{"id":125032,"date":"2025-05-20T08:51:15","date_gmt":"2025-05-20T08:51:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/125032\/"},"modified":"2025-05-20T08:51:15","modified_gmt":"2025-05-20T08:51:15","slug":"usa-und-china-setzen-europa-weiter-unter-druck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/125032\/","title":{"rendered":"USA und China setzen Europa weiter unter Druck"},"content":{"rendered":"<p>Vorlesen<a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-black bg-whitelilac rounded-8 grid items-center group py-[6px] px-8 text-12 hover:bg-magenta hover:text-whitelilac gap-8 grid-cols-[min-content_34px] hover:dark:text-salemsfur\" href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEIJQzYzeY7hM4UzfQTU6gT8qFAgKIhCCUM2M3mO4TOFM30E1OoE_\/sections\/CAQqKggAIhCCUM2M3mO4TOFM30E1OoE_KhQICiIQglDNjN5juEzhTN9BNTqBPzCUrrwL?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" aria-label=\"Auf Google News folgen\">News folgen<\/a><img style=\"--width:16;--height:16\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/sharing-menu-icon.1eb71368.svg.svg+xml\" alt=\"Teilen Menu auf machen\" title=\"Teilen Menu auf machen\" class=\"&#10;        block&#10;        h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)]&#10;        w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)]&#10;        max-w-none&#10;        group-hover:invert group-hover:grayscale group-hover:contrast-200 dark:group-hover:invert dark:contrast-200 dark:grayscale dark:invert\" decoding=\"async\"\/>Artikel teilen<\/p>\n<p class=\"font-bold text-18 leading-17\">Die Branche f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz steht vor gro\u00dfen Herausforderungen. Amerika und China setzen Europa unter Druck. Einer der f\u00fchrenden Experten erkl\u00e4rt im Interview, wie Deutschland sich aus dem W\u00fcrgegriff befreien kann.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">K\u00fcnstliche Intelligenz ist in vielen Bereichen und Branchen auf dem Vormarsch. In Schulen k\u00e4mpfen Lehrer gegen ChatGPT-generierte Aufs\u00e4tze, Unternehmen integrieren KI-Tools in ihre Abl\u00e4ufe, und selbst Beh\u00f6rden k\u00f6nnen sich der digitalen Welle nicht mehr entziehen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Fabian Westerheide ist einer der profiliertesten KI-Investoren Deutschlands. Er ist Gr\u00fcnder der &#8222;Rise of AI&#8220;, einer j\u00e4hrlichen Konferenz f\u00fcr f\u00fchrende K\u00f6pfe der KI-Szene, die am 14. Mai in <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/region\/berlin\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Berlin<\/a> stattfand. Das diesj\u00e4hrige Motto lautete: &#8222;Good News from Europe&#8220; \u2013 in einer Zeit, in der der europ\u00e4ische Technologiesektor oft als hoffnungslos abgeh\u00e4ngt gilt.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Im Gespr\u00e4ch mit t-online erkl\u00e4rt Westerheide, warum er trotz aller Herausforderungen an Europa glaubt und welche deutschen KI-Unternehmen vielversprechend sind.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\"><strong class=\"font-bold\">t-online: Herr Westerheide, wie sehr hat K\u00fcnstliche Intelligenz Ihre t\u00e4gliche Arbeit ver\u00e4ndert?<\/strong><\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\"><strong class=\"font-bold\">Fabian Westerheide:<\/strong> Sehr. Ich benutze allein ChatGPT bis zu 50-mal am Tag. Manchmal auch 30-mal hintereinander bei einer Frage, weil ich prompte, diskutiere und die Ergebnisse immer weiter verfeinere. F\u00fcr mich ist <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/kuenstliche-intelligenz\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">KI<\/a> wie ein Praktikant: Am Anfang kann sie nichts, du musst sie anleiten und ihre Arbeit kontrollieren. Aber mit der Zeit nimmt sie dir immer mehr Arbeit ab. Fr\u00fcher h\u00e4tte ich Texte f\u00fcr mein Buch zu einem Lektor schicken und dann ein, zwei Tage auf Feedback warten m\u00fcssen \u2013 jetzt bekomme ich es sofort. Das ist unglaublich wertvoll.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\"><strong class=\"font-bold\">Vor drei Jahren war st\u00e4ndig von ChatGPT die Rede. Inzwischen scheint es so, als sei der Hype abgeflaut. Oder t\u00e4uscht der Eindruck?<\/strong><\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Das t\u00e4uscht. Lediglich der mediale Hype flacht ab, die \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit ist ges\u00e4ttigt \u2013 nach dem Motto: &#8222;Wir haben es jetzt, fertig.&#8220; Dabei f\u00e4ngt die eigentliche Arbeit erst an: Was ist mit Sch\u00fclern, die ChatGPT f\u00fcr Aufs\u00e4tze nutzen? Die Lernergebnisse gehen runter. Wir m\u00fcssen jetzt die Bildung anpassen. Zugleich steigt in der Industrie der Bedarf. Es gibt mehr Auftr\u00e4ge. Denn diese Tools m\u00fcssen in Unternehmen und Beh\u00f6rden integriert werden.<\/p>\n<p><img   loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1747731075_687_image.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"1117\" height=\"745\" class=\"w-full h-full max-w-full rounded-8\" decoding=\"async\"\/> (Quelle: Jens Braune del Angel)<\/p>\n<p class=\"pt-8 text-14 md:pt-8 leading-17\"><strong class=\"font-bold\">Fabian J. G. Westerheide<\/strong> gilt als einer der f\u00fchrenden K\u00f6pfe im Bereich der K\u00fcnstlichen Intelligenz in Deutschland. Als Gr\u00fcnder und CEO der AI for Humans GmbH ist er Berater zahlreicher Regierungsinstitutionen und Fortune-500-Unternehmen. Zusammen mit seiner Frau ist er Gastgeber der j\u00e4hrlichen Konferenz &#8222;Rise of AI&#8220;, dem Branchentreffen f\u00fcr die zentralen Akteure der deutschen KI-Szene.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\"><strong class=\"font-bold\">Wie gut sind deutsche Unternehmen daf\u00fcr positioniert?<\/strong><\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Wir haben in Europa alles, was wir brauchen \u2013 viele gute L\u00f6sungen. Es gibt wenig Grund, amerikanische oder chinesische Produkte zu kaufen. Aber die sind halt schneller, g\u00fcnstiger und aggressiver. Wenn wir nicht handeln, werden bald nur noch Microsoft-Produkte genutzt, die ihre KI \u00fcberall integrieren. Ich m\u00f6chte, dass deutsche Firmen wieder eigene Produkte entwickeln. Nehmen Sie <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/sap\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">SAP<\/a>, ein internationaler Softwarekonzern aus Deutschland: Sie bilden das R\u00fcckgrat einer jeden Firma, denn sie verf\u00fcgen \u00fcber alle Datenstr\u00f6me. Das Unternehmen m\u00fcsste eigentlich die m\u00e4chtigste Firma der Welt sein. K\u00f6nnte es auch sein. Aber wie viele deutsche Unternehmen ist SAP orientierungslos.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\"><strong class=\"font-bold\">Trotzdem lautet das Motto Ihrer Konferenz &#8222;Good News from Europe&#8220; \u2013 gute Nachrichten aus Europa. Was sind denn die guten Nachrichten?<\/strong><\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Wir haben eine funktionierende Demokratie und verl\u00e4ssliche Planbarkeit in unseren Strukturen. Europa ist der Ort, wo immer mehr Menschen sein wollen. Ich habe mit mehreren Amerikanern gesprochen, die lieber in Berlin leben als in den <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/usa\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a>. Hier ist &#8222;the place to live&#8220;. Wir werden sogar mehr zum Garanten f\u00fcr Stabilit\u00e4t und Sicherheit.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\"><strong class=\"font-bold\">Was macht Sie so optimistisch, angesichts der oft beschriebenen technologischen R\u00fcckst\u00e4ndigkeit Europas?<\/strong><\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Europa und die deutsche Verwaltung reagieren traditionell erst, wenn der Druck gro\u00df genug ist. Die Amerikaner bauen Druck auf, die Chinesen sehen das und handeln pr\u00e4ventiv \u2013 und wir reagieren. Aber jetzt wird der Druck so gro\u00df, dass Europa handeln muss. Die n\u00e4chsten Monate oder Jahre werden entscheidend: K\u00f6nnen wir unser Potenzial entfalten \u2013 die Vielfalt, die Kultur, die Talente? Oder zerbricht Europa, weil es gespalten wird? F\u00fcr mich ist es eine gute Nachricht, dass der Druck jetzt so gro\u00df ist, dass Europas Eliten endlich agieren m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\"><strong class=\"font-bold\">Was erwarten Sie vom neuen Digitalminister Karsten Wildberger?<\/strong><\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Der Vorteil ist, dass es ein neues Ministerium ohne Altlasten ist \u2013 sie k\u00f6nnen sich dort neu austoben. Und Wildberger ist ein Externer, nicht durch den Parteikl\u00fcngel ins Amt gekommen, sondern wegen seiner Kompetenzen. Das ist doch erst mal gro\u00dfartig: einen Minister zu haben, der nicht auf irgendeiner Liste stand, sondern Kompetenz mitbringt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"VorlesenNews folgenArtikel teilen Die Branche f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz steht vor gro\u00dfen Herausforderungen. 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