{"id":1255138,"date":"2026-08-23T08:50:24","date_gmt":"2026-08-23T08:50:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1255138\/"},"modified":"2026-08-23T08:50:24","modified_gmt":"2026-08-23T08:50:24","slug":"wer-erobert-das-rote-rathaus-in-berlin-setzt-die-spd-auf-ganz-viel-krach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1255138\/","title":{"rendered":"Wer erobert das Rote Rathaus?: In Berlin setzt die SPD auf ganz viel Krach"},"content":{"rendered":"<p>Wer erobert das Rote Rathaus?In Berlin setzt die SPD auf ganz viel Krach23.08.2026, 08:16 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Sebastian-Huld-article20312245.html\" class=\"article-detail-head_author___bDMZ\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_1_1__Ei3jf\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/a6d1097d-155c-4edc-b000-7806375dfbdb~1.webp.webp\" alt=\"a6d1097d-155c-4edc-b000-7806375dfbdb~1\"\/>Von Sebastian Huld, Berlin<\/a><\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(13:10 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Steffen-Krach-SPD-Spitzenkandidat-fuer-die-Abgeordnetenhaus-Wahl-in-Berlin-aufgenommen-im-Rahmen-der.webp\" alt=\"Steffen-Krach-SPD-Spitzenkandidat-fuer-die-Abgeordnetenhaus-Wahl-in-Berlin-aufgenommen-im-Rahmen-der-Wahlkampftour-in-Berlin-17-08-2026-Fotografiert-im-Auftrag-der-SPD-Berlin\"\/>Steffen Krach, SPD-Spitzenkandidat f\u00fcr die Abgeordnetenhauswahl in Berlin. (Foto: picture alliance \/ photothek.de)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Er kam als Unbekannter und Hoffnungstr\u00e4ger zur\u00fcck in die Wahlheimat: Spitzenkandidat Steffen Krach tr\u00e4gt den Wahlkampf der SPD fast allein auf seinen Schultern. Der Erfolg ist bisher durchwachsen, f\u00fcr Krach aber kein Grund zum Aufstecken.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Genau einen Monat vor der Abgeordnetenhauswahl steht Steffen Krach in den Umfragen auf Platz vier und im Wahlkampf wieder genau dort, wo diese ganze Berlin-Sache einmal ihren Anfang genommen hatte. &#8222;Da oben habe ich gewohnt&#8220;, erinnert sich Krach und zeigt auf einen Altbau im an diesem Sommertag malerisch anmutenden Akazienkiez. 2002 war der geb\u00fcrtige Niedersachse zum Studium in die damals so viel g\u00fcnstigere, wildere Hauptstadt gezogen. Nun will der 47-J\u00e4hrige hier Regierender B\u00fcrgermeister werden &#8211; und f\u00fcr die SPD das Rote Rathaus von der CDU zur\u00fcckerobern. &#8222;Nat\u00fcrlich k\u00f6nnte es besser laufen&#8220;, beschreibt Krach die eigene Lage. &#8222;Aber wir k\u00e4mpfen weiter, nur wenige Prozentpunkte reichen und schon kann es wieder ganz anders aussehen.&#8220; Liefe der Hobbyl\u00e4ufer Krach gerade ein Wettrennen, w\u00e4re das die Phase, in der es vor allem Tapferkeit braucht.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Genau genommen liegt die SPD in den Umfragen zur Berlin-Wahl sogar nur auf Platz f\u00fcnf, nur wird die AfD bei der Regierungsbildung keine Rolle spielen und schon gar nicht den n\u00e4chsten B\u00fcrgermeister stellen. Die Linke mit Spitzenkandidatin Elif Eralp und die CDU mit ihrem f\u00fcr Amtsinhaber Kai Wegner eingesprungenen Frontmann Stefan Evers liefern sich derzeit mit Werten um die 20 Prozent ein Kopf-an-Kopf-Rennen, dahinter folgen AfD und Gr\u00fcne. Die SPD hatte das Meinungsforschungsinstitut infratest dimap Mitte Juli gar mal bei 12 Prozent verortet, zuletzt waren es bei Insa wieder 15 Prozent. Aus Sicht von SPD und Gr\u00fcnen darf sich der Wahlkampf jetzt keinesfalls auf die Frage Eralp und Evers verengen, muss der Kampf um die Spitzenposition bis zum Wahltag am 20. September m\u00f6glichst offen scheinen. Bis dahin muss Krach tapfer bleiben und weiter durchziehen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Ich wusste ja, worauf ich mich einlasse und dass das hart wird&#8220;, sagt Krach. &#8222;Dass allerdings die Koalition im Bund derart schlecht dasteht und uns in Berlin das Leben schwermacht, das habe ich nicht erwartet.&#8220; Im Fr\u00fchjahr 2025 hatte ihn der Ruf der Berliner Genossen ereilt &#8211; zumindest der Ruf einiger ma\u00dfgeblicher Genossen. Das Kalk\u00fcl muss ungef\u00e4hr gelautet haben: Die Berliner SPD braucht einen personellen Neustart und der freundliche, unverbrauchte und im Berliner Politikbetrieb dennoch sehr erfahrene Krach k\u00f6nnte deshalb der Richtige sein &#8211; trotz seiner Unbekanntheit. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Krach, der f\u00fcr das Amt des Hannoveraner Regionspr\u00e4sidenten 2021 von Berlin zur\u00fcck nach Niedersachsen gegangen war, zog also ein zweites Mal nach Berlin, wieder in den Bezirk Tempelhof-Sch\u00f6neberg. Er fand nach rund vier Jahren Abwesenheit denselben chronisch chaotischen Landesverband vor. Jene Landesvorsitzenden, auf deren Initiative Krachs Spitzenkandidatur zur\u00fcckging, schmissen \u00fcber den x-ten innerparteilichen Richtungsstreit hin. Der Landesparteivorsitz musste zum dritten Mal binnen zwei Jahren durchgetauscht werden. Krach wurde zus\u00e4tzlich zur Spitzenkandidatur auch Landesparteichef und \u00fcbt beide Rollen nun schon eine ganze Weile unentgeltlich aus. Das Beamtengehalt flie\u00dft nicht mehr, seit Krach sich im M\u00e4rz als Regionspr\u00e4sident beurlauben lie\u00df.<\/p>\n<p>&#8222;Sie sind zu elegant hannoveranisch&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Monatelang tingelte Krach durch die Hauptstadt, um sich bekannt zu machen. Sieben Jahre als Staatssekret\u00e4r im Berliner Senat hatten daf\u00fcr nicht gereicht. Die anschlie\u00dfenden vier Jahre Abwesenheit reichten aber aus, um Krach wieder zu einem Nicht-Berliner zu machen &#8211; zumindest seinen Widersachern. Krach h\u00e4ngt das Etikett eines Ausw\u00e4rtigen an. Das wirkt absurd in einer Metropole, wo fast jeder irgendwann mal von woanders zugezogen ist. Die M\u00fcnchnerin Eralp kam 2010 nach Berlin, Gr\u00fcnen-Spitzenkandidat Werner Graf rollt noch immer das R pf\u00e4lzisch, der an der Ruhr geborene Evers fand um die Jahrtausendwende nach Berlin. Und doch trifft die Ablehnung nur Krach. &#8222;Der hat diese Stadt \u00fcberhaupt nicht verstanden&#8220;, \u00e4tzte etwa der Neuk\u00f6llner Comedian Felix Lobrecht in seinem Podcast, nachdem er den SPD-Kandidaten im Youtube-Format &#8222;Jung&amp;Naiv&#8220; erlebt hatte.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">W\u00e4hrend des Wahlkampftags im hippen, aber nicht schicken Sch\u00f6neberg tr\u00e4gt Krach ein Strickjacken-\u00e4hnliches Sakko und braune Lederschuhe. Der schlanke Mittvierziger mit dem akkuraten Haarschnitt biedert sich nicht als Sneaker-und-Hoodie-Typ an. Er zeigt sich daf\u00fcr beim Laufen, auch auf den ganz gro\u00dfen Wahlplakaten joggt Krach. Der verheiratete Vater dreier Kinder pr\u00e4sentiert sich zupackend und motiviert, wirkt aber eben auch ein bisschen brav. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Berlin ist aber eben auch mehr als seine coolen und alternativen Kieze, in denen ohnehin wahlweise SPD und Gr\u00fcne Lufthoheit genie\u00dfen. Die L\u00fccke zwischen diesen in Berlin besonders links auftretenden Parteien und der in der Hauptstadt recht liberal tickenden CDU ist f\u00fcr den einstigen Platzhirsch SPD seit den Wowereit-Jahren immer weiter geschrumpft. Bei der letzten Abgeordnetenhauswahl kamen die Sozialdemokraten auf nur noch knapp mehr als 18 Prozent.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Den Karrierepolitiker in seiner Biografie kann er nicht leugnen. Krach h\u00e4lt entgegen, dass er die meiste Regierungserfahrung unter den Spitzenkandidaten habe. &#8222;Man sieht ja an der miserablen Performance von Friedrich Merz, wie wichtig Regierungserfahrung ist.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Am U-Bahnhof Nollendorfplatz, einem Ausgeh- und Szeneviertel im Sch\u00f6neberger Schwulenkiez, stampft ein Sympathisant auf den Flyer verteilenden Krach zu. &#8222;Sie sind zu elegant hannoveranisch&#8220;, ruft der Mann und fordert, dass Krach es mehr &#8222;krachen&#8220; lasse. &#8222;Wir sind prolo!&#8220;, sagt er \u00fcber das Lebensgef\u00fchl vieler Hauptst\u00e4dter. Krach reagiert freundlich und wei\u00df sofort, dass der beistehende Reporter die Szene verwenden wird. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Er empfinde sich \u00fcberhaupt nicht als zur\u00fcckhaltend, erkl\u00e4rt Krach und ist sofort bei seinem Wahlprogramm: Handyverbot an Grundschulen, Einrichtung einer Mieten-Polizei, mehr Polizisten f\u00fcr Berlin. Alles nicht unumstritten, Krach will auch Kante zeigen. Zuletzt brachte er aber Vorschl\u00e4ge in die Debatte ein, die ihm erkennbar Aufmerksamkeit verschaffen sollten. Auf dem<a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/bilderserien\/wirtschaft\/Die-Geschichte-des-Flughafens-Berlin-Tempelhof-article24445249.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"> Tempelhofer Feld <\/a>k\u00f6nne er sich eine Surfwelle nach Vorbild der Eisbachwelle in M\u00fcnchen vorstellen, im alten Flughafengeb\u00e4ude eine eigene Universit\u00e4t zur Lehrerausbildung. Letzteres sorgte auch bei den eigenen Bildungspolitikern f\u00fcr Kopfsch\u00fctteln. <\/p>\n<p>&#8222;Wir haben auch Fehler gemacht&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die eigene Partei ist so eine Sache f\u00fcr Krach. Seit der Wiedervereinigung haben die Sozialdemokraten immer mitregiert im einst geteilten Berlin, stellten die meiste Zeit den Regierenden. Die Ausgangslage vor dieser Wahl ist f\u00fcr die SPD \u00e4hnlich wie im Bund. Wann immer sie einen Aufbruch oder Ver\u00e4nderung zum Besseren verspricht, steht sofort dieselbe Frage im Raum: Wer denn den Laden bisher geschmissen hat? &#8222;Ich kann die Vergangenheit nicht ver\u00e4ndern, ich kann nur nach vorn schauen&#8220;, sagt Krach und z\u00e4hlt genuine SPD-Erfolge wie die in Berlin kostenlose Kita auf. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Nat\u00fcrlich haben wir in den vergangenen Jahren auch Fehler gemacht. Wir haben uns manchmal zu viel mit Themen besch\u00e4ftigt, die die Menschen nicht interessieren, und dar\u00fcber wichtige Themen des Alltags zu wenig angesprochen.&#8220; Krachs Vorg\u00e4nger als SPD-Landeschef, dem Neuk\u00f6llner Bezirksb\u00fcrgermeister Martin Hikel, hatten die jungen SPD-Linken vorgeworfen, er bediene mit dem Begriff &#8222;Clankriminalit\u00e4t&#8220; Muslimfeindlichkeit. Derweil tobt in Berlin ein Machtkampf zwischen rivalisierenden Gangs, die stark migrantisch gepr\u00e4gt sind. Mitte August wird in diesem Zusammenhang ein 30-j\u00e4hriger Mann vor dem Bahnhof Zoo erschossen. Meldungen \u00fcber Schusswechsel auf offener Stra\u00dfe sind in Berlin fast allt\u00e4glich geworden, schaffen es kaum noch \u00fcber die Lokalspalten hinaus.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Am U-Bahnhof Nollendorfplatz klagt ein Fahrscheinkontrolleur, der selbst vor Jahrzehnten nach Deutschland eingewandert ist, dem SPD-Spitzenkandidaten sein Leid: Die Menschen reagierten auf die Kontrollen immer aggressiver, viele der in den vergangenen Jahren gekommenen Migranten nutzten Deutschland nur aus. Krach nickt etwas ratlos, neu sind ihm solche Klagen der sogenannten kleinen Leute nicht. Auch f\u00fcr die Forderung des Mannes, den fr\u00fcheren Renteneintritt nach 45 Arbeitsjahren beizubehalten, hat Krach Verst\u00e4ndnis. &#8222;Ich werde 62 Jahre alt, alles ist kaputt, alles tut weh&#8220;, sagt der Mann. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Krach z\u00e4hlt zu jenen SPD-Politikern, die das Aus f\u00fcr die sogenannte Rente mit 63 ablehnen. Die Performance seiner Partei im Bund empfindet er als schwerwiegenden Ballast im Wahlkampf: &#8222;Wenn 80 Prozent der B\u00fcrger die Reformpl\u00e4ne f\u00fcr ungerecht halten, dann ist das ein Alarmsignal.&#8220; Und: &#8222;Ich verstehe nicht, warum diese Bundesregierung immer wieder so ein ungl\u00fcckliches Bild abgibt.&#8220; Dazu geh\u00f6rt, dass in der SPD immer lauter \u00fcber die Zukunft von Lars Klingbeil als Bundesvorsitzenden geredet wird. &#8222;Wenn wir uns wieder mit uns selbst besch\u00e4ftigen, hilft das niemandem&#8220;, sagt Krach dazu knapp. Die Schuldigen allein im Bund zu suchen, versucht er gar nicht erst. &#8222;Der aktuelle Berliner Senat hat vor allem Dank Kai Wegner die schlechtesten Zustimmungswerte aller 16 Landesregierungen&#8220;, wei\u00df Krach. <\/p>\n<p>Dauerthema Enteignungen<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Mit Blick auf die SPD-Senatoren finde er die \u00f6ffentliche Bewertung aber schon &#8222;etwas unfair&#8220;, so Krach. &#8222;Beim Wohnungsbau und Mietrecht waren die letzten dreieinhalb Jahre wirklich die besten f\u00fcr Berlin seit Langem.&#8220; Er verweist auf die Einf\u00fchrung der Mietpr\u00fcfstelle, auf das als Gesetz aufgegleiste Mietenkataster und Zehntausende neu gebaute Wohnungen. Mit seiner Mieten-Polizei will Krach die Daumenschrauben noch weiter anziehen f\u00fcr Vermieter, die sich am \u00fcberlaufenen Wohnungsmarkt bereichern und sich bei der Instandhaltung wegducken.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Doch reden muss Krach im Wahlkampf vor allem dar\u00fcber, warum er keine Wohnungskonzerne und Gro\u00dfvermieter enteignen will. Genau das fordert ein mit breiter Mehrheit verabschiedeter Volksentscheid aus dem Jahr 2021. Dessen Umsetzung hat die Berliner SPD seither auf zwei Landesparteitagen beschlossen. In Krachs Wahlprogramm tauchen Vergesellschaftungen dagegen nicht auf. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Mich \u00fcberzeugt es nicht, in einen viele Jahre w\u00e4hrenden juristischen Krieg zu ziehen&#8220;, so Krach. &#8222;Die Linken-Spitzenkandidatin gibt selbst zu, dass sie keine seri\u00f6se Zeitplanung hat. Und wir m\u00fcssten den Konzernen Milliarden Euro r\u00fcberschieben, ich will das Geld lieber in den Bau neuer Wohnungen investieren.&#8220; Die Linke hat die Enteignungen ganz oben auf die Agenda ihres Wahlprogramms gehoben. Die Linken-Bundesspitze erkl\u00e4rte die Umsetzung von Wohnungsvergesellschaftungen gar zur Vorbedingung jedweder Koalitionsbildung in Berlin.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Egal, welche Partei st\u00e4rkste Kraft wird im Abgeordnetenhaus, f\u00fcr ein B\u00fcndnis aus SPD, Linken und Gr\u00fcnen wird es in jedem Fall reichen. Krach will aber nicht den Weg der Vergesellschaftungen mitgehen und wirft der Berliner Linken zudem vor, Antisemiten in den eigenen Reihen zu dulden. &#8222;Ich habe den Eindruck, dass Ines Schwerdtner, Luigi Pantisano und Heidi Reichinnek gar nicht wollen, dass die Linke mit regiert&#8220;, sagt Krach. Die Linkenspitze f\u00fcrchte wohl die schnelle Entzauberung, weil ihre Partei ihre ganzen Versprechen in Berlin nicht halten k\u00f6nne und angesichts der angespannten Haushaltslage erst mal k\u00fcrzen m\u00fcsse.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Erneut mit der CDU zu regieren und deshalb zentrale Wahlversprechen wieder nicht umsetzen zu k\u00f6nnen, w\u00e4re weiten Teilen der SPD-Basis aber ebenfalls schwer vermittelbar. Leichter wird es f\u00fcr Krach also auch nach dem 20. September nicht, egal auf welchem Platz er ins Ziel l\u00e4uft. Sicher ist f\u00fcr Krach momentan eigentlich nur eines: Er wird in Berlin bleiben.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wer erobert das Rote Rathaus?In Berlin setzt die SPD auf ganz viel Krach23.08.2026, 08:16 Uhr Von Sebastian Huld,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1255139,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[5],"tags":[148707,296,13,2384,14,15,16,12,14188,184,10,8,9,11],"class_list":["post-1255138","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-abgeordnetenhauswahl-berlin","tag-berlin","tag-headlines","tag-kai-wegner","tag-nachrichten","tag-news","tag-politik","tag-schlagzeilen","tag-schwarz-rot","tag-spd","tag-top-news","tag-top-meldungen","tag-topmeldungen","tag-topnews"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117143973478300213","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1255138","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1255138"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1255138\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1255139"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1255138"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1255138"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1255138"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}