{"id":1250238,"date":"2026-08-21T01:03:18","date_gmt":"2026-08-21T01:03:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1250238\/"},"modified":"2026-08-21T01:03:18","modified_gmt":"2026-08-21T01:03:18","slug":"myanmar-will-ins-all-russland-bildet-ersten-kosmonauten-des-landes-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1250238\/","title":{"rendered":"Myanmar will ins All: Russland bildet ersten Kosmonauten des Landes aus"},"content":{"rendered":"<p>Russland und Myanmar haben eine Reihe von Dokumenten zur Zusammenarbeit im Weltraumbereich unterzeichnet. Die russische Raumfahrtbeh\u00f6rde Roskosmos soll demnach die Vorauswahl und Ausbildung myanmarischer Kosmonauten nach russischen Standards \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Der Generaldirektor von Roskosmos, Dmitri Bakanow, und der Exekutivdirektor der myanmarischen Weltraumbeh\u00f6rde, Soe Myint Maung, unterzeichneten ein Memorandum, das die Zusammenarbeit bei Satellitennavigation und bei bemannter Raumfahrt vorsieht. Auch die Ausbildung des ersten Kosmonauten aus Myanmar ist vorgesehen.<\/p>\n<p>Im Anschluss unterzeichneten Vertreter von Roskosmos-Unternehmen und die myanmarische Seite im nach der ersten Kosmonautin Walentina Tereschkowa benannten Missionskontrollzentrum weitere Vertr\u00e4ge zur Umsetzung des Memorandums.<\/p>\n<p>Diese betreffen die Vorbereitung und Durchf\u00fchrung medizinischer Untersuchungen myanmarischer Kosmonauten sowie den Aufbau eines nationalen Such- und Rettungssystems nach dem Cospas-Sarsat-Standard auf dem Gebiet Myanmars.<\/p>\n<p>Ausbildung nach russischen Standards<\/p>\n<p>Angesichts des zerr\u00fctteten politischen Zustands in Myanmar kann man Zweifel daran haben, dass tats\u00e4chlich ein Kosmonaut des Landes bald ins All fliegen wird.<\/p>\n<p>Unrealistisch ist das Vorhaben allerdings nicht. Denn die Weltraumbeh\u00f6rde des Landes hat bereits einen vorl\u00e4ufigen Raumfahrer-Pool ausgew\u00e4hlt und der Regierung pr\u00e4sentiert. Da die Ausbildung wohl in Russland stattfinden wird, d\u00fcrfte die politische Situation in Myanmar wenig Auswirkung auf die Trainingsphase haben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Bis zur finalen Auswahl stehen zwar noch eine Reihe von Tests aus, gerade da Russland an das Kosmonauten-Corps strenge Anforderungen stellt, aber mit der Vorauswahl ist der schwerste Schritt getan.<\/p>\n<p>Erst im April hatte <a href=\"https:\/\/www.flugrevue.de\/raumfahrt\/mit-russischer-unterstuetzung-usbekistan-will-eigenes-raumfahrtprogramm\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Usbekistan angek\u00fcndigt<\/a>, einen ersten eigenen Kosmonauten sowie einen nationalen Satelliten ins All schicken zu wollen \u2013 auch hier mit russischer Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>F\u00fcr den ersten myanmarischen Kosmonauten gibt es noch keinen \u00f6ffentlichen Zeitplan. Im Schnitt dauert der Auswahlprozess f\u00fcr russische Kandidaten zwischen zw\u00f6lf und 18 Monaten. Da bereits eine Vorauswahl getroffen wurde, wird es wohl noch etwa ein Jahr dauern, bis alle Tests abgeschlossen sind und eine finale Auswahl getroffen wurde.<\/p>\n<p>So schnell wie f\u00fcr S\u00fcdafrika wird es dann allerdings nicht gehen. Kosmonauten durchlaufen noch mehrere Jahre Grundausbildung und spezielles Missionstraining, bis sie f\u00fcr den Einsatz im Weltall bereit sind. F\u00fcr russische Kandidaten sind es etwa f\u00fcnf bis sieben Jahre.<\/p>\n<p>Sollte die Trainingsphase nicht aus politischen Gr\u00fcnden verk\u00fcrzt werden, wird vor den fr\u00fchen 2030er-Jahren also keine Mission mit einem myanmarischen Kosmonauten starten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Russland und Myanmar haben eine Reihe von Dokumenten zur Zusammenarbeit im Weltraumbereich unterzeichnet. 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