{"id":1254889,"date":"2026-08-23T06:14:25","date_gmt":"2026-08-23T06:14:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1254889\/"},"modified":"2026-08-23T06:14:25","modified_gmt":"2026-08-23T06:14:25","slug":"neue-us-zoelle-gegen-kanada-premier-carney-spricht-von-krieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1254889\/","title":{"rendered":"Neue US-Z\u00f6lle gegen Kanada: Premier Carney spricht von \u201eKrieg\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Die Verhandlungen zwischen den USA und Kanada sind gescheitert. Kanadas Premierminister k\u00fcndigt bereits Gegenz\u00f6lle an. <\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Kanadas Premierminister Mark Carney spricht von \u201eKrieg\u201c: Nach dem Scheitern tagelanger fieberhafter Verhandlungen im Zollstreit zwischen den USA und Kanada sind am Samstag neue <a href=\"https:\/\/www.kleinezeitung.at\/themen\/us-zoelle\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">US-Z\u00f6lle<\/a> auf kanadische Produkte in Kraft getreten. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer gab das Scheitern der Verhandlungen in der Nacht unmittelbar vor dem Ablauf einer von Pr\u00e4sident Donald Trump gesetzten Frist bekannt. Carney k\u00fcndigte am Samstag Gegenz\u00f6lle an.<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Greer machte die Gegenseite f\u00fcr das Scheitern der Verhandlungen verantwortlich: \u201eKanada hat es heute Abend abgelehnt, das Handelsabkommen zu Bedingungen abzuschlie\u00dfen, die eigentlich zuvor schon vereinbart worden waren\u201c, erkl\u00e4rte er. Die Ablehnung sei trotz der Angebote Washingtons zur Zollsenkung bei Stahl, Autos, Holz und Aluminium im Gegenzug zu Zugest\u00e4ndnissen Kanadas erfolgt. Der US-Handelsbeauftragte warf Ottawa zudem vor, an seinen \u201eanhaltenden Vergeltungsma\u00dfnahmen\u201c gegen die USA festzuhalten, darunter Einfuhrverbote f\u00fcr bestimmte US-Waren und -Dienstleistungen.<\/p>\n<p>Carney: Kanada werde die US-Z\u00f6lle \u201eDollar f\u00fcr Dollar\u201c erwidern<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Dagegen erkl\u00e4rte Kanadas Regierungschef Carney, die von den USA vorgelegten Bedingungen seien \u201eunfair\u201c und \u201ewirtschaftlich unsinnig\u201c gewesen. Sie h\u00e4tten zudem \u201edie Zuverl\u00e4ssigkeit eines jeden Abkommens infrage gestellt\u201c. Kanada werde die US-Z\u00f6lle \u201eDollar f\u00fcr Dollar\u201c erwidern, \u201eum unsere Arbeitnehmer und Unternehmen zu sch\u00fctzen\u201c, warnte der Premierminister.<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Carney warf Trump vor, einen Handelskrieg losgetreten zu haben. \u201eMan befindet sich im Krieg, wenn man angegriffen wird. Wir sind angegriffen worden\u201c, erkl\u00e4rte der kanadische Premier. \u201eWir k\u00f6nnen das, was sie angeboten haben, nicht akzeptieren, und wir werden ihnen nicht geben, was sie verlangt haben.\u201c<\/p>\n<p>Kanadas Gegenz\u00f6lle treten ab 8. September in Kraft<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Die neuen kanadischen Z\u00f6lle werden Carney zufolge besonders die US-Stahl- und Milchbranche ins Visier nehmen und am 8. September in Kraft treten. Laut Kanadas Premier werden sie in etwa den gleichen Umfang haben wie die neuen US-Z\u00f6lle. Kanadische Unternehmen sollen wegen der zus\u00e4tzlichen Zoll-Belastung Unterst\u00fctzung erhalten, solange dies notwendig sei. Weitere Einzelheiten sollen laut Carney in der kommenden Woche bekannt gegeben werden.<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Das Wei\u00dfe Haus hatte bei der Einf\u00fchrung der Z\u00f6lle eine \u201ediskriminierende Behandlung\u201c von Alkohol-, Automobil- und Milchprodukten aus den USA durch die kanadische Regierung geltend gemacht. Eigentlich sollten die neuen US-Z\u00f6lle schon in der Nacht zum Mittwoch in Kraft treten. Kurz davor verschob Trump dies jedoch unter Verweis auf eine Grundsatzeinigung mit dem n\u00f6rdlichen Nachbarn um drei Tage. Seitdem wurde zwischen beiden Seiten weiter fieberhaft verhandelt &#8211; ohne Erfolg.<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Die daher nun in Kraft getretenen neuen US-Z\u00f6lle in H\u00f6he von 50 Prozent betreffen bestimmte kanadische Produkte im Wert von rund 20 Milliarden Dollar (gut 17 Milliarden Euro). Dies ist mit 5,5 Prozent der kanadischen Exporte in die USA ein verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig kleiner Teil. Doch erstmals hat Washington auch Waren ins Visier genommen, die unter das nordamerikanische Freihandelsabkommen fallen. Die betroffenen Produkte reichen von Hockeyschl\u00e4gern und Wein bis zu Zement.<\/p>\n<p>Wirtschaftsjurist nennt Entwicklung \u201ebe\u00e4ngstigend\u201c<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Der Wirtschaftsjurist Richard Ouellet von der Universit\u00e4t Laval in Quebec nannte die Entwicklung \u201ebe\u00e4ngstigend\u201c. Bisher habe das Freihandelsabkommen USMCA gewisserma\u00dfen als Schutzschild fungiert. \u201eDie Amerikaner schlagen nun eine Bresche hinein\u201c, erkl\u00e4rte er gegen\u00fcber der Nachrichtenagentur AFP.<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Die Volkswirtschaften der USA und Kanadas sind eng miteinander verflochten. Rund 70 Prozent aller kanadischen Exporte gehen in die Vereinigten Staaten. Unter Trump haben sich die Beziehungen zwischen beiden L\u00e4ndern jedoch massiv verschlechtert. Dazu trug bei, dass Trump wiederholt die Absicht \u00e4u\u00dferte, aus dem riesigen Nachbarland den \u201e51. Bundesstaat\u201c der USA zu machen.<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Ein hochrangiger US-Vertreter teilte mit, nach dem Scheitern der Verhandlungen seien vorerst keine weiteren Treffen geplant. Ihm zufolge hatte Kanada zus\u00e4tzliche Zugest\u00e4ndnisse gefordert, welche die USA nicht h\u00e4tten machen k\u00f6nnen. Die Gespr\u00e4che seien aber offen und nicht von Feindseligkeit gepr\u00e4gt gewesen.<\/p>\n<p>Wird Freihandelsabkommen USMA verl\u00e4ngert?<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Das Freihandelsabkommen USMA, das Trump in seiner ersten Amtszeit selbst ausgehandelt hatte, soll eigentlich f\u00fcr 16 Jahre verl\u00e4ngert werden, die USA weigern sich jedoch. Solange sich nicht eines der drei L\u00e4nder &#8211; neben den USA und Kanada geh\u00f6rt noch Mexiko dazu &#8211; explizit aus dem Abkommen zur\u00fcckzieht, gilt es zun\u00e4chst weiter und unterliegt nun j\u00e4hrlichen Pr\u00fcfungen.<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Der ehemalige US-Handelsbeamte Ryan Majerus sieht nun beide Seiten unter Druck, \u201eeinen Ausweg aus der Situation zu finden\u201c. Vor Carneys Ank\u00fcndigung von Gegenz\u00f6llen warnte der Experte, durch ein solches Vorgehen werde \u201eeine Deeskalation der Lage erheblich schwieriger\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Verhandlungen zwischen den USA und Kanada sind gescheitert. Kanadas Premierminister k\u00fcndigt bereits Gegenz\u00f6lle an. 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