{"id":1251326,"date":"2026-08-21T13:40:19","date_gmt":"2026-08-21T13:40:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1251326\/"},"modified":"2026-08-21T13:40:19","modified_gmt":"2026-08-21T13:40:19","slug":"zwischen-tafel-und-leinwand-biologie-studentin-tasja","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1251326\/","title":{"rendered":"Zwischen Tafel und Leinwand: Biologie-Studentin Tasja \u2026"},"content":{"rendered":"\n<p>\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" class=\"picture__image lazyload\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/tasja_hauk_1_1_format_s.jpg\" alt=\"\" title=\"\u00a9 Angela M. Schlabitz\" data-\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tVergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p class=\"figure__caption-content\">Tasja Hauk studiert an der LMU Biologie &#8211; au\u00dferdem ist sie S\u00e4ngerin, Schauspielerin und produziert eigene Filme | \u00a9 Angela M. Schlabitz<\/p>\n<p>Wenn Tasja Hauk \u00fcber die Filmfestspiele in Cannes spricht, dann h\u00f6rt sich das an wie Hochleistungssport. Sogar die Schrittanzahl kennt die LMU-Studentin mittlerweile auswendig: 20.000 bis 30.000. T\u00e4glich. Um 6:30 Uhr klingelt der Wecker, um 7:00 Uhr startet der Verkauf f\u00fcr die Kinotickets, um 8:00 Uhr das erste Panel, dann ein Meeting nach dem anderen. Abends geht\u00b4s kurz zur\u00fcck ins Hotel, High Heels an, M\u00fcdigkeit aus: Red Carpet, Social Media, Partys, Networking, um drei Uhr nachts ins Bett fallen, zehn Tage lang, immer wieder. \u201cDu musst in dieser Industrie 200 Prozent geben\u201d, sagt Hauk dazu.<\/p>\n<p>Die 32-J\u00e4hrige ist neben ihrem Biologie-Studium als Schauspielerin, S\u00e4ngerin und Produzentin in M\u00fcnchen t\u00e4tig. Dieses Jahr hat sie ihren ersten Animations-Kurzfilm \u201cBreath of Life\u201d mit ihrer Produktionsfirma Wintersgate Entertainment fertiggestellt und daf\u00fcr nicht nur das Drehbuch geschrieben, sondern auch die Musik komponiert, Regie gef\u00fchrt und im Schnitt gearbeitet. Gerade arbeitet sie an ihrem ersten Feature-Film: Eine Buchverfilmung \u00fcber einen syrischen Fl\u00fcchtling, der sich w\u00fcnscht in Deutschland f\u00fcr seine Musik bekannt zu werden \u2013 und nicht f\u00fcr seine Fluchtgeschichte. Nebenbei hat Hauk noch einen Werkstudentenjob, schreibt an ihrer Bachelorarbeit und k\u00fcmmert sich mit ihrem Mann um zwei Hunde. \u201cWir sind teilweise schon am Rand des Wahnsinns hier\u201d, sagt sie. \u201cAber ich bin kein Mensch, der aufgibt.\u201d Die LMU-Studentin will es in der der Film- und Entertainment-Branche schaffen, egal wie viel Arbeit das bedeutet und egal, wie schwer dieser Weg ist. Schlie\u00dflich geht es hier um ihren Kindheitstraum.<\/p>\n<p>Mit f\u00fcnf Jahren schreibt Hauk in ein Freundschaftsbuch, dass sie Schauspielerin werden will, mit sieben liest sie zum ersten Mal Shakespeare, mit zehn f\u00e4ngt sie an im Chor der bayerischen Staatsoper zu singen. Dann mit 25 arbeitet sie an ersten Filmproduktionen mit, bei \u201cSturm der Liebe\u201d und \u201cAktenzeichen XY\u201d. Sp\u00e4ter auch bei \u201cGirl You Know It\u00b4s True\u201d, dem Film von Simon Verhoeven \u00fcber das Pop-Duo Milli Vanilli, hat Hauk einen kurzen Auftritt. \u201cIch habe gemerkt, dass ich die Arbeit einfach liebe.\u201d Also schreibt sie nachts an Pitch-Decks, macht sich tags\u00fcber Gedanken um forensische Anthropologie und bewirbt sich nebenbei um Akkreditierungen bei den Filmfestspielen in Cannes oder der Berlinale.<\/p>\n<blockquote class=\"quote__content\"><p>Vieles, was ich an der LMU gelernt habe, kommt auch in meiner Kunst wieder vor.\u201d<\/p><\/blockquote>\n<p>\t\t\t\tTasja Hauk, studiert Biologie an der LMU<\/p>\n<p>\tDas Studium als Inspiration<\/p>\n<p>Weitere spannende Pers\u00f6nlichkeiten: Vom Krebspatienten zum LMU-Arzt<\/p>\n<p>\t\t\t<a class=\"teaser-single__link is-internal\" href=\"https:\/\/www.lmu.de\/de\/newsroom\/newsuebersicht\/news\/vom-krebspatienten-zum-lmu-arzt-56a38f3f.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n\t\t\tWeiterlesen<br \/>\n\t\t<\/a><br \/>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.lmu.de\/de\/newsroom\/newsuebersicht\/news\/vom-krebspatienten-zum-lmu-arzt-56a38f3f.html\" class=\"teaser-single__a11y-clickarea\" aria-hidden=\"true\" tabindex=\"-1\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>\u201cVieles, was ich an der LMU gelernt habe, kommt auch in meiner Kunst wieder vor\u201d, sagt Hauk. Zum Beispiel arbeitet die 32-J\u00e4hrige gerade auch an einem Spin-Off ihrer Sci-Fi-Fantasy-Serie \u201eDarkness &amp; Fire\u201c, in dem es darum geht, wie sich unsere Welt im Laufe der Zeit ver\u00e4ndert hat, wie der Mensch sie langsam zerst\u00f6rt. Eine Inspiration dahinter: Der Kurs \u201cHistorische Umweltforschung\u201d bei LMU Professorin Dr. Gisela Grupe. \u201cSie hat das so eindr\u00fccklich gelehrt, was wir unserer Erde tats\u00e4chlich antun und das sollte mehr Menschen bewusst werden\u201d, sagt Hauk. Genau deshalb produziert sie Filme, schreibt B\u00fccher, komponiert Musik: \u201cIch glaube, dass man mit Kunst wahnsinnig viel ver\u00e4ndern kann in dieser Welt\u201d, sagt die LMU-Studentin. Klar gehe das auch auf anderen Wegen. Durch Innovation, Forschung, Politik. Aber Filme und Musik, so Hauk, h\u00e4tten nochmal einen ganz anderen Zugang. \u201cSie k\u00f6nnen Menschen stark verbinden und sie von innen heraus ver\u00e4ndern.\u201d<\/p>\n<p>Vor zwei Jahren erlebt Hauk ihre erste Berlinale als Filmschaffende. Sie wei\u00df noch, wie aufregend alles war, wie gro\u00df die Freude, als sie ihre Akkreditierung bekommen hat, und wie ern\u00fcchternd das Gef\u00fchl, dann wirklich vor Ort zu sein. Tagelang hat Hauk sich \u00fcberlegt, wie sie an den Stand von Netflix oder Amazon Prime gehen w\u00fcrde, wie sie sich vorstellen, was sie wie sagen, wie sie ihre Ideen pitchen w\u00fcrde. \u201cIch war total naiv\u201d, sagt Hauk heute. \u201cEs gibt keinen Netflix-Stand auf der Berlinale. Die wichtigen Leute laufen ganz normal herum, und du erkennst sie halt nicht. Die Chance mit denen als Neuling in Kontakt zu kommen ist ungef\u00e4hr null.\u201d<\/p>\n<blockquote class=\"quote__content\"><p>Sie [LMU-Professorin Dr. Gisela Grupe] hat das so eindr\u00fccklich gelehrt, was wir unserer Erde tats\u00e4chlich antun und das sollte mehr Menschen bewusst werden.<\/p><\/blockquote>\n<p>\t\t\t\tTasja Hauk<\/p>\n<p>Auch deswegen gr\u00fcndete Hauk im letzten Jahr ihre eigene Produktionsfirma. \u201cNachdem es wahnsinnig schwierig ist, irgendwas in dieser Industrie zu starten, dachte ich mir: Na gut, dann mache ich das jetzt selbst\u201d, sagt sie. Sie holt Schauspieler und Ko-Produzentinnen an Bord, k\u00fcmmert sich um die Finanzierung, schreibt Antr\u00e4ge. Klar sorgt eine eigene Produktionsfirma f\u00fcr mehr Glaubw\u00fcrdigkeit in der Branche, gleichzeitig bedeutet es f\u00fcr Hauk: noch mehr Arbeit, noch mehr Aufopferung, noch weniger Schlaf. Wie h\u00e4lt man das durch? \u201cDie Highs\u201d, sagt Hauk. Zum Beispiel, wenn sie mal wieder in Cannes bei einem Panel steht, beim Networking in einer Gruppe von fremden Menschen und trotz der ganzen Zweifel merkt: \u201cIch habe mir meinen Platz genauso hart erarbeitet habe wie alle anderen. Ich geh\u00f6re hier her.\u201d<\/p>\n<p>Oder die Frauenorganisation \u201cYes She Cannes\u201d, bei der Hauk mittlerweile als Creative Director fungiert, auch die gibt ihr Kraft. Als sie dort anfing, war sie eine von gerade mal 20 Frauen. Jetzt, in ihrem dritten Jahr, sind es \u00fcber 100. Und: \u00dcber jede von ihnen wurde dieses Jahr ein kleiner Text im Hollywood Reporter, eine der einflussreichsten Fachzeitschriften in der US-amerikanischen Filmbranche, ver\u00f6ffentlicht. \u201cTasja Cathrin Ros\u00e9\u201d, &#8211; Hauks K\u00fcnstlername \u2013 steht da, \u201cbuilds international partnerships across film and music.\u201d<\/p>\n<p>\u201cDavon tr\u00e4umt man\u201d, sagt Hauk \u00fcber die Erw\u00e4hnung. Und daf\u00fcr lohnt es sich dann auch, weiterzumachen. Es g\u00e4be da au\u00dferdem noch ein weiteres High, erz\u00e4hlt Hauk jetzt. Jedes Mal, wenn sie auf der B\u00fchne oder vor der Kamera steht, dann sp\u00fcrt sie, wie ihr Herz anf\u00e4ngt schneller zu schlagen, wie es fast schon rast. In diesen Momenten sagt Hauk, f\u00fchle es sich an als w\u00e4re sie frisch verliebt. Als w\u00fcrde sie genau dort hingeh\u00f6ren und nirgendwo anders. \u201cIch werde solange weitermachen, bis ich da bin, wo ich hinwill\u201d, sagt die LMU-Studentin. Man glaubt es ihr.<\/p>\n<p><b>Willst auch du zusammen mit inspierienden Kommilitoninnen und Kommilitonen an der LMU studieren? Dann verschaffe dir im <a href=\"https:\/\/www.lmu.de\/de\/studium\/#st_img_text_three_column__master\" class=\"is-internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> Studiengangsfinder <\/a>einen \u00dcberblick die mehr als 300 Studieng\u00e4nge an der LMU! <\/b><\/p>\n<p>Traumstudium schon bekannt? Dann am besten gleich<br \/>\n\t<a href=\"https:\/\/www.lmu.de\/de\/newsroom\/newsuebersicht\/news\/immatrikulation-so-gelingt-der-start-an-der-lmu-6f46d2ab.html\" class=\"is-internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">immatrikulieren<\/a><br \/>\n!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vergr\u00f6\u00dfern Tasja Hauk studiert an der LMU Biologie &#8211; au\u00dferdem ist sie S\u00e4ngerin, Schauspielerin und produziert eigene Filme&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1251327,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1827],"tags":[772,29,597,30,20294,20295,20293,1268,5162],"class_list":["post-1251326","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-muenchen","tag-bayern","tag-deutschland","tag-forschung","tag-germany","tag-lehrangebot","tag-lmu","tag-ludwig-maximilians-universitaet","tag-muenchen","tag-universitaet"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117133787399944499","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1251326","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1251326"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1251326\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1251327"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1251326"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1251326"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1251326"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}