{"id":1247129,"date":"2026-08-19T13:39:28","date_gmt":"2026-08-19T13:39:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1247129\/"},"modified":"2026-08-19T13:39:28","modified_gmt":"2026-08-19T13:39:28","slug":"hohen-venn-brandgeruch-in-aachen-nicht-schwer-schaedlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1247129\/","title":{"rendered":"Hohen Venn: Brandgeruch in Aachen nicht schwer sch\u00e4dlich"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/belgien\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Belgien<\/a> hoffen die Einsatzkr\u00e4fte auf eine Eind\u00e4mmung des seit Tagen w\u00fctenden Feuers im Naturschutzgebiet Hohes Venn. \u201eZiel ist, die Br\u00e4nde zur\u00fcckzudr\u00e4ngen und die Bereiche, die wir bis jetzt gerettet haben, weiterhin feuerfrei zu halten\u201c, sagte Tobias Schell, Feuerwehrsprecher in der Nachbarstadt Monschau, der Deutschen Presse-Agentur. Ein Lichtblick sei der Regen, der auch f\u00fcr Mittwoch angesagt sei. \u201eDas spielt uns auf jeden Fall in die Karten.\u201c<\/p>\n<p>Die nord\u00f6stliche Flanke des Feuers ist der kritische Punkt      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Lage sei aber noch nicht unter Kontrolle. Das gr\u00f6\u00dfte Problem sei die nord\u00f6stliche Flanke des Feuers, die besonders schwer erreichbar sei. \u201eDas ist unser kritischer Punkt\u201c, sagte Schell. Diese Brandlinie sei 2,3 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. \u201eSolange wir da noch keine deutliche Entspannung sehen, wird die Evakuierung auch noch nicht aufgehoben\u201c, sagte er mit Blick auf die etwa 30 B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger aus Monschau-Kalterherberg, die am Sonntagabend ihre H\u00e4user hatten verlassen m\u00fcssen. Es gebe dazu anderslautende Ger\u00fcchte im Internet, aber die seien falsch, betonte Schell.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Am Dienstag war die Brandbek\u00e4mpfung durch Rauchentwicklung behindert worden. L\u00f6schhubschrauber konnten deshalb nicht aufsteigen. \u201eEs gab einen Erkundungsflug, der ist aber ziemlich zeitnah abgebrochen worden, weil es einfach keinen Sinn machte\u201c, so Schell. Der Brandgeruch war am Dienstag noch in mehr als 100 Kilometer Entfernung in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/nordrhein-westfalen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nordrhein-Westfalen<\/a> wahrnehmbar gewesen. Am Abend meldete die <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/feuerwehr\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Feuerwehr<\/a> K\u00f6ln allerdings, dass die \u201eGeruchslage\u201c nicht mehr bestehe. Wie sich der Rauch am Mittwoch entwickle, k\u00f6nne man noch nicht absehen, sagte Schell.<\/p>\n<p>Keine gef\u00e4hrliche Luftbelastung im Raum Aachen      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Trotz des weithin wahrnehmbaren Brandgeruchs auch auf deutscher Seite wegen des anhaltenden Gro\u00dffeuers im Naturschutzgebiet Hohes Venn gibt es eine Entwarnung f\u00fcr die angrenzende St\u00e4dteregion Aachen: Die gemessenen Schadstoffkonzentrationen in der Luft liegen alle unterhalb der Orientierungs- und Grenzwerte f\u00fcr schwere gesundheitliche Auswirkungen, wie die St\u00e4dteregion mitteilte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Landesamt f\u00fcr Natur, Umwelt und Klima (LANUK) Nordrhein-Westfalen habe an zahlreichen Orten mit zwei Messfahrzeugen kontrolliert, etwa im Bereich von Kitas, Altenheimen, Arztpraxen und Krankenh\u00e4usern. Allgemein w\u00fcrden bei Waldbr\u00e4nden nat\u00fcrlich Luftschadstoffe freigesetzt, stellte die Beh\u00f6rde fest. Bei den Messungen sei insbesondere eine erh\u00f6hte Belastung bei Feinstaub registriert worden.<\/p>\n<p>Geruch bedeutet nicht automatisch Gefahr      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch, wenn viele Menschen durch den Brand auf der belgischen Seite des Hohen Venns verunsichert seien, gelte aber: \u201eDie Geruchwahrnehmungsschwelle ist bei Brandgasen sehr niedrig, so dass sie fr\u00fch und lange geruchlich wahrgenommen werden k\u00f6nnen, ohne dass m\u00f6glicherweise gef\u00e4hrliche Konzentrationen erreicht werden.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Allerdings sei Brandgeruch nie gesund, mahnte das LANUK. Daher w\u00fcrden vorsorgliche Empfehlungen, wie Fenster und T\u00fcren m\u00f6glichst geschlossen zu halten und Aktivit\u00e4ten im Freien zu reduzieren, aufrechterhalten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im Hohen Venn sind 3.000 Hektar Naturgebiet in Flammen aufgegangen. Seit Anfang der Woche unterst\u00fctzt Nordrhein-Westfalen die belgischen Einsatzkr\u00e4fte auch mit einem seiner beiden \u201eFire Fighter\u201c &#8211; einer Art Mischung zwischen Forstfahrzeug und L\u00f6schpanzer. Diese gel\u00e4ndeg\u00e4ngigen Fahrzeuge k\u00f6nnten auch dort eingesetzt werden, wo herk\u00f6mmliche Feuerwehrautos an ihre Grenzen k\u00e4men, teilte das NRW-Landwirtschaftsministerium mit. Pro Stunde k\u00f6nnten sie rund 30.000 Liter Wasser ausbringen. Gerade im schwer zug\u00e4nglichen Moorgebiet des Hohen Venn seien sie eine wichtige Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>WWF: Natur im Hohen Venn braucht Jahrzehnte zur Erholung      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Umweltorganisation WWF sieht einen enormen \u00f6kologischen Schaden durch das Feuer. \u201eEs wird Jahrzehnte dauern, bis die Natur sich erholt hat\u201c, sagte Corentin Rousseau vom WWF Belgien der belgischen Zeitung \u201eHet Laatste Nieuws\u201c. \u201eDurch die gro\u00dfe Menge Asche ist das Gleichgewicht im Boden gest\u00f6rt.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch ein Wiederansiedlungsprojekt f\u00fcr seltene Auerh\u00fchner ist nach Einsch\u00e4tzung von Fachleuten akut gef\u00e4hrdet, wenn nicht gescheitert. 35 der Tiere waren im Fr\u00fchjahr im Hohen Venn ausgesetzt worden, wie die Zeitung \u201eDe Standaard\u201c berichtete. Der Biologe Tobias Ceulemans von der Universit\u00e4t Antwerpen sagte, er rechne nicht damit, dass die Kolonie \u00fcberlebe: \u201eIhr Lebensraum lag mitten in dem 3.000 Hektar-Gebiet, das im Hohen Venn in Flammen aufgegangen ist.\u201c<\/p>\n<p>Lage im H\u00fcrtgenwald entspannt sich weiter      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/waldbrand\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Waldbrand<\/a> im H\u00fcrtgenwald in der Eifel ist dagegen unter Kontrolle. Einsatzkr\u00e4fte k\u00e4mpfen dort aber noch gegen Glutnester. \u201eWas hier im H\u00fcrtgenwald und in Monschau unter schwierigsten Bedingungen geleistet wird, verdient h\u00f6chsten Respekt\u201c, sagte NRW-Landwirtschaftsministerin <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/silke-gorissen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Silke Gori\u00dfen<\/a> (CDU) am Dienstag bei einem Besuch. \u201eDie aktuellen Waldbr\u00e4nde f\u00fchren uns mit aller Deutlichkeit vor Augen, wie verletzlich unsere W\u00e4lder angesichts von <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/hitze\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hitze<\/a>, Trockenheit, St\u00fcrmen und Sch\u00e4dlingen sind. Die Sch\u00e4den sind immens und werden uns noch lange besch\u00e4ftigen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Belgien hoffen die Einsatzkr\u00e4fte auf eine Eind\u00e4mmung des seit Tagen w\u00fctenden Feuers im Naturschutzgebiet Hohes Venn. \u201eZiel&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1247130,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1853],"tags":[1424,1423,10830,2919,3364,29,136072,548,663,3934,987,985,24127,33993,30,157748,13,17052,258316,25548,14,7295,15,1209,12,19016,5666,251530],"class_list":["post-1247129","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-aachen","tag-aachen","tag-belgien","tag-belgische","tag-brand","tag-de","tag-deutschland","tag-erlaeuterte","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-feuer","tag-feuerwehr","tag-feuerwehrleute","tag-gebiet","tag-germany","tag-grossfeuer","tag-headlines","tag-hoehen","tag-hosmans","tag-monschau","tag-nachrichten","tag-naturschutzgebiet","tag-news","tag-nordrhein-westfalen","tag-schlagzeilen","tag-venn","tag-waldbrand","tag-waldbrandes"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1247129","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1247129"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1247129\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1247130"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1247129"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1247129"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1247129"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}