{"id":124697,"date":"2025-05-20T05:41:08","date_gmt":"2025-05-20T05:41:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/124697\/"},"modified":"2025-05-20T05:41:08","modified_gmt":"2025-05-20T05:41:08","slug":"klimawandel-hebt-suedafrika-aus-dem-meer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/124697\/","title":{"rendered":"Klimawandel hebt S\u00fcdafrika aus dem Meer"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 20.05.2025 06:29 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Jedes Jahr ragt das s\u00fcdliche Ende Afrikas ein St\u00fcckchen weiter aus dem Meer &#8211; als Grund galten Str\u00f6mungen im Erdmantel. Doch nun haben Bonner Geologen herausgefunden: Es k\u00f6nnte auch am Klimawandel liegen.  <\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs sind nur ein, zwei Millimeter. Je nach Region. Ein, zwei Millimeter, die das s\u00fcdliche Ende Afrikas pro Jahr etwas mehr aus dem Ozean herausragt. Zun\u00e4chst wurde vermutet: Grund daf\u00fcr sind Str\u00f6mungsvorg\u00e4nge im Erdmantel. Nun jedoch zeigt eine aktuelle <a href=\"https:\/\/agupubs.onlinelibrary.wiley.com\/doi\/10.1029\/2024JB030350\" title=\"Studie S\u00fcdafrika\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Studie<\/a> der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universit\u00e4t Bonn, dass die Ursache daf\u00fcr der Klimawandel ist.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Die Beobachtungen haben wenig mit Vorg\u00e4ngen im Erdinneren zu tun&#8220;, sagt Makan Karegar. Er war als Geowissenschaftler an der Studie beteiligt und pr\u00e4zisiert: &#8222;Die Hauptursache liegt vielmehr in den oberfl\u00e4chennahen Schichten der Erde.&#8220; D\u00fcrren infolge von Klimaschwankungen f\u00fchren dazu, dass diese Schichten austrocknen. Das hat wiederum ein Anheben der S\u00fcdspitze Afrikas zur Folge.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nStudienleiter J\u00fcrgen Kusche erkl\u00e4rt, wie dieser Prozess abl\u00e4uft: &#8222;In meinen Vorlesungen verwende ich das Bild mit dem Schwamm: Wenn ein Schwamm austrocknet, nimmt er ja auch eine etwas andere Form an. An seinen R\u00e4ndern kommt es dann zu Deformationen, w\u00e4hrend das Zentrum des Schwamms ganz anders aussieht.&#8220;<\/p>\n<p>    Ph\u00e4nomen bisher eher aus polaren Regionen bekannt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVergleichbare Ph\u00e4nomene waren bislang eher aus polaren Regionen bekannt. Dort f\u00fchrten schwindende Eismassen dazu, dass weniger Druck auf der Erdkruste lastet und sie sich gewisserma\u00dfen entspannen und anheben kann. Das Anheben von Land infolge von Trockenheit registrierten Forschende der NASA hingegen erstmals in der 2010er-Jahren in Kalifornien.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDen Vorg\u00e4ngen in S\u00fcdafrika kamen die Bonner Forschenden auf die Schliche, indem sie Niederschlagsmessungen mit Satellitendaten zur Wasserverteilung verglichen sowie mit den Aufzeichnungen von GPS-Stationen, so Karegars Forscherkollege Christian Mielke.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;In manchen L\u00e4ndern und Regionen, vor allem auch in Afrika, ist es so, dass wir nur relativ wenige, teilweise in manchen L\u00e4ndern sogar gar keine Stationen haben. Das Besondere aber an S\u00fcdafrika war, dass es dort ein Netzwerk namens TRIGNET gibt&#8220;, konstatiert Karegars. TRIGNET k\u00f6nne das geologische Ph\u00e4nomen sozusagen millimetergenau aufl\u00f6sen.<\/p>\n<p>    Grundwasser muss nachhaltiger genutzt werden<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nLaut den Bonner Forschenden hat die neue Erkenntnis auch einen konkreten Nutzen: Das Ausma\u00df von D\u00fcrreperioden kann nun mit den bei der Studie verwendeten Methoden unaufw\u00e4ndiger erfasst werden als bisher. Au\u00dferdem sind die Ergebnisse ein Warnschuss an die Verantwortlichen in S\u00fcdafrika: Sie sollten genauer \u00fcberpr\u00fcfen, wie nachhaltig mit dem Grundwasser umgegangen wird.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas Gute jedoch ist, so Kusche: &#8222;Dieser Hebeprozess ist nicht so stark, dass beispielsweise technische Infrastruktur davon besch\u00e4digt wird. Wir haben ja ein paar L\u00e4nder auf der Erde &#8211; Indonesien zum Beispiel &#8211; wo es aus anderen Gr\u00fcnen gro\u00dfe Senkungen des Landes gibt, wo wirklich Stra\u00dfen und andere Infrastrukturen kaputtgehen.&#8220; So stark seien die Auswirkungen in S\u00fcdafrika jedoch nicht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAu\u00dferdem sei der Trend, dass sich das Land St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck aus dem Meer hebt, nicht zwingend unumkehrbar. Sollten dort eines Tages wieder lange, intensive Regenf\u00e4lle die Grundwasserreservoirs auff\u00fcllen, k\u00f6nnte die S\u00fcdspitze des Kontinents auch wieder langsam zur\u00fcck in den Ozean zur\u00fcckgedr\u00fcckt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 20.05.2025 06:29 Uhr Jedes Jahr ragt das s\u00fcdliche Ende Afrikas ein St\u00fcckchen weiter aus dem Meer &#8211;&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":124698,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[29,30,13,952,14,15,12,7116,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-124697","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-headlines","11":"tag-klimawandel","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-suedafrika","16":"tag-top-news","17":"tag-top-meldungen","18":"tag-topmeldungen","19":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114538563777471660","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/124697","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=124697"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/124697\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/124698"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=124697"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=124697"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=124697"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}