{"id":1251045,"date":"2026-08-21T10:39:18","date_gmt":"2026-08-21T10:39:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1251045\/"},"modified":"2026-08-21T10:39:18","modified_gmt":"2026-08-21T10:39:18","slug":"scharfe-waffen-im-wald-bei-berlin-entdeckt-spur-fuehrt-nach-moskau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1251045\/","title":{"rendered":"Scharfe Waffen im Wald bei Berlin entdeckt \u2013 Spur f\u00fchrt nach Moskau"},"content":{"rendered":"<p>\nM\u00f6gliche Anschlagspl\u00e4ne\n<\/p>\n<p>Aktualisiert am 21.08.2026, 12:35 Uhr\n<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.web.de\/image\/514\/42637514,pd=1.jpg\" data-brain-zone=\".42637140.content.lead.1\" data-component-path=\"content.lead.1\" data-component-name=\"article-image\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/42637514,pd=1,f=responsive169-w950.jpg\" alt=\"\" width=\"950\" height=\"534\"\/><\/p>\n<p><\/a> <\/p>\n<p>\nPolizeikr\u00e4fte fanden in einem Wald nahe Berlin ein Waffenversteck, das m\u00f6glicherweise russische Akteure dort eingerichtet haben k\u00f6nnten. (Symbolbild)<br \/>\n\u00a9\u00a0IMAGO\/Maximilian Koch\n<\/p>\n<p class=\"content__description\" data-speakable=\"\">Deutsche Sicherheitsbeh\u00f6rden haben nahe der Hauptstadt ein geheimes Waffenversteck mit zwei Schusswaffen entdeckt. Der Verdacht: Russische Agenten h\u00e4tten damit Anschl\u00e4ge in Deutschland ver\u00fcben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">An der Landesgrenze zwischen Berlin und Brandenburg machten Beamte einer deutschen Sicherheitsbeh\u00f6rde im Sp\u00e4tsommer des vergangenen Jahres einen interessanten Fund: In einem abgelegenen Waldgebiet stie\u00dfen sie auf ein professionell angelegtes Versteck, in dem zwei scharfe Kurzwaffen \u2013 sogenannte Faustfeuerwaffen \u2013 deponiert waren. Das Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz (BfV) hatte zuvor konkrete Hinweise auf den genauen Standort des Depots erhalten und nach der Entdeckung die Polizei eingeschaltet, wie die <a target=\"_blank\" data-brain-zone=\".42637140.content.textlink_1\" data-component-path=\"content.textlink_1\" data-component-name=\"link.external\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/berlin-waffendepot-russland-geheimdienst-anschlaege-verfassungsschutz-hybrider-krieg-li.3534556\">&#8222;S\u00fcddeutsche Zeitung&#8220;<\/a> (SZ) berichtet.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Nach Einsch\u00e4tzung der Beh\u00f6rden k\u00f6nnte es sich bei dem Versteck um einen sogenannten toten Briefkasten russischer Geheimdienste handeln \u2013 mit potenziell t\u00f6dlichem Inhalt. Die Waffen waren demnach offenbar f\u00fcr Agenten bestimmt, die im Auftrag Moskaus sogenannte &#8222;kinetische Operationen&#8220; auf deutschem Boden durchf\u00fchren sollten. Hinter diesem Fachbegriff verbergen sich physische Attacken wie etwa Anschl\u00e4ge, wie die &#8222;<a target=\"_blank\" data-brain-zone=\".42637140.content.textlink_2\" data-component-path=\"content.textlink_2\" data-component-name=\"link.external\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/ndr-wdr\/geheimes-waffendepot-100.html\">Tagesschau<\/a>&#8220; unter Berufung auf Recherchen von WDR, NDR und SZ berichtet.<\/p>\n<p>Verd\u00e4chtiger in Rum\u00e4nien festgenommen<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Die Ermittlungen zu dem Fund laufen bereits seit Monaten. Noch im vergangenen Herbst nahmen Beh\u00f6rden in <a data-component-name=\"link.semantic\" data-brain-zone=\".42637140.content.textlink_3\" data-component-path=\"content.textlink_3\" href=\"https:\/\/web.de\/magazine\/reise\/thema\/rumaenien\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rum\u00e4nien<\/a> einen Tatverd\u00e4chtigen fest, der das Depot nach Erkenntnissen der deutschen Sicherheitsbeh\u00f6rden angelegt haben k\u00f6nnte. Seit November ermittel auch der Generalbundesanwalt in dem Vorfall. Der Vorwurf lautet auf Vorbereitung einer schweren staatsgef\u00e4hrdenden Gewalttat.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Um m\u00f6gliche Hinterleute oder Abholer zu identifizieren, lie\u00dfen die Sicherheitsbeh\u00f6rden das Versteck nach einer ersten Begutachtung zun\u00e4chst unangetastet und richteten eine technische \u00dcberwachung ein. Die Waffen selbst wurden allerdings so manipuliert, dass sie nicht mehr einsatzf\u00e4hig waren. Zus\u00e4tzlich brachten Experten GPS-Tracker an den Schusswaffen an, um deren Standort jederzeit kontrollieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Inzwischen stufen die Beh\u00f6rden das Depot jedoch als &#8222;tot&#8220; ein: Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass die Drahtzieher sowohl den auff\u00e4lligen Polizeieinsatz rund um das Versteck als auch die Festnahme des Verd\u00e4chtigen in Rum\u00e4nien registriert haben, berichtet die <a data-component-name=\"link.semantic\" data-brain-zone=\".42637140.content.textlink_4\" data-component-path=\"content.textlink_4\" href=\"https:\/\/web.de\/magazine\/politik\/thema\/tagesschau\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">&#8222;Tagesschau&#8220;<\/a> weiter.<\/p>\n<p>Russische Botschaft schweigt \u2013 Beh\u00f6rden warnen vor Anschl\u00e4gen<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Das BfV \u00e4u\u00dferte sich zun\u00e4chst auf Anfrage nicht konkret zu dem Vorgang. Man nehme zu Angelegenheiten, die etwaige nachrichtendienstliche Erkenntnisse oder T\u00e4tigkeiten betreffen, grunds\u00e4tzlich nicht \u00f6ffentlich Stellung, hie\u00df es. Die russische Botschaft lie\u00df eine entsprechende Anfrage unbeantwortet. In der Vergangenheit hatte sie vergleichbare Anschuldigungen als Verschw\u00f6rungstheorien abgetan und die Existenz von &#8222;Hybridangriffen&#8220; Moskaus auf Deutschland bestritten.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Seit Monaten warnen die deutschen Sicherheitsbeh\u00f6rden allerdings davor, dass russische Geheimdienste auch in Deutschland Attentate planen k\u00f6nnten \u2013 etwa auf Manager der R\u00fcstungsindustrie oder auf im Exil lebende Oppositionelle.<\/p>\n<p>Methoden wie im Kalten Krieg<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Der Fund erinnert an ein Vorgehen russischer Akteure, das westliche Sicherheitsdienste in der Vergangenheit h\u00e4ufiger beobachten konnten. Geheime Waffenlager in Westeuropa geh\u00f6rten bereits w\u00e4hrend des Kalten Krieges zum Standardrepertoire der Sowjetunion. <\/p>\n<p data-speakable=\"\">Erkenntnisse des ehemaligen KGB-Offiziers und sp\u00e4teren \u00dcberl\u00e4ufers Wassili Mitrochin offenbarten, in welchem Umfang Moskau damals Vorbereitungen traf: Neben Waffen und Kommunikationsger\u00e4ten sollen auch Sprengstoffpakete in versteckten Depots gelagert worden sein \u2013 unter anderem, um im Konfliktfall Eisenbahnanlagen anzugreifen. In der Schweiz wurde auf Basis dieser Informationen noch in den 1990er-Jahren ein ehemals sowjetisches Versteck entdeckt.<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Angesichts des russischen Vorgehens der vergangenen Jahre bewerten westliche Sicherheitsbeh\u00f6rden diese historischen Erkenntnisse inzwischen neu. Pensionierte Beamte wurden erneut konsultiert, Informationen wie jene von Mitrochin gelten l\u00e4ngst nicht mehr als \u00fcberholt. Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin wurde einst selbst beim KGB ausgebildet.<\/p>\n<p>Verd\u00e4chtiger Fund nahe NATO-Pipeline<\/p>\n<p data-speakable=\"\">Wie aktuell solche Gefahren sind, zeigte sich auch in Rheinland-Pfalz: Dort stie\u00dfen Bauarbeiter vor zwei Jahren nahe der Ortschaft Bellheim zuf\u00e4llig auf professionell verpackten und versteckten Sprengstoff sowie Handgranaten. <\/p>\n<p><strong>Empfehlungen der Redaktion<\/strong><\/p>\n<p data-speakable=\"\">Der Fundort lag in unmittelbarer N\u00e4he einer NATO-Pipeline, \u00fcber die die Streitkr\u00e4fte des Milit\u00e4rb\u00fcndnisses mit Treibstoff versorgt werden. Auch dieser Vorfall erregte das Interesse der Sicherheitsbeh\u00f6rden. (red)<\/p>\n<p>Verwendete Quellen <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"M\u00f6gliche Anschlagspl\u00e4ne Aktualisiert am 21.08.2026, 12:35 Uhr Polizeikr\u00e4fte fanden in einem Wald nahe Berlin ein Waffenversteck, das m\u00f6glicherweise&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1251046,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1825],"tags":[296,29,30,308,68001,4403],"class_list":["post-1251045","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-berlin","tag-berlin","tag-deutschland","tag-germany","tag-moskau","tag-sicherheitsbehoerde","tag-sz"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117133075910697448","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1251045","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1251045"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1251045\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1251046"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1251045"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1251045"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1251045"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}