{"id":1249278,"date":"2026-08-20T14:41:22","date_gmt":"2026-08-20T14:41:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1249278\/"},"modified":"2026-08-20T14:41:22","modified_gmt":"2026-08-20T14:41:22","slug":"energiewende-hamburgs-h2-connector-die-neue-schaltstelle-der-industrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1249278\/","title":{"rendered":"Energiewende: Hamburgs H2-Connector \u2013 Die neue Schaltstelle der Industrie"},"content":{"rendered":"<p>Hamburg setzt bei der Energiewende auf Wasserstoff. Damit der Energietr\u00e4ger k\u00fcnftig aus Moorburg, \u00fcber den Hafen und aus dem bundesweiten Netz zu Industriebetrieben gelangen kann, wird nun eine weitere zentrale Anlage gebaut: der H2-Connector.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Wasserstoff gilt als wichtiger Energietr\u00e4ger f\u00fcr Industriebetriebe, die bislang auf Erdgas, Kohle oder andere fossile Brennstoffe angewiesen sind und ihre CO\u2082-Emissionen senken wollen. In Hamburg soll er k\u00fcnftig auf dem Gel\u00e4nde des ehemaligen Kohlekraftwerks Moorburg produziert, importiert und \u00fcber ein neues Leitungsnetz zu Unternehmen im Hafen transportiert werden. Mit dem H2-Connector wird daf\u00fcr jetzt eine weitere zentrale Anlage gebaut. Sie wird die Verbindungsstelle zwischen Wasserstoffproduktion, Leitungsnetz und bundesweiter Infrastruktur.<\/p>\n<p>Die Hamburger Energienetze haben am Donnerstag gemeinsam mit Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Gr\u00fcne) den offiziellen Baustart gefeiert. \u201eDer H2-Connector wird eine Schaltstelle f\u00fcr Wasserstoff, das bundesweite Netz und unsere Fabriken und Industrie im Hafen\u201c, sagte die Senatorin. Dass das Projekt an einem Ort entstehe, an dem noch vor wenigen Jahren Kohle verfeuert worden sei, sei \u201eein echter Meilenstein\u201c, so die Gr\u00fcnenpolitikerin.<\/p>\n<p>Der Connector ist Teil einer umfangreichen Wasserstoffstrategie, mit der sich Hamburg als Produktions-, Import- und Verteilstandort f\u00fcr den Energietr\u00e4ger positionieren will. W\u00e4hrend in Moorburg gr\u00fcner Wasserstoff entstehen soll, setzt die Stadt zugleich auf k\u00fcnftige Importe \u00fcber den Hafen. \u00dcber das Hamburger Industrie-Wasserstoffnetz (HH-WIN) sollen die Lieferungen anschlie\u00dfend zu Industriebetrieben rund um den Hafen gelangen. Hamburg wird au\u00dferdem an das bundesweite Wasserstoff-Kernnetz angeschlossen.<\/p>\n<p>Eine wichtige Rolle spielt dabei der derzeit ebenfalls auf dem ehemaligen Moorburger Kraftwerksgel\u00e4nde entstehende Gro\u00dfelektrolyseur. Die Anlage soll mit Strom aus erneuerbaren Energien Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff spalten.  Nach Angaben der Projektpartner sind j\u00e4hrlich rund 10.000 Tonnen Produktion vorgesehen.<\/p>\n<p>Der H2-Connector besteht aus mehreren technischen Anlagen. Dazu geh\u00f6ren eine Wasserstoff-Einspeiseanlage f\u00fcr den Gro\u00dfelektrolyseur, eine Gasdruckregelanlage sowie sp\u00e4ter eine Verdichterstation. Die Einspeiseanlage \u00fcbernimmt den Wasserstoff aus der Elektrolyse, pr\u00fcft dessen Qualit\u00e4t und speist ihn in das Hamburger Wasserstoffnetz HH-WIN ein. Die Gasdruckregelanlage gleicht anschlie\u00dfend die unterschiedlichen Druckstufen zwischen dem Hamburger Netz und dem bundesweiten Wasserstoff-Kernnetz aus. <\/p>\n<p>W\u00e4hrend das Hamburger Verteilnetz HH-WIN mit rund 25 Bar betrieben werden soll, sind im \u00fcberregionalen Fernleitungsnetz bis zu 70 Bar vorgesehen. Wasserstoff, der aus dem Bundesnetz nach Hamburg gelangt, muss deshalb zun\u00e4chst auf den niedrigeren Betriebsdruck abgesenkt werden. Umgekehrt soll eine sp\u00e4ter geplante Verdichterstation den Druck erh\u00f6hen k\u00f6nnen, um Wasserstoffexporte aus Moorburg zu erm\u00f6glichen, etwa wenn in Hamburg mehr Wasserstoff produziert wird als zum Start der Anlagen. Der Elektrolyseur, der aktuell als 100\u2011MW-Anlage gebaut wird, k\u00f6nnte perspektivisch auf bis zu 800 MW erweitert werden.<\/p>\n<p>Der H2-Connector wird deshalb von Beginn an als Teil einer Infrastruktur gebaut, die weit \u00fcber die erste Ausbaustufe hinausreichen soll. Die Baukosten f\u00fcr den Connector belaufen sich \u2013 ohne die Verdichterstation, die noch in der Projektierungsphase ist \u2013 auf rund 22,6 Mio. Euro. Davon sind etwa 16,3 Mio. Euro \u00fcber eine europ\u00e4ische IPCEI-F\u00f6rderung (Important Projects of Common European Interest) abgedeckt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hamburg setzt bei der Energiewende auf Wasserstoff. 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