{"id":1252896,"date":"2026-08-22T06:42:33","date_gmt":"2026-08-22T06:42:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1252896\/"},"modified":"2026-08-22T06:42:33","modified_gmt":"2026-08-22T06:42:33","slug":"holcim-in-hoever-testet-anlage-fuer-co%e2%82%82-abscheidung-im-produktionsbetrieb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1252896\/","title":{"rendered":"Holcim in H\u00f6ver testet Anlage f\u00fcr CO\u2082-Abscheidung im Produktionsbetrieb"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t<img width=\"800\" height=\"495\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Holcim-CO2Filter-Testanlage-26-1.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-post-image\" alt=\"Holcim in H\u00f6ver testet Anlage f\u00fcr CO\u2082-Abscheidung im Produktionsbetrieb\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"high\"  \/><\/p>\n<p>Die Anlage wird durch Staatssekret\u00e4r Johannes Steiniger, Ministerpr\u00e4sident Olaf Lies und Holcim CEO Stephan Hinrichs (v.li.) in Betrieb gesetzt &#8211; Foto: JPH<\/p>\n<p>\t\t\tAnzeige<br \/><a href=\"https:\/\/www.daniela-busche.de\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DB_SehndeNews_Anzeige_022.gif\" alt=\"Werben Sie bei Sehnde-News\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Zementwerk von Holcim in H\u00f6ver ist eine neue Testanlage zur industriellen Abscheidung von CO\u2082 offiziell in Betrieb genommen worden. Niedersachsens Ministerpr\u00e4sident Olaf Lies nahm die Anlage gemeinsam mit Johannes Steiniger, Parlamentarischer Staatssekret\u00e4r im Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie, Holcim-Deutschland-Chef Stephan Hinrichs sowie Vertretern der Technologiepartner Cool Planet Technologies und des Helmholtz-Zentrums Hereon in Betrieb.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der Anlage soll gezeigt und getestet werden, wie sich die CO\u2082-Emissionen der Zementproduktion deutlich reduzieren lassen, ohne bestehende Werke grundlegend umbauen zu m\u00fcssen. In H\u00f6ver sollen mit der Testanlage k\u00fcnftig bis zu 10.000 Tonnen CO\u2082 pro Jahr abgeschieden werden. Damit geh\u00f6rt der Standort zu den ersten Industrieanlagen in Deutschland, an denen die Technologie in dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung erprobt wird.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Projekt wird im Rahmen der \u201eBundesf\u00f6rderung Industrie und Klimaschutz\u201c vom Bundeswirtschaftsministerium unterst\u00fctzt. Es soll eine Blaupause f\u00fcr eine klimavertr\u00e4glichere Zementproduktion liefern, die zugleich wirtschaftlich tragf\u00e4hig und auf gr\u00f6\u00dfere Anlagen \u00fcbertragbar ist.<\/p>\n<p>Membranen trennen CO\u2082 aus der Abluft<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Technisch setzen Holcim und die beiden Partner auf ein Membranverfahren. Spezielle Membranen trennen das CO\u2082 aus der Abluft des Zementwerks ab. Die Abscheideanlage ist dem eigentlichen Produktionsprozess nachgeschaltet. Dadurch soll es m\u00f6glich sein, auch bestehende Zementwerke nachzur\u00fcsten, ohne tiefgreifende Eingriffe in die Produktion vornehmen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erste Erfahrungen mit der Technik wurden in H\u00f6ver bereits 2022 gesammelt. Damals wurde ein kleinerer Pilotversuch erfolgreich ausgef\u00fchrt. Die Membrantechnologie stammt aus der Forschung des Helmholtz-Zentrums Hereon in Geesthacht und wurde vom britischen Unternehmen Cool Planet Technologies f\u00fcr die industrielle Anwendung weiterentwickelt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun geht es darum, das Verfahren auf einen deutlich gr\u00f6\u00dferen Ma\u00dfstab zu bringen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Zukunft hat Holcim noch gr\u00f6\u00dfere Ziele: In einer finalen Ausbaustufe sollen in H\u00f6ver rund 90 Prozent der j\u00e4hrlich etwa 550.000 Tonnen CO\u2082-Emissionen abgeschieden werden. Das hochreine CO\u2082 soll perspektivisch nicht einfach \u201enur\u201c gespeichert, sondern auch als Rohstoff f\u00fcr andere industrielle Anwendungen genutzt werden.<\/p>\n<p>Klimaschutz und Industrie gehen Hand in Hand<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Holcim-CO2Filter-Testanlage-26-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"457\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Holcim-CO2Filter-Testanlage-26-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-249331\" style=\"width:566px;height:auto\"  \/><\/a>Ministerpr\u00e4sident Olaf Lies betonte die Bedeutung der Technik f\u00fcr den Industriestandort Deutschland \u2013 Foto: JPH<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Niedersachsens Ministerpr\u00e4sident Olaf Lies bezeichnete das Projekt als wichtigen Schritt f\u00fcr die Dekarbonisierung der Zementindustrie. Gerade diese Branche stehe vor besonderen Aufgaben, weil bei der Herstellung von Zement gro\u00dfe Mengen CO\u2082 entstehen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eHier in H\u00f6ver wird jetzt gezeigt, wie die Zementwende gelingen kann\u201c, sagte Lies. Die neue Anlage sei zugleich ein Bekenntnis zum Industriestandort Deutschland und ein Beitrag zum Ziel eines klimaneutralen Niedersachsen. \u201eOhne Beton gibt es keine wirtschaftliche Entwicklung, dabei entsteht CO2 immer egal, wie der Brennofen betrieben wird. Wir brauchen Wachstum, Wohnraum und Infrastruktur \u2013 und am Anfang steht der Zement. Wobei man den CO2-Preis \u00fcberdenken muss und die Transformation steuern.\u201c Und hier werde nun gezeigt, dass L\u00f6sungen da sind. \u201eIhr Weg ist genau richtig\u201c, sagte er in Richtung Holcim, \u201ewir sollten es konsequent gemeinsam hinbekommen.\u201c<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch das Bundeswirtschaftsministerium sieht in dem Projekt ein Beispiel daf\u00fcr, wie Klimaschutztechnologien aus Forschung und Entwicklung in die industrielle Praxis gebracht werden k\u00f6nnen. Johannes Steiniger betonte, dass die Bundesregierung CCU\/S-Technik zur Abscheidung, Speicherung und Nutzung von CO\u2082 insbesondere f\u00fcr Branchen mit schwer vermeidbaren Emissionen unterst\u00fctzen wolle. Er nannte dabei drei Punkte, die die Politik bestimmen sollten: \u201eWir m\u00fcssen Industrieland bleiben, die Innovation ist der Motor unseres Wohlstandes und die Politik muss die Innovationen erm\u00f6glichen.\u201c<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Holcim-Deutschland-Chef Stephan Hinrichs sieht in H\u00f6ver einen Beleg daf\u00fcr, dass Klimaschutz und industrielle Produktion miteinander verbunden werden k\u00f6nnen. Dabei setze das Unternehmen auf europ\u00e4ische Technologie und die Ingenieurskompetenz seiner Partner.<\/p>\n<p>Forschung, Technik und Industrie arbeiten zusammen<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Holcim-CO2Filter-Testanlage-26-3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"456\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Holcim-CO2Filter-Testanlage-26-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-249330\" style=\"width:522px;height:auto\"  \/><\/a>Staatssekret\u00e4r Johannes Steiniger forderte die Politik auf, die Rahmenbedingungen f\u00fcr Innovationen zu verbessern \u2013 Foto: JPH<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Skalierung der Anlage erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen Holcim, Cool Planet Technologies und dem Helmholtz-Zentrum Hereon. Die membranbasierte CO\u2082-Abscheidung werde hier in H\u00f6ver erstmals in dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung f\u00fcr die Zementindustrie erprobt, so die Diskussionsgruppe mit Professor Zielinski, Lisa B\u00fcscher und Patrick Schiffmann.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hereon-Direktor Prof. Dr. Oliver Zielinski betonte au\u00dferdem die Bedeutung der Zusammenarbeit von Wissenschaft, Technik und Industrie. Gerade bei der Dekarbonisierung seien solche Partnerschaften entscheidend, um Forschungsergebnisse in praxistaugliche L\u00f6sungen zu \u00fcberf\u00fchren. Auch f\u00fcr andere Branchen, etwa die Stahlindustrie oder die regenerative Energieerzeugung, seien entsprechende Anwendungen denkbar.<\/p>\n<p>Standort H\u00f6ver langfristig sichern<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Holcim geht es bei dem Projekt nicht allein um Klimaschutz, so Holcim-Direktor Stephan Hinrichs. Mit der neuen Technologie will das Unternehmen auch die Zukunft des Zementwerks in H\u00f6ver sichern. Der Standort soll \u00fcber Jahrzehnte erhalten bleiben und damit auch Arbeitspl\u00e4tze in der Region sichern. Gleichzeitig k\u00f6nnten neue Besch\u00e4ftigungsperspektiven f\u00fcr qualifizierte Fachkr\u00e4fte entstehen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Holcim-CO2Filter-Testanlage-26-4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"435\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Holcim-CO2Filter-Testanlage-26-4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-249329\" style=\"width:608px;height:auto\"  \/><\/a>Unter der Leitung von Nikolas Schnabel sprachen Professor Dr. Oliver Zielinski, Lisa B\u00fcscher,  Florian Trela und Patrick Schiffmann \u00fcber die neue Technik (v.li.) \u2013 Foto: JPH<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Vorteil des Membranverfahrens liegt nach Angaben der Projektpartner in seinem vergleichsweise energieeffizienten Betrieb. Damit k\u00f6nnte die CO\u2082-Abscheidung mit einem geringeren zus\u00e4tzlichen Energieaufwand verbunden werden als bei anderen Verfahren.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Parallel zur technischen Erprobung laufen bereits \u00dcberlegungen, wie das abgeschiedene CO\u2082 k\u00fcnftig weiterverwendet werden kann. Ziel ist es, daraus einen industriellen Rohstoff zu machen und m\u00f6glichst Stoffkreisl\u00e4ufe zu schlie\u00dfen \u2013 von Formaldehyd bis Kohlenstoffentzug.<\/p>\n<p>N\u00e4chster Schritt zur Serienreife<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der Inbetriebnahme der Testanlage beginnt damit in H\u00f6ver die n\u00e4chste Phase eines Projekts, das weit \u00fcber den Standort hinaus Bedeutung haben k\u00f6nnte: Gelingt die weitere Skalierung, k\u00f6nnte diese Technik einen Weg aufzeigen, wie bestehende Zementwerke schrittweise klimavertr\u00e4glicher betrieben und zugleich industrielle Standorte und Arbeitspl\u00e4tze in Deutschland erhalten werden k\u00f6nnen,<\/p>\n<p>Anzeige<br \/><a href=\"https:\/\/www.schinze-gerber.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Sehnde-News-768x200px.gif\" alt=\"Werben Sie bei Sehnde-News\"\/><\/a><\/p>\n<p>Anzeige<br \/><a href=\"https:\/\/f\u00f6rderverein-ffsehnde.de\/mitglied-werden.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/WerbungFV-V03.gif\" alt=\"F\u00f6rderverein\"\/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Anlage wird durch Staatssekret\u00e4r Johannes Steiniger, Ministerpr\u00e4sident Olaf Lies und Holcim CEO Stephan Hinrichs (v.li.) in Betrieb&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1252897,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1836],"tags":[3364,29,30,46,1411,7305,18055,77620],"class_list":["post-1252896","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-hannover","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-hannover","tag-niedersachsen","tag-region-hannover","tag-sehnde","tag-stadtgespraech"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1252896","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1252896"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1252896\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1252897"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1252896"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1252896"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1252896"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}