{"id":1251750,"date":"2026-08-21T18:20:18","date_gmt":"2026-08-21T18:20:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1251750\/"},"modified":"2026-08-21T18:20:18","modified_gmt":"2026-08-21T18:20:18","slug":"duesseldorf-seltene-wildpflanzen-sollen-in-private-gaerten-zurueckkehren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1251750\/","title":{"rendered":"D\u00fcsseldorf: Seltene Wildpflanzen sollen in private G\u00e4rten zur\u00fcckkehren"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Das Gartenamt bietet bei der Pflanzentauschb\u00f6rse am Samstag, 26. September, 12 bis 15 Uhr, im VHS-Biogarten im S\u00fcdpark erstmals seltene heimische Wildpflanzen aus eigener Anzucht an. Insgesamt stehen rund 250 Pflanzen f\u00fcnf gef\u00e4hrdeter Arten zum Verkauf. Ziel der Aktion ist es, bedrohte heimische Pflanzenarten dauerhaft in privaten G\u00e4rten und auf Balkonen zu etablieren und so einen Beitrag zu ihrem Erhalt im Stadtgebiet zu leisten, teilte die Stadt jetzt mit.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Pflanzen wurden auf dem Betriebshof des Gartenamtes herangezogen. Angeboten werden der Gro\u00dfe Ehrenpreis (Veronica teucrium), der Langbl\u00e4ttrige Ehrenpreis (Veronica longifolia), der Breitbl\u00e4ttrige Thymian (Thymus pulegioides), die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) sowie das Kleine M\u00e4des\u00fc\u00df (Filipendula vulgaris). Die mehrj\u00e4hrigen Stauden sind an heimische Standorte angepasst und bieten mit ihren blauen, rosa oder wei\u00dfen Bl\u00fcten eine wertvolle Nahrungsquelle f\u00fcr Wildbienen, Schmetterlinge und weitere Insekten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Grundlage f\u00fcr die Auswahl der Arten ist eine wissenschaftliche Auswertung des D\u00fcsseldorfer Pflanzenbestands durch den Botaniker Ulf Schmitz von der Heinrich-Heine-Universit\u00e4t. Schmitz hat die gesamte verf\u00fcgbare botanische Literatur \u00fcber die Flora D\u00fcsseldorfs ausgewertet. So ist eine Florenliste mit mehr als 1600 Pflanzenarten entstanden, die auch Grundlage f\u00fcr das Biodiversit\u00e4tskonzept ist. Das Ergebnis zeigt, dass zahlreiche heimische Arten inzwischen selten geworden oder ganz aus dem Stadtgebiet verschwunden sind.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">So gilt beispielsweise das Kleine M\u00e4des\u00fc\u00df in D\u00fcsseldorf mittlerweile als ausgestorben. Durch die Anzucht im Gartenamt soll die Art nun wieder in die Stadt zur\u00fcckkehren. Die Idee dahinter: Werden die Pflanzen in m\u00f6glichst vielen G\u00e4rten kultiviert, entstehen zus\u00e4tzliche Best\u00e4nde au\u00dferhalb ihrer urspr\u00fcnglichen Lebensr\u00e4ume. Von dort aus k\u00f6nnen sie sich \u00fcber Samen auch wieder an geeigneten Standorten im Stadtgebiet ansiedeln.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDer Schutz der biologischen Vielfalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Mit dem Verkauf der seltenen Wildstauden m\u00f6chten wir B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger dazu einladen, selbst Teil des Artenschutzes zu werden. Jeder naturnah bepflanzte Garten kann dazu beitragen, bedrohten Arten eine Zukunft zu geben und die Vielfalt der heimischen Flora in D\u00fcsseldorf langfristig zu sichern&#8220;, sagt Umweltdezernent Jochen Kral.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mit der Aktion kn\u00fcpft das Gartenamt zudem an die bundesweite Kampagne \u201eTausende G\u00e4rten \u2013 Tausende Arten\u201c an. Das Projekt wirbt daf\u00fcr, private G\u00e4rten, Balkone sowie \u00f6ffentliche Gr\u00fcnfl\u00e4chen mit heimischen Wildpflanzen naturnah zu gestalten und so neue Lebensr\u00e4ume f\u00fcr Tiere und Pflanzen zu schaffen. Der Ansatz erg\u00e4nzt den klassischen botanischen Artenschutz, der sich vor allem auf die Wiederansiedlung in Naturschutzgebieten konzentriert.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Gartenamtsleiterin Doris T\u00f6rkel erkl\u00e4rt: \u201eMit der Anzucht der Roten-Liste-Arten schaffen wir eine Sicherheitskopie der D\u00fcsseldorfer Flora. Die Pflanzen bleiben nicht auf den Betriebshof beschr\u00e4nkt, sondern gelangen in viele G\u00e4rten der Stadt. Dort k\u00f6nnen sie sich etablieren und im Idealfall von selbst weiter ausbreiten. So wird Artenschutz zu einer Gemeinschaftsaufgabe, an der jede und jeder mitwirken kann.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Gartenamt bietet bei der Pflanzentauschb\u00f6rse am Samstag, 26. 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