{"id":1251071,"date":"2026-08-21T10:59:17","date_gmt":"2026-08-21T10:59:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1251071\/"},"modified":"2026-08-21T10:59:17","modified_gmt":"2026-08-21T10:59:17","slug":"energie-es-wird-immer-enger-fuellstaende-der-gasspeicher-sind-auf-rekordtief","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1251071\/","title":{"rendered":"Energie: \u201eEs wird immer enger\u201c \u2013 F\u00fcllst\u00e4nde der Gasspeicher sind auf Rekordtief"},"content":{"rendered":"<p>Deutschlands Gasspeicher erreichen einen Tiefstand. W\u00e4hrend der Branchenverband Ines vor Risiken bei extremer K\u00e4lte warnt, betont die Bundesregierung, derzeit keine Gefahr einer Gasmangellage zu sehen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die Gasspeicher in Deutschland sind derzeit nach Angaben ihres Branchenverbands Ines so gering gef\u00fcllt wie noch nie seit Start der Aufzeichnungen im Jahr 2011. \u201eDer aktuelle Gasspeicherf\u00fcllstand ist mit Abstand der tiefste F\u00fcllstand zu dieser Zeit, der seit Aufzeichnung der Speicherf\u00fcllst\u00e4nde in Deutschland aufgetreten ist\u201c, sagte der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Initiative Energien Speichern (Ines), Sebastian Heinermann, der Deutschen Presse-Agentur. \u201eEs handelt sich somit um einen historischen Tiefstand.\u201c<\/p>\n<p>Am Donnerstag hatte das Bundeswirtschaftsministerium versucht, Sorgen um etwaige Engp\u00e4sse bei der Gasversorgung in der kalten Jahreszeit zu zerstreuen und mitgeteilt, nach aktuellem Erkenntnisstand sei eine Gasmangellage im kommenden Winter nicht zu erwarten. Man nehme es ernst, dass die deutschen Gasspeicher deutlich weniger gef\u00fcllt seien als in den vergangenen Jahren. Gleichzeitig lasse sich die Versorgungssicherheit nicht allein an einem Speicherf\u00fcllstand ablesen. Gas komme insbesondere \u00fcber Pipelines aus Norwegen, Importterminals f\u00fcr Fl\u00fcssiggas (LNG) und von europ\u00e4ischen Nachbarl\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Heinermann sagte weiter, derzeit liege der Gasspeicherf\u00fcllstand bei 49 Prozent, im vergangenen Jahr seien es zum gleichen Zeitpunkt bereits 67 Prozent gewesen. Selbst wenn die derzeit gebuchten Speicherkapazit\u00e4ten \u2013 der Buchungsstand betr\u00e4gt aktuell 78 Prozent der deutschen Gasspeicherkapazit\u00e4ten\u00a0\u2013 bis zum Winter vollst\u00e4ndig bef\u00fcllt w\u00fcrden, w\u00fcrde die gespeicherte Gasmenge nicht ausreichen, um die Versorgung bei extrem tiefen Temperaturen vollst\u00e4ndig abzusichern. Derzeit l\u00e4gen die Beschaffungskosten f\u00fcr Gas h\u00e4ufig \u00fcber den f\u00fcr den Winter erzielbaren Verkaufspreisen. Damit bestehe kaum ein wirtschaftlicher Anreiz zur Einspeicherung.<\/p>\n<p>Die Energiebranche sch\u00e4tzt, dass eine Bef\u00fcllung bis 70 Prozent bis Anfang November kaum mehr zu schaffen ist. \u201eDas ist irgendwann physikalisch nicht mehr m\u00f6glich\u201c, sagte die Vorsitzende der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrung des Stromlobbyverbandes BDEW, Kerstin Andreae, im Deutschlandfunk. Es werde trotz hoher Gaspreise beim Einkauf zwar weiter eingespeichert, aber nur langsam. Noch sei die Vorgabe f\u00fcr die F\u00fcllst\u00e4nde erreichbar. \u201eAber es wird immer enger.\u201c<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article6a5a7c9dc722326276499db7\/energiepolitik-reiche-entschaerft-kuerzungen-bei-foerderung-erneuerbarer-energien.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article6a5a7c9dc722326276499db7\/energiepolitik-reiche-entschaerft-kuerzungen-bei-foerderung-erneuerbarer-energien.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Das Haus von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sieht bei der Wintervorsorge vor allem die Privatwirtschaft mit Gasunternehmen und H\u00e4ndlern in der Pflicht<\/a>. Ein staatlicher Eingriff berge Risiken, hie\u00df es. Dennoch bereite die Bundesregierung \u201edie notwendigen Handlungsoptionen so vor, dass sie bei einer Verschlechterung der Lage schnell und gezielt eingesetzt werden k\u00f6nnen\u201c, so das Ministerium.<\/p>\n<p>Die Gaspreise sind in diesem Sommer wegen des Iran-Kriegs mit der faktischen Blockade der Stra\u00dfe von Hormus ungew\u00f6hnlich hoch, weshalb H\u00e4ndler weniger Gas f\u00fcr den Verkauf im Winter einkaufen. Der Preis f\u00fcr europ\u00e4isches Erdgas war Mitte der Woche auf das h\u00f6chste Niveau seit der Anfangsphase des Iran-Kriegs.<\/p>\n<p>dpa\/ceb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Deutschlands Gasspeicher erreichen einen Tiefstand. 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