{"id":1249013,"date":"2026-08-20T11:54:17","date_gmt":"2026-08-20T11:54:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1249013\/"},"modified":"2026-08-20T11:54:17","modified_gmt":"2026-08-20T11:54:17","slug":"deindustrialisierung-70-prozent-der-industriearbeitsplaetze-in-gefahr-cdu-politiker-warnt-vor-china-schock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1249013\/","title":{"rendered":"Deindustrialisierung: 70 Prozent der Industriearbeitspl\u00e4tze in Gefahr \u2013 CDU-Politiker warnt vor \u201eChina-Schock\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Jeden Monat gingen bereits bis zu 15.000 Industriearbeitspl\u00e4tze verloren, kritisiert der CDU-Bundestagsabgeordnete Volkmann. Ohne einen h\u00e4rteren Kurs gegen China drohe Deutschland eine breite Deindustrialisierung.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der CDU-Bundestagsabgeordnete <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/article68dbd19b1b9f01e517478f1f\/johannes-volkmann-ich-halte-eine-migrationspolitik-nach-dem-prinzip-hoffnung-fuer-einen-fehler.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/kultur\/article68dbd19b1b9f01e517478f1f\/johannes-volkmann-ich-halte-eine-migrationspolitik-nach-dem-prinzip-hoffnung-fuer-einen-fehler.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Johannes Volkmann<\/a> hat eindringlich vor einer massiven Deindustrialisierung Deutschlands durch chinesische \u00dcberkapazit\u00e4ten und vor verzerrtem Wettbewerb gewarnt. Die Dramatik der Entwicklung sei in der deutschen \u00d6ffentlichkeit noch nicht angekommen, sagte der Politiker im am Mittwoch ver\u00f6ffentlichten \u201eRonzheimer\u201c-Podcast. Ohne eine schnelle Kurskorrektur drohe Deutschland, \u201edie industrielle Substanz unseres Landes\u201c zu verlieren. <\/p>\n<p>Derzeit gingen in Deutschland jeden Monat 10.000 bis 15.000 <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article6a7eedcfa87e8142c31cff95\/arbeitsplatzverluste-strukturelle-erneuerungskrise-deutschlands-industrieller-kern-schrumpft-immer-weiter.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article6a7eedcfa87e8142c31cff95\/arbeitsplatzverluste-strukturelle-erneuerungskrise-deutschlands-industrieller-kern-schrumpft-immer-weiter.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Industriearbeitspl\u00e4tze verloren<\/a>, sagte Volkmann. \u201eUnd ein ganz erheblicher Teil ist auf \u00dcberkapazit\u00e4ten und unfairen Wettbewerb aus China zur\u00fcckzuf\u00fchren.\u201c Zugleich seien die deutschen Exporte nach China im ersten Quartal dieses Jahres um ein F\u00fcnftel niedriger ausgefallen als 2022, w\u00e4hrend die chinesischen Ausfuhren nach Europa massiv zun\u00e4hmen. Mittlerweile gehe jeder dritte Euro des chinesischen Handels\u00fcberschusses auf den Handel mit Europa zur\u00fcck, sagte der CDU-Politiker.<\/p>\n<p>Nach Volkmanns Darstellung droht deutschen Unternehmen ein doppelter \u201eChina-Schock\u201c. Einerseits breche der Absatz auf dem chinesischen Markt ein, besonders in der Automobilindustrie. Andererseits gelange eine stark wachsende Zahl chinesischer Produkte nach Europa. Dieser \u201eImportschock\u201c treffe neben Autobauern auch die Chemieindustrie, den Maschinenbau und mittelst\u00e4ndische Zulieferer. Im ersten Quartal sei die Einfuhr von Plug-in-Hybridautos aus China um 140 Prozent gestiegen, sagte Volkmann. Der damit verbundene Verdr\u00e4ngungswettbewerb k\u00f6nne \u201eden Automobilstandort Deutschland, wie wir ihn kennen, in seiner Existenz\u201c gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>\u201eEs kann keine L\u00f6sung sein, den Mittelstand an chinesische \u00dcberkapazit\u00e4ten zu verf\u00fcttern\u201c<\/p>\n<p>Die bisherige China-Strategie der Bundesregierung reicht nach Einsch\u00e4tzung Volkmanns nicht aus. Zwar habe sich Deutschland dem sogenannten De-Risking verschrieben, also dem Abbau wirtschaftlicher Risiken in den Beziehungen zu Peking. In der Praxis seien die Abh\u00e4ngigkeiten bei Seltenen Erden und anderen kritischen Rohstoffen jedoch weiter gewachsen. Hinzu k\u00e4men die handelspolitischen Ungleichgewichte. \u201eEs kann keine L\u00f6sung sein, den Mittelstand an chinesische \u00dcberkapazit\u00e4ten zu verf\u00fcttern, in der Hoffnung, dass einzelne gro\u00dfe Unternehmen als Letzte gefressen werden\u201c, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete.<\/p>\n<p>Volkmann verwies zudem auf <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.strategie-plan.gouv.fr\/publications\/lindustrie-europeenne-face-au-rouleau-compresseur-chinois\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.strategie-plan.gouv.fr\/publications\/lindustrie-europeenne-face-au-rouleau-compresseur-chinois&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">eine Untersuchung<\/a> einer franz\u00f6sischen Regierungskommission. Ohne Kurskorrektur k\u00f6nnten demnach innerhalb der kommenden f\u00fcnf bis zehn Jahre in Frankreich 50 Prozent und in Deutschland 70 Prozent der Industriearbeitspl\u00e4tze gef\u00e4hrdet sein. Es gehe um die M\u00f6glichkeit einer \u201eDeindustrialisierung des europ\u00e4ischen Kontinents\u201c in weiten Teilen der Automobil-, Chemie- und Maschinenbauindustrie, sagte Volkmann. <\/p>\n<p>Mit einer Entspannung durch ein freiwilliges Einlenken Pekings rechnet der CDU-Politiker nicht. Die chinesische F\u00fchrung halte in ihrem neuen F\u00fcnfjahresplan am Ausbau der eigenen Industriekapazit\u00e4ten fest und wolle ihren bisherigen Kurs sogar verst\u00e4rken. \u201eSolange ihre Exporte schneller wachsen als unsere Gegenma\u00dfnahmen, haben sie \u00fcberhaupt keinen Grund, daran zu zweifeln, dass es ein erfolgversprechender Kurs f\u00fcr sie ist\u201c, sagte Volkmann. Appelle allein w\u00fcrden China deshalb nicht zu einem Kurswechsel bewegen. <\/p>\n<p>Was Deutschland gegen China tun kann<\/p>\n<p>Volkmann gestand, dass wirksame Gegenma\u00dfnahmen auch Deutschland belasten w\u00fcrden. Einen kostenfreien Ausweg gebe es nicht. Handelsbeschr\u00e4nkungen, der Abbau von Rohstoffabh\u00e4ngigkeiten und eine st\u00e4rkere Diversifizierung k\u00f6nnten Preise erh\u00f6hen und politische Konflikte ausl\u00f6sen. Ein weiteres Z\u00f6gern verursache langfristig jedoch noch gr\u00f6\u00dfere Sch\u00e4den. Die Frage sei nicht: K\u00f6nnen wir es uns leisten, umzusteuern? Sondern: K\u00f6nnen wir es uns leisten, nicht umzusteuern in unseren Handelsbeziehungen gegen\u00fcber China?<\/p>\n<p>Der CDU-Politiker verglich die Situation mit der fr\u00fcheren deutschen Abh\u00e4ngigkeit von Russland. Deutschland habe sich aus Sorge vor den wirtschaftlichen Folgen einer Entkopplung immer weiter in die Abh\u00e4ngigkeit begeben. Europa sei China gegen\u00fcber dennoch nicht wehrlos. Voraussetzung f\u00fcr eine wirksame Reaktion sei aber, dass die Europ\u00e4er geschlossen handelten und glaubw\u00fcrdig zu Gegenma\u00dfnahmen bereit seien.<\/p>\n<p>Volkmann sprach sich konkret f\u00fcr Ausgleichsz\u00f6lle und weitere Handelsabwehrma\u00dfnahmen gegen chinesische Subventionen und Wechselkursvorteile aus. Bei kritischen Rohstoffen m\u00fcsse Deutschland eigene Kapazit\u00e4ten und Lieferketten in befreundeten Staaten f\u00f6rdern. Chinesische Technik f\u00fcr Bahn, H\u00e4fen oder Energieanlagen m\u00fcsse zudem strenger auf m\u00f6gliche Sicherheitsrisiken und technische Hintert\u00fcren gepr\u00fcft werden. Zugleich seien innenpolitische Reformen n\u00f6tig, darunter niedrigere Lohnnebenkosten, bessere steuerliche Bedingungen und weniger B\u00fcrokratie.<\/p>\n<p>ll<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Jeden Monat gingen bereits bis zu 15.000 Industriearbeitspl\u00e4tze verloren, kritisiert der CDU-Bundestagsabgeordnete Volkmann. 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