{"id":1253060,"date":"2026-08-22T08:42:25","date_gmt":"2026-08-22T08:42:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1253060\/"},"modified":"2026-08-22T08:42:25","modified_gmt":"2026-08-22T08:42:25","slug":"gruenen-antrag-zum-capa-waeldchen-die-rodung-des-waldes-muss-ein-tabu-sein-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1253060\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcnen-Antrag zum Capa-W\u00e4ldchen: Die Rodung des Waldes muss ein Tabu sein! \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p class=\"translation-notice\">This article is also available in English: <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/en\/politics\/hotspot\/2026\/08\/green-party-motion-on-the-capa-wood-clearing-the-woodland-must-be-off-limits-668030\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Read this article in English<\/a>.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vorschlag der Stadt, das Capa-W\u00e4ldchen zu roden, als Kompromiss f\u00fcr die Fl\u00e4chenbedarfe der Kleinmesse und von RB Leipzig, ist unter den Leipziger\/-innen auf gro\u00dfen Gegenprotest und Unverst\u00e4ndnis gesto\u00dfen. Die Fraktion B\u00fcndnis 90 \/ Die Gr\u00fcnen im Leipziger Stadtrat lehnt diese Pl\u00e4ne ebenfalls entschieden ab. Und hat nun auch einen \u00c4nderungsantrag dazu eingereicht.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer aktuellen <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2031509&amp;refresh=false\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Stadtratsanfrage<\/a> geht die Fraktion auf zahlreiche Widerspr\u00fcche ein, die der Vorschlag zur Rodung mit sich bringt. Zur Ratsversammlung am 2. September 2026 wird die Antwort erwartet. Ebenso steht dort eine <a href=\"https:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2031082&amp;refresh=false\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Petition auf der Tagesordnung<\/a>, die die Ablehnung der <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2029064&amp;refresh=false\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vorlage mit den Verkaufs- und Rodungspl\u00e4nen<\/a> fordert. Laut Vorschlag des Petitionsausschusses soll sie als Abw\u00e4gungsmaterial an die Vorlage gehangen werden. <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/dfb33d0b0e0a40ea9e959e075967f1a1.gif\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2026\/08\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2026\/08\/1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die b\u00fcndnisgr\u00fcne Fraktion hat dazu einen<a href=\"https:\/\/www.gruene-fraktion-leipzig.de\/beitrag\/aenderungsantrag-zu-viii-p-03188-ds-01-natur-ist-keine-manoevriermasse-stoppt-den-waldverkauf-am-cottaweg-erhaltet-den-naturraum.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\"> \u00c4nderungsantrag eingereicht<\/a>, der den Oberb\u00fcrgermeister bereits jetzt auffordert, die Verkaufsabsicht des Capa-Walds zur\u00fcckzuziehen und sich f\u00fcr eine erneute Fl\u00e4chensuche f\u00fcr die Kleinmesse einzusetzen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDass die Verwaltung in sich geht und die Vorlage \u00fcberarbeiten will, ist ein gutes Zeichen\u201c, findet Tobias Peter, Fraktionsvorsitzender der Gr\u00fcnen. <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eUm Kleinmesse, RB und Capawald unter einen Hut zu bekommen, m\u00fcssen alle Optionen auf einen Tisch. Wir halten den aktuellen Standort und Umfang der Kleinmesse nicht f\u00fcr alternativlos. Die Kleinmesse beansprucht schon heute nicht mehr die gesamte Fl\u00e4che des bestehenden Festplatzes. Sie kann schon am bestehenden Standort problemlos verkleinert werden. Wir halten auch die Alte Messe mit gut angeschlossenen und bereits versiegelten Fl\u00e4chen in einer Gr\u00f6\u00dfenordnung von 15 bis 20.000 m\u00b2 f\u00fcr potenziell geeignet. Die Stadt muss hier noch mal eingehend pr\u00fcfen und ihre Ma\u00dfst\u00e4be \u00fcberdenken. Auch eine Nutzung der bereits im Umfeld vorhandenen Sportfl\u00e4chen f\u00fcr RB muss intensiv gepr\u00fcft werden. Der Walderhalt muss dabei an vorderster Stelle stehen!\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"5472\" height=\"3648\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Demo-Capa-Waeldchen-Foto_Jan_Kaefer-00006316.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-661993\"  \/>Demonstration der Umweltverb\u00e4nde gegen den Verkauf und die Abholzung des Capa-W\u00e4ldchens (Capi) Leipzig, 25.06.2026. Foto: Jan Kaefer<\/p>\n<p>Die Rodungspl\u00e4ne widersprechen allen Klimazielen der Stadt<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dazu werden die Gr\u00fcnen in ihrem \u00c4nderungsantrag auch recht deutlich: \u201eAus dieser bislang erfolglosen Suche nach einer Alternativfl\u00e4che kann aber keinesfalls die Konsequenz erwachsen, dass wir 2026 ernsthaft in Betracht ziehen, 6 Hektar Wald zu roden! Zahlreiche Beschl\u00fcsse der Stadt sprechen dagegen: das INSEK-Ziel zur St\u00e4rkung des Gr\u00fcnverbunds zwischen n\u00f6rdlichem und s\u00fcdlichem Auwald, der Klimanotstand, Ma\u00dfnahmen zur Klimawandelanpassung, das Biotopverbundkonzept, das Ziel der Waldmehrung, der Netto-Null-Versiegelung, das Schwammstadtprinzip\u2026<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der erneute Hitzesommer f\u00fchrt uns einmal mehr vor Augen, wie sehr wir st\u00e4dtisches Gr\u00fcn ben\u00f6tigen. Und zwar mehr davon, nicht weniger. Dazu kommt, dass der Wald an der Wespentaille des Auwalds liegt. Genau dort, wo es nur noch eine sehr schmale terrestrische begr\u00fcnte Verbindung gibt. Sie bietet einen Wanderkorridor f\u00fcr viele Tiere, z.\u00a0B. die Wildkatze. F\u00fcr V\u00f6gel ist das Waldst\u00fcck ein wichtiger Lebensraum: 38 Vogelarten wurden dort gefunden, darunter 23 Brutvogelarten.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Leipzig k\u00e4mpft mit dem Klimawandel und gro\u00dfer Hitze im Sommer. Wir ringen um jeden Baum, jeden Schatten, jede Entsiegelung, jede Abk\u00fchlung. Wir m\u00fchen uns um den Erhalt und die Wiedervern\u00e4ssung des Leipziger Auwalds. Die Rodung des Capa-Walds muss ein Tabu sein f\u00fcr alle Verantwortungstr\u00e4ger in dieser Stadt. Eine Unterschutzstellung als Tabufl\u00e4che ist dringend angezeigt!\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"5472\" height=\"3648\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Demo-Capa-Waeldchen-Foto_Jan_Kaefer-00006031.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-661981\"  \/>W\u00e4ldchen-Begehung. Demonstration der Umweltverb\u00e4nde gegen den Verkauf und die Abholzung des Capa-W\u00e4ldchens (Capi) Leipzig, 25.06.2026. Foto: Jan Kaefer<\/p>\n<p>Auf H\u00f6henfeuerwerke kann man verzichten<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eAuch die L\u00e4rmthematik muss grundlegend \u00fcberdacht werden\u201c, erg\u00e4nzt Anne Vollerthun, Gr\u00fcnen-Sprecherin f\u00fcr Tierschutz und Ordnung sowie Stadtr\u00e4tin im Wahlkreis Alt-West. <\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWenn man zum Beispiel auf die H\u00f6henfeuerwerke zum Abschluss der Kleinmesse verzichtet, leisere Fahrgesch\u00e4fte mit moderner Schalltechnik einsetzen w\u00fcrde oder die \u00d6ffnungszeiten leicht anpasst, kann man L\u00e4rm f\u00fcr umgebende Wohnbebauung reduzieren. Die Frage muss doch lauten: Wie kann die Kleinmesse an einem anderen Ort m\u00f6glich sein? Wir brauchen den Wald aus vielerlei Gr\u00fcnden \u2013 zumal der Capi genau an der schmalsten Stelle des Auwalds liegt, wo der Biotopverbund ohnehin sehr geschw\u00e4cht ist. Der Auwald braucht unseren Schutz mehr denn je \u2013 allein nur der Gedanke einer Rodung ist v\u00f6llig absurd!\u201c<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem zun\u00e4chst von vielen Fraktionen Zustimmung zu den Pl\u00e4nen der Verwaltung bestand, h\u00f6rt man bei einigen inzwischen einen etwas anderen Zungenschlag, interpretieren die Gr\u00fcnen die aktuelle Diskussion im Stadtrat. Das zeige, dass der Protest bereits jetzt Spuren hinterlassen habe und lasse hoffen, dass das Blatt noch zu wenden ist!<\/p>\n<p>Das Capa-W\u00e4ldchen<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Waldfl\u00e4che, inzwischen h\u00e4ufig als Capawald oder Capi bezeichnet, ist ab 1998 aufgeforstet worden und war eine Kompensationsma\u00dfnahme f\u00fcr die B-Pl\u00e4ne Nr. 238 und E\u2011224. In Anlage 1 der Vorlage steht: \u201eDie Fl\u00e4che hat heute, wie urspr\u00fcnglich vorgesehen, Bedeutung f\u00fcr den Arten- und Biotopschutz erlangt.\u201c<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Biotopverbundkonzept der Stadt Leipzig ist dargestellt, dass der von Rodung bedrohte Bereich genau an der Grenze der Unterbrechung der Kernfl\u00e4chenkomplexe des Biotopverbunds zwischen n\u00f6rdlichem und s\u00fcdlichem Auwald liegt (siehe Anlage 3 im Biotopverbundkonzept). Es erschlie\u00dft sich daher nicht, wie man vor diesem Hintergrund eine Rodung vorschlagen kann. Auch die Vereinbarkeit mit vielen weiteren Beschlusslagen der Stadt Leipzig muss bezweifelt werden.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus der<a href=\"https:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2029064&amp;refresh=false\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\"> Vorlage VIII-DS-02491<\/a> und ihrer Anlage 1 geht hervor, dass ein ortsnaher Ausgleich einer Rodung nicht m\u00f6glich ist, da eine Neuaufforstung in H\u00f6he von mind. 7,5 bis 12,5 Hektar n\u00f6tig w\u00fcrde. Gleichzeitig ist die Rede davon, dass ein terrestrischer Wanderkorridor am Westufer des Elsterbeckens \u201esofern nicht bereits vorhanden \u2013 von herausragendem Nutzen\u201d f\u00fcr den Biotopverbund sein k\u00f6nnte. Der Platz daf\u00fcr scheint aber gar nicht vorhanden zu sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"This article is also available in English: Read this article in English. Der Vorschlag der Stadt, das Capa-W\u00e4ldchen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1253061,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1832],"tags":[19678,109880,3364,29,30,20969,1548,71,1655,859],"class_list":["post-1253060","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-leipzig","tag-auwald","tag-capastrasse","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-kleinmesse","tag-klimaschutz","tag-leipzig","tag-rb-leipzig","tag-sachsen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117138276201418338","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1253060","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1253060"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1253060\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1253061"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1253060"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1253060"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1253060"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}