{"id":1254445,"date":"2026-08-23T00:53:13","date_gmt":"2026-08-23T00:53:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1254445\/"},"modified":"2026-08-23T00:53:13","modified_gmt":"2026-08-23T00:53:13","slug":"bombenfunde-in-augsburg-stellen-stadt-regelmaessig-vor-herausforderungen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1254445\/","title":{"rendered":"Bombenfunde in Augsburg stellen Stadt regelm\u00e4\u00dfig vor Herausforderungen"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eNoch immer holen die Sprengstoffexperten sowie Fachfirmen fast t\u00e4glich Weltkriegsmunition aus bayerischem Boden\u201c, warnte jetzt Bayerns Innenminister <strong class=\"font-bold\">Joachim Herrmann<\/strong>. Mehr als 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ziehen Experten damit eine \u201eexplosive\u201c Jahresbilanz.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Rund 100 Tonnen alte Kampfmittel wurden 2025 in Bayern beseitigt und entsorgt. Das waren 13 Tonnen mehr als im Jahr zuvor. Unter den Funden befanden sich auch 28 Blindg\u00e4nger alliierter Spreng- und Splitterbomben, die von den Spezialisten unsch\u00e4dlich gemacht wurden. Die Kosten f\u00fcr Beseitigung und Entsorgung lagen bei knapp 1,9 Millionen Euro und wurden vom Freistaat getragen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Dabei geht es l\u00e4ngst nicht nur um die gro\u00dfen Fliegerbomben, die ganze Stadtviertel lahmlegen. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst wird auch bei Zufallsfunden w\u00e4hrend Freizeitaktivit\u00e4ten, bei Bauarbeiten oder zur Abholung und zum Transport bereits entdeckter Munition ben\u00f6tigt.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Vor allem in Gebieten, die w\u00e4hrend des Krieges stark bombardiert wurden, m\u00fcsse weiterhin mit Blindg\u00e4ngern gerechnet werden, erkl\u00e4rt Herrmann. Ein Satz, der f\u00fcr Augsburg in besonderem Ma\u00dfe gilt.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    In der Fuggerstadt muss immer wieder mit Bombenfunden gerechnet werden. Besonders stark bombardiert wurden die n\u00f6rdliche Innenstadt rund um MAN und Haunstetten mit dem fr\u00fcheren Messerschmitt-Werk. Wie viele Blindg\u00e4nger noch unter Stra\u00dfen, H\u00e4usern und unbebauten Fl\u00e4chen liegen, wei\u00df niemand.\n  <\/p>\n<p>            Das Luftbild zeigt den Bombenteppich<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/images.mgpd.de\/img\/115036087\/crop\/c2_3-w100\/1089720555\/1717513574\/bomben.jpg\" alt=\"Der Bombenteppich \u00fcber Augsburg: Das Luftbild vom 20. April 1945 zeigt zahlreiche Bombenkrater rund um die Bahnstrecke und zwischen Bahnlinie und Haunstetter Stra\u00dfe. Blindg\u00e4nger aus dieser Zeit k\u00f6nnen bis heute im Boden liegen.\" title=\"Der Bombenteppich \u00fcber Augsburg: Das Luftbild vom 20. April 1945 zeigt zahlreiche Bombenkrater rund um die Bahnstrecke und zwischen Bahnlinie und Haunstetter Stra\u00dfe. Blindg\u00e4nger aus dieser Zeit k\u00f6nnen bis heute im Boden liegen.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Der Bombenteppich \u00fcber Augsburg: Das Luftbild vom 20. April 1945 zeigt zahlreiche Bombenkrater rund um die Bahnstrecke und zwischen Bahnlinie und Haunstetter Stra\u00dfe. Blindg\u00e4nger aus dieser Zeit k\u00f6nnen bis heute im Boden liegen.<br \/>\n    Foto: Foto\/Repro: AJ-Archiv<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Der Bombenteppich \u00fcber Augsburg: Das Luftbild vom 20. April 1945 zeigt zahlreiche Bombenkrater rund um die Bahnstrecke und zwischen Bahnlinie und Haunstetter Stra\u00dfe. Blindg\u00e4nger aus dieser Zeit k\u00f6nnen bis heute im Boden liegen.<br \/>\n    Foto: Foto\/Repro: AJ-Archiv<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wie dicht die Bomben einst fielen, zeigt das historische Luftaufkl\u00e4rungsbild aus dem AJ-Archiv. Besonders rund um die Bahnstrecke und zwischen Bahnlinie und Haunstetter Stra\u00dfe sind zahlreiche Bombenkrater zu erkennen. Das Gebiet geh\u00f6rte w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs zu den bevorzugten Angriffszielen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Nicht jede Bombe detonierte. Ein Teil der Blindg\u00e4nger liegt noch heute im Erdreich. Sie kommen vor allem dann ans Licht, wenn gebaut, gegraben oder ein bislang unber\u00fchrtes Grundst\u00fcck untersucht wird.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Vor Eingriffen in den Boden m\u00fcssen Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer und Bauherren deshalb jedem konkreten Verdacht auf Bomben oder Munition nachgehen. Gegebenenfalls m\u00fcssen Fachfirmen damit beauftragt werden, das Gel\u00e4nde zu untersuchen und gefundene Kampfmittel bergen zu lassen.\n  <\/p>\n<p>            Niedrige Wasserst\u00e4nde legen Kampfmittel frei<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Doch die Gefahr schlummert nicht nur im Boden. Innenminister Herrmann macht auf eine weitere Entwicklung aufmerksam: die anhaltende Wasserknappheit. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass bislang von Wasser und Sediment bedeckte Kampfmittel \u201edurch niedrige Wasserst\u00e4nde zu Tage treten\u201c.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Diese Warnung passt zu mehreren j\u00fcngeren Funden in Augsburg. Im M\u00e4rz 2024 r\u00fcckte die Feuerwehr wegen eines vermeintlichen Kleinbrands an einer Kiesbank in der Firnhaberau aus. Dort lag ein rund 45 Zentimeter langer Gegenstand, aus dem Rauch und Flammen austraten. Der Kampfmittelr\u00e4umdienst identifizierte ihn als Phosphorbombe vom Typ INC30. Phosphor reagiert mit Sauerstoff und kann sich dabei selbst entz\u00fcnden.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Im August 2025 wurde erneut eine Phosphorbombe entdeckt \u2013 dieses Mal im Lech bei der Radetzkystra\u00dfe. Einsatzkr\u00e4fte sperrten das Ufer und die angrenzende Gr\u00fcnanlage ab. Nach fast vier Stunden konnte das Kampfmittel sicher aus dem Fluss geborgen werden.\n  <\/p>\n<p>            Die Weihnachtsbombe legt Augsburg lahm<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der spektakul\u00e4rste Augsburger Fund j\u00e4hrt sich heuer zum zehnten Mal. Am 20. Dezember 2016 wurde bei Bauarbeiten in der Jakoberwallstra\u00dfe eine britische Luftmine entdeckt. Sie wog 1,8 Tonnen und war wesentlich gr\u00f6\u00dfer als die Fliegerbomben, die gew\u00f6hnlich bei Bauarbeiten gefunden werden.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Entsch\u00e4rfung wurde auf den ersten Weihnachtsfeiertag gelegt. Am 25. Dezember mussten rund 54.000 Augsburgerinnen und Augsburger ihre Wohnungen verlassen. Die Sperrzone reichte eineinhalb Kilometer um den Fundort und umfasste etwa 32.000 Haushalte sowie gro\u00dfe Teile der Innenstadt.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Mehr als 4.000 Helferinnen und Helfer waren im Einsatz. Ein Krankenhaus und zahlreiche Seniorenheime mussten ger\u00e4umt werden, sechs Notunterk\u00fcnfte standen bereit. Erst gegen 19 Uhr kam die erl\u00f6sende Nachricht: Die Bombe war entsch\u00e4rft. Es war damals die gr\u00f6\u00dfte Evakuierungsaktion dieser Art in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Doch die sogenannte Weihnachtsbombe war kein Einzelfall. Bereits im Oktober 2017 wurde im Siebentischwald eine britische Phosphorbombe entdeckt. Wie das Augsburg Journal damals berichtete, war sie noch vollst\u00e4ndig intakt. Sie wurde abtransportiert und in einem Spezialofen in M\u00fcnchen vernichtet.\n  <\/p>\n<p>            Drei Fliegerbomben in einem Jahr<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Besonders h\u00e4ufig traf es in den vergangenen Jahren den Toni-Park auf dem fr\u00fcheren Messerschmitt-Gel\u00e4nde. Allein 2022 wurden dort drei Fliegerbomben gefunden.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Im M\u00e4rz mussten rund 2.000 Menschen ihre Wohnungen und B\u00fcros verlassen. Bei dem Fund handelte es sich um eine amerikanische Fliegerbombe vom Typ GP500. Kopf- und Heckz\u00fcnder waren noch aktiv, etwa 70 Kilogramm sprengbares Material befanden sich in der teilweise detonierten Bombe.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Im August folgte der n\u00e4chste Fund. Rund 3.000 Menschen wurden wegen einer 250 Kilogramm schweren Fliegerbombe aus dem Gefahrenbereich gebracht. Im Oktober tauchte bereits der dritte Blindg\u00e4nger des Jahres im Toni-Park auf. Dieses Mal mussten mehr als 3.800 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Rund 420 Einsatzkr\u00e4fte waren an der Evakuierung und Entsch\u00e4rfung beteiligt.\n  <\/p>\n<p>            Weitere Funde in Haunstetten und am GVZ<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Im Januar 2025 wurde in der Tiroler Stra\u00dfe in Haunstetten eine amerikanische Fliegerbombe mit zwei Z\u00fcndern und 120 Kilogramm Sprengstoff entdeckt. Etwa 1.500 Anwohnerinnen und Anwohner waren von der Evakuierung betroffen. Auch rund 2.000 Besch\u00e4ftigte von Premium Aerotec mussten den Gefahrenbereich verlassen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Nur wenige Wochen sp\u00e4ter kamen auf einer Baustelle s\u00fcdlich des G\u00fcterverkehrszentrums gr\u00f6\u00dfere Mengen Sprengstoff aus dem Zweiten Weltkrieg zum Vorschein. Die Arbeiten des Kampfmittelr\u00e4umdienstes dauerten wegen des lehmigen Bodens rund zwei Wochen.\n  <\/p>\n<p>            Herrmann warnt vor Zufallsfunden<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wer beim Spazierengehen, an einem Gew\u00e4sser oder bei Arbeiten im Garten einen verd\u00e4chtigen Gegenstand entdeckt, darf ihn keinesfalls ber\u00fchren oder bewegen. Stattdessen muss sofort die Polizei verst\u00e4ndigt werden. Sie nimmt anschlie\u00dfend Kontakt mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst auf.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eGehen Sie hier kein Risiko ein\u201c, appelliert Herrmann. Auch Eltern sollten ihre Kinder auf die Gefahr hinweisen, die von alten Bomben, Granaten und anderen Fundst\u00fccken ausgehen kann.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eNoch immer holen die Sprengstoffexperten sowie Fachfirmen fast t\u00e4glich Weltkriegsmunition aus bayerischem Boden\u201c, warnte jetzt Bayerns Innenminister Joachim&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1251531,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1846],"tags":[680,2461,772,259050,3364,29,548,663,3934,30,144777,13,51317,11185,57798,14,15,12,259049,2657],"class_list":["post-1254445","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-augsburg","tag-augsburg","tag-baustelle","tag-bayern","tag-bombenteppich","tag-de","tag-deutschland","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-germany","tag-haunstetten","tag-headlines","tag-joachim-herrmann","tag-kampfmittelbeseitigungsdienst","tag-kriegsmunition","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-weihnachtsbombe","tag-zweiter-weltkrieg"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117142094192075185","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1254445","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1254445"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1254445\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1251531"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1254445"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1254445"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1254445"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}