region Hannover\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Region Hannover<\/a>, basierend auf dem Ist-Stand 31.12.2023, errechnet einen Zuwachs von rund 18.000 Senior*innen bis zum Jahr 2049. Dies entspricht einem Anstieg von knapp 13 Prozent.<\/p>\n<p>In 83.958 Haushalten leben ausschlie\u00dflich Personen ab 60 Jahren, was einem Anteil von 27 Prozent an allen Haushalten entspricht. Innerhalb dieser Gruppe dominieren Einpersonenhaushalte mit fast 56.800 Haushalten (67,6 Prozent).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hannover.de\/content\/download\/222090\/file\/1489-2026-19.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">www.Hannover.de\/LHH-Seniorenplan-2030<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wie k\u00f6nnen \u00e4ltere Menschen niedrigschwellig digitale Angebote nutzen und warum ist das so wichtig f\u00fcr die soziale Teilhabe?&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1246463,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1836],"tags":[3364,29,30,46,525,1411,203501],"class_list":["post-1246462","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-hannover","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-hannover","tag-mitte","tag-niedersachsen","tag-roderbruch"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117120797628688204","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1246462","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1246462"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1246462\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1246463"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1246462"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1246462"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1246462"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}