{"id":1252952,"date":"2026-08-22T07:15:17","date_gmt":"2026-08-22T07:15:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1252952\/"},"modified":"2026-08-22T07:15:17","modified_gmt":"2026-08-22T07:15:17","slug":"dystopie-abstraktion-und-stille-details-die-bilder-der-woche-34","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1252952\/","title":{"rendered":"Dystopie, Abstraktion und stille Details: Die Bilder der Woche 34"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              Dystopie, Abstraktion und stille Details: Die Bilder der Woche 34<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Dystopia-abstraction-and-quiet-details-The-pictures-of-the-week-11421533.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Hier trifft Dystopie auf Detailfreude, Gro\u00dfstadt auf Grashalm und surreale Inszenierung auf stille Verg\u00e4nglichkeit. Die Auswahl aus der c&#8217;t-Foto-Galerie l\u00e4sst sich nicht so leicht in eine Schublade stecken \u2013 und genau das macht sie so sehenswert. Sieben Fotografinnen und Fotografen haben in dieser Woche Motive gezeigt, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein k\u00f6nnten. Und doch zieht sich ein unsichtbarer Faden durch alle Bilder: der Wille, genauer hinzuschauen als die meisten.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Mal ist es eine maskierte Figur auf einem Steinhaufen, die eine ganze Epoche in einem einzigen Bild zusammenfasst. Mal sind es vertrocknete Mohnkapseln, die pl\u00f6tzlich wie Kunstobjekte wirken, oder eine perforierte Stahloberfl\u00e4che, die sich in pure Abstraktion verwandelt. Dazwischen gibt es Architektur, die sich selbst spiegelt, eine Frau im goldgelben Kleid inmitten bunter Wellen und einen Berliner Hinterhof, der den Blick in den Himmel zwingt. Lassen Sie sich \u00fcberraschen.<\/p>\n<p><strong>Kurz mal die Welt retten von Katja Gehrung<\/strong><\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/1\/5\/0\/5\/6\/1\/1508_Kurz-mal-die-Welt-retten-a3f33a424042b1f8.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"2778\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 2778 \/ 2778; object-fit: cover;\" width=\"2778\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Kurz mal die Welt retten<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/foto\/galerie\/benutzer\/Katja-Gehrung-545879\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Katja Gehrung<\/a>)\n    <\/p>\n<p>Auf einem Steinhaufen thront eine maskierte Gestalt und bewacht einen Metallk\u00e4fig, in dem eine bl\u00e4ulich schimmernde Kugel, die Erde, gefangen ruht. Die ents\u00e4ttigte Farbpalette aus Ocker-, Braun- und Fahlrosa-T\u00f6nen taucht die Szene in eine dystopische Stimmung, w\u00e4hrend die kahlen B\u00e4ume im Hintergrund Trostlosigkeit und Tiefe erzeugen. Kompositorisch bildet die zentral platzierte Figur einen starken Anker. Die Eulenmaske verwandelt sie in eine archetypische W\u00e4chterin zwischen Klimaschutz und Zerst\u00f6rung. Surrealismus trifft auf Klimawandel \u2013 und das Ergebnis bleibt im Kopf.<\/p>\n<p><strong>Zur\u00fcck aus Berlin von NAlois<\/strong><\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/1\/5\/0\/5\/6\/1\/1608_Zurueck-aus-Berlin-47c85ba0aed245ff.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"2778\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1853 \/ 2778; object-fit: cover;\" width=\"1853\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Zur\u00fcck aus Berlin<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/foto\/galerie\/benutzer\/NAlois-1332692\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">NAlois<\/a>)\n    <\/p>\n<p>Die Glasfassade des Berliner Hauptbahnhofs wird hier zu einem vielschichtigen Spiel aus Transparenz und Reflexion. Stahlstreben und Glasfl\u00e4chen erzeugen ein dichtes Raster aus diagonalen und horizontalen Linien, das den gesamten Bildraum strukturiert. Dahinter spiegeln sich die geschwungenen Formen des Bahnhofinnern und \u00fcberlagern die klare Geometrie mit organisch verzerrten Kurven \u2013 ein spannungsreicher Dialog zwischen Ordnung und Brechung entsteht. Der t\u00fcrkisgr\u00fcne Farbton des Glases zieht sich als k\u00fchle Dominante durch alle Bildebenen und verbindet Vorder- und Hintergrund. Der Schriftzug \u201eBerlin\u201c am unteren Bildrand verankert das Motiv und setzt einen typografischen Kontrapunkt zur abstrakten Architektur.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p><strong>Lost Places&#8230;. von claus-labenz<\/strong><\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/1\/5\/0\/5\/6\/1\/1708_Lost-Places-bfc20b989a632531.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"2778\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 2778 \/ 2778; object-fit: cover;\" width=\"2778\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Lost Places&#8230;.<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/foto\/galerie\/benutzer\/claus-labenz-1009864\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">claus-labenz<\/a>)\n    <\/p>\n<p>Vor einem gleichm\u00e4\u00dfig grauen Hintergrund sind zwei vertrocknete Mohnkapseln auf ihren verholzten St\u00e4ngeln zu sehen. Die linke Kapsel zeigt ein aufgel\u00f6stes Geflecht aus feinen Pflanzenfasern, durch das man die innere Struktur erkennen kann. Die rechte Kapsel wirkt noch geschlossener; ihre gespreizten Kronbl\u00e4tter formen eine kleine Krone \u00fcber dem l\u00e4nglichen K\u00f6rper. Warmes, seitliches Licht betont die goldbraunen Farbt\u00f6ne der trockenen Pflanzenteile und setzt sie deutlich vom k\u00fchlen Hintergrund ab. Was einst leuchtend rote Mohnblumen waren, zeigt sich hier als feingliedriges Pflanzengerippe mit \u00fcberraschend komplexer Struktur.<\/p>\n<p><strong>women on color von Klicker3D<\/strong><\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/1\/5\/0\/5\/6\/1\/1808_women-on-color-b648580b32ef8037.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"2778\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 2778 \/ 2778; object-fit: cover;\" width=\"2778\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>women on color<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/foto\/galerie\/benutzer\/Klicker3D-872488\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Klicker3D<\/a>)\n    <\/p>\n<p>Wer braucht schon einen Laufsteg, wenn der Raschplatz in Hannover so aussieht? Eine Frau im goldgelben Kleid spaziert durch ein Regenbogen-Wellenfeld und setzt dabei ihren ganz eigenen Farbakzent. Von oben betrachtet wirkt die Szene wie ein lebendiges Gem\u00e4lde, in das jemand hineinspaziert ist. Der knackige Schatten verr\u00e4t, dass die Sonne mitspielt und das Timing stimmt.<\/p>\n<p><strong>Mantis Religiosa Nr. 2 von Roland Schirmer<\/strong><\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/1\/5\/0\/5\/6\/1\/1908_Mantis-Religiosa-Nr-2-07c18dd1c082c4f8.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"2778\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1983 \/ 2778; object-fit: cover;\" width=\"1983\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Mantis Religiosa Nr. 2<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/foto\/galerie\/benutzer\/Roland-Schirmer-1049512\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Roland Schirmer<\/a>)\n    <\/p>\n<p>Eine gr\u00fcne Gottesanbeterin thront auf dicht bewachsenen Zweigen und hebt sich freigestellt durch den tiefdunklen Hintergrund gut ab. Der konsequente Hell-Dunkel-Kontrast isoliert das Insekt und lenkt den Blick auf jedes Detail \u2013 von den gefalteten Fangbeinen bis zu den feinen Antennen. Die Komposition nutzt eine leichte Untersicht, wodurch das Tier an Pr\u00e4senz gewinnt und nahezu monumental wirkt. Die vertikale Achse seines schlanken K\u00f6rpers strukturiert das Bild, w\u00e4hrend die organischen Formen der Pflanze im unteren Drittel einen lebendigen Sockel bilden.<\/p>\n<p><strong>b l u e . s t e e l von To-To<\/strong><\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/1\/5\/0\/5\/6\/1\/2008_b-l-u-e-s-t-e-e-l-a73cabba64fb5de5.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"2153\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 3333 \/ 2153; object-fit: cover;\" width=\"3333\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>b l u e . s t e e l<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/foto\/galerie\/benutzer\/To-To-1447366\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">To-To<\/a>)\n    <\/p>\n<p>Hier wird eine perforierte Stahloberfl\u00e4che zur abstrakten Komposition: Die gleichm\u00e4\u00dfig gestanzten L\u00f6cher erzeugen ein rhythmisches Raster, das durch Korrosion und Materialzerfall in der linken Bildh\u00e4lfte durchbrochen wird. Dieses Spannungsfeld zwischen Ordnung und Verfall strukturiert das gesamte Bild. Das k\u00fchle Blau der Metalloberfl\u00e4che kontrastiert mit den dunklen, von Rost zerfressenen R\u00e4ndern und erzeugt eine Farbdynamik, die an oxidierte Kupferpatina erinnert. Durch die Nahperspektive wird jeder Ma\u00dfstab eliminiert und das industrielle Detail verwandelt sich in ein Werk zwischen Materialfotografie und informeller Abstraktion.<\/p>\n<p><strong>Alex II von K P K<\/strong><\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/1\/5\/0\/5\/6\/1\/2108_Alex-II-b1f1b7f2bffeab43.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"2342\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 3333 \/ 2342; object-fit: cover;\" width=\"3333\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Alex II<\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/foto\/galerie\/benutzer\/K-P-K-250193\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">K P K<\/a>)\n    <\/p>\n<p>Aus dem Innenhof eines Berliner Wohngeb\u00e4udes f\u00e4llt der Blick senkrecht nach oben in den Himmel. Die Fassaden mit ihren gleichm\u00e4\u00dfigen Fensterreihen und geschwungenen Ecken rahmen ein Wolkenrechteck ein. Am oberen Bildrand ragt die Spitze des Berliner Fernsehturms in den Himmelsausschnitt hinein. Das Foto ist in Schwarz-Wei\u00df gehalten, wodurch die Strukturen der Putzfassaden und die Konturen der Wolken besonders plastisch wirken. Durch die steile Aufnahmeperspektive wird der Hinterhof zu einer architektonischen Schlucht, in der der Fernsehturm als Fluchtpunkt dient.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:vat@heise.de\" title=\" Hendrik Vatheuer\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">vat<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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