{"id":1253292,"date":"2026-08-22T11:33:19","date_gmt":"2026-08-22T11:33:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1253292\/"},"modified":"2026-08-22T11:33:19","modified_gmt":"2026-08-22T11:33:19","slug":"wohnungssuche-fuer-studierende-in-nrw-bleibt-herausforderung-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1253292\/","title":{"rendered":"Wohnungssuche f\u00fcr Studierende in NRW bleibt Herausforderung"},"content":{"rendered":"<p>In K\u00f6ln, M\u00fcnster und anderen NRW-St\u00e4dten sind Wohnheimpl\u00e4tze f\u00fcr Studierende weiter stark gefragt. Die R\u00fcckkehr zu G9 entspannt die Situation kaum.<\/p>\n<p>M\u00fcnster\/Paderborn\/D\u00fcsseldorf (dpa) &#8211; Obwohl in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr tausende Abiturienten weniger die Schule beendet haben, bleibt die Wohnungssuche in Studierenden-Metropolen angespannt. Rund 30.000 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler haben laut Bildungsportal des NRW-Schulministeriums 2026 ihr Abitur abgelegt. Im Vorjahr waren es noch 78.000. Trotzdem bleiben die Pl\u00e4tze in den Studentenwohnheimen rar, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur zeigt.<\/p>\n<p class=\"contextmenu caption\">In K\u00f6ln sogar mehr Bewerbungen als im Vorjahr <\/p>\n<p>An den meisten Gymnasien in NRW gibt es in diesem Jahr keinen Abiturjahrgang. Grund ist die R\u00fcckkehr von der achtj\u00e4hrigen Gymnasialzeit (G8) zur neunj\u00e4hrigen (G9) an einem Gro\u00dfteil der Schulen. <\/p>\n<p>Vor allem in beliebten Studenten-St\u00e4dten wie K\u00f6ln, M\u00fcnster und Aachen wirkt sich die geringere NRW-Abiturientenzahl kaum auf die Wohnheimpl\u00e4tze aus. \u201eWir haben immer noch eine gro\u00dfe Nachfrage\u201c, sagt Klaus Wilsberg, Pressesprecher des K\u00f6lner Studierendenwerks. Die Zahl der Bewerbungen sei dort 2026 sogar h\u00f6her als im vergangenen Jahr. \u201e2025 hatten wir 2.700 Bewerbungen. In diesem Jahr sind es bis jetzt 2829\u201c, so Wilsberg. <\/p>\n<p>In Aachen stehen derzeit rund 11.000 Studierende auf der Warteliste f\u00fcr einen Platz im Wohnheim, sagt Sprecherin Ute von Drathen. Demgegen\u00fcber stehen 5.000 Wohnheimpl\u00e4tze, von denen nur ein geringer Teil pro Semester frei wird. Der Bedarf \u00fcbersteige das Angebot seit Jahren deutlich. <\/p>\n<p class=\"contextmenu caption\">M\u00fcnster: Notunterk\u00fcnfte gleichen Mangel kaum aus <\/p>\n<p>Auch in M\u00fcnster seien die Bewerberlisten so voll wie in den Vorjahren, berichtet Katrin Peter, Pressesprecherin des Studierendenwerks M\u00fcnster. Wie in jedem Jahr werden auch 2026 zus\u00e4tzlich zu den Pl\u00e4tzen im Studierendenheim 29 Pl\u00e4tze in Notunterk\u00fcnften bereitgestellt. Ausgleichen k\u00f6nne das den Mangel an Wohnraum kaum. <\/p>\n<p>Aufgrund finanzieller Engp\u00e4sse der Studierenden sei der Bedarf an g\u00fcnstigem und sozialem Wohnraum nach wie vor hoch, sagt Achim Landgraf, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Studierendenwerks Bielefeld. Es gebe einen viel h\u00f6heren Bedarf an bezahlbaren Wohnungen als Angebote. <\/p>\n<p class=\"contextmenu caption\">Warteliste genauso lang wie in Vorjahren <\/p>\n<p>An kleineren Hochschulstandorten wie Lemgo, Minden und H\u00f6xter sei die Suche nach einer Wohnung etwas unkomplizierter, berichtet Landgraf. Sie bleibe aber eine Herausforderung. <\/p>\n<p>In Bocholt, Heiligenhaus und Gelsenkirchen ist die Nachfrage nach Wohnheim-Pl\u00e4tzen dieses Jahr leicht zur\u00fcckgegangen, wie Pia Nehring vom Akademischen F\u00f6rderungswerk in Bochum mitteilt. Den \u00dcberschuss an Bewerbungen gleiche dies jedoch nicht aus. <\/p>\n<p>In Paderborn hingegen bleibe die Bewerberzahl konstant, teilt Nina Karbstein vom dortigen Studierendenwerk mit. Die geringere NRW- Abiturientenzahl habe kaum Einfluss auf die hohe Auslastung. Auch Katrin Ziegert vom Studierendenwerk in Siegen geht von einer vollen Auslastung der studentischen Wohnanlagen aus. <\/p>\n<p class=\"contextmenu caption\">Viele Bewerbungen aus Ausland <\/p>\n<p>Ein gro\u00dfer Teil der Bewerbungen auf die Wohnheimpl\u00e4tze komme von internationalen Studierenden, berichtet Petra Sellke, Referentin f\u00fcr Unternehmenskommunikation beim Studierendenwerk Dortmund. In Bochum gibt es derzeit mehr internationale Bewerbungen als im Vorjahr, wie Pia Nehring vom Akademischen F\u00f6rderungswerk mitteilt. <\/p>\n<p>Das Statistische Landesamt (IT.NRW) hatte zuletzt f\u00fcr das Wintersemester 2025\/26 ein Rekordhoch ausl\u00e4ndischer Studierender an nordrhein- westf\u00e4lischen Hochschulen verzeichnet. Knapp 16 Prozent aller Studierenden an NRW-Hochschulen hatten demnach nicht die deutsche Staatsangeh\u00f6rigkeit. <\/p>\n<p>M\u00f6gliche Gr\u00fcnde f\u00fcr die Beliebtheit Deutschlands bei internationalen Studierenden sind laut der j\u00fcngsten Sozialerhebung des Deutschen Studierendenwerks von 2021 die hohe Lebensqualit\u00e4t, die geringen Kosten sowie der Wunsch, nach dem Studium in Deutschland zu arbeiten. <\/p>\n<p>Die achtj\u00e4hrige Gymnasialzeit (G8) war in NRW 2005 eingef\u00fchrt worden. Nach anhaltender Kritik wurde sie seit dem Schuljahr 2019\/20 mit den damaligen F\u00fcnft- und Sechstkl\u00e4sslern wieder r\u00fcckabgewickelt. Der letzte G8-Jahrgang legte 2025 das Abitur ab. Der nachfolgende Jahrgang macht erst 2027 nach neun Jahren am Gymnasium Abitur. <\/p>\n<p>Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich gesch\u00fctzt.<br \/>\n            Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In K\u00f6ln, M\u00fcnster und anderen NRW-St\u00e4dten sind Wohnheimpl\u00e4tze f\u00fcr Studierende weiter stark gefragt. 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