{"id":1250749,"date":"2026-08-21T06:38:17","date_gmt":"2026-08-21T06:38:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1250749\/"},"modified":"2026-08-21T06:38:17","modified_gmt":"2026-08-21T06:38:17","slug":"berliner-spitzenkandidatin-elif-eralp-im-gespraech-eine-linke-in-der-regierung-wird-vergesellschaften","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1250749\/","title":{"rendered":"Berliner Spitzenkandidatin Elif Eralp im Gespr\u00e4ch: \u201eEine Linke in der Regierung wird vergesellschaften\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspCKpk tspCKpl\"><strong>Frau Eralp, in einem Wahlkampfvideo sagen Sie: \u201eMenschen wie ich sollen in diesem Land eigentlich nicht B\u00fcrgermeisterin werden.\u201c Was meinen Sie damit?<\/strong><br \/>Es gibt nur wenige Menschen in hohen Regierungs\u00e4mtern, die nicht schon jahrzehntelang im Politikbetrieb waren, die die Alltagssorgen der Menschen wirklich kennen und eine Migrationsgeschichte haben.<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\"><strong>Welche Rolle spielt das aus Ihrer Sicht?<\/strong><br \/>Es ist wichtig, dass sich die gesamte Bev\u00f6lkerung in der Politik abbildet. Frauen und queere Menschen sind unterrepr\u00e4sentiert, aber eben ganz klar auch Menschen mit Migrationsgeschichte. Auch ihnen will ich im Roten Rathaus eine Stimme geben.<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\"><strong>Sie haben Ihren Wahlkreis mitten in Kreuzberg. Ihre Kampagne richtet sich vor allem an ein junges, urbanes Publikum. K\u00f6nnen Sie auch den Berliner Stadtrand vertreten?<\/strong><br \/>Ich bin viel in den Au\u00dfenbezirken unterwegs und habe auch viel Kontakt mit \u00e4lteren Menschen. Was alle verbindet \u2013 egal, ob alt oder jung, mit oder ohne Migrationsgeschichte \u2013, ist die Frage der Bezahlbarkeit.<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\"><strong>Wenn man Ihren Wahlkampf beobachtet, muss man den Eindruck bekommen, dass Menschen, die Eigentum besitzen oder wirtschaftlich erfolgreich sind, Ihrer Partei suspekt sind.<\/strong><br \/>Nein. Es gibt viele Menschen, etwa aus der sogenannten Gastarbeitergeneration, die sich ihr Eigenheim hart erarbeitet haben und darin wohnen. Es geht \u00fcberhaupt nicht darum, jemandem Steine in den Weg zu legen. Wir m\u00f6chten, dass Berlin wirtschaftlich floriert. Wir unterst\u00fctzen kleine und mittelst\u00e4ndische Betriebe, beispielsweise mit unserer Forderung nach einem Gewerbemietendeckel und einem Gr\u00fcnderbonus.<\/p>\n<p>Zur Person<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\"><strong>Elif Eralp<\/strong> wurde 1981 in M\u00fcnchen geboren. Ihre Mutter fl\u00fcchtete w\u00e4hrend der Schwangerschaft aus der T\u00fcrkei. Sp\u00e4ter wuchs Eralp in Dortmund und Hamburg auf, wo sie ein Studium der Rechtswissenschaften 2007 mit dem Ersten Juristischen Staatsexamen abschloss. Eralp zog anschlie\u00dfend nach Berlin und arbeitete in der Bundestagsfraktion der Linken. Erst 2017 trat sie auch in die Partei ein und wurde ein Jahr sp\u00e4ter in den Berliner Landesvorstand gew\u00e4hlt. Seit der Wahl 2021 sitzt sie f\u00fcr die Linke im Abgeordnetenhaus und ist seit Herbst 2025 Spitzenkandidatin f\u00fcr die kommende Wahl. Eralp lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Kreuzberg.<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\"><strong>Sie tragen seit L\u00e4ngerem eine goldene Mietendeckel-Kette. W\u00fcrde das auch so bleiben, wenn Sie Regierende B\u00fcrgermeisterin w\u00fcrden?<\/strong><br \/>Ja, klar!<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\"><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/koalition-nur-mit-enteignung-die-berliner-linke-steckt-plotzlich-in-der-zwickmuhle-15925803.html?icid=in-text-link_15966285\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><strong>Die Bundesspitze Ihrer Partei ist zuletzt vorgeprescht<\/strong><\/a><strong>: Eine Koalition soll es mit Ihnen in Berlin nur geben, wenn eine Vergesellschaftung von Wohnkonzernen umgesetzt wird. Sie selbst haben zur\u00fcckhaltender reagiert. Worauf m\u00fcssen sich die W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler nun einstellen?<\/strong><br \/>Die Berlinerinnen und Berliner haben 2021 bei einem Volksentscheid mit fast 60 Prozent f\u00fcr eine Vergesellschaftung von gro\u00dfen Wohnungsbest\u00e4nden der Immobilienkonzerne gestimmt. Das ist ein demokratischer Auftrag, der an alle Parteien geht, nicht nur an uns.<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\">Ich habe immer gesagt: Wenn die Linke in die Regierung geht, wird der Volksentscheid umgesetzt. Nichts anderes hat auch unsere Bundesvorsitzende Ines Schwerdtner gesagt. In dieser Frage sind wir uns v\u00f6llig einig.<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\"><strong>Sie w\u00fcrden also keinen Koalitionsvertrag unterschreiben, in dem das Ziel der Vergesellschaftung von Wohnraum nicht enthalten ist?<\/strong><br \/>Eine Linke in der Regierung wird vergesellschaften. Dazu stehe ich weiterhin.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/elif-eralp-checkpoint-wahl-spezial.jpeg\"   alt=\"27.07.26, Caf\u00e9 Pfeiffers, Kreuzberg, Berlin. Spitzenkandidatin Elif Eralp im Checkpoint Tagesspiegel Interview mit stellvertretenden Chefredakteurin Anke Myrrhe. Video und Podcast\" aria-labelledby=\"caption-15966282\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspAYi1\"\/> \u201eMietendeckel\u201c steht auf der Halskette von Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp. <\/p>\n<p class=\"tspYfx\"> \u00a9 TSP\/Nassim Rad <\/p>\n<p class=\"tspCKpk\"><strong>M\u00f6glicherweise fehlt Ihnen daf\u00fcr aber die Mehrheit.<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/berlin-vor-der-wahl-linken-chefin-schwerdtner-macht-enteignungen-zur-bedingung-fur-koalition-15918271.html?icid=in-text-link_15966285\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> Der SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach hat angek\u00fcndigt, bei Enteignungen nicht mitzumachen.<\/a> Gehen Sie im Zweifel lieber in die Opposition, statt zu regieren?<\/strong><br \/>Ich denke, nicht wir, sondern der Spitzenkandidat der SPD sollte seine Position \u00fcberdenken, denn schlie\u00dflich haben die Berliner ein klares Votum gegeben, genauso wie \u00fcbrigens seine eigene Partei.<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\">Die Mitglieder der Linken haben zu Recht hohe Anspr\u00fcche an eine Regierungsbeteiligung. F\u00fcr uns steht im Zentrum, die Mietenkrise zu l\u00f6sen. Dazu geh\u00f6ren ein Mietendeckel bei den landeseigenen Wohnungen, ein konsequentes Vorgehen gegen Mietwucher, mehr sozialer Wohnungsbau und die Vergesellschaftung. Wenn wir diese Punkte in den Koalitionsvertrag bekommen, wird die Mitgliedschaft das sehr unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\"><strong>Und wenn nicht?<\/strong><br \/>Ich trete daf\u00fcr ein, das umzusetzen, und dabei bleibe ich.<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\"><strong>Dabei d\u00fcrfte auch Ihnen klar sein, dass das Vorhaben extrem kompliziert ist und in den kommenden f\u00fcnf Jahren keine Wohnungsbest\u00e4nde tats\u00e4chlich vergesellschaftet werden. Wann sagen Sie das auch Ihren W\u00e4hlern?<\/strong><br \/>Wir haben nie gesagt, dass das von heute auf morgen umgesetzt werden kann. Das wird ein langwieriger Prozess. Entscheidend ist aber, dass wir ihn \u00fcberhaupt beginnen, und wir werden ab Tag eins daran arbeiten. Mein Ziel ist es, dass wir innerhalb des ersten Jahres dem Abgeordnetenhaus ein entsprechendes Gesetz vorlegen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\"><strong>Was w\u00e4re Ihr Zieldatum?<\/strong><br \/>Das kann ich derzeit nicht seri\u00f6s sagen, aber so schnell wie m\u00f6glich.<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\"><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/berlins-grosster-vermieter-vonovia-begrusst-geplantes-enteignungsverbot-fur-wohnungen-15914831.html?icid=in-text-link_15966285\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><strong>Das gro\u00dfe Feindbild ist Vonovia.<\/strong><\/a><strong> In deren Berliner Bestand liegen die Durchschnittsmieten aktuell bei 8,23 Euro pro Quadratmeter. Das sind nicht die Wuchermieten, von denen Sie oft sprechen.<\/strong><br \/>Aktuell haben viele Wohnungen aufgrund alter Mietvertr\u00e4ge teilweise noch sozialvertr\u00e4gliche Mieten. Wenn jemand auszieht, wird eine Wohnung jedoch h\u00e4ufig saniert und anschlie\u00dfend an der Mietpreisbremse vorbei f\u00fcr das Doppelte angeboten. Das kann man verhindern, indem man mehr Wohnungen in die \u00f6ffentliche Hand \u00fcberf\u00fchrt.<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\"><strong>Also lieber vergesellschaften statt zu bauen?<\/strong><br \/>Es gibt kein Entweder-oder. Wir wollen gleichzeitig ein kommunales Wohnungsbauprogramm auflegen und damit innerhalb von zehn Jahren 75.000 bezahlbare Wohnungen \u00fcber die landeseigenen Wohnungsunternehmen schaffen.<\/p>\n<p>Haben auch Sie eine Frage an Elif Eralp?<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\">Am 17. September l\u00e4dt die Tagesspiegel-Chefredaktion die Spitzenkandidaten zur Abgeordnetenhauswahl ins Deutsche Theater, um \u00fcber die gr\u00f6\u00dften Probleme der Stadt zu sprechen: Verkehr, Wohnen, Sicherheit und Sauberkeit. Mit dabei sind <strong>Elif Eralp<\/strong> (Linke), <strong>Stefan Evers<\/strong> (CDU), <strong>Werner Graf<\/strong> (Gr\u00fcne) und <strong>Steffen Krach<\/strong> (SPD).<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\">Haben auch Sie eine Frage an die Kandidaten? Anke Myrrhe und Christian Tretbar stellen sie gerne f\u00fcr Sie. <strong>Schicken Sie Ihre Frage an <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/mailto:chefredaktion@tagesspiegel.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"link link--external\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"external\" aria-describedby=\"message-target-blank\">chefredaktion@tagesspiegel.de<\/a><\/strong>.<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\"><strong>In Lichtenberg hat Ihre Partei gerade gefeiert, dass neue Wohnh\u00e4user der landeseigenen Howoge im Ilse-Kiez gestoppt werden. Wollen Sie \u00fcberhaupt in Berlin bauen?<\/strong><br \/>Ja, und zwar bezahlbar. Deshalb wollen wir die landeseigenen Wohnungsunternehmen mit einer Eigenkapitalzuf\u00fchrung von anderthalb Milliarden Euro j\u00e4hrlich st\u00e4rken und ein Zehnjahresprogramm auflegen. Und wir wollen daf\u00fcr gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern Konzepte entwickeln. Uns ist auch nicht geholfen, wenn wir alles zubetonieren. Die Menschen, die dort leben, brauchen auch noch Gr\u00fcnfl\u00e4chen. Ich sehe daher vor allem in den 24 neuen Stadtquartieren Potenzial.<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\"><strong>Und wie w\u00e4re es mit einer Randbebauung des Tempelhofer Felds?<\/strong><br \/>Das Feld wird w\u00f6chentlich von fast 200.000 Berlinerinnen und Berlinern besucht. Auch ich war gerade erst wieder mit meinen Kindern dort. Wo haben wir das schon in der Gro\u00dfstadt, dass man mal den Horizont sehen kann? Deswegen finde ich, dass das Tempelhofer Feld unbebaut bleiben muss.<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\"><strong>Sie versprechen allerlei soziale Wohltaten. Dabei befindet sich Berlin in einer \u00e4u\u00dferst schwierigen Haushaltslage. Die Stadt muss in den n\u00e4chsten Jahren massiv sparen. Wie wollen Sie das alles bezahlen?<\/strong><br \/>Die Haushaltslage ist eine sehr gro\u00dfe Herausforderung. Das Defizit wird sich auch unter F\u00fchrung der Linken nicht von heute auf morgen aufl\u00f6sen lassen. Deshalb wollen wir neu priorisieren. Olympische Spiele etwa sind aus meiner Sicht Geldverschwendung. Und ohne eine St\u00e4rkung der Einnahmenseite wird es nicht gehen.<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\"><strong>Wie soll die aussehen?<\/strong><br \/>Die Wiedereinf\u00fchrung der Verm\u00f6genssteuer auf Bundesebene w\u00fcrde Berlin f\u00fcnfeinhalb Milliarden Euro j\u00e4hrlich bringen \u2026<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\"><strong>\u2026 daf\u00fcr fehlen die Mehrheiten im Bund.<\/strong><br \/>Das k\u00f6nnte sich aber \u00e4ndern, wenn in der Hauptstadt erstmals die Linke regiert.<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\"><strong>Und was kann Berlin selbst tun?<\/strong><br \/>Wir wollen eine Luxusvillensteuer einf\u00fchren f\u00fcr alle, die eine Villa oder ein Haus im Wert von mehr als vier Millionen Euro besitzen oder erwerben. Wir haben berechnet, dass sie bis zu 200 Millionen Euro einbringen kann. Zudem wollen wir eine Steuer auf unbebauten Boden erheben, weil damit in Berlin noch immer spekuliert wird. Und wir m\u00fcssen eine Erh\u00f6hung der Anwohnerparkgeb\u00fchren in Erw\u00e4gung ziehen.<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\"><strong>Welche H\u00f6he schwebt ihnen vor?<\/strong><br \/>Mindestens hundert Euro im Jahr sind aus meiner Sicht m\u00f6glich. Das ist \u00f6ffentlicher Raum, der privat genutzt wird. Das wird zus\u00e4tzliche Einnahmen generieren. Wir m\u00fcssen aber auch zus\u00e4tzliche Kredite aufnehmen. Wir wollen den m\u00f6glichen Kreditrahmen innerhalb der Schuldenbremse von einer Milliarde Euro aussch\u00f6pfen.<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\"><strong>Zeigt allein das nicht, dass Ihre Pl\u00e4ne nicht nachhaltig finanzierbar sind?<\/strong><br \/>Der aktuelle Senat hat ebenfalls Kredite in Milliardenh\u00f6he aufgenommen. Das wird von jeder Landesregierung gemacht. Es hat keiner etwas davon, wenn unsere Stadt verf\u00e4llt und junge Menschen hier keine gute Zukunft haben. Jeder Euro, den wir jetzt in unsere Stadt investieren, kommt zehnfach zur\u00fcck.<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\"><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/wer-ist-ferat-kocak-ein-radikaler-aktivist-vertritt-neukollns-linke-kunftig-im-bundestag-13265572.html?icid=in-text-link_15966285\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><strong>Der Berliner Bundestagsabgeordnete Ferat Ko\u00e7ak hat gefordert, die Polizei zu entwaffnen<\/strong><\/a><strong>. Schlie\u00dfen Sie sich dem an?<\/strong><br \/>Die Linke steht daf\u00fcr, dass hier alle Menschen in Sicherheit leben k\u00f6nnen. Daf\u00fcr muss die Polizei gut ausgestattet sein. Wir werden nicht bei der Sicherheit der Berlinerinnen und Berliner sparen. Aber man muss kritisch hinterfragen, ob beispielsweise bei Demonstrationen bestimmte Polizeieins\u00e4tze angemessen sind.<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\"><strong>Ihr Neuk\u00f6llner B\u00fcrgermeisterkandidat Ahmed Abed nannte den B\u00fcrgermeister der israelischen Partnerstadt Bat Yam bei dessen Besuch einen \u201eFaschisten\u201c. Wie viel Einfluss werden solche Positionen zum Thema Israel und Nahostkonflikt k\u00fcnftig auf den Senat haben, falls Sie regieren?<\/strong><br \/>Zum Thema Antisemitismus haben wir sehr klare Beschl\u00fcsse gefasst, hinter denen sich die Partei versammelt hat. F\u00fcr meinen F\u00fcnf-Punkte-Plan zum Schutz und zur St\u00e4rkung j\u00fcdischen Lebens habe ich viel positive Resonanz erhalten.<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\"><strong>Der Vorsitzende der J\u00fcdischen Gemeinde nennt diesen F\u00fcnf-Punkte-Plan ein Feigenblatt \u2026<\/strong><br \/>Das finde ich sehr schade. Wir haben ihm viele Gespr\u00e4chsangebote gemacht, und ich hoffe, dass wir dazu noch miteinander ins Gespr\u00e4ch kommen. Wir stehen f\u00fcr den Schutz und die Sicherheit aller Menschen in Berlin: f\u00fcr j\u00fcdische Menschen, die derzeit besonders viel Antisemitismus erleben, f\u00fcr muslimische und f\u00fcr pal\u00e4stinensische Menschen, die ausgegrenzt werden. Das ist auch mein Vorwurf an den Regierenden B\u00fcrgermeister: Er hat es nicht geschafft, sich mit Pal\u00e4stinenserinnen und Pal\u00e4stinensern zu treffen, die Angeh\u00f6rige in Gaza verloren haben, ihre Sorgen und N\u00f6te anzuh\u00f6ren und Empathie zu zeigen.<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/hatte-potenzial-die-partei-zu-spalten-die-berliner-linke-furchtet-die-enteignungsfalle-15935014.html?icid=topic-list_15966285___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" data-hydrate-fingerprint=\"09740a54944caac75fd2c0c63fd5c5df\" data-hydrate-props=\"{&amp;escapedquot;element&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;type&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;relatedContent&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;fieldMap&amp;escapedquot;:{},&amp;escapedquot;relation&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;fields&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;isPaid&amp;escapedquot;:true},&amp;escapedquot;href&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;\/berlin\/hatte-potenzial-die-partei-zu-spalten-die-berliner-linke-furchtet-die-enteignungsfalle-15935014.html&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;teaserTitle&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;kicker&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;\u201eH\u00e4tte Potenzial, die Partei zu spalten\u201c&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;headline&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;Die Berliner Linke f\u00fcrchtet die Enteignungsfalle&amp;escapedquot;},&amp;escapedquot;id&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;15935014&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;type&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;story&amp;escapedquot;},&amp;escapedquot;isPartOfList&amp;escapedquot;:true,&amp;escapedquot;topicListType&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;topic-list&amp;escapedquot;},&amp;escapedquot;showArrow&amp;escapedquot;:true}\" data-hydrate-slots=\"{&#039;default&#039;:[]}\" class=\"tspDDr7 tspDCr5\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eH\u00e4tte Potenzial, die Partei zu spalten\u201c Die Berliner Linke f\u00fcrchtet die Enteignungsfalle <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/koalition-nur-mit-enteignung-die-berliner-linke-steckt-plotzlich-in-der-zwickmuhle-15925803.html?icid=topic-list_15966285___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" data-hydrate-fingerprint=\"09740a54944caac75fd2c0c63fd5c5df\" data-hydrate-props=\"{&amp;escapedquot;element&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;type&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;relatedContent&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;fieldMap&amp;escapedquot;:{},&amp;escapedquot;relation&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;fields&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;isPaid&amp;escapedquot;:true},&amp;escapedquot;href&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;\/berlin\/koalition-nur-mit-enteignung-die-berliner-linke-steckt-plotzlich-in-der-zwickmuhle-15925803.html&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;teaserTitle&amp;escapedquot;:{&amp;escapedquot;kicker&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;Koalition nur mit Enteignung?&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;headline&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;Die Berliner Linke steckt pl\u00f6tzlich in der Zwickm\u00fchle&amp;escapedquot;},&amp;escapedquot;id&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;15925803&amp;escapedquot;,&amp;escapedquot;type&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;story&amp;escapedquot;},&amp;escapedquot;isPartOfList&amp;escapedquot;:true,&amp;escapedquot;topicListType&amp;escapedquot;:&amp;escapedquot;topic-list&amp;escapedquot;},&amp;escapedquot;showArrow&amp;escapedquot;:true}\" data-hydrate-slots=\"{&#039;default&#039;:[]}\" class=\"tspDDr7 tspDCr5\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Koalition nur mit Enteignung? 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Wird es die mit Ihnen als Regierender B\u00fcrgermeisterin geben?<\/strong><br \/>Ich werde mich daf\u00fcr einsetzen. Berlin hat beispielsweise eine St\u00e4dtepartnerschaft mit Tel Aviv, und ich halte solche Partnerschaften f\u00fcr wichtig, f\u00fcr den Austausch der Zivilgesellschaft und f\u00fcr eine friedliche Verst\u00e4ndigung.<\/p>\n<p class=\"tspCKpk\"><strong>Sie werben stark um die arabische Community in Berlin. N\u00fctzen Ihnen die Antisemitismusvorw\u00fcrfe, die es immer wieder gibt, vielleicht mehr, als sie Ihnen schaden?<\/strong><br \/>Antisemitismusvorw\u00fcrfe n\u00fctzen niemandem. Ich lehne jede Form von Antisemitismus ab. \u00dcbrigens auch jeden Generalverdacht gegen die arabische Community.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Frau Eralp, in einem Wahlkampfvideo sagen Sie: \u201eMenschen wie ich sollen in diesem Land eigentlich nicht B\u00fcrgermeisterin werden.\u201c&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1250750,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1825],"tags":[296,29,738,30,2699,46276,1891,7134,184,16811,12385],"class_list":["post-1250749","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-berlin","tag-berlin","tag-deutschland","tag-gazastreifen","tag-germany","tag-gespraech","tag-im-gespraech","tag-landespolitik-berlin","tag-mieten","tag-spd","tag-tempelhofer-feld","tag-wohnen-in-berlin"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1250749","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1250749"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1250749\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1250750"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1250749"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1250749"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1250749"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}