{"id":125092,"date":"2025-05-20T09:25:08","date_gmt":"2025-05-20T09:25:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/125092\/"},"modified":"2025-05-20T09:25:08","modified_gmt":"2025-05-20T09:25:08","slug":"berlin-brandenburg-antisemitismus-2-500-beleidigungen-drohungen-und-angriffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/125092\/","title":{"rendered":"Berlin &#038; Brandenburg: Antisemitismus: 2.500 Beleidigungen, Drohungen und Angriffe"},"content":{"rendered":"<p>                    Berlin &amp; Brandenburg<br \/>\n                Antisemitismus: 2.500 Beleidigungen, Drohungen und Angriffe<\/p>\n<p>\t\t\t\t              20.05.2025, 11:07 Uhr<\/p>\n<p><strong>Beleidigungen von Juden kommen oft per Mail an oder werden in Internetportalen ver\u00f6ffentlicht. Aber es trifft auch Juden und Israelis auf der Stra\u00dfe. Im schlimmsten Fall werden Angreifer gewaltt\u00e4tig.<\/strong><\/p>\n<p>Berlin (dpa\/bb) &#8211; 2.521 antisemitische und antiisraelische Beleidigungen, Besch\u00e4digungen, Bedrohungen und Angriffe sind im vergangenen Jahr von einer Dokumentationsstelle erfasst worden. Das war die h\u00f6chste Zahl seit Beginn der Erfassung, wie die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS) mitteilte. Und es waren etwa doppelt so viele Taten wie 2023, als es insgesamt 1.270\u00a0Vorf\u00e4lle gab. Davor waren es etwa 1.000 pro Jahr.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;Es zeigen sich die anhaltenden Auswirkungen der antisemitischen Reaktionen auf die Massaker des 7. Oktober 2023 und den darauffolgenden Krieg zwischen Israel und der Hamas&#8220;, stellte RIAS in dem 92 Seiten umfassenden Bericht fest. Fast die H\u00e4lfte der Taten (44 Prozent) habe einen Bezug zum Terrorangriff oder dem Krieg gehabt.<\/p>\n<p>Viele registrierte Vorf\u00e4lle sind Beleidigungen in Mails oder auf Internet-Plattformen. Aber es gebe auch gezielte Besch\u00e4digungen, Anfeindungen und Beleidigungen\u00a0von Angesicht zu Angesicht sowie 53 dokumentierte Angriffe und 2 F\u00e4lle von starker Gewalt.\u00a0<\/p>\n<p>Antisemitismus im Alltag zerm\u00fcrbt<\/p>\n<p>&#8222;Betroffene wurden, meist im Kontext spontaner Begegnungen, von Unbekannten geschlagen, getreten, angerempelt oder angespuckt&#8220;, schrieb RIAS. Antisemitismus im Alltag, auf der Stra\u00dfe, im Verkehr, in den Unis, in Kneipen, beim Konzert oder beim Einkaufen wirke auf viele zerm\u00fcrbend.\u00a0<\/p>\n<p>Unter den 99 dokumentierten Sachbesch\u00e4digungen seien 54\u00a0Besch\u00e4digungen von Gedenkorten. Stolpersteine, Mahnmale, Gedenktafeln und Denkm\u00e4ler seien zerkratzt, bespr\u00fcht oder beklebt worden. Meistens habe es sich um Gedenkstellen an den Holocaust gehandelt, aber auch Trauerstellen f\u00fcr die von der Hamas entf\u00fchrten Geiseln seien Ziele gewesen. Betroffen war vor allem der Berliner Innenstadtbereich und dort die Bezirke Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Neuk\u00f6lln.\u00a0<\/p>\n<p>45 Vorf\u00e4lle mit Kindern als Opfer<\/p>\n<p>RIAS berichtete auch von 45 Vorf\u00e4llen, bei denen j\u00fcdische und israelische Kinder in der Schule, auf der Stra\u00dfe oder auf dem Sportplatz angefeindet oder angegriffen worden seien. Vor allem seien die Taten von anderen Kindern und Jugendlichen, oft von Mitsch\u00fclern, ausgegangen.<\/p>\n<p>208 Demonstrationen mit antisemitischen Parolen, Reden oder Plakaten wurden registriert. Die meisten davon geh\u00f6rten dem Spektrum des antiisraelischen Aktivismus an, also der Pro-Pal\u00e4stina-Bewegung.<\/p>\n<p>Pr\u00e4sent in der Stadt waren auch Symbole oder\u00a0Schriftz\u00fcge, die den Terror gegen Israel verherrlichten, etwa rote Dreiecke als Symbol der islamistischen Terrororganisation Hamas. Auch &#8222;Intifada&#8220;-Rufe wurden zur Terrorverherrlichung gez\u00e4hlt.\u00a0<\/p>\n<p> Gro\u00dfteil der Taten kann keiner Seite eindeutig zugeordnet werden\u00a0<\/p>\n<p>Der gro\u00dfe Teil der Taten (70 Prozent) konnte laut RIAS keiner politisch-extremistischen Seite eindeutig zugeordnet werden, weil oft die n\u00f6tigen Informationen fehlten. Knapp 16 Prozent (398 Vorf\u00e4lle) stammten aus dem antiisraelischen und oft propal\u00e4stinensischem Spektrum. Rechtsextremisten seien f\u00fcr 108 Vorf\u00e4lle (4,3 Prozent) verantwortlich.<\/p>\n<p>RIAS f\u00fchrte in dem Jahresbericht zahlreiche Beispiele von Angriffen, Beleidigungen und Besch\u00e4digungen an. So wurden etwa ein Mann und eine Frau, die sich in einem Imbiss in Neuk\u00f6lln auf Hebr\u00e4isch unterhielten, beleidigt, geschlagen und bespuckt. Eine andere Frau wurde wegen eines Anh\u00e4ngers an einer Kette auf der Stra\u00dfe angespuckt.\u00a0<\/p>\n<p>Im November sei in Neuk\u00f6lln die Jugendmannschaft eines j\u00fcdischen Fu\u00dfball- und Sportvereins nach einem Spiel von einer Gruppe von Jugendlichen antisemitisch beleidigt und angegriffen worden. Als die j\u00fcdischen Spieler die Kabine verlie\u00dfen, seien sie mit &#8222;Free Palestine&#8220; und Schimpfw\u00f6rtern angeschrien und mit einem Messer bedroht worden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin &amp; Brandenburg Antisemitismus: 2.500 Beleidigungen, Drohungen und Angriffe 20.05.2025, 11:07 Uhr Beleidigungen von Juden kommen oft per&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":125093,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1816],"tags":[1960,1958,1959,1957,19533,712,47035,296,1956,1890,29,9016,30],"class_list":{"0":"post-125092","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-brandenburg","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin-und-brandenburg","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-brandenburg","10":"tag-aktuelle-news-aus-berlin-und-brandenburg","11":"tag-aktuelle-news-aus-brandenburg","12":"tag-angriffe","13":"tag-antisemitismus","14":"tag-beleidigungen","15":"tag-berlin","16":"tag-berlin-und-brandenburg","17":"tag-brandenburg","18":"tag-deutschland","19":"tag-drohungen","20":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114539444615496232","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/125092","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=125092"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/125092\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/125093"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=125092"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=125092"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=125092"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}