{"id":1247742,"date":"2026-08-19T21:09:31","date_gmt":"2026-08-19T21:09:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1247742\/"},"modified":"2026-08-19T21:09:31","modified_gmt":"2026-08-19T21:09:31","slug":"wenn-die-bahn-nicht-mehr-in-der-provinz-haelt-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1247742\/","title":{"rendered":"Wenn die Bahn nicht mehr in der Provinz h\u00e4lt &#8211; Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Konkurrenz, sagt Matthias Gastel, sei grunds\u00e4tzlich gut. \u201eWir freuen uns \u00fcber den Wettbewerb und unterst\u00fctzen ihn\u201c, sagt der Gr\u00fcnen-Politiker, der Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestags ist und als ausgewiesener Bahnexperte gilt. Doch, f\u00fcgte er hinzu, der Wettbewerb auf dem deutschen Schienennetz m\u00fcsse \u201efair und reguliert\u201c sein. Aber was hei\u00dft das genau?<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Hintergrund der Diskussion ist die Ank\u00fcndigung des italienischen Zugbetreibers Italo, von 2028 an den deutschen ICEs Konkurrenz zu machen. Auch die M\u00fcnchner Firma Flix, die bereits im Fernbusgesch\u00e4ft weltweit erfolgreich ist, will k\u00fcnftig mehr und vor allem schnellere Z\u00fcge durch <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Deutschland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschland<\/a> schicken. Beide wollen Milliarden Euro in neue Z\u00fcge investieren und damit der Deutschen Bahn Gesch\u00e4ft abnehmen. Wann wer fahren darf, dar\u00fcber gibt es bereits Streit. Die zust\u00e4ndige <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Bundesnetzagentur\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundesnetzagentur<\/a> hat die Infrastrukturtochter der Deutschen Bahn, Infrago, angewiesen, Platz auf der Schiene f\u00fcr die neuen Anbieter zu schaffen. Die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Deutsche_Bahn\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutsche Bahn<\/a> <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/deutsche-bahn-wettbewerb-fernverkehr-italo-klage-vorteile-li.3531338\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">geht dagegen nun vor Gericht vor<\/a>.<\/p>\n<p>M\u00fcnchen-Berlin oder M\u00fcnchen-Ruhrgebiet sind die Rennstrecken<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Gastel bef\u00fcrchtet nun eine Ausd\u00fcnnung des Zugangebots. Denn die neuen Anbieter konzentrierten sich \u201eausschlie\u00dflich auf die lukrativen Rennstrecken mit gro\u00dfem Passagierpotenzial\u201c. Das stimmt: Sowohl Italo als auch Flix wollen zum Einstieg die Strecken <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a>-Berlin und weiter nach <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Hamburg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hamburg<\/a> sowie M\u00fcnchen \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Frankfurt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Frankfurt<\/a> ins Ruhrgebiet bedienen. Hier gibt es die meiste Nachfrage. Hier macht auch die Deutsche Bahn gute Gesch\u00e4fte und finanziert damit weniger rentable Strecken.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Werden nun k\u00fcnftig kleinere St\u00e4dte oder die Provinz abgeh\u00e4ngt?\u00a0 Das vermuten nicht nur die Gr\u00fcnen. Auch die Eisenbahnergewerkschaft EVG f\u00fcrchtet, dass St\u00e4dte wie <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnster\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnster<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Aachen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Aachen<\/a> k\u00fcnftig ihren Anschluss an das Fernverkehrsnetz verlieren k\u00f6nnten, weil sie nicht an den gro\u00dfen Rennstrecken liegen. Auch mittelgro\u00dfe St\u00e4dte wie <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Jena\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jena<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Bamberg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bamberg<\/a> k\u00f6nnten betroffen sein.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/deutsche-bahn-sanierung-korridorsanierung-konzept-probleme-li.3530234\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;die_deutsche_bahn_sanieren_ja_klar_aber_wie&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;szplus&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;bahn_und_bus&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3530234&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;paid&quot;,&quot;section&quot;:&quot;wirtschaft&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedewirtschaftdeutsche-bahn-sanierung-korridorsanierung-konzept-probleme-li3530234\" class=\"css-14tg8sh\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/cb885900-b1f3-46a1-93c9-14b5a9907703.jpg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Schienenverkehr<\/p>\n<p>:Die Deutsche Bahn sanieren? Ja klar. Aber wie?<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Monatelang werden Strecken gesperrt und saniert, manchmal fahren die Z\u00fcge danach noch unp\u00fcnktlicher: Die Deutsche Bahn will das umstrittene Prinzip der Korridorsanierung retten. Doch das wird nicht einfach.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Gr\u00fcnen wollen das nun mit einem Gesetzentwurf\u00a0verhindern, der in dieser Woche ins Parlament eingebracht wird. \u201eWir wollen mehr Fernverkehr in die Fl\u00e4che bringen\u201c, sagt Gastel. Dazu soll ein bundesweiter Aufgabentr\u00e4ger, der im Besitz des Bundes sein soll, gegr\u00fcndet werden, der sich um die Planung des Fernverkehrs k\u00fcmmert. Der k\u00f6nnte dann Vorgaben zu Streckenverl\u00e4ufen und zur Taktung machen. Es m\u00fcsse Regeln geben, die ein breites Angebot in der Fl\u00e4che sicherstellen, so die Begr\u00fcndung. Die Gr\u00fcnen wollen rund 100 St\u00e4dte besser an den Fernverkehr anschlie\u00dfen, was den Angaben zufolge etwa f\u00fcnf Millionen Menschen zugutek\u00e4me. Der Weg zum n\u00e4chsten Fernverkehrszug werde k\u00fcrzer, der Anreiz, umzusteigen, damit gr\u00f6\u00dfer, so Gastel.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Doch wie das genau erreicht werden kann, ist offen. Denn zum einen ist das Netz ohnehin schon \u00fcberlastet und muss saniert werden, zum anderen k\u00f6nnen sich viele dieser Strecken nicht rechnen, weil es dort einfach zu wenige Passagiere gibt. \u201eWir wollen keine Verkehre subventionieren, die auch ohne Subventionen funktionieren\u201c, sagt Gastel dazu. Dort, wo es sich aber nicht rechne, m\u00fcssten eben die Trassenpreise gesenkt werden. Der Infrastrukturanbieter Infrago vergibt sogenannte Trassen \u2013 also Rechte, die Schienen zu nutzen \u2013 und erh\u00e4lt daf\u00fcr Geb\u00fchren. Au\u00dferdem, so der Vorschlag der Gr\u00fcnen, sollten einige Strecken ausgeschrieben werden, sodass andere Anbieter als die Deutsche Bahn zum Zuge kommen k\u00f6nnen. Im Regionalverkehr ist das bereits lange der Fall. Das, so die Idee, k\u00f6nnte es k\u00fcnftig auch f\u00fcr Strecken im Fernverkehr geben.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das Konzept k\u00f6nnte laut Gastel schrittweise von 2028 an umgesetzt werden, die Kosten beziffert er auf bis zu 400 Millionen Euro. Die Zahlen basierten auf einer Studie des Deutschen Zentrums f\u00fcr Schienenverkehrsforschung (DZSF).\u00a0An der Trennung zwischen Fern- und Regionalverkehr wolle er festhalten. \u201eDas Ziel ist nicht, den Fernverkehr langsamer zu machen\u201c, betonte Gastel. Sprinter mit nur wenigen Haltestellen zwischen Gro\u00dfst\u00e4dten solle es weiterhin geben. Gleichzeitig k\u00f6nnten f\u00fcr anderen Verbindungen zus\u00e4tzliche Halte kommen oder bestehende Linien verl\u00e4ngert werden. Ob das auch praktikabel ist, ist offen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Konkurrenz, sagt Matthias Gastel, sei grunds\u00e4tzlich gut. \u201eWir freuen uns \u00fcber den Wettbewerb und unterst\u00fctzen ihn\u201c, sagt der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1247743,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1843],"tags":[1424,112901,5705,1517,1180,3364,2030,29,1149,2050,30,692,2052,2229,7136,148,1268,8970,1209,2339,4157,149,861,601,55],"class_list":["post-1247742","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-muenster","tag-aachen","tag-bahn-und-bus","tag-bamberg","tag-bundesnetzagentur","tag-bundestag","tag-de","tag-deutsche-bahn","tag-deutschland","tag-energie","tag-frankfurt","tag-germany","tag-hamburg","tag-hessen","tag-ice","tag-jena","tag-leserdiskussion","tag-muenchen","tag-muenster","tag-nordrhein-westfalen","tag-oberbayern","tag-oberfranken","tag-sueddeutsche-zeitung","tag-thueringen","tag-verkehr","tag-wirtschaft"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117124228118320082","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1247742","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1247742"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1247742\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1247743"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1247742"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1247742"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1247742"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}