{"id":1246832,"date":"2026-08-19T10:24:21","date_gmt":"2026-08-19T10:24:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1246832\/"},"modified":"2026-08-19T10:24:21","modified_gmt":"2026-08-19T10:24:21","slug":"bundesanwaltschaft-meldet-weitere-festnahme-wegen-nord-stream-anschlaegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1246832\/","title":{"rendered":"Bundesanwaltschaft meldet weitere Festnahme wegen Nord-Stream-Anschl\u00e4gen"},"content":{"rendered":"<p>Die Bundesanwaltschaft hat eine weitere Festnahme im Zusammenhang mit den Anschl\u00e4gen auf die Nord-Stream-Pipelines bekannt gegeben. Der verd\u00e4chtige Ukrainer Vladimir Z. wurde in Kroatien gefasst.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Im Zusammenhang mit den Anschl\u00e4gen auf die Nord-Stream-Pipelines ist ein weiterer Tatverd\u00e4chtiger festgenommen worden. Die kroatische Polizei fasste den ukrainischen Staatsangeh\u00f6rigen Vladimir Z. am Mittwochmorgen in der K\u00fcstenstadt Pula, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte. Grundlage war ein Europ\u00e4ischer Haftbefehl des Ermittlungsrichters beim Bundesgerichtshof.<\/p>\n<p>Bei dem Festgenommenen handelt es sich um den Mann, der im Herbst 2025 bereits in Polen festgenommen worden war. Die polnische Justiz lehnte den deutschen Auslieferungsantrag damals ab, der Ukrainer kam frei. <\/p>\n<p>Der ausgebildete Taucher steht im dringenden Verdacht, an der Sprengung der Gasleitungen Nord Stream 1 und Nord Stream 2 im September 2022 beteiligt gewesen zu sein. Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen ihn unter anderem wegen des gemeinschaftlichen Herbeif\u00fchrens einer Sprengstoffexplosion, verfassungsfeindlicher Sabotage und der Zerst\u00f6rung von Bauwerken.<\/p>\n<p>Z. soll sich an den Tauchg\u00e4ngen in der Ostsee beteiligt haben <\/p>\n<p>Vladimir Z. soll zu einer Gruppe um Serhii K. geh\u00f6rt haben. Diese soll im September 2022 nahe der d\u00e4nischen Ostseeinsel Bornholm Sprengs\u00e4tze an den beiden Pipelines angebracht haben. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft beteiligte sich Z. an den daf\u00fcr erforderlichen Tauchg\u00e4ngen.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Transport sollen die Beschuldigten eine Segeljacht genutzt haben, die von Rostock aus in See stach. Mithilfe gef\u00e4lschter Ausweispapiere soll diese \u00fcber Mittelsm\u00e4nner bei einem deutschen Unternehmen angemietet worden sein.<\/p>\n<p>Die Sprengs\u00e4tze detonierten am 26. September 2022 und besch\u00e4digten beide Pipelines so schwer, dass kein Gas mehr durchgeleitet werden konnte. Durch Nord Stream 1 floss vorher russisches Erdgas nach Deutschland, Nord Stream 2 war noch nicht in Betrieb.<\/p>\n<p>Gegen Serhii K. hatte die Bundesanwaltschaft bereits am 30. Juni <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article6a4531e1c154597ea93ddedf\/anschlaege-auf-pipeline-nord-stream-verdaechtiger-in-hamburg-angeklagt.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article6a4531e1c154597ea93ddedf\/anschlaege-auf-pipeline-nord-stream-verdaechtiger-in-hamburg-angeklagt.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Anklage vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht<\/a> in Hamburg erhoben. Er konnte Ende August 2025 auf Grundlage eines Europ\u00e4ischen Haftbefehls an der Adria-K\u00fcste gefasst werden. Er war dort im Urlaub mit seiner Familie. <\/p>\n<p>Nach seiner \u00dcberstellung aus Kroatien soll Vladimir Z. dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgef\u00fchrt werden. Dieser entscheidet \u00fcber den Vollzug der Untersuchungshaft. F\u00fcr Vladimir Z. gelte die Unschuldsvermutung, betont die Bundesanwaltschaft.<\/p>\n<p>Spannungen zwischen Polen und Deutschland<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr hatte <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article68f22f47ad34762cb4a741b1\/sabotage-polnisches-gericht-blockiert-auslieferung-von-ukrainischem-nord-stream-verdaechtigen-an-deutschland.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article68f22f47ad34762cb4a741b1\/sabotage-polnisches-gericht-blockiert-auslieferung-von-ukrainischem-nord-stream-verdaechtigen-an-deutschland.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ein Gericht in Warschau<\/a> entschieden, Vladimir Z. nicht von Polen an Deutschland auszuliefern. Vladimir Z. war im September 2025 in Polen festgenommen worden. Der polnische Premierminister Donald Tusk hatte im Oktober erkl\u00e4rt, dass es nicht im Interesse des Landes liege, einen ukrainischen Mann nach Deutschland auszuliefern. \u201eDas Problem Europas, das Problem der Ukraine, das Problem Litauens und Polens ist nicht, dass Nord Stream 2 gesprengt wurde, sondern dass es gebaut wurde\u201c, sagte Tusk damals. <\/p>\n<p>ll\/jho mit dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Bundesanwaltschaft hat eine weitere Festnahme im Zusammenhang mit den Anschl\u00e4gen auf die Nord-Stream-Pipelines bekannt gegeben. 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