{"id":125371,"date":"2025-05-20T11:59:13","date_gmt":"2025-05-20T11:59:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/125371\/"},"modified":"2025-05-20T11:59:13","modified_gmt":"2025-05-20T11:59:13","slug":"berlin-koeln-einseitige-preiserhoehung-geld-von-netflix-zurueckfordern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/125371\/","title":{"rendered":"Berlin\/K\u00f6ln | Einseitige Preiserh\u00f6hung: Geld von Netflix zur\u00fcckfordern?"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">Berlin\/K\u00f6ln (dpa\/tmn) &#8211; Eine Klausel in den Netflix-Nutzungsbedingungen, die den Streamingdienst zur einseitigen Preiserh\u00f6hung berechtigt, hatte das Landgericht Berlin bereits 2021 f\u00fcr unwirksam erkl\u00e4rt. Zwei Jahre sp\u00e4ter best\u00e4tigte das Kammergericht Berlin dieses Urteil.<\/p>\n<p>Nun hat das Landgericht K\u00f6ln entschieden, dass Netflix einem Kunden, der gegen Preiserh\u00f6hungen geklagt hatte, fast 200 Euro zur\u00fcckzahlen muss. Die Richter erkl\u00e4rten die Preiserh\u00f6hungen sogar trotz Zustimmung von Kunden f\u00fcr unwirksam, wie aus dem Urteil hervorgeht (Az.: 6 S 114\/23), auf das die Stiftung Warentest hinweist.<\/p>\n<p>Die Begr\u00fcndung des Gerichts: Netflix schrieb an seine Kunden: \u00abAm ? wird Ihr monatlicher Preis auf ? erh\u00f6ht. Wir aktualisieren unsere Preise, um Ihnen noch mehr gro\u00dfartige Unterhaltung zu bieten.\u00bb In diesem Zusammenhang erscheine der Button \u00abPreiserh\u00f6hung zustimmen\u00bb nicht als Annahme einer freiwilligen Vertrags\u00e4nderung.<\/p>\n<p>Wer zugestimmt hat, wartet ab<\/p>\n<p>Das aktuelle Urteil des Landgerichts K\u00f6lns sei zwar rechtskr\u00e4ftig, aber m\u00f6glicherweise eine Einzelentscheidung, ordnen die Warentester ein. Anderen Kunden, die zugestimmt h\u00e4tten, sei es nur dann m\u00f6glich, eine Erstattung zu fordern, wenn sich die Ansicht des Landgerichts K\u00f6ln breit durchsetzt, dass die Erh\u00f6hung trotz Zustimmung unwirksam ist. Man m\u00fcsse abwarten, ob auch andere Gerichte so urteilen werden.<\/p>\n<p>Wer nicht zugestimmt hat, nutzt den Musterbrief<\/p>\n<p>Haben Kunden einer Preis\u00aderh\u00f6hung dagegen nicht zuge\u00adstimmt, sei sie klar rechts\u00adwidrig, erkl\u00e4ren die Experten. In diesen F\u00e4llen k\u00f6nnten Betroffene einen <a href=\"https:\/\/www.test.de\/filestore\/5856017_Mustertext_Netflixabogebuehrenerstattung_20220224.rtf?path=\/protected\/67\/b9\/601e4d4a-2950-4116-9302-ec129233cbc7-protectedfile.rtf&amp;key=6AB4E1BA9FBAF0BFC51B68B9922D02C2DDEB576E\" target=\"_blank\" class=\"externalLink\" rel=\"noopener\">Musterbrief<\/a> nutzen, um von Netflix eine Erstattung der auf die Erh\u00f6hungen entfallenden Zahlungen zu verlangen. Auf \u00ab<a href=\"https:\/\/www.test.de\/Netflix-Preiserhoehungen-rechtswidrig-Gebuehren-zurueckfordern-5855602-0\/\" target=\"_blank\" class=\"externalLink\" rel=\"noopener\">Test.de<\/a>\u00bb\u00a0findet sich auch eine Tabelle zur Geb\u00fchrenentwicklung bei Netflix seit dem Start 2014.<\/p>\n<p>Die Forderung auf Erstattung von bis zum 31. Dezember 2021 gezahlten Betr\u00e4gen sei inzwischen verj\u00e4hrt, erkl\u00e4rt die Stiftung Warentest. Alle Zahlungen danach habe Netflix zu erstatten, auch wenn die unwirksame Preiserh\u00f6hung schon Jahre vorher erfolgte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin\/K\u00f6ln (dpa\/tmn) &#8211; Eine Klausel in den Netflix-Nutzungsbedingungen, die den Streamingdienst zur einseitigen Preiserh\u00f6hung berechtigt, hatte das Landgericht&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":125372,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1828],"tags":[31627,29,441,92,2507,30,1420,1209,624,1009,471,8376,1897,194,3795,254,8662,8665,684,11747,625,5329],"class_list":{"0":"post-125371","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-koeln","8":"tag-audio","9":"tag-deutschland","10":"tag-fernsehen","11":"tag-film","12":"tag-freizeit","13":"tag-germany","14":"tag-koeln","15":"tag-nordrhein-westfalen","16":"tag-ratgeber","17":"tag-recht","18":"tag-serien","19":"tag-stiftung-warentest","20":"tag-streaming","21":"tag-technik","22":"tag-telekommunikation","23":"tag-test","24":"tag-tmn1130","25":"tag-tpds","26":"tag-tv","27":"tag-urteile","28":"tag-verbraucher","29":"tag-video"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114540050555444577","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/125371","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=125371"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/125371\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/125372"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=125371"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=125371"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=125371"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}